Campingbusse
Campingbusse

Diese Kastenwagen- und Busausbauten gibt es
Campingbusse mit und ohne Bad

Was der Malibu-Oldie schon so alles erlebt hat, steht dem Neuling noch bevor. Reisen. Einfach nur reisen.
Foto: Ingolf Pompe

Wer Freiheit liebt, aber nicht auf Komfort verzichten will, findet im Campingbus die ideale Lösung. Basierend auf der Karosserie klassischer Transporter mit Schiebetür vereinen diese Fahrzeuge Kompaktheit, Wendigkeit und praktischen Stauraum – perfekt für Stadt, Land und lange Reisen. Doch was macht den Campingbus so besonders? Und welche Modelle passen zu welchem Lebensstil? Hier kommt der ultimative Guide.

Campingbusse basieren auf der Original-Karosserie eines Transporters mit Schiebetür. Ihre kompakten Maße machen sie alltagstauglicher als Reisemobile anderer Campingfahrzeug-Aufbauformen. Mit ihnen ist man auch auf engen Straßen oder in der Stadt recht flink unterwegs. Dank ihrer Hecktüren dient die Klasse der Kastenwagen perfekt zum Transport von Sportgeräten und sperrigem Gepäck.

Ein Campingbus bringt viele Vorteile mit

Einer der größten Vorteile eines Campingbusses ist seine Kompaktheit. Während große Wohnmobile oft wie LKWs wirken und in engen Gassen oder auf Campingplätzen zur Herausforderung werden, schlängelt sich ein Campingbus mühelos durch den Stadtverkehr.

Ein Campingbus ist kein reines Freizeitfahrzeug. Viele Modelle lassen sich ganz normal im Alltag nutzen – als Familienauto, für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen.

Schon ab 20.000 Euro bekommt man gebrauchte Modelle, die für Wochenendtrips oder kurze Urlaube perfekt geeignet sind. Selbst neue Campingbusse liegen oft unter 50.000 Euro – ein Preis, der für viele noch erschwinglich ist.

Wie viel Komfort steckt in den kompakten Campern?

Eines der wichtigsten Entscheidungsmerkmale beim Kauf eines Campingbusses ist die Sanitärfrage. Braucht man ein Bad? Oder kommt man auch ohne zurecht? Die Antwort hängt stark vom eigenen Reiseverhalten ab. Nicht immer haben Campingbusse ein Bad an Bord. Übernachtet man ohnehin am liebsten auf gut ausgestatteten Campingplätze, ist ein Sanitärraum verzichtbar. Wer sich unsicher ist, kann auch auf mobile Toilettenlösungen zurückgreifen, die sich bei Bedarf einbauen lassen.

Klar, dass ein kompakter Campingbus nicht denselben Wohnkomfort bieten kann wie ein großes ausgebautes Wohnmobil, das größer und breier ist. Den Wohnbereich kann man allerdings ganz einfach durch ein Vorzelt erweitern.

Wer jedoch lange Touren plant, auch im Winter unterwegs ist oder auf einfachen Stellplätzen übernachten will, sollte sich genau überlegen, wie viel Platz wichtig ist – und wofür der Platz genutzt werden soll. Der Kastenwagen-Markt bietet für jeden Bedarf das passende Fahrzeug.

Welcher Campingbus passt zu mir? Die verschiedenen Typen im Detail

Nicht jeder Campingbus ist gleich. Je nach Bedarf gibt es unterschiedliche Modelle, die sich in Größe, Ausstattung und Preis unterscheiden. Hier ein Überblick über die beliebtesten Varianten:

Pössl Campster
Ingolf Pompe
  • Mini-Mobile dienen oft zum Einstieg. Hochdachkombis wie der VW Caddy, Mercedes Citan, Ford Transit oder der Citroën Berlingo sind im Allltag nutzbar, in der Anschaffung günstig und passen in Tiefgaragen. Möbel können ohne großen Aufwand eingebaut werden. Den besonderen Reiz an diesem Modellen macht der Freiluftcharakter im Sommer aus. Für den Winter ist diese Fahrzeugkategorie eher nicht nutzbar.
  • Campingbusse ohne Sanitärraum gehören ebenfalls zu den kompaktesten Kastenwagen. Sie werden auch Kleintransporter genannt und brauchen häufig nicht mehr Grundfläche als eine große Limousine. In Ihnen gibt es bis zu vier Liegeplätze, Schränke und Staufächer sowie eine kleine Küche. Speziell der Bestseller VW T6 punktet mit Pkw-ähnlichen Eigenschaften, aber auch die Mercedes V-Klasse erreichen einen guten Komfort. Beide sind schon ohne Ausbau nicht ganz preisgünstig, was das oftmals insgesamt hohe Preisniveau der Kompakten erklärt. Neben dem klassischen VW California gibt's bei den Kompakten Campervans mit Aufstelldach beispielsweise den Campster auf Citroën Spacetourer. Hymer brachte 2019 die Marke Crosscamp gelauncht, die Campingbusse ohne Bad auf dem Toyota Proace und Opel Zafira anbietet.
  • Der Bestseller sind Kastenwagen mit Sanitärraum auf Fiat Ducato. Als Billigmobile haben diese Ausbauten vor vielen Jahren ihren Siegeszug angetreten. Heute sind diese Kastenwagen-Modelle bestens etabliert – und durchaus bezahlbar. Im Inneren bilden vorne gedrehte Fahrerhaussessel und eine schmale Bank die Sitzgruppe, hinten ist meist ein Querbett untergebracht. Dazwischen ist Raum für einen kompakten Sanitärbereich und die Küche. Einziges Manko: Für ein echtes Zwei-Meter-Bett reicht selbst die breite Fiat-Karosserie nicht aus. Nicht zuletzt deshalb werden Längsbetten im Campingbus immer beliebter. Einzelbettmodelle basieren praktisch immer auf der längsten Ausführung des Fiat Ducato. Doch: Je größer der Campingbus, desto mehr büßt er an Wendigkeit beim Fahren ein.

Der Campingbus – Freiheit auf vier Rädern

Egal, ob Mini-Mobil für den Wochenendtrip oder komfortabler Langzeit-Camper – der Campingbus ist die perfekte Mischung aus Alltagstauglichkeit und Abenteuer. Mit der richtigen Wahl wird er zum zweiten Zuhause auf Rädern – kompakt, flexibel und voller Möglichkeiten.

Bereit fürs Camper-Abenteuer?

Alle Artikel rund um Campingbusse mit und ohne Bad finden Sie in diesem Themenspecial.

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