Die integrierte Aufbauform bei Reisemobilen ist in der Regel mit einem höheren Produktionsaufwand und somit mit mehr Kosten verbunden. Anders als bei Fahrzeugen mit Basisfahrerhaus besitzen Integrierte eine vom Hersteller eigens entwickelte Front, was auch im Preis zu Buche schlägt.
Doch Integrierte bedeuten Prestige – für Hersteller wie FahrerInnen, denn die Reisemobilform gilt als die Königsklasse unter den Freizeitfahrzeugen. Für viele BesitzerInnen integrierter Wohnmobile ist außerdem die oftmals harmonische Optik ein Kaufgrund. Zumal sie sich so vom Ducato-Einheitsbrei sowie von den zahlreichen Campingbussen und Teilintegrierten absetzen. Mehr über die Vorzüge lesen Sie weiter unten.
8 schlanke Integrierte im Überblick
Die acht Modelle dieser Marktübersicht starten in der Länge bei rund sechs Metern, nur eines überspringt die Sieben-Meter-Grenze. Alle ausgewählten Integrierten werden von den Herstellern zudem in weiteren Modellversionen mit anderen Raumaufteilungen sowie in anderen Fahrzeuglängen angeboten.
Carthago C-Compactline I 143

Grundpreis: 89.950 Euro
Basis: Fiat Ducato, Tiefrahmen, Radstand 3800 mm, ab 104 kW/140 PS
Länge/Breite/Höhe: 6950/2220/2890 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2890 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Heckeinzelbetten 2000 x 850 + 1900 x 850 mm; Hubbett: 1800 x 1600 mm
Gurt-/Schlafplätze: 4/4–5
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 100 L, Truma Combi 6, Frisch-/Abwassertank 150/140 L, Bordbatterie 80 Ah
GfK-Aufbau, robuster Möbelbau
Viel Zuladung
Viel Sonderausstattung
Beidseitig zugänglicher Kühlschrank
Tanks leicht zugänglich
Hubbett serienmäßig
Große Sitzgruppe
Durch Konstruktion zugestellter Stauraum im Doppelboden
Kleine Dusche
Kaum Küchenarbeitsfläche
Dethleffs Globebus I 1

Grundpreis: 63.499 Euro
Basis: Fiat Ducato, Tiefrahmen, Radstand 3450 mm, ab 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 5990/2200/2810 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2730 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Heckquerbett 2000 x 1450 mm; Hubbett: 1850 x 1500 mm
Gurt-/Schlafplätze: 4/4
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 83 L, Truma Combi 6, Frisch-/Abwassertank 114/90 L, Bordbatterie 95 Ah
Kurzer Aufbau, gute Stehhöhe (1,98 m)
GfK-Aufbau
Zwei Garagentüren und Hubbett serienmäßig
Brauchbare Küchenarbeitsplatte, beidseitig zugängl. Kühlschrank
hoher Kleiderschrank
Kompakte Außenmaße
Schmaler Gaskasten in Garage
Verbaute Garage
Vorgehängte Fenster
EPS-Isolierung
Wenig Kopffreiheit über Bett
Hymer B-Klasse MC I 550

Grundpreis: 93.690 Euro
Basis: Mercedes-Benz Sprinter, Tiefrahmen, Radstand 3900 mm, ab 110 kW/150 PS
Länge/Breite/Höhe: 6990/2290/2960 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 3015 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Heckquerbett 2050 x 1420 mm; Hubbett: 2000 x 1100/770 mm
Gurt-/Schlafplätze: 4–5/4–5
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 142 L, Truma Combi 6, Frisch-/Abwassertank 180/150 L, Bordbatterie 95 Ah
Hubbett Serie
Großer Kleiderschrank
Beheizter Doppelboden
Große Garage, viel Stauraum
Rahmenfenster
GfK-Aufbau und XPS-Isolierung, solider Möbelbau
Banktoilette
Große Wassertanks
Wenig Zuladung
Hoher Grundpreis
Isofix und MBUX optional
Kaum Küchenarbeitsfläche
Enger Toilettenraum
Hymer Exsis-I 474

