Wintercamping mit dem Wohnmobil
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Ratgeber, Fit in den Frühling Ingolf Pompe
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Auswintern des Wohnmobils: Checkliste und To-Dos

Auswintern des Wohnmobils Fit für die baldige Reisemobil-Saison

Die dunklen Monate gehen zu Ende. So wie uns selbst drängt es auch unsere Reisemobile ans Licht. Was bis zum Saisonstart noch zu tun ist.

Verheißungsvoll öffnet sich das Tor. Wie frisch aus dem Ei gepellt wartet dahinter unser treuer Reisebegleiter auf Rädern ungeduldig darauf, mit uns zusammen endlich wieder die Welt zu entdecken. Auf den ersten Dreh des Anlassers startet prompt der Diesel, der Tank ist voll, die sonnenbeschienene Straße liegt vor uns ...

Doch dann folgt das Erwachen. Die Realität sieht oft ganz anders aus: Am Saisonende wurde das Mobil nur noch schnell in die Halle oder Scheune gequetscht oder einfach am Straßenrand abgestellt. TÜV neu machen? Reicht auch noch im Frühjahr. Die altersschwache Batterie hat den Winter nicht so gut überstanden, im Tank suppen Wasserreste, und im Aufbau müffelt’s. Womöglich war man auch noch für einen Schneetrip auf streusalzversifften Straßen im Regen und Matsch unterwegs. So oder so: Wenn die Sonne wieder höhere Bahnen zieht, erwacht auch die Reiselust aufs Neue. Jetzt ist Kümmern angesagt.

1. Schritt: Basisfahrzeug kontrollieren

Der erste Blick sollte dem Basisfahrzeug gelten, denn ohne dass der Motor läuft, schaffen wir’s nicht mal bis zum Waschplatz. Wer die Batterie über den Winter nicht am Erhaltungsladegerät hängen hatte, sollte spätestens jetzt die Elektronenreserven wieder auffüllen – und zwar in Starter- wie Aufbaubatterie.

Bei herkömmlichen Bleiakkus vorher den Säurestand kontrollieren und bei Bedarf destilliertes Wasser nachfüllen. Eine Fahrzeuginspektion werden die meisten der Werkstatt überlassen, aber die Kontrolle von Ölstand, Bremsflüssigkeit und Wischwasser ist auch für den Laien kein Hexenwerk.

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Die DOT-Nummer verrät das Produktionsdatum des Pneus, hier die 33. Woche 2020.

Vor dem Rollout darf der Blick auf die Reifen nicht fehlen. Hat man sie zur Vermeidung von Standschäden auf höheren Druck gebracht, muss die Luft nun wieder auf Normalmaß abgelassen werden. Ein Profilcheck verrät, ob die Wohnmobil-Pneus die kommende Saison noch durchhalten. Winterreifen werden jetzt natürlich gegen die Sommerpneus gewechselt. Trotz gesetzlicher Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern sollten für sichere Fahrt bei Regen – Stichwort Aquaplaninggefahr – noch mindestens drei bis vier Millimeter übrig sein.

Ein Blick auf die sogenannte DOT-Nummer auf der Reifenflanke offenbart Produktionswoche und -jahr. Sind Reifen älter als sechs, sieben Jahre, sollten sie bald aussortiert werden.

Technik-Checkliste fürs Basisfahrzeug

  • Ölstand kontrollieren
  • Bremsflüssigkeit kontrollieren
  • Kühlmittel kontrollieren
  • Scheibenwaschanlage auffüllen
  • Batterieladung und -füllstand prüfen
  • Bereifung: Reifendruck, -alter, Restprofiltiefe prüfen
  • Ersatzrad/Wagenheber bzw. Reifenpannenset mit Kompressor mit Dichtmilch überprüfen
  • Radmuttern nachziehen
  • Unterboden inspizieren
  • Scheibenwischerblätter prüfen und ggf. tauschen

2. Schritt: die Außenreinigung

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Auf Acrylglas ist normaler Fensterreiniger tabu, dafür gibt’s Spezialprodukte.

