Auf ins nächste Camping-Abenteuer! Ob der salzige Duft der Atlantikluft, das mystische Teufelsmoor bei Worpswede oder die kurvigen Straßen am Schluchsee – unsere diesjährigen Highlights zeigen, wie vielfältig Camping in Europa sein kann. Entspannen am Wasser, mit dem Rad neue Landschaften entdecken, Kanutouren durch stille Flüsse oder einfach die Seele baumeln lassen: Jeder Platz hat seinen eigenen Charme und garantiert unvergessliche Momente. Lassen Sie sich von unseren handverlesenen Tipps inspirieren, entdecken Sie neue Lieblingsplätze zwischen Meer und Bergen – und vielleicht wartet genau hier Ihr Camping-Highlight für 2026. Packen Sie aus, rollen Sie los, genießen Sie!
Ganz am Ende der Insel: Campingplatz Les Baleines
Camping auf einer Insel hat etwas Entspannendes. Ganz besonders gilt das für den Campingplatz Les Baleines auf der Île de Ré. Der Platz liegt am äußersten Punkt, danach kommt nur noch der Atlantik. Gleich nebenan steht der Phare des Baleines, der Leuchtturm der Wale. Seinen Namen verdankt der Turm aus dem 19. Jahrhundert dem Umstand, dass hier früher häufiger Wale gestrandet sind.
Tipp: Vom Leuchtturm aus lassen sich herrliche Sonnenuntergänge beobachten. Wer aktiv sein will, der schwingt sich aufs Fahrrad. Auf der Île de Ré gibt es ein großes Netz von mehr als 100 Kilometern bestens ausgeschilderten Radwegen. Oder man bleibt auf dem Campingplatz, spielt eine Runde Boule oder spannt einfach aus.
Wunderschön ländlich campen: Stellplatz in Hohenstadt/Ödenwaldstetten
Idyllischer geht es kaum, denke ich beim morgendlichen Blick durchs Busfenster. Der Stellplatz in Hohenstadt/Ödenwaldstetten auf der Schwäbischen Alb liegt am Ortsrand, direkt vor dem sehenswerten Bauernhausmuseum mit separater Schmiede, historischem Bauerngarten und einem landwirtschaftlichen Schaufeld.
Die 10 Euro pro Übernachtung bezahlt man in bar, Strom und Frischwasser bei Bedarf per Münzeinwurf. Infos zum Museum und zum Stellplatz gibt es unter www.gemeinde-hohenstein.de
Maritime Momente in Friesland: Camperplaats Vismarkt Harlingen
Die niederländische Provinz Friesland bezieht ihren Charme durch liebenswerte Städtchen, kleine Seen und vielfältige Wasserwege. Doch es gibt auch einen Nordseehafen und damit gewissermaßen ein Tor zur Welt: In Harlingen legen die Fähren zu den vorgelagerten Inseln ab, hier kommt der Fisch an Land, und historische Segler nehmen Touristen an Bord.

Die niederländische Provinz Friesland bezieht ihren Charme durch liebenswerte Städtchen, kleine Seen und vielfältige Wasserwege.
Unmittelbar am lebhaften Fischereihafen dürfen zehn Reisemobile in erster Reihe stehen. Nur ein paar Schritte weiter kann man den frischen Fang probieren, und für flüssige Genüsse in Form von Craftbeer ist Het Brouwdok nicht weit.
Alles so schön lauschig hier: Wohnmobilstellplatz am Yachthafen
Eigentlich hatten wir den Platz gar nicht unbedingt auf dem Zettel, als wir über Pfingsten auf dem kleinen, aber feinen Orange Blossom Festival in Beverungen waren. Auf die dortige Campingwiese an der Weser dürfen leider nur Zelte, keine Wohnmobile. So sind wir auf dem nahegelegenen Camping Yachthafen Dreiländereck in Lauenförde gelandet. Wir werden vom supernetten Chef herzlich empfangen und sind sofort begeistert von der tollen Lage des Platzes an einem kleinen Seitenarm der Weser.
Fast alle Stellplätze sind direkt am Wasser. Alles herrlich ruhig und entschleunigt hier. Man könnte auf dem Weserradweg radeln oder sich ein Kanu an einer der vielen Stationen leihen. Aber wir sind ja der Musik wegen hier. Also müssen wir dort unbedingt noch mal hin, um die liebliche Gegend richtig und in aller Ruhe zu erkunden.
Bei Künstlern und Torfschiffern: Wohnmobilstellplatz Hammehafen
Das Teufelsmoor nördlich von Bremen entpuppt sich als genauso mystisch, wie sein Name verspricht. Am frühen Morgen hängt der Nebel tief über den Wiesen, trotzdem reicht der Blick weit über das flache Land. Hier befindet sich das Künstlerdorf Worpswede, in dem Ende des 19. Jahrhunderts bedeutende Künstler des Jugendstils, Impressionismus und Expressionismus eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft bildeten. Auch heute noch können Besucher Ausstellungen, Galerien und Werkstätten erkunden.

Das Teufelsmoor nördlich von Bremen entpuppt sich als genauso mystisch, wie sein Name verspricht.
Im Wald verstecken sich Künstlerhäuser in teils skurriler Architektur. Unweit des Ortes am Flüsschen Hamme befindet sich der idyllische Campingplatz am Hammehafen. Camper stehen hier auf einer Wiese mit Blick aufs kleine Hafenbecken. Tipp: ein Kanu leihen und auf den Spuren der Torfschiffer Flüsse und Kanäle erkunden. Dabei taucht man tief ein in die faszinierende Landschaft des Teufelsmoors – eindeutig mein Camping-Highlight in diesem Jahr.
Berge, Seen und tolle Kurven: Wohnmobilstellplatz am Schluchsee
Schönes ist manchmal so nah! Statt Italien oder Frankreich hat in diesem Jahr der von Stuttgart aus nur etwa 180 km entfernte Schluchsee im Schwarzwald das Rennen gemacht – und sich zu meinem Stellplatz-Highlight des Jahres gemausert. Morgens anbaden im See, anschließend einen Großteil des Tages im Motorradsattel die kurvigen Schwarzwaldstraßen genießen und dann den Nachmittag im benachbarten Strandbad samt Duschen ausklingen lassen – Herz, was willst du mehr?
Für Camper ohne Motorrad hat die Region aber ebenfalls viel zu bieten: Neben vielen Möglichkeiten, den Schwarzwald in Wanderschuhen oder mit dem E-Bike zu erkunden, sind mit Waldhaus und Rothaus auch zwei Top-Brauereien in der Nähe. Kosten: 12 Euro/Nacht & Kurtaxe (inkl. WC-Container vor Ort).












