Wer in der absoluten Oberklasse der Reisemobile mitspielen will, darf keine halben Sachen machen. Concorde nimmt dieses Credo für den neuen Centurion wörtlich und hat die Baureihe zum Modelljahr 2027 komplett neu entwickelt. Bereits der erste Blick auf den 10,50 Meter langen Centurion 1050 GI macht klar: Hier wurde jeder Zentimeter auf absoluten Luxus und bedingungslose Autarkie getrimmt. Der Hersteller hat keinen Stein auf dem anderen gelassen.
Die Basis für den rollenden Palast bildet der Mercedes-Benz Actros. Ein 10-Liter-V6-Diesel liefert souveräne 395 PS, während ein 390-Liter-Dieseltank für gewaltige Reichweiten sorgt. Optional sind sogar 500 Liter möglich. Der 1050 hat ein 18-Tonnen-Chassis, bei den Grundrissen mit drei Achsen sind sogar bis zu 26 Tonnen möglich.
Bei Fahrzeugen der Centurion Klasse darf natürlich die Integration einer Pkw-Garage nicht fehlen: Im 1050 passen Fahrzeuge der Smart-Klasse ins Heck. Optional lässt sich diese mit einer ausfahrbaren Plattform ordern, was das Beladen spürbar erleichtert. Das neu gestaltete Heck wirkt mit seinem automotiven Design gefällig.
Exterieur: Seitenklappen schwenken auf
Das Außendesign bricht mit bekannten Concorde-Konventionen. Die Frontpartie wurde deutlich futuristischer gezeichnet und zeigt den Weg in die Design-Zukunft der Marke.
Eine weitere Innovation versteckt sich an den Flanken: Die Seitenklappen schwenken nun an massiven Scharnieren seitlich auf und nicht mehr nach oben. Außerdem wurden die Rahmen der Klappen verstärkt, und massive Scharnierbänder und Arretierungen sorgen für einen sicheren Halt.
Serienmäßig sind alle Stauklappen an die Zentralverriegelung gekoppelt. Abgerundet wird der cleane Auftritt durch die Echtglas-Aufbaufenster.
Interieur: Modernes Boutique-Hotel

Das Design im Bad erinnert an hochklassige Hotels.
Im Inneren setzt Concorde auf hochmoderne Kontraste. Dunkles Echtholz trifft auf helle Akzente, während im Bad und Schlafzimmer (mit opulentem 200 x 180 cm Heckbett) Anthrazit als markante Kontrastfarbe dominiert. Die Schrankklappen fügen sich grifflos in die Architektur ein. Ein optisches Highlight ist das riesige Raumbad, das durch schicke Schiebetüren mit schwarzen Streben und Milchglasoptik-Quadraten separiert wird. Auch die Dusche fällt enorm großzügig aus und ist selbstverständlich mit Echtglastüren versehen.
Im Eingangsbereich zeigt sich zudem eine neue, clevere Lösung: Eine verschiebbare Seitenbank schafft variablen Platz und bietet darunter cleveren Stauraum für Schuhe und Kleinkram.
Die opulente Küche mit serienmäßigem 182-Liter-Haushalts-Kühlschrank und -Backofen lässt sich optional noch mit Weinkühler, Kaffee-Vollautomat oder einer Spülmaschine ausstatten. Letztere soll nur acht Liter Wasser pro Spülgang verbrauchen und kann sogar während der Fahrt betrieben werden.

Ein Geschirrspüler spart lästige Arbeit im Campingurlaub.
24-Volt-Bordnetz für extreme Autarkie
Ein echtes Highlight des neuen Centurion ist jedoch seine autarke Infrastruktur. Concorde rüstet das Fahrzeug serienmäßig mit 24-Volt-Technik aus. Bereits ab Werk stehen 600 Ah Lithium-Kapazität zur Verfügung – was beeindruckenden 1.200 Ah in herkömmlicher 12-Volt-Technik entspricht. Der Premieren-Testwagen treibt dies mit 900 Ah bei 24 Volt (entspräche 1.800 Ah bei 12 V), 560 Watt Solar-Leistung und einem zusätzlichen Dieselgenerator auf die Spitze.
Diese schiere Energie ermöglicht es im Testwagen, gleich zwei Dachklimaanlagen völlig problemlos und rein autark über den Wechselrichter (9.000 Watt Spitzen- / 3.700 Watt Dauerleistung) zu betreiben.

Zugriff auf die technische Ausrüstung von außen. Man beachte die zur Seite schwenkenden Türen.
Die Autarkie zeigt sich auch beim Thema Wasservorrat: 470 Liter Frischwasser, ein 370-Liter-Abwassertank und eine Festtank-Porzellan-Toilette mit 300-Liter-Fäkalientank sorgen serienmäßig dafür, dass der Luxusliner Ver- und Entsorgungsstationen nur äußerst selten ansteuern muss. Zur Serienausstattung gehört ein 5G-Router für ununterbrochene Connectivity.

