Jetzt aber ist erst mal der Hochdruckreiniger unser bester Freund. Bevor wir der Außenhülle mit Bürsten und Lappen zu Leibe rücken, muss der Dreck mit viel Wasser vom Dach abwärts runtergespült werden. Andernfalls wirken Schmutzpartikel wie Schmirgelleinen. Bei der nun folgenden Schaumwäsche mit der Lanzenbürste spart man die Acrylglasfenster am besten aus.

Aggressive Reinigungsmittel mag deren empfindliche Oberfläche gar nicht. Nach dem Spülen mit reichlich Wasser reinigt man sie mit einem speziellen Acrylglasreiniger und einem weichen Tuch. Achtung: Haushalts-Fensterreiniger sind absolut tabu. Ihr Alkoholanteil macht den Kunststoff auf Dauer trübe und rissig.

Ist die Hülle sauber, freuen sich auch Unterboden und Radkästen über den reinigenden Wasserstrahl. In Winkeln des Chassis bilden sich gerne Schmutznester, die Feuchtigkeit eng am Material halten und auf längere Sicht Korrosions- und Fäulnisschäden verursachen können. Den prüfenden Blick unters Fahrzeug sollte man also nicht scheuen.

Holzunterböden sind meist mit einer atmungsaktiven Versiegelung geschützt, die im Laufe der Jahre Schaden nehmen kann und umgehend ausgebessert werden sollte. GfK-Böden sind deutlich robuster, doch auch hier schadet ein prüfender Blick nicht. Bei der jährlichen Dichtigkeitskontrolle des Fachhändlers wird meist genau hingeschaut. Wer jedoch ein älteres Mobil außerhalb der Garantie sein Eigen nennt, ist selbst verantwortlich.

Unbedingt zu bedenken beim Thema Dampfstrahler: Der hat nicht nur Reinigungs-, sondern auch Schadenspotenzial. Deshalb sollte man die Lanze stets mit mindestens 30 Zentimeter Abstand zum Fahrzeug anwenden. Fensterdichtungen, Belüftungsgitter, Kamine und Dekoraufkleber möglichst aussparen und auch der Reifenflanke nie mit hohem punktuellem Druck zu Leibe rücken.

Für alle Materialien der Außenhaut bietet der Fachhandel spezielle Reinigungs- und Pflegeprodukte: Mittel, um die berüchtigten Regenstreifen zu entfernen, Lackpolitur- und Versiegelung für den Glanz, Kunststoff- und Gummipflege für Stoßfänger, Fenster- und Türdichtungen.

Checkliste für die Reinigung außen

  • Außenwäsche inkl. Dach
  • Lackbehandlung und -versiegelung
  • Korrosionsschutz
  • Radkästen und Unterboden
  • Felgen
  • Fenster
  • Gummidichtungen
  • Fugen und Nahtstellen

3. Schritt: Die Innenraumreinigung

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Lüften hilft den Mief zu vertreiben. Dabei Polster und Matratzen am besten aufstellen und absaugen.

Der Frühjahrsputz im Aufbau folgt den gleichen Regeln wie im Haus. Zuallererst muss mal wieder Luft an die Textilien wie Matratzen, Polster und eventuelle Bodenbeläge. Sind echte Verunreinigungen zu beseitigen, leistet ein Waschsauger nützliche Dienste. Generell gilt aber: Beim Reinigen nicht zu viel Feuchtigkeit in den Aufbau bringen – was nicht drin ist, muss auch nicht erst wieder trocknen. Der Wischmopp mit Eimer bleibt also am besten draußen, den Boden reinigt man nach dem Saugen mit einem feuchten Tuch.

Vorm Wassereinsatz wirft man ohnehin erst mal den Staubsauger an und dringt mit seinem fordernden Rüssel in alle erreichbaren Ecken und Winkel vor – auch in die Technikabteile von Heizung, Tank, Gasflasche und Co. Insbesondere an den Ansauggittern von Heizung und Kühlschrank sammelt sich der Staub mit Vorliebe und behindert ihre Arbeit. Auch für den Wohnraum gibt es Legionen von Waschmittelchen für alle Zwecke. Wer der Umwelt und seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, kann vieles davon durch Essigreiniger ersetzen. Der reinigt effizient und bringt auch frischen Duft.