Grundpreis: 81 990 Euro
Basis: Fiat Ducato, Alko-Tiefrahmen, Radstand 3550 mm, ab 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 6640/2220/2770 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2818 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Heckeinzelbetten 2 x 1900 x 800 mm; Hubbett: 1880 x 1500 mm
Gurt-/Schlafplätze: 4/4
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 96 L, Truma Combi 6, Frisch-/Abwassertank 115/105 L, Bordbatterie 95 Ah
VIel Stauraum
Schmaler Aufbau
Gute Stehhöhe (1,98 m)
Praktischer Badtisch
Rahmenfenster
Gutes Beleuchtungssystem innen
Serienmäßig beheizte Wassertanks, Ablasshahn innenliegend
Hoher Grundpreis
Kein 5. Gurt-/Schlafplatz möglich
Enges Bad
Kaum Küchenarbeitsfläche
Itineo Nomad CS660

Grundpreis: 62.600 Euro
Basis: Peugeot Boxer, Flachrahmen, Radstand 3800 mm, ab 104 kW/140 PS
Länge/Breite/Höhe: 6610/2190/2800 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2870 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Heckstockbetten 2 x 2020 x 700 mm; Hubbett: 1400 x 1800 mm
Gurt-/Schlafplätze: 5/5
Bordtechnik: Absorberkühlschrank 136 L, Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 110/90 L, Bordbatterie 92 Ah
Gute Motorisierung
Großer Kühlschrank
Lange Heckbetten
Vergleichsweise preiswert
LED-Scheinwerfer
Rahmenfenster
Große Sitzgruppe, zusätzliche Dinette hinten
Kleine Garage
Kurzes Hubbett
4 Sitzplätze serienmäßig
Keine Küchenarbeitsfläche
Keine Auflastungsoption
Knaus Van I 550 MF

Grundpreis: 67.850 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Radstand 3450 mm, ab 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 5990/2200/2760 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2615 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: frz. Bett 2010 x 1050–1400 mm, Hubbett: 1850 x 1500 mm
Gurt-/Schlafplätze: 4/4
Bordtechnik: Kühlschrank 98 L, Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 95/95 L, Bordbatterie 80 Ah.
Viel Zuladung
Breites Hub- und Heckbett
Großer Kleiderschrank
Optionale Bettverbreiterung
Praktische Versorgungsklappe
Breiter Gaskasten
Wenig Küchenarbeitsfläche
Kleines Bad ohne Fenster, Badwaschbecken außerhalb
Hubbett manuell zu bedienen
Kleiner Tisch
Hoher Grundpreis
Keine Auflastungsoption
Laika Ecovip H 3512 DS

Grundpreis: 95.919 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Radstand 4035 mm, ab 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 7200/2250/2960 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 3087 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Queensbett 1900 x 1500 mm; Sitzgruppenbett (opt.) 1830 x 700; Hubbett: 1900 x 1450 mm
Gurt-/Schlafplätze: 4/4–5
Bordtechnik: Kühlschrank 140 L, Truma Combi 6, Frisch-/Abwassertank 120/100 L, Bordbatterie 95 Ah
Passable Küchenarbeitsfläche, großer Kühlschrank
Hochwertige Materialien
Elegante Schrankgriffe
Beifahrerairbag Serie
Zentralverriegelung Fahrerhaus + Wohnraum
Viele Auflastungsmöglichkeiten
Wenig Zuladungskapazitäten
Hoher Grundpreis
Kleines Bad (wenig Beinfreiheit beim WC)
Niesmann+Bischoff iSmove 6.9 E

