Dauertest-Fahrzeuge im Überblick
Dauertest-Fahrzeuge
Ahorn Camp Van City im Dauertest Philipp Heise
Ahorn Camp Van City im Dauertest
Ahorn Camp Van City im Dauertest
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Dauertester Alma 27 Bilder

Dauertest: Ahorn Camp Van City (2021)

Ahorn Camp Van City im Dauertest Alma rettet den Urlaub

Mit guter Ausstattung und einem Startpreis von rund 40.000 Euro will der Van City eine Alternative zum Bulli sein. Ob das funktioniert, findet die Redaktion jetzt im Dauertest heraus.

Die Grenzen zwischen Camping und Alltag sind in unserer Redaktion fließend. Termine stehen auf der Tagesordnung. Und so sehr wir Camping auch mögen, schätzen wir unterwegs bei der Arbeit auch wendige Fahrzeuge und wenig Stress bei der Parkplatzsuche.

Der Ahorn Camp Van City verbindet Alltag mit Camping und ist dank optionaler Anhängerkupplung gleichzeitig auch für unsere KollegInnen der CARAVANING-Redaktion als Zugwagen für Wohnwagen geeignet. Aus diesem Grund erweiterten wir 2021 unseren Dauertest-Fuhrpark um einen Kompaktcamper.

Schnell stand unser Spitzname für das Fahrzeug fest: Alma. Im Tagebuch von Alma können Sie alles über unsere neuesten Erkenntnisse zu dem Fahrzeug lesen – und welche Touren wir mit dem Campervan unternehmen.

Alle Vorteile und Nachteile

Ahorn Camp Van City Dauertest
G. Marx
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 Fährt sich super angenehm, wendig, Tempomat, kein Klappern
 USB-Ladeplätze und Stromanschlüsse sind sinnvoll an mehreren Orten im Fahrzeug verteilt.
 Hochdach ist sehr leicht aufzustellen und wieder einzuklappen, keine schwergängigen Henkel zum Sichern
 Selten in kompakten Campingbussen: Eine klappbare Leiter hilft beim Aufstieg zum Dachbett.
 schnelles Zusammenklappen der Schlafsitzbank.
 Eine elektrische Zündung am Kocher.
 Schiebbare Seitenfenster im Heck (an der Küchenzeile und in der Schiebetür).
 Die Kocher-Spülen-Abdeckung ist mit einem Trennsteg auch einzeln hoch- und runterklappbar.

 / Isoliermatten statt Vorhänge: Gut für die Temperaturen innen – sie müssen aber auch verstaut werden.
 / Der große Tisch ist auch außerhalb des Fahrzeugs nutzbar. Auf dem Dreifuß steht er aber nicht gerade stabil.


 Sehr wenig Stauraum
 Im Aufstelldach gibt es nur nach vorne hin ein Fenster. Dessen Fliegenschutzgitter ist zu großporig.
 Das Bett im Aufstelldach ist ohne Unterfederung und nur mit einer sehr dünnen Matratze ausgestattet.
 Das Ventil für den Frischwassertank ist durch den kleinen Zugriff nur schwer bedienbar.
 Die Kochstelle mit zwei Flammen ist knapp bemessen – kaum zwei Töpfe passen darauf.
 Die Gurtschlösser sind im Weg, wenn das Bett gebaut ist.
 Sehr schwergängiges Ausklappen der Schlafsitzbank.
 Das Kontrollboard fiel aus unerfindlichen Gründen aus.
 Die Matzratze vom Dachbett ist sehr dünn

Alle Tagebuch-Einträge

Hier halten wir Sie über unsere Trips und Reisen mit Alma Ahorn auf dem Laufenden.

Alma als Urlaubsretter

Logbuch vom 07.10.2021
Tester: Philipp Heise, promobil-Redakteur

Ahorn Camp Van City im Dauertest
Philipp Heise
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Der Plan, die Toskana in der Nachsaison mit dem Caravan zu bereisen, scheitert im September 2021 mit dem Aufleuchten der Motorkontrollleuchte (MKL). Als unser Zugwagen wenige Kilometern später auch noch in den Notlauf wechselt und die Motorleistung drosselt, ist klar: Es gibt ein größeres technisches Problem. Also nichts wie runter von der italienischen Autobahn und ab in die nächste Werkstatt.