Checkliste für die Reinigung innen

  • Tankfächer, Tanks und Leitungen
  • Heizung und Heizungskamin
  • Gaskasten
  • Heckgarage
  • Bodenfächer
  • Kühlschrank samt Abluftkanal hinter Kühlschrankgitter
  • Sanitärraum
  • Polster und Matratzen
  • Möbeloberflächen
  • Möbel innen
  • Kocher und Spüle
  • Bodenbeläge
  • Fahrerhaus

4. Schritt: Kontrolle der Bordtechnik

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Wie alle Technikabteile wird auch der Toilettenschacht geputzt. Dichtungen checken!

Jetzt noch etwas durchhalten, dann ist der Zieleinlauf unserer großen Frühjahrsaktion bald erreicht. Als nächstes widmen wir der Bordtechnik unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Sind alle Leuchtmittel intakt, funktionieren Kühlschrank und Gasbrenner samt Zündung? Wie voll ist eigentlich die Gasflasche noch? Gasleitungen und besonders die -schläuche können zumindest grob per Auge auf Schäden oder Rissigkeit geprüft werden.

Die Abschaltsicherung des Brenners testen wir durch Ausblasen der Flamme. Innerhalb von 20 Sekunden muss die Gaszufuhr von selbst stoppen. Eventuell vorhandene Gasfilter werden ebenso gereinigt oder ersetzt wie der Vorfilter der Druckwasserpumpe. Funktionieren alle Schlösser und auch die Fensterriegel einwandfrei? Im Zweifelsfall wirkt ein Tropfen passenden Öls Wunder.

Hat man die Wasseranlage beim Einmotten nicht gereinigt, wird’s jetzt allerhöchste Eisenbahn. Um entsprechende Tankreiniger aus dem Fachhandel kommt man hier nicht herum, denn für Biofilme, die sich in Tank und Leitungen gebildet haben, braucht man eine keimtötende Wirkung.

Nach Anleitung werden die Tankreiniger mit Wasser verdünnt und eingefüllt. Durch die Serviceöffnungen können meist auch die Ecken der Tanks mit einer Reinigungsbürste erreicht werden, um hartnäckige Beläge zu entfernen. Wichtig: Die Reinigungslösung muss auch durch den Boiler und sämtliche Leitungen fließen, deshalb sollten die Hähne abwechselnd auf Kalt- und Warmwasser gestellt werden. Anschließend gründlich mit frischem Wasser spülen, um Reste des Reinigers zu entfernen.

Technik-Checkliste für den Aufbau

  • auf eventuelle Schäden und Undichtigkeiten untersuchen
  • Aufbaubatterie prüfen
  • Beleuchtung testen
  • Heizung testen
  • Kühlschrank testen
  • Gasherd inkl. Abschaltsicherung prüfen
  • Pumpenfunktion prüfen, evtl. Filter wechseln
  • Kassettentoilette mit Dichtung kontrollieren
  • Möbel- sowie Aufbauklappenscharniere und -schlösser kontrollieren
  • Fenster und Rollos auf Funktion testen
  • Füllstand Gasflasche prüfen
  • Verfallsdatum von Gasreglern und -schläuchen kontrollieren

5. Schritt: Inspektionsfristen von HU & Co.

Noch schnell ein Blick aufs hintere Kennzeichen: Ist die Hauptuntersuchung noch gültig? Und wie sieht’s mit der Gasprüfung aus? Sind alle Plaketten noch aktuell, kann man die Folgetermine zumindest gedanklich schon mal in die Reiseplanung einsortieren.

Bei der Hauptuntersuchung (HU) kommt es nicht nur beim Preis auf das Gewicht an: Wohnmobile bis 3,5 Tonnen müssen im dritten Jahr nach Erstzulassung, danach alle zwei Jahre zum Check. Schwerere Modelle werden in den ersten vier Jahren alle 24, danach alle zwölf Monate zur Untersuchung gebeten. Vorsicht besonders bei SaisonfahrerInnen: Versäumte HU-Termine können teuer werden.

