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Dauertest Ahorn Camp Van City
Ahorn Camp Van City-Dauertester
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Screenshot Instagram 9 Bilder

Dauertest: Ahorn Camp Van City (2021)

Ahorn Camp Van City im Dauertest Kopffreiheit ist Mangelware

Mit guter Ausstattung und einem Startpreis von rund 40.000 Euro will der Van City eine Alternative zum Bulli sein. Ob das funktioniert, wird die Redaktion jetzt im Dauertest herausfinden.

Die Grenzen zwischen Camping und Alltag sind in unserer Redaktion fließend. Termine stehen auf der Tagesordnung. Und so sehr wir Camping auch mögen, schätzen wir unterwegs bei der Arbeit auch wendige Fahrzeuge und wenig Stress bei der Parkplatzsuche.

Der Ahorn Camp Van City verbindet Alltag mit Camping und ist dank optionaler Anhängerkupplung gleichzeitig auch für unsere KollegInnen der CARAVANING-Redaktion als Zugwagen für Wohnwagen geeignet. Aus diesem Grund erweitern wir 2021 unseren Dauertest-Fuhrpark um einen Kompaktcamper.

Tagebuch-Einträge

Beim Start als neues Redaktionsmitglied sind die Stell- und Campingplätze coronabedingt noch geschlossen. Dennoch kommt der wendige Kompaktcamper bereits zum Einsatz bei Testfahrten.

Kopffreiheit ist Mangelware

Logbuch vom 14.04.2021
Tester: Walter Gängenbach, promobil-Testfahrer

Aufgrund der anhaltenden Coronapandemie wartet Alma weiter auf ihre erste Campingtour. In der Zwischenzeit war der Kompaktcamper beim Reifentest mit dabei. Der Fahreindruck ist insgesamt super, auch auf längeren Strecken ist die Fahrt im Renault Trafic bequem. Vom Fahrersitz aus hat man eine gute Übersicht über das gesamte Fahrzeug.

Ahorn Camp Van City-Dauertester
S. Pfisterer
Deutlich erkennbar: Zwischen Kopfstütze und Dach sind nur noch wenige Zentimeter Platz.

Auffällig: Die geringe Kopffreiheit zur Dachkante des Aufstelldachs und das schon bei meiner Körpergröße von 1,68 Metern. Schön wäre es, wenn die Sitzkonsole in der Höhe verstellbar und leicht nach vorne kippbar wäre. Nicht praxisgerecht ist die Platzierung des Radios, da die Schalter von Heizung und Gebläse komplett verdeckt werden.

Dürfen wir vorstellen? Alma Ahorn

Logbuch vom 25.03.2021
TesterIn:
Social-Media-Redaktion

Screenshot Instagram
promobil/Instagram
Beim Namensvoting lag der Vorschlag "Alma" eindeutig vorne.

Die Instagram-Community hat entscheiden! Der Ahorn Camp Van City ist eine Sie und soll den Namen Alma tragen. Während die Umfrage bei den männlichen Namen eher ein Kopf-an-Kopf-Rennen war, entschieden die UserInnen bei den weiblichen Vornamen eindeutiger.

Mit insgesamt 390 Stimmen für Alma liegt der Name deutlich über den zweitplatzierten Ahörnchen mit 257 Stimmen aus der Konkurrenz-Kategorie. Wir freuen uns auf künftige Campingreisen mit unserer Alma Ahorn.

So ist die Ausstattung im Detail

Der neue Bus ist keine fünf Meter lang und bietet all das, was typisch für einen Campingbus ist: ein aufstellbares Dach mit Bett, eine Küchenzeile mit hohem Heckschrank und eine Dreierschlafsitzbank.

Ahorn Camp Van City
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Die Küche im Ahorn Van City

In der Küche verfügt der Campingbus über einen 41-Liter-Kühlschrank, der im Möbelblock direkt hinter dem Fahrersitz platziert ist. Darüber befindet sich eine Kocher-Spülen-Kombi mit zwei Flammen. Praktisch: Der Herd ist mit einer elektrischen Zündung ausgestattet. Selbst wenn man das Feuerzeug auf Reisen verliert, bleibt die Küche nicht kalt.

Ahorn Camp Van City
G. Marx
Der Van City hat einen klassischen Ausbau mit Möbelzeile samt Küche und Schlafsitzbank. Cool ist die indirekte Beleuchtung des Campers.

Für genügend Frischluft beim Kochen sorgt ein Schiebefenster. Dank 55 Liter Frischwasserkapazität und einem 43-Liter-Abwassertank sind im Van City einige Mahlzeiten und einige Male Katzenwäsche problemlos möglich. Die Redaktion muss sich aber warm anziehen, denn ein Warmwasserboiler ist nicht an Bord.