Diese entpuppt sich als Renault-Händler, der die Ursache des Fehlers schnell als ein Problem mit dem Diesel-Partikelfilter identifiziert. Ein Ölwechsel samt Zugabe eines Reinigungsadditives und das Löschen des Fehlerspeichers macht unseren Wagen wieder einsatzbereit. Allerdings mahnt der Mechaniker, dass er in der kurzen Zeit vermutlich eher die Symptome als die Fehlerursache abgestellt hat. Wir entscheiden uns kurzerhand an den Gardasee zurückzufahren. Eine Rückholung von dort erscheint uns deutlich unkomplizierter als aus der infrastrukturschwächeren Toskana. Leider behält der Mechaniker recht, denn just als wir den Wohnwagen in die Campingplatzparzelle am Gardasee rangieren, leuchtet die MKL wieder auf.

Ahorn Camp Van City im Dauertest
Philipp Heise
Als promobil- und CARAVANING-Redakteur Philipp Heise das Zugfahrzeug für seinen Wohnwagen im Urlaub abschmiert, ist er zunächst aufgeschmissen.

Was folgt, sind diverse Telefonate mit unserem Automobilclub (ACE) und lokalen Werkstätten. Nach einer zweiten bestätigenden Diagnose durch eine ortsansässige Werkstatt bewilligt der ACE schließlich den Rücktransport. Am nächsten Tag wird unser defekter Wagen abgeholt und in ein Sammeldepot für die Rückführung gebracht.

Komplizierter gestaltet sich die Situation für uns und unsere rollende Bleibe. Zwar könnten wir den Caravan ebenfalls via Sammeltransport auf die Rückreise schicken, aber ganz so einfach ist es dann eben doch nicht: Als Caravaner sind wir ohne Reisekoffer unterwegs. Zudem haben wir den halben Hausstand inklusive Wertsachen und E-Bikes an Bord. Diese wollen wir natürlich ungern auf ungewisse Zeit in einem uns unbekannten Depot lassen. Die Rückreise mit einem 1.-Klasse-Bahnticket, welche der Autoclub für den Pannenfall vorsieht, ist daher in unserem Fall eher unpassend. Zum einen hätten wir die etwa zehn Stunden lange Rückreise mit Ikea-Tüten voller Kleidung und Wertsachen antreten müssen und zweitens wäre die Fahrzeit ohne kalkulierbare Toilettenpausen für unseren kleinen Hund eine nicht zumutbare Belastung. In weiteren Telefonaten mit dem Serviceteam des ACE kommen wir auf die Idee, dass man uns alternativ zu den Bahntickets und dem teuren Caravan-Transport einen Mietwagen mit Anhängerkupplung schickt.

So verleben wir die letzten vier Tage unseres Jahresurlaubes in der Hoffnung, dass bei einer deutschen Autovermietungen mit Zustellservice ein passender Wagen für uns frei wird. Leider geht unser Wunsch nicht in Erfüllung. Mietwagen mit Anhängekupplung und ausreichend Anhängelast gibt es einfach zu selten. Aus der Not heraus entsteht schließlich die finale Idee: In der Redaktion steht Alma zu diesem Zeitpunkt ungenutzt herum und einer unserer Redaktions-Überführungsfahrer ist parallel ein selbstständiger Dienstleister. Nach einem OK vom Fuhrparkverantwortlichen erklärt sich auch der Fahrer bereit, die Strecke von Stuttgart zum Gardasee mit Alma in Angriff zu nehmen. Mit dem Segen (Kostenübernahme) des Autoclubs setzen wir diese Lösung schließlich um. Nach einer Woche planen, hoffen und bangen sind wir heilfroh, als Alma nach einer langen Nachtfahrt morgens um zehn auf unseren Campingplatz rollt.

Ahorn Camp Van City im Dauertest
Philipp Heise
Alma kommt zur Rettung und kann den Caravan samt Crew und Gepäck nach Hause bringen.

