VW Grand California 600 (2020) Karl-Heinz Augustin
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VW Grand California 600 (2020) 30 Bilder

VW Grand California 600 (2020) im Test

Der Campingbus-Klassiker für Familien

Der Grand California 600 von VW wirbelt die Campingbus-Welt durcheinander. Neue Ideen, tolle Details und ein vermeintlich günstiger Einstiegspreis. Doch wie aufregend ist der Neue tatsächlich?

Grand California, welch glorreicher Name. Seit Anfang letzten Jahres ziert der große Bruder des Bestsellermodells California das Produktportfolio der Niedersachsen. Damit erweitert VW das konzerneigene Campingbus-Angebot nun auch auf den Crafter als Basisfahrzeug. Der wird seit 2016 im eigens dafür gebauten, hochmodernen Werk im polnischen Wreschen nahe Posen gefertigt.

Die Produktionskapazität für den Crafter beträgt stolze 100.000 Fahrzeuge pro Jahr. Um die Synergien voll auszuschöpfen und von den kurzen Wegen zu profitieren, entschied sich VW, auch die Campingbusvariante Grand California gleich mit im Nachbarland zu fertigen.

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Mit dem GfK-Schlafhochdach reckt sich der knapp sechs Meter lange Grand California 600 auf eine Fahrzeughöhe von nahezu 3,10 Meter.

Dort fährt der Camping-Ausbau serienmäßig mit 177 PS und einem Achtgang-Automatikgetriebe vom Band – und als knapp 6,00 Meter langes 600-Modell mit Schlafhochdach aus GfK zum Supercheck bei promobil vor. Obwohl sich der Grand California mit Halbdinette, kompaktem Sanitärraum und Querbett im Heck mit einem klassenüblichen Grundriss präsentiert, macht der Konzern unter optischen und funktionalen Aspekten vieles anders als die Konkurrenz – und fordert Letztere mit einem Grundpreis von weit unter 60.000 Euro heraus. Was er wirklich taugt, zeigt der ausführliche Test.

Wohnen

Nein, auf dem Papier betrachtet wirkt der Grundriss des Grand California 600 wahrlich nicht besonders originell: Der Küchenblock an der Schiebetür, gegenüber liegt der Sanitärraum samt Dusche, Klappwaschbecken und Toilette, ein Querbett im Heck und vorn die Halbdinette-Sitzgruppe – wie gehabt.

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Der Nachwuchs schläft über der Sitzgruppe im optionalen, bis zu 1910 x 1170 Millimeter großen Dachbett. Kostenpunkt: rund 2800 Euro.

Auf den zweiten Blick macht der 600er aber deutlich, was ihn von seinen Mitbewerbern auf dem Markt unterscheidet. Das beginnt schon beim Öffnen der Schiebetür, mit der automatisch auch die Trittstufe ausfährt, die so komfortabel den Weg ins Innere ebnet. Mit einer Stehhöhe von 216 Zentimetern generiert der VW zudem ein offenes Raumgefühl. Unterstützt wird dieser Eindruck durch das ganz in Weiß gehaltene Mobiliar, das schlicht und schick zugleich wirkt, sich im Test jedoch – wie befürchtet – als schmutzanfällig erweist.

Am Möbelbau lässt sich nichts aussetzen: Die Kanten und Übergänge sind sauber abgerundet, die zweiteiligen Hängeschränke aus Holz und Kunststoff teils aus einem Guss aufwendig produziert und mit Metallprofilen verstärkt. Eine Möbelbautechnik und Qualitätsstufe, mit der nur wenige Konkurrenten mithalten können. Textilstoffe am Dachhimmel und an den Seitenwänden lassen die unschönen Kassetten der Rollos elegant verschwinden.

Die Sitzgruppe im Grand California punktet mit einem großen, bis zu 117 Zentimeter langen Tisch. Die Platte lässt sich nicht einklappen und steht damit manchmal im Weg. Während der Fahrt soll der Tisch auf dem Heckbett verzurrt mitreisen – eine simple Aufbewahrungsart.

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Die ausklappbare Ablage am Küchenblock ermöglicht auch das Laden von Smartphones von draußen.