Ist das Essen angerichtet, kann aufgetischt werden. Hierzu bietet der Ahorn Camp Van City einen an der Küchenzeile einhängbaren Tisch. Zusammen mit den drehbaren Cockpitsitzen und der Sitzbank können dann vier bis fünf Personen am Tisch gemeinsam essen. Wenn das Wetter gut genug ist, lässt sich die gleiche Tischplatte auch als Außentisch nutzen. Hierzu stattet Ahorn Camp die Platte mit einem zweiten Tischbein aus.

Die Betten zum Schlafen

Abends wird die Schlafsitzbank im Wohnraum zum Doppelbett mit 1,26 mal 2,02 Meter Liegefläche. Abnehmbare Verdunklungsmatten für die Scheiben verdunkeln den Innenraum. Die Sitzbank läuft in Bodenschienen. Je nachdem wieviel Stauraum wir im Redaktionsalltag benötigen, lässt sich die Bank verschieben oder komplett ausbauen.

Ahorn Camp Van City
G. Marx
Da es nur vorne im Zeltbalg ein Fenster gibt, ist das Dachbett relativ düster. Es misst 1,31 x 1,86 Meter.

Breiter, dafür aber kürzer ist das Dachbett mit 1,31 mal 1,86 Metern. Ahorn Camp stattet den Zeltbalg des Aufstelldachs mit einem mit Gaze verkleideten Frontfenster aus. Damit das Zuklappen problemlos funktioniert und kein Balgstoff zwischen Dach und Karosse klemmt, ist der Zeltbalg mit horizontalen Gummibändern durchzogen. Dies erinnert an den Stoffbalg, wie er bereits aus dem Marco Polo von Mercedes bekannt ist. Für Licht sorgen oben zwei LED-Spots mit Schwanenhals.

Stauraum und Technik

Der hohe Heckschrank bietet Stauraum fürs Campingequipment. Dank Rollos statt Schranktüren sind sie immer gut zugänglich. Der Gaskasten für die 2,7-Kilo-Flasche ist ebenso hier zu finden wie der Anschluss für die optionale Außendusche.

Im Campingbus sind insgesamt zwei 12-Volt- und zwei 230-Volt-Steckdosen sowie vier USB-Buchsen eingebaut. Die Wohnraumbatterie hat eine Kapazität von 80 Amperestunden. Optional ist der Camper mit Dieselheizung bestellbar.

Ahorn Camp Van City
G. Marx
Mit aufgesetzten Dach kommt der Ahorn Camp Van City auf eine Höhe von 2,03 Meter. Ob das Überschreiten der magischen 2-Meter-Grenze für Tiefgaragen im Alltag behindert, wird der Dauerbetrieb zeigen.

Technische Daten

Ahorn Camp Van City (2021)

Basisfahrzeug: Renault Trafic mit 120 PS
Sitz-/Schlafplätze: 5/4
Länge/Breite/Höhe: 4,99/1,96/2,03 Meter
Bettmaß: 1,26 x 2,02 Meter (unten), 1,31 x 1,86 Meter (Dachbett)
Zulässiges Gesamtgewicht: 2.900 Kilogramm
Basispreis:
ab 39.900 Euro

Serienausstattung (Auszug): 120-PS-Motor mit 6-Gang-Schaltgetriebe, 80-Liter-Dieseltank, LED-Tagfahrlicht, Fahrerairbag, Zentralverriegelung, Licht- und Regensensor, drehbare Vordersitze, Aufstelldach, verschieb- und herausnehmbare Schlafsitzbankfest, Möbelzeile mit hohem Heckschrank, fest eingebauter Frisch- und Abwassertank (55 Liter/43 Liter), Gasflaschenkasten, 41-Liter-Kompressorkühlschrank, Zweiflammkocher, Aufbaubatterie, zzgl. Überführung

Sonderausstattung: 145-PS-Motor (1.690 Euro), Dieselstandheizung mit zweiter Batterie (1.390 Euro), Silberlackierung (790 Euro), Fahrerhausklimaanlage (1.490 Euro), Renault Trafic Chassis Paket (u.a. Beifahrerairbag, MP3-Bluetooth-Freisprechanlage, elektr. Fensterheber und Außenspiegel, Tempomat, Parksensor; 2.590 Euro), Design Paket Van City (u.a. Chrom-Zierleisten, Fahrerhaussitzbezüge in Wohnraumdesign; 890 Euro), Außendusche (490 Euro), Abwassertankheizung (490 Euro), Anhängerkupplung (990 Euro)

Testwagenpreis: 52.950 Euro

Umfrage

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Kommen für Sie Bulli-Alternativen auf anderen Basisfahrzeugen als VW infrage?
Nein, für mich gibt es Kompaktcampingbusse nur auf VW T6.1 oder älter.
Na klar! Andere Marken wie Renault haben in den letzten Jahren bewiesen, dass sie auch sehr gute Basisfahrzeuge herstellen.
Ahorn Van
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