Während sich unser Retter ein wohlverdientes Frühstück mit Seeblick gönnt, erledigen wir die letzten Handgriffe und spannen Alma vor den Caravan. Was folgt sind umherfliegende Kiesel eine übelriechende Kupplung und ratlose Gesichter. Alma ist mit ihrem kräftigen Diesel und langen Radstand zwar ein prima Zugwagen, mit ihrem durch die Stützlast ausgefederten Frontantrieb und Kies unter den Reifen reicht ihre Traktion jedoch nicht, um unseren Caravan aus der Senke zu ziehen.

Zum Glück gehören die meisten Caravaner zu einem hilfsbereiten Schlag Mensch, weshalb uns nur kurze Zeit später ein Campingnachbar mit seinem allradgetriebenen Toyota RAV4 aus der Patsche bzw. Senke hilft. Mit festem Boden unter den Rädern kann Alma den Caravan wieder übernehmen. Also noch einen letzten Blick auf den See und dann ab Richtung Heimat.

Sichtlich erleichtert, nach dem Stress der letzten Urlaubswoche, geht es mit ausreichend Pausen für Mensch und Tier zurück nach Hause.

Ahorn Camp Van City im Dauertest
Philipp Heise
Almas Seitenspiegel leisten gute Dienste.

Auf der Rückfahrt überrascht Alma uns mit ungeahnten Zugfahrzeugqualitäten: Ihre Seitenspiegel reichen allemal aus, um am 2,18 Meter breiten Knaus Deseo vorbeizuschauen und ihre Form leitet den Fahrtwind so geschmeidig über den kantigen Caravan, dass der Verbrauch auf ebenen Strecken selbst bei Caravan-Höchstgeschwindigkeit (100 km/h nach Navi/GPS) unter 10 Litern bleibt. Damit braucht Alma, trotz oder gerade wegen ihrer größeren Stirnfläche, knapp drei Liter Diesel weniger auf 100 Kilometer als unser havarierter Allrad-SUV auf der Hinfahrt.

Nach einigen Staus, viel Verkehr und Wartezeit am Fernpass, erreichen wir nach knapp 10,5 Stunden Fahrzeit endlich heimische Gefilde und sind nach dieser emotional aufreibenden Odyssey sehr froh über die in letzter Minute organisierte und geglückte Rückholaktion.

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Philipp Heise
Alle Zwei- und Vierbeinigen MitfahrerInnen fühlen sich sichtlich wohl.

Unser Dank gilt besonders unserem Fahrer, der ohne Zögern diese große Tour auf sich nahm, unserem Autoclub dem ACE, der flexibel auf die Gegebenheiten reagiert- und letztlich die Kosten für die Rückführung übernommen hat und natürlich Alma-Ahorn, die deutlich mehr Zugfahrzeug-Talent hat, als man ihr auf den ersten Blick zutraut.

Nachtrag: Einige Wochen später wurde unser Zugfahrzeug unversehrt der heimischen Werkstatt übergeben und zügig repariert.

Mit Alma nach La Bresse, Vogesen

Logbuch vom 26.10.2021
Testerin: Alisa Bielicke, Grafikerin

Dauertester Alma
Alisa Bielicke/Mücke
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Freitagabend, ich husche nach Feierabend schnell zum Ahorn und düse nach Hause. Wir wollen spontan für einen Tag nach Frankreich, in den Bikepark nach La Bresse.

Damit wir morgens keinen Stress haben, wollen wir Freitagabend starten, die Nacht im Ahorn verbringen und uns Samstag früh bloß noch auf die Räder schwingen, so der Plan. Wir montieren also unseren Radträger auf der Anhängerkupplung, verstauen unsere Klamotten. Da die Schränke knapp bemessen sind kommt unser Gepäck in Kisten auf den Boden.

Die Fahrt ins Nachbarland dauert 3 Stunden. Alma fährt sich für mich super! Viele Kollegen beklagten sich über fehlende Kopffreiheit, das Problem habe ich mit meinen 1,65 Metern natürlich nicht. Im Gegenteil, ich sitze bequem, habe einen guten Blick auf die Straße und finde die Fahrt mit Alma richtig gut. Beschleunigen und Bremsen funktionieren sehr angenehm, der Ahorn Camp Van City ist wendig. Nicht zuletzt der Tempomat und die klapperfreie Geräuschkulisse lassen die Fahrt wie im Flug vergehen.

