Stellplatz-Radar: 11.000 Stellplätze in einer App für iOS und Android.

Anfängerfehler im Wohnmobil

12 Fehler, die Sie nicht begehen sollten

Camping Wagenburg in Hausen an der Donau Foto: Christiane Würtenberger 11 Bilder

Wer zum ersten Mal im Wohnmobil unterwegs ist, muss einiges beachten. Wir zeigen die häufigsten Anfängerfehler und wie man sie umgeht. Denn: Einige Patzer könnten aus dem Camping-Traumurlaub einen Alptraum machen.

Fahrsicherheit, Beladung, Entsorgung – wir erklären, was Anfänger bei Ihrem ersten Campingurlaub mit einem (Miet-)Wohnmobil unbedingt beachten sollten. Wer folgende Tipps beachtet, bei dem kann nichts mehr schiefgehen.

1. Unvorbereitet losfahren

Ratgeber, Fit in den Frühling Wohnmobil auswintern Fit für den Frühling

Es geht bald los, das Campingmobil ist schon startklar – wirklich? Ein wenig Zeit müssen Sie sich nehmen, um beispielsweise nach der Winterpause die wichtigsten Punkte zu checken: Haben die Reifen noch genügend Luftdruck? Sind sie vielleicht schon zehn Jahre alt? Dann schnell neue kaufen. Wie sieht es im Wassertank aus? Muss hier mal wieder gründlich geputzt werden? Und die Bordbatterie steigert ihre Leistungsbereitschaft deutlich, wenn man sie vor der großen Tour am Stromnetz auflädt.

2. Während der Fahrt im Wohnmobil umhergehen 

Wer denkt, im Wohnmobil gibt es auch während der Fahrt viel Bewegungsfreiheit, der irrt. Denn nicht nur Fahrer und Beifahrer müssen angeschnallt sein, dies gilt auch für alle weiteren Mitfahrer – egal ob Kind oder Hund. Entsprechend muss die Zahl der Mitfahrer der Anzahl der Sitzplätze mit Sicherheitsgurt entsprechen. Wie in jedem Auto brauchen Kinder im Wohnmobil einen altersgerechten Sitz, der korrekt fixiert werden muss. Wenn möglich den Tisch an der Sitzgruppe entfernen. Sich im Wohnmobilbett abzulegen ist beim Fahren ebenfalls tabu. Hunde und Katzen können mit verschiedenen Sicherungssystemen unbedenklich im Wohnmobil mitreisen.

3. Mit vollem Frischwassertank losfahren

Der Frischwasservorrat kann notfalls mittels Gießkanne gesichert werden. Foto: Archiv
Eine Gieskanne hilft beim Befüllen.

Nur absolute Wohnmobil-Neulinge machen den Frischwassertank beim Start in den Urlaub so voll wie möglich. Profis dagegen füllen den Tank nur bis zur Hälfte. Diese haben in der Regel ein Fassungsvolumen von ca. 95 bis 170 Liter. Der Grund liegt auf der Hand beziehungsweise auf der Waage: Jeder Liter bedeutet Zusatzlast, die das Wohnmobil dann stemmen muss. An den meisten Tankstellen und an allen Campingplätzen kann problemlos aufgefüllt werden.

3. Wohnmobile falsch beladen

Campingfahrzeuge sind keine Lastwagen! Um die Zuladung, also die Belastbarkeit mit Menschen und Gepäck einschätzen zu können, sollten Sie das tatsächliche Leergewicht des Fahrzeugs und das zulässige Gesamtgewicht kennen. Chaotisch und unüberlegt sämtliches Gepäck einfach in das Wohnmobil zu werfen, ist nicht ratsam. Allgemein gilt für die Gewichtsverteilung : Schweres nach unten, Leichtes nach oben – so wird das Fahrzeug durch einen tief liegenden Schwerpunkt stabilisiert. Verstauen Sie Dinge logisch, sodass sie auch leicht wieder gefunden werden können.