Dank zweier USB-Slots und einer 230-Volt-Steckdose für elektrische Geräte – gegen 50 Euro Aufpreis gibt es eine induktive Ladeschale mit dazu – funktioniert die Sitzgruppe auch als mobiler Schreibtisch. Außerdem kann für 720 Euro extra ein LTE-Router mitgeordert werden. Mit zusätzlicher SIM-Karte entsteht so ein WLAN-Hotspot, der Internet-Surfen unterwegs problemlos möglich macht. Mit dem optionalen Campingmöbelset für 488 Euro, das bei Nichtgebrauch in Filztaschen an der Innenseite der Hecktüren verschwindet, wechseln Reisende bei schönem Wetter einfach ins Freie. Auch hier dachte VW an die elektrischen Bedürfnisse seiner Kunden und stattete eine praktische, nach außen aufklappbare Ablage am Küchenblock mit zwei USB- und einer 230-Volt-Buchse aus.

Apropos Kochen: Zwei Verlängerungsplatten erweitern die Arbeitsfläche des mit Zweiflammkocher und Spüle bestückten Küchenblocks nach beiden Seiten. Ihr praktischer Nutzen ist indessen begrenzt. Vor allem hinten müssen Urlaubsköche darauf achten, dass beim Hantieren mit den Lebensmitteln nichts auf das direkt angrenzende Bett spritzt. Der Stauraum für Töpfe und Pfannen ist sehr überschaubar: Keinerlei Hängeschränke, lediglich drei kleine Schubladen sind verfügbar. Den meisten Platz im Küchenblock nimmt der 70 Liter fassende Kompressorkühlschrank in Beschlag. Damit dessen deutlich hörbare Betriebsgeräusche nachts nicht stören, senkt eine Nachtmodus-Funktion den Geräuschpegel. Das erleichtert das Einschlafen auf dem Querbett, dessen Länge dank seitlicher Karosserieverbreiterungen zumindest teilweise bis zu 191 Zentimeter erreicht. Gegen Aufpreis gibt es weitere Schlafplätze unter dem Dach. Die Liegemaße reichen für Kinder gut aus, eventuell auch noch für einen nicht zu großen Erwachsenen.

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Der Kühlschrankauszug mit Zwischenrost und Gefrierfach an der Stirnseite des Küchenblocks wackelt in geöffnetem Zustand. Die Besteckschublade muss ohne feste Einteilung auskommen.

Das Bad präsentiert sich platzbedingt kompakt, bietet jedoch alles, was man unterwegs braucht: An offene Ablagen wurde genauso gedacht wie an einen Klopapierhalter. Geduscht wird bei hochgeklapptem Waschbecken, ein Vorhang ist nicht nötig, da die Einrichtung wasserfest ist. Hat VW den Lichtschalter vergessen? Nein, ein Bewegungsmelder übernimmt diese Aufgabe.

Beladen

Ein ausgebauter Kastenwagen ist immer ein Kompromiss. Mit sechs Metern Länge ist der Grand California 600 besonders wendig und dank schmaler Crafter-Karosserie auch schlank. Das Stauraumangebot leidet allerdings darunter.

Mit dem gemessenen promobil-Leergewicht von 3175 Kilogramm kommt der 600 auf Zuladungsreserven von 325 Kilogramm. Für zwei Personen geht das in Ordnung, für eine längere Tour mit zwei Kindern reicht es aber kaum, weshalb Familien auf die 3,88-Tonnen-Auflastung ab Werk zurückgreifen sollten.

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Die zweistöckigen Schränke sind exzellent verarbeitet, bieten aber nur wenig Stauraum.

Im Heckausbau sind die vier doppelstöckigen Hängeschränke zwar ein echter Blickfang, bieten aufgrund der globigen Schanierkästen aber nur wenig Stauraum. Zudem verläuft die Rahmenverstärkung des Hochdachs an der Rückwand der Schränke und vermindert deren Fassungsvermögen zusätzlich. Am besten verstaut man darin gut faltbare T-Shirts und Hosen. Einen richtigen Kleiderschrank gibt es nur im langen Modell 680. Die 600er Besatzung muss mit einer offenen Kleiderstange über dem Bett vorliebnehmen. Unter der Liegefläche finden sich auf der Fahrerseite zwei große Stauräume. Der Möbelblock gegenüber ist komplett mit Wassertank und Gaskasten belegt. Sperriges Gepäck wie Fahrräder passt bei hochgeklapptem Bettrost in den Heckstauraum. Zurrschienen ermöglichen die sichere Fixierung.

Technik

Auch der Grand California hat sich wie sein kleiner Bruder die Attribute Freiheit und Flexibilität auf die Fahne geschrieben. Wo der "Little" California an Alltagstauglichkeit punktet, winkt der Große lässig mit mehr Autarkie. Optional bekommt der 600er sogar ein flexibles 104-Watt-Solarmodul vorne auf das Dach geklebt, um die 92-Ah-Blei-AGM-Batterie bei Laune zu halten. VW nimmt dafür allerdings stattliche 1800 Euro extra.