Schnell ist ein ebener Schlafplatz auf dem riesigen Parkplatz am Bikepark gefunden. Die nächsten 40 Minuten sind geprägt von wildem Rumgedrücke auf dem Bedienpanel und zwei Gesichtern, deren Mimik zwischen Verzweiflung und Frustration wechseln. Dreimal in Folge geht das Licht aus. Dabei ist die Batterie voll geladen und nach kurzem WhatsApp Nachrichtenaustausch mit meiner Kollegin ist klar: Es ist kein Bedienungsfehler.

Hat hier irgendwas einen Wackelkontakt?

Mehrfach müssen wie die Zündung anschalten, damit das Kontrollboard reagiert. Optisch ist die Touch-Oberfläche natürlich schön clean und edel, aber wer nicht weiß, wo sich der On/Off-Schalter versteckt, wird ihn so auch nicht finden. Erst recht nicht, wenn das Teil einfach nicht reagiert.

Wie durch Zauberhand blieb nach etwa 40 Minuten der Strom plötzlich an und wir schlossen fix unsere Smartphones zum Laden an. Denn was kann man in Zeiten von Covid nicht gebrauchen? Richtig, dass man nächsten Morgen keine Bikepark-Tickets bekommt, weil man den Impfnachweis dank leerem Akku nicht vorzeigen kann.

Dauertester Alma
Alisa Bielicke
Am Parkplatz angekommen, suchen wir uns erstmal einen ebenen Platz.

Als die Lampen schließlich leuchten, trinken wir gemütlich ein Bier, machen das Bett oben fertig und kuscheln uns ein. Positiv anzumerken ist, wie schnell man das Dachbett ausfalten kann, das habe ich schon deutlich schwergängiger erlebt. Mitten in der Nacht bereuen wir stark, uns noch keine neuen Schlafsäcke gekauft zu haben, denn es wird bitterkalt.

Wieso wollte ich hier oben schlafen, auf der viel zu dünnen Matratze ohne Unterfederung? Ich wiege keine 60 Kilo und hatte trotzdem das Gefühl ich liege direkt auf Holz. Unten hätten wir die Sitze zur Liegefläche umbauen können, und da wäre es sicherlich auch wärmer gewesen.

Morgens öffnen wir dafür einfach den Reißverschluss vom Dachbett und werden beim Anblick auf den Berg so richtig wach. Danach gibt es nur ein schnelles Frühstück, gekocht haben wir im Ahorn nicht. Als wir am späten Nachmittag fertig sind, verladen wir die Räder wieder und Alma bringt uns genauso sicher wie hin, jetzt auch wieder zurück nach Hause.

Fazit: Obwohl wir technisch nicht ganz auf einer Wellenlänge waren, würden wir definitiv wieder mit Alma losfahren. Dann aber an einem Platz mit Stromanschluss und vermutlich nicht ganz so kurzfristig, um uns vorher besser einzurichten. Schlafen würden wir definitiv unten auf der Schlafsitzbank.

Einmal quer durch Frankreich und zurück

Logbuch vom 19.07.2021
Testerin: Gesa Marx, promobil-Redakteurin

Ahorn Camp Van City Dauertest
G. Marx
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"Ha! Hier ist die Durchfahrtshöhe nur auf 2,40 Meter begrenzt." Mit einem Grinsen durchfahren wir die Schranke am Hafen des französischen Urlaubsorts Arcachon. Kein Problem für Alma mit ihren 2,03 Meter Höhe. Was gut an unserem ersten Urlaubsstop anfing, sollte sich in der nächsten Woche immer wieder zum Thema entwickeln.

Denn sehr viele südfranzösische Strandparkplätze sind zur Urlaubssaison mit Schranken zur Höhenbeschränkung versehen, um FahrerInnen von Kompaktcampern davon abzuhalten dort für längere Zeit zu stehen. Hier sind nicht etwa 2 Meter die magische Grenze, sondern sogar nur 1,9 Meter – da kommen selbst BesitzerInnen eines Marco Polo (1,93 Meter) und eines VW California (1,90 Meter) beim Durchfahren ins Schwitzen. Irgendwo finden wir allerdings immer wieder einen passenden Parkplatz, auch mit Alma.