Einsteiger-Tour im Campingbus
Das erste Mal im Kastenwagen

4. Ungesicherte Ladung

Nicht vergessen: Das Haus auf Rädern rollt! Daher sollte alles gut verstaut werden. In Mietmobilen ist das Geschirr meist gut verstaut, ansonsten helfen Aufbewahrungssysteme für sicheren Halt. Damit der Fahrer unterwegs nicht abgelenkt wird, sollte vor der Abfahrt geprüft werden, ob sich auf den Regalflächen leicht herabfallende Gegenstände befinden. Falls ja, besser einen sicheren Platz suchen – im Wohnmobil sind normalerweise ausreichend Staufächer vorhanden. Damit die Ladung dort bleibt, wo sie hingehört, wird alles gut befestigt. Übrigens. Rutschsicheres Beladen mindert im Wohnmobil die Nebengeräusche beim Fahren.

5. Eine abenteuerliche Fahrweise

Sie sollten nie ohne Testlauf losfahren – sonst wird die Fahrt zum Negativabenteuer. Auch wer noch so sicher auf vier Rädern unterwegs ist, muss beachten: Wohnmobile haben beispielsweise ein anderes Bremsverhalten und andere Sichtverhältnisse als Pkws. Der Test sollte ein weiteres Mal durchgeführt werden, wenn das Fahrzeug komplett bepackt ist und somit noch einmal mehr Gewicht hat.

Wohnmobile verlangen beim Fahren mehr Umsicht als der Umgang mit einem Pkw. Der richtige Blick in die Außenspiegel, das Rangieren auf engem Raum und das Fahrverhalten in Kurven – all das will gelernt sein. Hilfreich ist da schon, wenn Sie vor der großen Reise mit dem Urlaubsfahrzeug am Sonntag auf einem leeren Großparkplatz üben. Noch besser sind die von Profis organisierten Fahrsicherheitstrainings, wie sie etwa Freizeitfahrzeughersteller oder Automobilclubs anbieten.

6. Fahren bis zum Geht-Nicht-Mehr

Wer so lange wie möglich am Stück fahren möchte, um schnellstens ans Ziel zu kommen, muss mit folgenden Problemen rechnen.

Problem 1: Eine Marathonfahrt ist anstrengend und wer möchte seinen Urlaub schon mit einem derartigen Kraftakt beginnen?
Problem 2: Durchfahren kann besonders nachts und mit Übermüdung gefährlich sein. Auch tagsüber gilt auf langen Strecken: Regelmäßige Fahrerwechsel!
Problem 3: Handelt es sich um einen Familienurlaub, können die Kleinen unausstehlich werden, falls sie stundenlang stillsitzen müssen und sich nicht austoben können. Daher regelmäßige Pausen machen!
Problem 4: Reisen statt rasen ist das Motto mit Wohnmobil. Schnell fahren ist oft gar nicht erlaubt und mindert die Sicherheit: Zu lange Tagesetappen vermeiden!

Schritt für Schritt zum Profi-Camper
Sicher fahren mit dem Wohnmobil

Unser Tipp: Versuchen Sie Ihr Ziel noch vor Sonnenuntergang zu erreichen und rechnen Sie auch die Zeit mit ein, die man braucht, um das Campingmobil vom Fahr- in den Wohn- und Schlafmodus zu versetzen. Sonst entsteht Stress, den man im Urlaub bestimmt nicht braucht.

7. Navis blind vertrauen

Einsteiger-Tipps Wohnmobil Foto: qunamax/Adobe Stock
Augen auf beim Navigieren!

Kaum jemand geht ohne elektronischen Navigator auf Reisen, und tatsächlich macht das Navi die Streckenplanung wesentlich leichter. Es gibt sogar Geräte, die spezielle Gegebenheiten von Campingfahrzeugen (Größe, Gewicht) bei der Routenberechnung berücksichtigen. Ein Rest von gesunder Skepsis sollte aber auch in diesen Fällen bleiben. Immer wieder kommt es vor, dass Navis ahnungslose Camper in verwinkelte Altstadtgassen lotsen oder plötzlich Schleichwege empfehlen. Wohnmobile haben da wenig zu suchen. Wenn Sie die gewünschte Strecke nicht parallel auf der Karte mitverfolgen wollen, bleibt nur eines: Auf Schilder und vor allem dem eigenen Instinkt vertrauen und den Befehlen des Navis nicht um jeden Preis folgen.