Serienmäßig kommt dagegen die 6000 Watt starke Truma-Heizung Combi 6 zum Einsatz, die den Stauraum der Bank an der Sitzgruppe ausfüllt. Dort sind auch der Frostwächter, die iNet-Box und das Heizungsbedienteil untergebracht – dessen mühsam erreichbare Position sich dadurch erklärt, dass das zentrale, logisch bedienbare Touchscreen-Kontrollboard auch die Heizungssteuerung übernimmt. Fünf Ausströmer sorgen für eine gleichmäßige Verteilung der warmen Luft im Innenraum. Alternativ steht auch eine Dieselheizung zur Verfügung. Doch mit den zwei 11-Kilo-Flaschen im Heck ist auch der Gasvorrat beruhigend groß ausgelegt. Ein Crashsensor ist ebenso vorhanden.

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Der FI-Schalter kommt wie die Sicherungen im Bettschrank neben dem Bad unter.

Direkt nebenan, rechts im Heck, ist auch der 110 Liter fassende Frischwassertank installiert, dessen Öffnung zur Reinigung einfach zu erreichen ist. Der Füllstand lässt sich ebenfalls am Bedienpanel ablesen. Die Bordelektrik-Komponenten wie FI-Stromschutzschalter, Sicherungen, Batterietrennschalter und Solarladeregler sind im Staukasten links unter dem Heckbett bei Bedarf zugänglich. Mit insgesamt elf Steckdosen im Aufbau – sechsmal USB-, viermal 230- Volt- und einmal 12-Volt-Anschluss – mangelt es keineswegs an Stromquellen.

Ein Highlight setzt die 488 Euro teure Ambientebeleuchtung, die entlang der Hängeschränke im Heck verläuft. Nach Belieben kann zwischen vier Farbtönen gewählt werden. Das sieht toll aus, sorgt aber nur geringfügig für mehr Helligkeit. Wem das zu bunt wird, nutzt die weißen, dimmbaren LED-Leisten. Die gesamte Beleuchtung lässt sich über einen Schalter im Eingangsbereich komplett löschen.

Lichtcheck

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Die bunte LED-Ambienteleuchtung weiß im Test zu erfreuen. Die Lichtausbeute an Sitzgruppe und Küche ist steigerungswürdig.

Durchschnittlich 109 Lux auf dem Tisch sind gerade noch in Ordnung, maximal herrschen passable 193 Lux. In der Küche ist der Kocher am besten, der Bereich Richtung Querbett dagegen nur mäßig beleuchtet. Ordentliche 186 Lux sind es durchschnittlich im Bad. Das Gesicht im Spiegel erscheint mit 243 Lux. Die LED-Leisten im Bett sorgen maximal für 262 Lux. Im Schnitt sind es verbesserungswürdige 70 Lux.

Fahren

Grand California, Grand-Motor: Die serienmäßigen 177 PS treiben den 3,5-Tonner spielend nach vorne – auch bergauf. Auf dem Weg dorthin weiß auch die Achtgang-Wandlerautomatik zu überzeugen, die ohne zu ruckeln die Gänge ordnet und das hohe Drehmoment direkt auf die Räder überträgt. Der Testwagen verbrauchte auf der promobil-Testrunde 10,5 Liter auf 100 Kilometer und liegt somit in einem vertretbaren Bereich.

Das feinfühlige Fahrwerk im Zusammenspiel mit der präzisen Lenkung gefällt am meisten. Ohne Zweifel gehört es zum Besten, was auf dem Markt zu kriegen ist. In Kombination mit den kompakten Maßen kommt es optimal zur Geltung. Während man sich im Campingalltag an der ein oder anderen Stelle ein paar Zentimeter mehr wünscht, überzeugt die Kompaktheit beim Fahren. Mit einer Fahrzeugbreite von rund zwei Metern passiert der Grand California auch engere Straßen problemlos. Die Vorderachsfederung zeigt auf holprigeren Wegen ihr Können und dämpft die Schläge ab. Wer es auf Abenteuer anlegt und mit einem Allradantrieb liebäugelt, wird allerdings enttäuscht. Den gibt es gegen Aufpreis nur für das längere 680er Modell.

Für die Sicherheit während der Fahrt sorgen zahlreiche Assistenzsysteme wie Seitenwind- und Spurhalteassistent oder Abstandsregeltempomat. Allerdings gilt auch hier: Vieles kostet Aufpreis.