Ahorn Camp Van City Dauertest
G. Marx
Am Hafen von Arcachon kommen wir mit Alma problemlos durch die Höhenbegrenzungsschranke. Oftmals sind Parkplätze an der französischen Atlantikküste aber auf 1,90 Meter Durchfahrtshöhe begrenzt.

Die fast 1.200 Kilometer Fahrt von Stuttgart an die französische Atlantikküste hat Alma dabei immer zuverlässig gemeistert. Ja, die bereits angesprochene Sitzhöhe ist grenzwertig. Für meinen Partner (1,80 Meter) und mich (1,73 Meter) hat es gerade so gepasst mit der Kopffreiheit.

Viel wichtiger: Beschleunigen und Bremsen funktionieren einwandfrei, dank Tempomat und Navi erreichen wir stressfrei unsere Ziele. Positiv aufgefallen sind der Hillholder und dass der Renault Trafic die Leerlaufdrehzahl beim Kupplung kommen lassen erhöht. Abwürgen beim Anfahren ist kaum möglich und selbst am Berg stressfrei.

In den 10 Tagen zwischen Arcachon, Biarritz und Bordeaux entwickelt sich Alma zur zuverlässigen Homebase. Wir schlafen auf der umgelegten Schlafsitzbank. Denn sie bietet genug Komfort mit einer ebenen Liegefläche für uns zwei. Das Dachbett mit superdünner Matratze und ohne Unterfederung tun wir uns erst gar nicht an.

Ahorn Camp Van City Dauertest
G. Marx
Ist das Bett gebaut, ist der komplette Innenraum davon eingenommen. Zu zweit lässt es sich hier aber sehr gut schlafen.

Trotz täglicher Übung wird das Ausklappen der Bank nicht leichter. Die Feder und der Klappmechanismus, die die Dreiersitzbank im Fahrmodus zusammenhält, sind superstark. Außerdem sind die seitlichen Gurtschlösser der Sitzbank im umgeklappten Zustand nicht ideal platziert. Sie sind einerseits im Weg, wenn man an die Schublade an der Küchenzeile möchte und andererseits genau an der Stelle, wo die Schiebetür ist.

Praktisch als "Nachttischablage" sind die seitlichen Taschen für Brille, Buch und Handy im Heck. Die Feder, die das Ausklappen der Bank so beschwerlich macht, sorgt immerhin genau dafür, dass die Bank morgens schnell wieder zusammengeklappt ist. Dies ermöglicht schnelles Loskommen und Weiterfahren.

Das größte Manko von Alma ist aber eindeutig Stauraum. Eigentlich hat der Camper genauso viele Möbelschränke wie vergleichbare 5-Meter-Campingbusse. Doch: Ahorn nutzt diese vor allem für Bordtechnik. So gehen beispielweise zwei kostbare Staufächer im Küchenbereich für Batterie und Gasflasche drauf. Und auch im hohen Heckschrank wäre mehr Platz wünschenswert. Hier kommen 55 Liter Frischwasser unter. Die hätten wir lieber gegen mehr Stauraum eingetauscht und dafür beispielsweise einen tragbaren Wasserkanister gerne in Kauf genommen.

Der Gaskocher der Küchenzeile mit zwei Kochplatten ist mit einer elektrischen Zündung ausgestattet. Super für uns Nichtraucher, die nicht immer ein Feuerzeug in der Hosentasche haben. Im Campingalltag mit wenig Ablagen ist auch die zweigeteilte Abdeckung der Kocher-Spülen-Kombi sehr praktisch. Nutzt man nur die Spüle, dient der Teile über den Herdplatten als Ablage und umgekehrt.

Ahorn Camp Van City Dauertest
G. Marx
Super im Campingalltag: Der herausnehmbare Verbindungssteg für die Abdeckung von Spüle und Kocher.

Die seitlichen Fenster an der Küchenzeile und in der gegenüberliegenden Schiebetür gefallen uns ebenso. So ist ein bisschen durchlüften möglich, ohne die komplette Seitentür zu öffnen. Super nach dem oder beim Kochen oder morgens nach dem Aufstehen.