Grundpreis: 96.360 Euro
Basis: Fiat Ducato, Alko-Tiefrahmen, Radstand 4100 mm, ab 103 kW/140 PS
Länge/Breite/Höhe: 6995/2278/2835 mm
Gewichte: Masse fahrbereit 2835 kg, zul. Gesamtgewicht 3500 kg
Bettenmaße: Heckeinzelbetten 2065 x 735 + 1975 x 730 mm; Hubbett: 1870 x 1300 mm (opt.)
Gurt-/Schlafplätze: 2–5/2–4
Bordtechnik: Kompressorschublade 138 L, Alde Compact 3020, Frisch-/Abwassertank 200/130 L, Bordbat. 100 Ah
Offene Sitzgruppe
Große Kleiderschränke
Dynamischer Antritt
Große Heckgarage
Hochwertiger Alu-Aufbau
Großer Frischwassertank, zentrales Ver- und Entsorgungsfach
Hoher Grundpreis
Kein Bettzugang während Kochen
Max. 4 Schlafplätze
Offener Badwaschbeckenausfluss
Vorteile und Nachteile
Die Bauform integrierter Reisemobile hat auch praktische Vorteile, die spätestens im Inneren des Fahrzeugs zur Geltung kommen. Dank des breiteren und höheren Fahrerhauses ergibt sich mehr nutzbarer Raum. Wer mit vier Personen unterwegs ist und sein Hubbett im Fahrerhaus in Beschlag nimmt, hat gegenüber der gleichen Bettkonstellation in einem Teilintegrierten klare Raumvorteile. Außerdem sind im Integrierten oft größere Sitzgruppen umsetzbar, die teilweise sogar genutzt werden können, auch wenn das Bett bereits heruntergelassen ist.
Allerdings hat die Aufbauform auch kleine Nachteile. Die große, vom Hersteller entwickelte Front bedeutet ein vergleichsweise höheres Gewicht, denn oft sind die Komponenten aus GfK gefertigt und enthalten einen hohen Glasanteil, unter anderem in Form der schweren Windschutzscheibe. Zudem verzichten die Entwickler beim Integrierten in aller Regel auf eine Beifahrertür; manchmal "fehlt" sogar der Einstieg auf der Fahrerseite. Das Rangieren auf dem Stellplatz oder beim Tanken an der Zapfsäule wird so schon mal zur umständlichen Angelegenheit, besonders wenn man fürs Ein- und Aussteigen nur durch die Aufbautür klettern kann. Einige fühlen sich mit lediglich einer Fahrzeugtür als einzige Fluchtmöglichkeit unwohl im integrierten Reisemobil.
Ebenso besitzen integrierte Reisemobile üblicherweise etwas opulentere Außenmaße. Fahrzeugbreiten unter 2,30 Metern (exklusive Außenspiegel) sind da eher die Ausnahme. Dabei gibt es sie. Die Kombination aus schmalem und integriertem Aufbau bringt den Vorteil eines großen Innenraums bei gleichzeitiger Kompaktheit des Fahrzeugs. Letztere macht das Reisemobil handlicher, beispielsweise in engen Kurven oder beim Rangieren. Fahrzeuglänge und -breite sowie der Radstand sind mit ausschlaggebend dafür, wie einfach sich ein Reisemobil handhaben lässt.
Zwischen 5,99 und 7,20 Meter lang
Mit je 5,99 Metern machen der Knaus Van I und der Globebus I 1 von Dethleffs hier das Rennen in Sachen Kompaktheit. Dazu trägt auch deren geringe Breite von je 2,20 Metern bei. 6,61 Meter und 6,64 Meter reichen für den Nomad CS660 von Itineo und den Hymer Exsis-I 474 für die mittleren Plätze. Der C-Compactline von Carthago (6,95 m), der Hymer Modern Comfort und der iSmove von Niesmann + Bischoff (beide 6,99 m) bleiben nur knapp unter sieben Meter Länge. Das längste Mobil der Auswahl ist der Laika Ecovip H 3512 DS mit 7,2 Meter.

