Dauertest-Fahrzeuge im Überblick
Dauertest-Fahrzeuge
Dauertester Ella Etrusco Gesa Marx
Etrusco T 6900 (2022)
Etrusco T 6900 (2022)
Etrusco T 6900 (2022)
Etrusco T 6900 (2022) 47 Bilder

Etrusco T 6900 DB - Teilintegrierter im Dauertest

Etrusco T 6900 DB im Dauertest Mit Ella unterwegs auf Dienstreise

Etrusco stellt sich erstmals dem härtesten und längsten Test von promobil. In den nächsten Monaten prüft die Redaktion den T 6900 in der Praxis und stellt dabei ganz unterschiedliche Ansprüche an das Reisemobil.

Viele Köche verderben bekanntermaßen den Brei – doch das ist so ganz anders beim promobil-Dauertest. Dabei stürzen sich viele verschiedene Redaktions- und Verlagsmitglieder auf das Fahrzeug, um ganz praktisch zu prüfen: Was taugt das Wohnmobil?

So ergeht es in nächster Zeit einem Etrusco-Teilintegrierten. Erstmals stellt sich die junge italienische Marke Etrusco aus dem Erwin-Hymer-Konzern dem promobil-Dauertest – und der "Belastung" von verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Anforderungen ans Fahrzeug. Vom Profi-Camper bis Wohnmobil-Neuling, von der Familie bis zum Single: In den verschiedensten Nutzungsszenarien kann das günstige teilintegrierte Wohnmobil, das einen Grundpreis von unter 50.000 Euro hat, Stärken und Schwächen zeigen.

Etrusco T 6900 DB - Ella Dauertest-Wohnmobil
S. Pfisterer
Dauertest-Mobil "Ella" kostet etwas mehr als ein Etrusco-Teilintegrierter von der Stange. Sie ist mit einem 140-PS-Motor ausgestattet.

Wie es bei allen unseren Dauertest-Mobilen mittlerweile guter Brauch ist, durften unsere Follower auf Instagram wieder über einen Spitznamen für das Fahrzeug abstimmen. Es war dieses Mal ein sehr knappes Voting und fast wäre der Etrusco ein Junge geworden. Doch unsere Instagram-Fans haben das Testfahrzeug auf diesen klangvollen, weiblichen Namen getauft: Ella! Herzlichen Dank fürs Abstimmen!

Vorteile & Nachteile des Etrusco T 6900

 Möbel sind gut verbaut, es klappert nichts während der Fahrt.

 Herausfallschutz für Kinder sowohl im Heck- als auch im Hubbett.

 Öffnet man die Tür der Toilette, entsteht zusammen mit der Dusche ein Raumbad. Der Schlafbereich im Heck ist so auch vom Wohnbereich mit Küche und Sitzgruppe abgetrennt. Das ist sehr praktisch, wenn man mit Kindern reist.

 Viel Stauraum in den beiden Schränken und Fächern im Boden und der Trittstufe zum Heckbett.

 Vorsicht Stromfalle: Vergisst man am Radio den Kippschalter auf 0 zu stellen, zieht es die Bordbatterie leer.

 Recht wenig Arbeitsfläche in der Küche. Hier wäre ein zusätzliches Klappbrett praktisch.

 Frisch gewaschene Matratzenbezüge lassen sich nur schwer wieder beziehen.

Alle Logbuch-Einträge des Etrusco T 6900

Hier halten wir Sie auf dem Laufenden, was wir mit der teilintegrierten Wohnmobil-Dame Ella Etrusco alles erleben.

Mit Ella unterwegs auf Dienstreise in Frankreich

Logbuch vom 20.07.2021
Tester: Ulrich Kohstall, Redaktionsleiter Clever Campen

Dauertester Ella Etrusco
Gesa Marx
Unser Dauertest-Fahrzeug Ella Etrusco unterwegs auf langer Dienstfahrt in Richtung Frankreich.