Fazit: Fahren, Campen und Schlafen zu zweit ging gut in Alma. Ein echtes Problem ist allerdings das Stauraumangebot in den Schränken, das uns unterwegs immer wieder Nerven gekostet hat. Auch wäre eine Verstaumöglichkeit für Campingstühle wünschenswert. Und auch trotz der 2,03 Meter Fahrzeughöhe würden wir immer wieder mit dem Kompaktcamper auf Reise gehen.

Video mit Alma Ahorn:
Der Ahorn Camp Van City im ersten Check

Logbuch vom 11.06.2021
Testerin: Sophia Pfisterer, promobil-Redakteurin

Mit Alma auf Geschäftsreise

Logbuch vom 26.04.2021
Tester: Jürgen Bartosch, stellvertretender Chefredakteur promobil

Zur Wahrnehmung von Geschäftsterminen ist so ein kompakter Campingbus eine feine Sache – gerade auch in Pandemiezeiten, wenn viele Hotels zu sind, aber auch die Camping- und Stellplätze geschlossen haben. Mit dem kleinen Bus lässt sich ohne viel Aufhebens eine ruhige Nacht in einer Nebenstraße verbringen – und das absolut kontaktfrei.

Zum Bettenbau muss die Schlafsitzbank aber erst auf volle Länge entfaltet werden, was jedoch mit einigem Ziehen und Zerren verbunden ist – in umgekehrter Richtung geht es übrigens deutlich einfacher. Doch so entsteht eine immerhin gut zwei Meter lange Liegefläche, die mit 1,26 Meter Breite für zwei Personen zwar schon etwas kuschelig schmal ist – alleine aber natürlich bequem ausreicht. Da die Sitz- und Lehnenpolster ganz ohne Konturierung auskommen, entsteht eine völlig ebene Liegefläche. Noch die Gurthaken in den Polsterritzen versenken, dann kann man sich flachlegen. Empfindliche Naturen werden sich allerdings an der Polsterhärte stören – zum Sitzen okay, schlafen wie auf Wolken stellt man sich aber anders vor.

Ahorn Camp Van City
J. Bartosch
Der große, stabil stehende Tisch ist auf jeden Fall für mehr geeignet, als nur ein schnelles Frühstück.

Meine Nacht war aber ganz okay. Und am Morgen schmecken der Cappuccino und das Sandwich von der Tanke gar nicht so schlecht. Auf dem großen, stabilen Tisch könnte man sich aber durchaus noch eine ausgiebigere Mahlzeit gut und gerne vorstellen.

Nach dem Termin geht es auf die Rückfahrt mit kleiner Pause beim Braunkohle-Tagebau Garzweiler, südlich von Mönchengladbach. Das "große Loch", wie sie es hier nennen, erinnert schon fast an den Grand Canyon…

Beim Fahren begeistert die Renault Trafic-Basis des Ahorn Camp Van City mit seinem starken und elastischen Turbodiesel. Und dabei ist die aufpreispflichtige 145-PS-Variante des Testwagens noch nicht das Ende der Fahnenstange – 170 PS gibt es auch noch. Jedenfalls bringt es Alma mit etwas Anlauf tatsächlich soweit, dass die Ziffern "180" im Digitaltacho erscheinen. Derlei Ausflüge in den oberen Tempobereich sollten aber eher die Ausnahme bleiben – um Schweiß an den Händen zu vermeiden -, denn Fahrwerk und Lenkung sind deutlich weniger sportlich ausgelegt und so fühlt man sich bei Autobahn-Richtgeschwindigkeit merklich wohler.

Insgesamt kann man mit dem kleinen Campingbus aber recht zügig unterwegs sein und hat mit seinen kompakten Abmessungen auch meist kein Problem einen Parkplatz zu finden.

Mit der – bereits kritisierten – knappen Sitzhöhe habe allerdings auch ich so meine Probleme. Um nicht ständig Deckenkontakt zu riskieren, muss ich die Lehne weiter nach hinten neigen, als mir lieb ist – und dabei bin ich längst nicht der größte Fahrer in unserer Redaktion …

Kopffreiheit ist Mangelware

Logbuch vom 14.04.2021
Tester: Walter Gängenbach, promobil-Testfahrer

Aufgrund der anhaltenden Coronapandemie wartet Alma weiter auf ihre erste Campingtour. In der Zwischenzeit war der Kompaktcamper beim Reifentest mit dabei. Der Fahreindruck ist insgesamt super, auch auf längeren Strecken ist die Fahrt im Renault Trafic bequem. Vom Fahrersitz aus hat man eine gute Übersicht über das gesamte Fahrzeug.

