Ventje stellt seinen neuen Campingbus auf Basis des VW Transporter vor. Bis zu sieben Gurtsitzplätze, drei Antriebsvarianten und ein preisgekröntes Sitzrahmen-System sollen den Ventje T7 zum ultimativen Alltagscamper machen. Die Schlüsseltechnologie dafür stammt ausgerechnet von einem Elektrobus.
Sieben Sitzplätze in einem Campervan erscheinen unrealistisch. Entweder bleibt Platz zum Sitzen oder zum Schlafen und Kochen. Beides gleichzeitig ist schwer vorstellbar. Doch genau das verspricht Ventje mit dem T7, den der niederländische Hersteller am 20. Juni bei einem Tag der offenen Tür in den Hainhölzer Höfen in Hannover erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Der kompakte Campingbus basiert auf der siebten Generation des VW Transporter. Er soll Familienauto und vollwertigen Camper in einem Fahrzeug vereinen. Erstmals bietet Ventje dabei drei Antriebsvarianten der siebten Generation des Bullis an: Diesel, Plug-in-Hybrid und vollelektrisch.
Ventje macht den Bulli-Camper zum Alltagsauto
Hinter dem T7 steckt eine klare Philosophie. Ventje-Gründer Frank Westland beobachtet seit Jahren: "Viele Menschen nutzen ihren Ventje nicht nur im Urlaub, sondern auch im Alltag." Sie fahren damit auf zur Arbeit, erledigen Einkäufe oder machen Ausflüge. Der Campingbus wird zunehmend ihr Familienauto. Der Ventje T7 treibt diesen Gedanken auf die Spitze: Bis zu sieben Personen finden Platz, jeder mit eigenem Sicherheitsgurt. In einem Segment, in dem vier Sitzplätze die Norm sind, ist das ein echtes Alleinstellungsmerkmal.
Doch mehr Sitze fressen Raum. Raum, den ein Camper zum Schlafen, Kochen und Leben benötigt. Genau diese großzügige Raumaufteilung hat Ventje in der Szene bekannt gemacht. Daran wollte das Unternehmen nicht rütteln. Die zentrale Herausforderung lautete also: Wie verschwinden bis zu sieben Sitze, sobald der Campingmodus beginnt?
Ventje T7 erbt Sitzsystem vom E-Modell
Die Lösung fand Ventje an unerwarteter Stelle: Für den eVentje auf Basis des VW ID. Buzz hatte das Entwicklungsteam in Nijkerkerveen bereits ein neuartiges Sitzrahmen-System konstruiert. Spezielle Rahmen lassen sich so versenken, dass sie im Campingmodus komplett aus dem Sichtfeld verschwinden. Dieses System überzeugte nicht nur Kundinnen und Kunden, sondern auch Jurys: Es gewann den technischen iF Design Award und mehrere Red Dot Design Awards.

Am Wohnmobil-Stellplatz Essplatz, Lounge oder Bett, während der Fahrt Sitzgruppe für bis zu fünf Mitfahrende: Der Ventje T7 versucht sich am Spagat zwischen Campingbus und Familien-Auto im Alltag.
Normalerweise fließt Innovation vom Verbrenner zum Elektroauto, bei Ventje lief es umgekehrt. Das für den elektrischen ID. Buzz entwickelte System wandert jetzt in den Ventje T7, der auch als Diesel und Plug-in-Hybrid vom Band rollt. Der eVentje hat den Verbrenner-Camper besser gemacht. Ventje entwickelte die Sitzrahmen für den T7 weiter und passte sie an die neue Plattform an. Das Ergebnis: Sieben Sitzplätze im Alltag, großzügiger Campingraum am Abend.
Was der kompakte Campingbus konkret bietet
Der neue VW Transporter ist etwas länger als sein Vorgänger. Ventje nutzt diesen Zugewinn konsequent. Über dem Fahrer öffnet sich ein Aufstelldach mit großem Dachfenster und einem Zelt, das sich per Reißverschluss aufklappen lässt. Licht flutet den Innenraum. Wer oben schläft, blickt in den Himmel. Im Aufstelldach misst das Bett 1,30 Meter in der Breite, das untere Bett im Wohnraum kommt auf 1,40 Meter bei 2 Meter Länge, beides breiter als beim Vorgängermodell.

Am Küchenblock des Ventje T7 können Campende von außen und von innen kochen oder Getränkge aus dem Kühlschrank holen.
Die Küche im Heck erhält eine clevere Erweiterung der Arbeitsplatte, die zusätzliche Fläche zum Kochen schafft. Kochfeld, Kühlschrank und Arbeitsfläche sind von innen und außen zugänglich. Unter der geöffneten Heckklappe können Campende also auch im Freien kochen. Die Sitzgruppe mit Tisch und vier Plätzen lässt sich zur lässigen Lounge oder eben zum Bett umbauen. In der Kurzversion des Campers ist eine Toilettenplatte erhalten, in der langen Variante baut Ventje ein festes WC ein.
Beim Antrieb haben Kaufinteressierte erstmals die Wahl: Die Elektrovariante bietet bis zu 330 Kilometer WLTP-Reichweite und lädt per Schnelllader in rund 38 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Der Plug-in-Hybrid kombiniert 218 PS mit etwa 50 Kilometern elektrischer Reichweite. Wer klassisch reisen will, greift zum Diesel.
Ernsthafte Alternative zum VW California
Der Vergleich mit dem VW California drängt sich auf und fällt interessant aus. Volkswagen selbst hat den California auf die Multivan-Plattform umgestellt, im Kern also eine Pkw-Architektur. Ventje dagegen setzt bewusst auf den echten Transporter mit seiner Nutzfahrzeug-DNA. Dazu kommen bis zu sieben statt vier Sitzplätze und drei Antriebsoptionen.
Der Preis startet bei rund 95.000 Euro und liegt damit in einer ähnlichen Region wie der California Beach Tour eHybrid.