Preise

VW Grand California 600 (2020)
H.Böttcher, cad-vision

Mit einem Basispreis von nur 56.715 Euro schockte VW die Konkurrenz. Zweifelsfrei handelt es sich in dieser gehobenen Klasse um ein attraktives Angebot. Doch schnell wird klar, dass der Endpreis unterm Stich deutlich höher ausfallen wird: Mit Extras wie Fahrerassistenz-Paket (4285 Euro), Dachbett (2803 Euro), Klimaanlage (2791 Euro), Markise (1000 Euro) und Campingmöbeln (488 Euro) kommen 10.000 Euro schnell zusammen. Der promobil-Testwagen knackte gar die 80.000-Euro-Marke, hat dafür aber nahezu jeden Komfort an Bord, den man sich in einem Kastenwagen wünschen kann. Bei VW zahlt man eben für Qualität – und natürlich auch für den Namen.

Grundpreis: 56.715 Euro
(VW Crafter 2,0 TDI, Motor 130 kW/177 PS) mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II
Testwagenpreis: 80.895 Euro

Das fiel uns auf

 Die ausklappbare Ablage am Küchenblock ermöglicht auch das Laden von Smartphones von draußen.
 Der zweigeteilte Fliegenschutz erlaubt die Nutzung der Außenablage, auch wenn er geschlossen ist.
 Der Booster erhöht die Leerlaufdrehzahl und sorgt für bessere Batterieladung.
 Statt der Standard-WC-Kassettenklappe setzt VW auf ein an die Karosserie angepasstes Formteil.
 Die sehr soliden, aber massiven Scharniere kosten einiges an Stauraum in den Hängeschränken.
 Der Tisch wird während der Fahrt auf dem Querbett fixiert. Ein separates Staufach wäre hier besser.

Nachgefragt

Tobias Blase, Leiter Produkt Marketing Grand California, nimmt Stellung ...

... zur ersten Resonanz der Kunden: Das Interesse am Grand California ist groß. Keiner unserer Kataloge wird so oft nachgedruckt wie der des Grand California, und der Ansturm bei Messen ist ungebremst.

... zum pflegeintensivem Innendesign: Weiß wirkt heller und freundlicher und schafft damit mehr Raumgefühl als dunkle Farben. Der Grand California soll eine Zielgruppe ansprechen, die Wert auf klares, modernes Design legt und sich weniger für klassische Holzoptik interessiert.

... zum fehlenden festen Kleiderschrank: Im GC 600 haben wir uns für eine offene Kleiderstange entschieden, um das großzügige Raumgefühl zu bewahren. Im GC 680 befindet sich der feste Kleiderschrank direkt hinter der Nasszelle.

... zu den beiden nicht beleuchteten Stauräumen unter dem Bett auf der Fahrerseite: Eine gute Anregung. Das leiten wir sofort an unsere Entwicklungsabteilung weiter. Vielleicht können wir das zukünftig ändern.

Konkurrenten

Knaus Boxstar 600 Street XL
Grundpreis:
52.590 Euro
Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 88 kW/120 PS
Länge/Breite/Höhe: 5990/2050/3120 mm
Leer-/zul. Gesamtgewicht: 2880/3500 kg
 Auch bei ausgefahrenem Dachbett viel Platz an der Sitzgruppe, hohe Zuladung.
 Beifahrerairbag und Verdunklungen gegen Aufpreis.

La Strada Avanti F
Grundpreis:
58.463 Euro
Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 103 kW/140 PS
Länge/Breite/Höhe: 6360/2050/2890 mm
Leer-/zul. Gesamtgewicht: 3050/3500 kg
 140-PS-Basismotorisierung, großer Sitzgruppentisch.
 Beifahrerairbag und Insektenschutzrollo nur über Pakete, geringe Zuladung.

Westfalia James Cook HD
Grundpreis: 81.900 Euro
Basisfahrzeug: Mercedes Sprinter, 105 kW/143 PS
Länge/Breite/Höhe: 5932/2050/3375 mm
Leer-/zul. Gesamtgewicht: k. A./3500 kg
 Serienmäßig mit Beifahrerairbag, komfortable Längsbetten im Heck-Slide-Out.
 Hoher Anschaffungspreis, wenig Stauraum.

Die Baureihe Grand California

VW Grand California 600 (2020)
Hersteller
Der 680er mit Serienhochdach misst 2,97 Meter in der Höhe.