Ahorn Camp Van City-Dauertester
S. Pfisterer
Deutlich erkennbar: Zwischen Kopfstütze und Dach sind nur noch wenige Zentimeter Platz.

Auffällig: Die geringe Kopffreiheit zur Dachkante des Aufstelldachs und das schon bei meiner Körpergröße von 1,68 Metern. Schön wäre es, wenn die Sitzkonsole in der Höhe verstellbar und leicht nach vorne kippbar wäre. Nicht praxisgerecht ist die Platzierung des Radios, da die Schalter von Heizung und Gebläse komplett verdeckt werden.

Dürfen wir vorstellen? Alma Ahorn

Logbuch vom 25.03.2021
TesterIn: Social-Media-Redaktion

Screenshot Instagram
promobil/Instagram
Beim Namensvoting lag der Vorschlag "Alma" eindeutig vorne.

Die Instagram-Community hat entscheiden! Der Ahorn Camp Van City ist eine Sie und soll den Namen Alma tragen. Während die Umfrage bei den männlichen Namen eher ein Kopf-an-Kopf-Rennen war, entschieden die UserInnen bei den weiblichen Vornamen eindeutiger.

Mit insgesamt 390 Stimmen für Alma liegt der Name deutlich über den zweitplatzierten Ahörnchen mit 257 Stimmen aus der Konkurrenz-Kategorie. Wir freuen uns auf künftige Campingreisen mit unserer Alma Ahorn.

So ist die Ausstattung im Detail

Der neue Bus ist keine fünf Meter lang und bietet all das, was typisch für einen Campingbus ist: ein aufstellbares Dach mit Bett, eine Küchenzeile mit hohem Heckschrank und eine Dreierschlafsitzbank.

Ahorn Camp Van City
G. Marx
Ahorn Camp Van City Ahorn Camp Van City Ahorn Camp Van City Ahorn Camp Van City 19 Bilder

Die Küche im Ahorn Van City

In der Küche verfügt der Campingbus über einen 41-Liter-Kühlschrank, der im Möbelblock direkt hinter dem Fahrersitz platziert ist. Darüber befindet sich eine Kocher-Spülen-Kombi mit zwei Flammen. Praktisch: Der Herd ist mit einer elektrischen Zündung ausgestattet. Selbst wenn man das Feuerzeug auf Reisen verliert, bleibt die Küche nicht kalt.

Ahorn Camp Van City
G. Marx
Der Van City hat einen klassischen Ausbau mit Möbelzeile samt Küche und Schlafsitzbank. Cool ist die indirekte Beleuchtung des Campers.

Für genügend Frischluft beim Kochen sorgt ein Schiebefenster. Dank 55 Liter Frischwasserkapazität und einem 43-Liter-Abwassertank sind im Van City einige Mahlzeiten und einige Male Katzenwäsche problemlos möglich. Die Redaktion muss sich aber warm anziehen, denn ein Warmwasserboiler ist nicht an Bord.

Ist das Essen angerichtet, kann aufgetischt werden. Hierzu bietet der Ahorn Camp Van City einen an der Küchenzeile einhängbaren Tisch. Zusammen mit den drehbaren Cockpitsitzen und der Sitzbank können dann vier bis fünf Personen am Tisch gemeinsam essen. Wenn das Wetter gut genug ist, lässt sich die gleiche Tischplatte auch als Außentisch nutzen. Hierzu stattet Ahorn Camp die Platte mit einem zweiten Tischbein aus.

Die Betten zum Schlafen

Abends wird die Schlafsitzbank im Wohnraum zum Doppelbett mit 1,26 mal 2,02 Meter Liegefläche. Abnehmbare Verdunklungsmatten für die Scheiben verdunkeln den Innenraum. Die Sitzbank läuft in Bodenschienen. Je nachdem wieviel Stauraum wir im Redaktionsalltag benötigen, lässt sich die Bank verschieben oder komplett ausbauen.