Überprüfung eines Caravans in einer Werkstatt
Dieter S. Heinz, Andrey Popo, euthymia, Rawpixel/Fotolia, Archiv
HU und regelmäßige Inspektionen sind Pflicht beim Wohnmobil.

Das Pflichtprogramm jeder Untersuchung enthält über 150 Kriterien – Bremse, Lenkung, Achsen, Fahrgestell und Aufbau werden von Spezialisten geprüft. Es lohnt in jedem Fall im Vorfeld ein Besuch beim Händler und der Vertragswerkstatt, die in der Regel sogar spezielle zugeschnittene Vorbereitungen zur Hauptuntersuchung anbieten – oder die Prüfer kommen sogar ins Haus.

Bei jedem Wohnmobil kommt im Rhythmus von zwei Jahren die Prüfung der Gasanlage hinzu. Sie gilt als wichtiger, wenn nicht gar wichtigster Faktor für Sicherheit an Bord. Oftmals kann sie in Kombination mit Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung ablaufen – Dichtungen, Schläuche und der Zustand des Gastanks stehen im Mittelpunkt. Nach erfolgreicher Prüfung wird eine Bescheinigung ausgestellt, die bei der HU vorzulegen ist. Eine fehlende oder fehlerhafte Prüfbescheinigung gilt als Mangel, dann heißt es hin zur Nachuntersuchung.

Die Sachverständigen zitieren aber nicht nur zum Pflichtcheck, sie bieten je nach Größe der Niederlassung auch Schaden- und Wertgutachten für einen Wiederverkauf oder detaillierte Sicherheitsprüfungen und Gewichtsmessungen an.

Beim Blick in die Preislisten fallen die Preisunterschiede bei der HU besonders auf. Nicht nur die großen Anbieter TÜV, Dekra und GTÜ verlangen für ihre Dienste unterschiedlich viel, auch Preisschwankungen in den einzelnen Bundesländer tragen zu Abweichungen von bis zu 30 Prozent bei. 

Weitaus weniger Regeln erwarten den ReisemobilistInnen bei der Inspektion. Was beim Auto der Vertragshändler erledigt, übernimmt beim Wohnmobil die Vertragswerkstatt des Basisfahrzeug-Herstellers, mitunter unmittelbar an den Wohnmobilhändler angedockt.

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Plakettencheck: Sind HU und Gasprüfung noch aktuell?

Scheckheftgepflegt – dieses Attribut gilt auch für Wohnmobile. Nicht nur für einen hohen Werterhalt beim späteren Verkauf, sondern besonders beim Erhalt von Gewährleistungsansprüchen. Es lohnt ein genauer Blick ins Wartungsheft des Basisfahrzeugs, dort ist detailliert festgelegt, wann Klimaanlage und Co. gewartet oder der Zahnriemen ausgetauscht werden muss. Bei der Inspektion ist auch Zeit für Kleinigkeiten, etwa eine Funktionsprüfung der Beleuchtungsanlage – wer achtet schon genau auf die Stellung der Scheinwerfer?

Die Wohnmobil-Werkstatt bietet außerdem auch eine Aufbau- und eine Dichtigkeitsinspektion sowie Änderungen nach Wunsch an. Eine vollständige Inspektion, gegebenenfalls verbunden mit mehreren Arbeitsstunden und dem Einbau von Ersatzteilen, kann schnell über 100 Euro kosten. Was wieviel kostet, lässt sich unseren Kostenbeispielen in den Schaukästen entnehmen.

Umfrage

1020 Mal abgestimmt
Überprüfen Sie jährlich Ihr Wohnmobil vollumfänglich vor der ersten großen Ausfahrt nach der Winterpause?
Ja, ich gehe systematisch beim Auswintern meines Reisemobils vor und überprüfe alle wichtige Komponenten einzeln.
Nein, eine erste Testfahrt im Camper reicht mir aus, um zu erkennen, ob etwas nach der Winterpause wieder instand gesetzt werden muss.