Auf einer rund 2.000 Kilometer langen Dienstreise in den Westen Frankreichs hat man viel Zeit, sich über das Fahrverhalten des Dauertesters Gedanken zu machen. Viele Anlässe gibt es dafür allerdings nicht, denn Ella Etrusco verhält sich unauffällig. Und zwar im besten Sinne. Ein Reisetempo von Tacho 130 km/h erweist sich auf französischen Autobahnen als angenehm. Der Geräuschpegel hält sich dabei in vernünftigen Grenzen und man kommt zügig vorwärts.

Wenn es nur keine Mautstellen gäbe, die nicht allein Zeit, sondern auch ganz stolze Beträge kosten. Wäre es eine Urlaubs- statt einer eiligen Dienstfahrt, wäre eine Landstraßenroute mit einer zusätzlichen Übernachtung wohl die bessere Wahl. Es ist wohl kein Zufall, dass man kaum andere Wohnmobile auf der Autobahn sieht, obwohl in Frankreich gerade Ferienzeit ist.

Nachrüstungen im Dauertester im Visier

Es bleibt während der entspannten Fahrt jedenfalls auch Zeit, die beiden jüngsten Nachrüstungen am Dauertester ins Visier zu nehmen. Die Faltverdunklung an Front- und Seitenscheiben ist für ihre eigentliche Aufgabe eine gute Wahl – aus der Fahrerperspektive ist sie es nicht. Bereits bei einer Körpergröße um 1,80 Meter stört es, dass eine Kunststoffverkleidung das Blickfeld am oberen Rand der Windschutzscheibe verringert.

Auch der linke Außenspiegel ist durch eine Kaschierung des Fensterstegs nicht mehr völlig frei einsehbar. Die Verdunkelung verhindert auch, dass man die Sonnenblende bis ganz nach vorne an die Scheibe schwenken kann. Zur Seite klappen lässt sie sich gar nicht mehr. Es soll Adapter geben, die dieses Problem lösen.

Das neue Navi gefällt spontan durch die gute Integration ins Armaturenbrett und einen großen sowie scharf darstellenden Monitor. Auch die Bedienung geht in Ordnung. Die Lautstärke lässt sich über einen Drehregler einstellen oder im Dauertester auch mit Hilfe von Lenkradtasten. Sie helfen ebenfalls, zwischen Radiodarstellung, Musik über den USB-Anschluss und Navigation zu wechseln, was sonst nur etwas umständlich gelingt.

Nach einigen Stunden klappt das jedoch gar nicht mehr. Weil das Gerät seine Navifunktionen nach dem Start nur langsam hochfährt, schaltet man es bei kürzeren Pausen gar nicht erst aus, doch der Dauerlauf bekommt dem Navi offenbar nicht. Plötzlich bleibt das ohnehin schwach empfangende Radio still.

Die Musik auf dem USB-Stick wird in etwas willkürlicher Reihenfolge abgespielt und der Lautstärkeregler reagiert nicht mehr. Das kann dann ziemlich laut werden, wenn man an der Mautstation mal schnell von Tempo 130 auf Null abbremsen muss. Ausschalten ist die einzige Abhilfe. Nach dem erneuten Einschalten gibt es immer noch einige Ungereimtheiten. Am Ende hilft dem fühlbar erhitzten Gerät nur eine längere Pause. Kurz vor dem Ziel funktioniert dann alles wieder so wie gedacht.

Fazit: Am Fahrverhalten von Ella ist nichts auszusetzen. Sie gleitet ruhig über die Straßen. Die Nachrüstungen haben allerdings ihre Nachteile. Die Faltverdunklung beeinträchtigt teils das Blickfeld und das neue Navi verträgt den Dauerlauf offenbar nicht.

Bikepark-Urlaub mit Ella

Logbuch vom 12.07.2021
Testerin: Alisa Bielike, promobil-Grafikerin

Etrusco T 6900 (2022)
A. Bielicke
Etrusco T 6900 (2022) Etrusco T 6900 (2022) Etrusco T 6900 (2022) Etrusco T 6900 (2022) 18 Bilder

Nachdem wir durch die Pandemie lange eingeschränkt waren, freuen wir uns auf unseren kurzen Urlaub mit Ella! Bikepark-Action in Deutschland steht auf dem Programm, da kommt uns das teilintegrierte Reisemobil mit der großen Heckgarage gerade Recht.

