Mit dem River R10 setzt Panama auf einen Ausbau auf Basis des Renault Trafic und stellt sein Portfolio so breiter auf. Einen Vorteil könnte die Renault-Basis bedeuten: Eventuell wird der Campervan dadurch günstiger. Abgesehen von der Preisfrage bleibt die Kernidee von Panama bestehen. Der R10 ist ein klar strukturierter Campingausbau, der nicht in Konfigurationskomplexität ausufert.
Platzgefühl, Sitzplätze und Schlafen
Im River R10 können bis zu vier Personen schlafen. Oben im Aufstelldach liegt ein Bett mit den Maßen 120 × 190 cm. Unten entsteht die Liegefläche über die umbaubare 3er-Schiebebank, die sich zu einem Bett mit 114 × 189 cm verwandeln lässt. Das Aufstelldach lässt Luft und Licht hinein, verfügt aber auch über einen praktischen Insektenschutz.
Der Ausbau setzt auf eine kompakte Küche mit 2‑Flammen-Gaskocher und einem 42‑Liter-Kühlschrank inklusive Gefrierfach – als Kompressor-Kühlschrank ausgeführt, was im Alltag vor allem bei hohen Außentemperaturen und häufigem Öffnen Vorteile bringt. Für die Wasserversorgung stehen 50 Liter Frischwasser und 35 Liter Abwasser zur Verfügung. Ergänzt wird die Wasserversorgung durch eine Außendusche – praktisch nach dem Sport oder einem Tag am Strand, aber auch einfach als schnelle Lösung unterwegs.

Für bis zu vier Personen bietet der R10 im Aufstelldach und in der umbaubaren 3er-Schiebebank Schlafplätze.
Beim Thema Stauraum und Nutzung ist der R10 auf typische Vanlife-Realität ausgelegt: viele Ablagen, Schränke und eine Schublade unter der Bank unterstützen Ordnung im Alltag. Bei den Möbeloberflächen setzt Panama auf HPL, ein robustes Material, das sich besonders bei Feuchtigkeit, Kratzern und intensiver Nutzung bezahlt macht.
Strom, Autarkie und Fahrausstattung
Fürs autarke Stehen sind ab Werk eine Aufbaubatterie, ein 185‑W‑Solarpanel sowie eine Dieselheizung mit Multicontrol-Bedieneinheit an Bord. Dazu kommen 12V- und 230V-Steckdosen sowie USB-A- und USB-C-Anschlüsse.
Beim Basisfahrzeug arbeitet ein 2.0 dCi mit 130 PS und Schaltgetriebe. Fahrerassistenz und Sicherheit sind praxisnah ausgelegt: Neben Rückfahrkamera, Parksensoren hinten und Tempomat mit Speedlimiter bringt der R10 ein Assistance-Paket mit, das unter anderem adaptiven Tempomat, Notbremsassistent, Spurhalteassistenz, Verkehrszeichenerkennung und Aufmerksamkeitswarnung umfasst.

Weißer Aufbau, schwarz abgesetzte Anbauteile und 16-Zoll-Stahlräder betonen den pragmatischen Auftritt des R10.
Im Cockpit gehört ein 8-Zoll-Touchscreen mit DAB-Radio sowie Android Auto und Apple CarPlay zur Ausstattung. Die Vordersitze sind drehbar, die Klimaanlage ist manuell. Optisch tritt der R10 funktional auf: 16‑Zoll-Stahlräder, weißer Aufbau und schwarz gehaltene Anbauteile wie Stoßfänger, Spiegel und Griffe; dazu kommen Full‑LED-Scheinwerfer.
R10 Limited: dieselbe Idee, deutlich aufgewertet
Wer mehr Komfort und Autarkie möchte, findet im R10 Limited eine umfangreicher ausgestattete Version des Renault-Trafic-Basisfahrzeugs. Hier gibt es den 2.0 dCi mit 150 PS und Automatik, dazu 17‑Zoll-Räder und eine aufgewertete Außenanmutung mit lackierten Anbauteilen. Im Fahrerlebnis und bei Assistenzsystemen legt der Limited spürbar nach: Zusätzlich zu den grundlegenden Assistenzfunktionen sind hier unter anderem 360-Grad-Kamera und Totwinkelassistent an Bord, ebenso elektrisch anklappbare Spiegel.
Auf der Campingseite wird das autarke Paket ausgebaut: zwei Solarpanels (2 × 185 W), Lithiumbatterie, Warmwasserboiler, tragbare Toilette und ein 600‑W‑Inverter sind vorgesehen. Zusätzlich sind ein Moskitonetz-Kit und eine Zusatzmatratze für das untere Bett dabei. Beide Varianten bleiben dabei dem Grundgedanken treu: fest zusammengestellt, übersichtlich, schnell kauf- und einsatzbereit.