Ahorn Camp Van City
G. Marx
Da es nur vorne im Zeltbalg ein Fenster gibt, ist das Dachbett relativ düster. Es misst 1,31 x 1,86 Meter.

Breiter, dafür aber kürzer ist das Dachbett mit 1,31 mal 1,86 Metern. Ahorn Camp stattet den Zeltbalg des Aufstelldachs mit einem mit Gaze verkleideten Frontfenster aus. Damit das Zuklappen problemlos funktioniert und kein Balgstoff zwischen Dach und Karosse klemmt, ist der Zeltbalg mit horizontalen Gummibändern durchzogen. Dies erinnert an den Stoffbalg, wie er bereits aus dem Marco Polo von Mercedes bekannt ist. Für Licht sorgen oben zwei LED-Spots mit Schwanenhals.

Stauraum und Technik

Der hohe Heckschrank bietet Stauraum fürs Campingequipment. Dank Rollos statt Schranktüren sind sie immer gut zugänglich. Der Gaskasten für die 2,7-Kilo-Flasche ist ebenso hier zu finden wie der Anschluss für die optionale Außendusche.

Im Campingbus sind insgesamt zwei 12-Volt- und zwei 230-Volt-Steckdosen sowie vier USB-Buchsen eingebaut. Die Wohnraumbatterie hat eine Kapazität von 80 Amperestunden. Optional ist der Camper mit Dieselheizung bestellbar.

Ahorn Camp Van City
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Mit aufgesetzten Dach kommt der Ahorn Camp Van City auf eine Höhe von 2,03 Meter. Ob das Überschreiten der magischen 2-Meter-Grenze für Tiefgaragen im Alltag behindert, wird der Dauerbetrieb zeigen.

Technische Daten

Ahorn Camp Van City (2021)

Basisfahrzeug: Renault Trafic mit 120 PS
Sitz-/Schlafplätze: 5/4
Länge/Breite/Höhe: 4,99/1,96/2,03 Meter
Bettmaß: 1,26 x 2,02 Meter (unten), 1,31 x 1,86 Meter (Dachbett)
Zulässiges Gesamtgewicht: 2.900 Kilogramm
Basispreis: ab 39.900 Euro

Das Basisfahrzeug ist ein Renault Trafic dCi 145.

Serienausstattung (Auszug): 120-PS-Motor mit 6-Gang-Schaltgetriebe, 80-Liter-Dieseltank, LED-Tagfahrlicht, Fahrerairbag, Zentralverriegelung, Licht- und Regensensor, drehbare Vordersitze, Aufstelldach, verschieb- und herausnehmbare Schlafsitzbankfest, Möbelzeile mit hohem Heckschrank, fest eingebauter Frisch- und Abwassertank (55 Liter/43 Liter), Gasflaschenkasten, 41-Liter-Kompressorkühlschrank, Zweiflammkocher, Aufbaubatterie, zzgl. Überführung

Sonderausstattung: 145-PS-Motor (1.690 Euro), Dieselstandheizung mit zweiter Batterie (1.390 Euro), Silberlackierung (790 Euro), Fahrerhausklimaanlage (1.490 Euro), Renault Trafic Chassis Paket (u.a. Beifahrerairbag, MP3-Bluetooth-Freisprechanlage, elektr. Fensterheber und Außenspiegel, Tempomat, Parksensor; 2.590 Euro), Design Paket Van City (u.a. Chrom-Zierleisten, Fahrerhaussitzbezüge in Wohnraumdesign; 890 Euro), Außendusche (490 Euro), Abwassertankheizung (490 Euro), Anhängerkupplung (990 Euro)

Testwagenpreis: 52.950 Euro

Umfrage

3036 Mal abgestimmt
Kommen für Sie Bulli-Alternativen auf anderen Basisfahrzeugen als VW infrage?
Nein, für mich gibt es Kompaktcampingbusse nur auf VW T6.1 oder älter.
Na klar! Andere Marken wie Renault haben in den letzten Jahren bewiesen, dass sie auch sehr gute Basisfahrzeuge herstellen.
Ahorn Van
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