Die Radläufe mitgerechnet (10 Zentimeter) bewegt sich der C-Compactline mit 2,22 Metern fast schon in Kastenwagen-Sphären. Doch es geht noch schmaler, denn der Itineo-Integrierte bringt es auf 2,19 Meter. Alle anderen Fahrzeuge liegen über der 2,20-Meter-Marke. Das breiteste Modell kommt hierbei in Gestalt der Hymer B-Klasse Modern Comfort I 550 (2,29 m).
Gewicht und Zuladung
Gemein haben alle Kauftipp-Modelle ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Aufgrund der verwendeten Bauteile und Materialien und wegen der Raumaufteilung ergeben sich jedoch Unterschiede bei der möglichen Zuladung. Dabei beziehen wir uns auf die Angaben der Hersteller zur Masse im fahrbereiten Zustand. Zwar sind alle acht Modelle serienmäßig mit einem Hubbett ausgestattet, dennoch sind die Werte ohne Zusatzausstattung und klassenübliche Extras entsprechend einzuordnen.
Naheliegend, dass die beiden kürzesten Fahrzeuge, der Globebus I (770 Kilo) und der Van I (730 Kilo), auch bei der Zuladung gut abschneiden. Der Dethleffs lässt sich zudem noch auf 3,65 Tonnen auflasten, beim Knaus gibt es keine Auflastungsoption. Auf Zuladungswerte von jeweils mehr als 600 Kilo kommen der Hymer Exsis (Auflastung 3,65 t), der iSmove (Auflastung 4,5 t) und der Nomad CS660 (keine Auflastung). Nicht ganz so viel Gepäck darf im C-Compactline mitfahren (555 Kilo). Noch weniger aufnehmen können die B-Klasse (485 Kilo) sowie der Ecovip (413 Kilo). Doch auch diese Modelle lassen sich auflasten (Hymer 3,38 oder 4,43 t, Carthago 4,2 t). Laika bietet die größte Optionsvielfalt mit Zulassungen bis 3,85, 4,25 oder 4,4 Tonnen.
Fiat Ducato als Basisfahrzeug stark vertreten

Auch bei integrierten Reisemobilen ist der Ducato das bestimmende Basisfahrzeug: Sechs der acht präsentierten Modelle setzen auf die Fiat-Basis. Anders sieht es in Bad Waldsee bei Hymer aus. Dort wird die B-Klasse Modern Comfort I 550 mit dem komfortablen Mercedes Sprinter ausgestattet. Er kommt in der Basisvariante mit der höheren Motorisierung von 150 PS zum Kunden, was sich auch auf den Preis niederschlägt (93.690 Euro). Die Franzosen von Itineo greifen bei ihrer Kompakt-Baureihe Nomad ebenfalls zum leistungsstärkeren Motor (140 PS) und mit dem Peugeot Boxer zudem auf eine hierzulande eher seltene Fahrzeugbasis. Wer will, bekommt den Integrierten gegen Aufpreis aber auch als Ducato-Variante. Von den übrigen Fiat-Modellen ist lediglich der iSmove serienmäßig mit der stärkeren Motorvariante von 140 PS bestückt. Die übrigen fünf Modelle bleiben in der Basis bei 120 PS.
Alle vorgestellten Integrierten sind wie erwähnt auch in anderen Grundrissvarianten verfügbar. Die größte Vielfalt bietet Laika mit insgesamt neun Modellen. Den Ecovip gibt es mit Längsbetten, Querbett oder Queensbett; im Wohnraum warten wahlweise eine L-Sitzgruppe oder Längsbänke. Die Auswahl an Einzelbetten, Queens- oder Querbett hat man auch beim C-Compactline und bei der B-Klasse.
Weniger Wahlmöglichkeiten lässt Hymer seinen KäuferInnen bei den zwei Exsis-I-Modellen, die beide mit Längsbetten und L-Sitzgruppe ausgestattet sind. Aufs Queensbett verzichten Dethleffs und Knaus. Knaus offeriert im Van I jedoch als einzige Marke ein französisches Bett. Ebenfalls eine Ausnahme macht Itineo, das den Nomad mit Stockbetten ausstattet. Der iSmove verzichtet auf eine L-Bank, wobei man eine der Längsbänke in Fahrtrichtung drehen kann.
Preisvergleich und Zusatzpakete
Preislich ergeben sich bei den Integrierten große Unterschiede. Recht preiswert sind dabei die kürzesten Modelle – der Van I 550MF (67.850 Euro) und der Globebus I 1 (68.799 Euro). Am erschwinglichsten ist der Nomad (62.600 Euro) von Itineo. Eine Ecke teurer ist der Exsis, der, wenn auch nur knapp, die 80.000-Euro-Marke knackt (81.990 Euro). Rund 90.000 Euro und mehr sind für die Modelle von Carthago, den Hymer Modern Comfort, den Ecovip von Laika und den iSmove von Niesmann + Bischoff fällig. Letzterer dürfte (96.360 Euro) schon mit nur ein paar Häkchen auf der Sonderwunschliste im sechsstelligen Bereich landen.