8. Unbedingt einen Platz an der Sonne suchen 

Am Strand stehendes Wohnmobil Sommerhitze im Wohnmobil 10 Tipps gegen Hitzestau

Sonnenanbeter aufgepasst: Zu viel Sonne schadet nicht nur der Haut, sondern auch dem Schönheitsschlaf. Denn wer sein Reisemobil auf dem Stellplatz in die pralle Sonne stellt, bekommt die Sommerhitze so schnell nicht mehr aus den vier Wänden. Die Nächte ähneln dann eher einem Saunaaufenthalt und der erholsame Schlaf bleibt aus. Daher besser einen Platz im Schatten wählen.

9. Die Abwasserentsorgung hinauszögern

Zu den unschönen Aufgaben beim Urlaub im Wohnmobil gehört das sogenannte Dumpen, also die Entsorgung des Abwassers. Dabei unterscheidet man zwischen Grauwasser – von Dusche, Spül- und Waschbecken – und Schwarzwasser, das Abwasser aus der Toilette. Besonders letzteres sollte alle paar Tage geleert werden, um zu vermeiden, dass es zu unangenehmen Überraschungen beim nächsten Gang auf das stille Örtchen kommt.

10. Einen auf Heimwerker machen

Sie sind weder MacGyver noch Bear Grylls. Nein, ein paar geflochtene Zweige, einige Blätter und ein Feuerstahl sind nicht genug um eine komfortable Zuflucht zu bauen. Wer es nicht drauf hat, sollte das Heimwerken besser lassen und in ein Fachgeschäft gehen. Dort kann man sich beim Kauf von Zelt, Schlafsack und weiterem Zubehör von Experten beraten lassen.

Basiswissen Campingzubehör
16 Must-Haves im Wohnmobil

11. Ungesellig sein

Campingplätze und Stellplätze sind die perfekten Orte, um mit neuen Leuten in Kontakt zu kommen. Wenn Sie nicht gerade völlig abseits stehen, bieten sich viele Gelegenheiten, um Bekanntschaften zu schließen und Gleichgesinnte zu treffen. Die einzigen, die sie meiden sollten sind die von Mücken und Ameisen. Unser Tipp: Zitronengras-Duft rings um das Zelt oder das Fahrzeug vertreibt sie. Wer auch vor anderen Menschen Ruhe sucht, sollte sich über Expeditionsmobile und Wild Campen/Stellplatzregeln informieren.

12. Zu schnell abreisen

Das Frühstück ist zu Ende, weiter geht es zum nächsten spannenden Ziel. Speziell im Wohnmobil reizt der schnelle Aufbruch. Wir empfehlen aus eigener Erfahrung: Nehmen Sie sich genug Zeit, den ganzen Wohnraum aufzuräumen, sonst geht in der nächsten Kurve garantiert irgendetwas geräuschvoll zu Boden. Schauen Sie in Ruhe durch das Fahrzeug: Sind Schränke, Kühlschrank und Dachluken geschlossen? Ein Rundgang ums Wohnmobil zeigt, ob das Stromkabel getrennt, Fenster und Stauraumklappen geschlossen sind. Ist eine Ver- und Entsorgungsstation vor Ort? Dann sind die unvermeidlichen Handgriffe schnell erledigt – und mit Wasser an Bord sowie leerem Abwasser- und Fäkaltank kann man neuen Abenteuern viel entspannter entgegensehen.

Neues Heft
Top Aktuell Hartnäckiger Schmutz Moos, Regenstreifen, Harz Tipps für hartnäckige Fälle
Beliebte Artikel Report, Selbsthilfe im Urlaub Pannenhilfe fürs Wohnmobil 10 Tipps zur Selbsthilfe bei Wohnmobil-Pannen Karmann Davis Frischwassertank Leserfrage zum Wohnmobil-Gesamtgewicht Schummeln mit halbem Wassertank?
Anzeige
Fahrzeug-Angebote
Stellplatz-Radar
mobil life 11.000 Stellplätze in einer App

Mit dem kostenlosen Stellplatz-Radar finden Sie auch unterwegs immer den passenden Stellplatz.

auto motor und sport Adventskalender 2018 14. Dezember Weihnachtskalender 2018 Tür 14 Mitmachen und gewinnen HiFi-Boxen Ultima 40 von Teufel
Caravaning Weihnachtskalender 2018 Tür 14 Mitmachen und gewinnen HiFi-Boxen Ultima 40 von Teufel Platz 10: Alpencamping Nenzing Top 10 Winter-Campingplätze Allgäu, Italien & Co.