Preise: 54.990–57.102 Euro
Basis: VW Crafter
Länge: 5,99–6,84 m
Gesamtgewicht: 3500–3880 kg
Weitere Modelle: 1

Charakter: Neben dem Grand California 600 bietet VW noch eine zweite, rund 80 Zentimeter längere Variante mit der Kennziffer 680 an. Während der 600 mit GfK-Hochdach eine Stehhöhe von fast 220 Zentimeter offeriert und somit den Einbau eines optionalen Kinderbetts im Bugbereich des Dachs ermöglicht, begnügt sich der 680-Grundriss mit dem flacheren Serienhochdach und einer Stehhöhe von bis zu 203 Zentimeter. Dafür schafft das Längenplus Platz für einen größeren Stauraum und Längseinzelbetten im Heck. Die messen komfortable 1,90 beziehungsweise 2,00 Meter Länge.

Wohnen
  • Hochwertige und aufwendige Möbelverarbeitung, überwiegend aus einem Guss.
  • Großzügig gestalteter Sitzgruppenbereich mit großem Tisch, zahlreichen Lademöglichkeiten und offenen Ablagen.
  • Praktischer Kompressorkühlschrank mit Schubladen und Nachtmodus.
  • Dank beidseitig aufgesetzter Kunststoffteile im Heckbereich genügend lange Liegefläche.
  • Tolles LED-Ambientelicht im Schlafbereich nach Wunsch in verschiedenen Farben.
  • Optionales Dachbett für Kinder mit leichtlaufendem Schiebemechanismus.
  • Sperriger Tisch teils störend.
  • Küchenblock mit wenig Stauraum und nutzbarer Arbeitsfläche.
  • Unbequeme Trittstufen am Bett.
  • Gesichtwaschen im kompakten Sanitärraum bei geschlossener Tür sehr beengt.
Beladen
  • Sitzgruppe zwar ohne Hängeschrank, dafür aber mit vielen offenen Ablagen, die auch vom Dachbett aus zu erreichen sind.
  • Schränke unter dem Bett mit viel Platz.
  • Großer Heckstauraum mit Airlineschienen und Zurrösen ermöglicht korrekte Sicherung von sperrigem Gepäck.
  • Gesamtzuladung für zwei Personen in Ordnung, für vier nicht mehr ausreichend.
  • Kein geschlossener Kleiderschrank.
  • Stauräume unter dem Querbett im Heck nicht beleuchtet, die Hängeschränke darüber mit nur wenig Stauraum.
Technik
  • Truma Combi 6 serienmäßig.
  • Logisch bedienbares, zentral angeordnetes Touchscreen-Kontrollboard.
  • Großer Frischwassertank mit einfach zugänglicher Weithalsöffnung.
  • Serienmäßig mit Rahmenfenstern.
  • Gasabsperrhähne einfach und unkompliziert am Küchenblock platziert.
  • Abwassertank weder isoliert noch beheizt.
Fahren
  • Serienmäßig mit 177-PS-Motor und Achtgang-Wandlerautomatik.
  • Tolles Fahrwerk mit feinfühligem Ansprechverhalten.
  • Kaum Störgeräusche zu hören dank solider Motorendämmung. Kein Quietschen und Knarren im Aufbau während der Fahrt.
  • Viele Assistenzsysteme nur gegen Aufpreis.
Preise
  • Vergleichsweise günstiger Einstiegspreis.
  • Serienmäßig mit Fahrer- und Beifahrerairbag. Dazu große Auswahl an Sonderausstattung zur individuellen Gestaltung.
  • Sicherheitssysteme wie Spurhalteassistent oder Rückfahrkamera nur gegen Aufpreis.

Fazit

Geglückte Neuauflage: Die große Stärke des Grand California 600 ist seine Basis. Der Crafter weiß im Test voll zu überzeugen. Das gilt auch für die Gestaltung und Verarbeitung des Ausbaus: Klare Linien, weiche Kanten und das ästhetische Design stehen sinnbildlich für das hohe Entwicklungsniveau. Für das geringe Stauraumangebot vor allem in den Hängeschränken und im Küchenblock gibt es Abzug. Hier wird klar, dass VW mit den gleichen Beschränkungen eines Kastenwagens zu kämpfen hat wie andere Hersteller. Als Familien-Camper funktioniert der 600 deshalb auch nur mit dem 3,88-Tonnen-Chassis.

Technische Daten

VW Sonstige
Grundpreis 54.990,00 €
Aufbau Kastenwagen
Maße 599 x 204 x 297 mm
Leistung 130 kW / 177 PS
Motor 2.0 TDI
Sitze mit Gurt 4 bis –
Schlafplätze 2 bis 4
Alle technischen Daten anzeigen
VW California
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