Gezahlt werden hier neben dem Design und der Technik vor allem die pfiffigen Wohnideen. Der teure Carthago-Integrierte punktet mit einem cleveren Konzept, das sich unter anderem beim serienmäßigen und beheizten Doppelboden und den vielen Verstaumöglichkeiten zeigt. So ist man auch bei kälteren Temperaturen mit einem wintertauglichen Fahrzeug gut gerüstet. Fast schon ein Muss ist hier das Basis-Plus-Paket, das unter anderem Busspiegel und die Vorbereitung der Rückfahrkamera beinhaltet. Hymer setzt beim Modern Comfort ebenfalls auf einen praktischen, beheizten Doppelboden – auch hier serienmäßig.
Generell erhöht sich bei allen Kauftipp-Integrierten der Preis durch Optionen und Pakete schnell. Hervorzuheben sind beispielsweise die kostspieligen Assistenzsysteme der Sprinter-Basis, die die B-Klasse durch zwei Pakete (Fahrkomfort und Fahrassistenz) mehr als 10.000 Euro teurer machen.
Unterschiede im Aufbau
Hagelresistente GfK-Dächer gehören auch bei den integrierten Baureihen inzwischen zum Standard. Der liegt insgesamt recht hoch – auch bei den preisgünstigeren Modellen. Bei der holzfreien Konstruktion im Globebus setzt Dethleffs auf Alu-Wände sowie GfK-Boden und -Dach. Abstriche muss man hier jedoch bei der Dämmung machen (EPS). Das hochwertigere XPS gibt es erst im kostenpflichtigen Winterkomfort-Paket. Auch die Rahmenfenster gibt es erst gegen Aufpreis.
Allenfalls solide ist der Aufbau vom Knaus, zumindest wenn man sich die kostenpflichtige TVT-Bauweise (1862 Euro) spart. Zwar spendieren die Niederbayern dem schmalen Integrierten Rahmenfenster und einen GfK-Unterboden, ohne Holzverstärkungen kommt der Van I aber nicht aus. Besser schlägt sich da von den günstigen Modellen der Itineo Nomad mit Rahmenfenstern und kompletter Konstruktion aus GfK-Komponenten.

Beim Aufbau ebenfalls überzeugen können die beiden Modelle aus Bad Waldsee. Beide Fahrzeuge sind mit PU-Schaum gedämmt und haben einen holzfreien Aufbau. Bei Hymer setzt man dabei auf Alu-Sandwich in der firmeneigenen PUAL-Bauweise.
Bei Carthago, Laika und Niesmann + Bischoff greift man in Sachen Aufbau weitestgehend ins obere Regal. Während die Sandwichwände vom C-Compactline und iSmove innen und außen mit Alu beplankt sind, setzt Laika bei der Innenwandverkleidung nur auf Sperrholz. Dach und Unterboden sind bei allen GfK-geschützt. Hochwertig sind auch die Isolierungen. In Aulendorf vertraut man auf RTM-Hartschaum, den iSmove und den Ecovip isoliert jeweils XPS. Rahmenfenster gehören bei beiden Herstellern zur Serie.
Mehr über die Aufbautechnik von Reisemobilen mit allen Vorteilen und Nachteilen lesen Sie hier.
Fazit
Kleine Wahl ganz groß! Zwar ist die Zahl der Hersteller mit schmalen Integrierten recht überschaubar und klein, doch dort, wo KundInnen die kompakten Prestigemobile bestellen können, wird ihnen oft eine große Auswahl an Grundrissen und Fahrzeuglängen geboten. Die Preisspanne ist dabei ebenso so heterogen und startet bei mehr als 62.000 Euro.
Das Fahren eines schmalen Integrierten ist also nicht unbedingt ein preisgünstiges Vergnügen. Dafür zeigt sich die bunte Palette als Ansammlung qualitativ hochwertiger Reisemobile. Abstriche muss man nur selten machen, denn selbst Aufbauschwächen im Material lassen sich durch das eine oder andere Kreuzchen in der Ausstattungsliste ausbessern. Aber auch das geht letztlich ins Geld.