Interview mit Christian Ertl von Goldschmitt

Wir mit Christian Ertl, Betriebsleiter beim Wohnmobil – Spezialisten Goldschmitt Fahrwerkstechnik gesprochen zum Thema Auswintern. Im Gespräch mit promobil erklärt der Fachmann, mit welchen Blessuren Wohnmobile nach einem langen Winter kämpfen – und was bei Dichtigkeit, Technik und Aufbau wichtig ist.

Welche typischen Schäden kann das Reisemobil beim Überwintern oder beim Winterurlaub davontragen?

Ertl: Zum einen können Frostschäden am Strom-, Heiz- und Wassersystem auftauchen, zum anderen muss man mit unerwünschten Eindringlingen wie Mäusen oder Ungeziefer rechnen. Nach dem Winterurlaub kann es hingegen zu Korrosion an Anbauteilen des Rahmens oder zur Oxidation von Schlössern und anderen Metallteilen kommen.

Was empfehlen Sie zur Vorbeugung und Reparatur bei geplatzten Rohren und Leitungen durch kalte Temperaturen?

Ertl: Vorbeugen kann man natürlich durch Öffnung und Entleerung aller Hähne und Leitungen im Wohnmobil. Auf Nummer sicher geht man, wenn die Frisch- und Abwasserleitungen mit Luftdruck, zirka 1,5 bar, ausgeblasen und damit getrocknet werden.

Woran erkenne ich ohne spezielles Zubehör Undichtigkeit, und wie gehe ich im Fall von Feuchtigkeit im Aufbau vor?

Ertl: Anzeichen für Feuchtigkeit im Aufbau gibt es viele: stellenweise oder überall modriger Geruch, weiche Stellen im Möbeldekor, im schlimmsten Fall dunkle Schimmelbildung. In allen Fällen sollte direkt eine Fachwerkstatt aufgesucht werden.

Und was tun, wenn Türdichtungen und Gummilippen mit Glyzerin oder Silikon nicht mehr zu kitten sind?

Ertl: Grundsätzlich sollte man jede defekte Dichtung an Türen und Fenstern bei Beschädigung ersetzen, um einen Wassereintritt zu verhindern. Mit Feuchtigkeit im Wohnmobil ist nicht zu scherzen.

Welche Stellen haben besonders häufig mit Rost und Alu-Fraß zu kämpfen, und was lässt sich dagegen tun?

Ertl: Rostanfällig sind in erster Linie Rahmen und Verschraubungen, auch bereits beschädigte Stellen am Blech können rosten. Alu-Fraß ist eher ein Problem von Türen, Klappen und Verkleidungen aus Aluminium. Vorbeugen kann man mit regelmäßiger Sichtkontrolle, gutem Unterbodenschutz und einer Versiegelung von Dichtungen und Hohlräumen.

Von welchen Mängeln sollte ich die Finger lassen und einen Experten hinzuziehen?

Ertl: Ganz klar: Wasserschäden, Frostschäden, Montagen an Strom- und Gasanlagen sowie Reparaturen an der Außenwand oder dem Boden des Fahrzeugs.

Welchen Tipp geben Sie den Lesern in Sachen Garantie, Gewährleistung und Kulanz mit auf den Weg?

Ertl: Es empfiehlt sich meiner Meinung nach immer, alles zu dokumentieren – und zwar bestenfalls schriftlich und mit Bildern. Dann ist man als Kunde auf der sicheren Seite. Bei Garantiearbeiten kurz vor Garantiezeitende kann auch eine Verlängerung auf die durchgeführten Arbeiten schriftlich verlangt werden.

Mit welchen Mängeln kommen Reisemobilisten überdurchschnittlich häufig zu Ihnen?

Ertl: Meist sind es Defekte an Kühlschrank, Heizung, Batterie, aber auch Alu-Fraßmängel, mit  denen Kunden zu uns kommen.

Fazit

Ist in Sachen Waschplatz, Winterschäden und Werkstatt alles startklar für den Saisonstart, dann heißt es Auf in eine saubere, sichere und sorglose Reisesaison.

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