Es ist Sonntag und wir machen uns auf den Weg nach Winterberg. Schon beim Beladen fällt auf: Ella hat erstaunlich viel Stauraum; immer wieder finden wir neue Klappen und Fächer. Pluspunkt hierfür! In die Heckgarage passen zwei Fahrräder, ein Tisch, zwei Stühle, viele Bike-Klamotten und allerlei Kram wie Kabeltrommel, Keile etc. Die beiden seitlichen Heckklappen sind allerdings nicht gleich groß, deshalb muss man eventuell etwas nachdenken, wie man am cleversten die Räder verlädt und verzurrt. Tetris-Kenntnisse von Vorteil, aber keine Voraussetzung.

Etrusco T 6900 (2022)
A. Bielicke
"I want to ride my bicycle..." Die erste Station der Bikepark-Tour mit Ella führte Alisa Bielicke nach Winterberg.

Alles verstaut, auf geht‘s! Bei der Fahrt komme ich gut an die Pedale (1,65m), dürfte gefühlt aber nicht viel kürzer sein. Die Geräuschkullisse hält sich in Grenzen, das einzige Klappern, das ich höre, verorte ich bei der Duschtür. Ella ist easy zu fahren, der Tempomat arbeitet einwandfrei und so geht die Fahrt zum Campingplatz am Bikepark Winterberg schnell. Und wir sind bester Laune!

Campingplatz Winterberg 59955 Winterberg (D) 1 Bewertung 23 EUR/Nacht



Zwei Nächte sind wir nun hier, richten uns nach unserer Ankunft etwas ein, fahren die Markise aus und das Urlaubsfeeling setzt sofort ein. Nachts beginnt es heftigst zu schütten und zu gewittern und wir müssen zwangsweise mit Ohrstöpseln schlafen, nachdem wir dreimal alle Fenster kontrolliert haben.

Nach überstanderner Gewitternacht gönnen wir uns ein Frühstück im Inneren. Die Sitzecke finden wir etwas eng, denn man muss die Knie am Tischbein vorbei quetschen und sitzt dann sehr nah am Tisch. Nichtsdestotrotz lässt sich mit zwei Personen hier natürlich hervorragend frühstücken.

Etrusco T 6900 (2022)
A. Bielicke
Der bevorzugte Essplatz während des Trips: Unter der Markise.

Im Kühlschrank ist super viel Platz und auch das Gefrierfach oben drüber bietet noch ordentlich Raum. In der Küche lässt sich auf jeden Fall gut Essen zubereiten, allerdings ist die Arbeitsfläche doch recht knapp bemessen, sobald die Abdeckungen von Spüle und/oder Herd geöffnet sind.

Nach einem heftigen Sturz am zweiten Bikepark-Tag ziehen wir unsere Abreise einige Stunden vor und düsen Richtung bayerischer Wald. Geisskopf wir kommen! Das Navi ist recht langsam und sehr dunkel eingestellt. Mein Freund gibt aber nicht auf und findet schließlich in den Einstellungen die Helligkeit. Wie uns das Navi dann führte, ist bis heute ein Rätsel. Irgendwann fanden wir jedoch die Autobahn und kamen abends gut am Wohnmobilstellplatz Geisskopfbahn direkt am Bikepark an.

Etrusco T 6900 (2022)
A. Bielicke
Tierischer Besuch: Eine kleine Katze klopfte bei Regen immer wieder bei Ella an der Türe.

Leider brachten wir auch das Wetter mit. Jede Nacht Gewitter und Regen, ohne Ausnahme, abends lange draußen sitzen – unmöglich! Machen wir es uns eben innen gemütlich. Auch wenn das Heckbett optisch sehr schmal wirkte, haben wir übrigens wirklich sehr gut gelegen und genächtigt.

Den dritten Bikepark unserer Tour, den wir in Tschechien anfahren wollten, streichen wir aus Unwetter-Gründen. Schnelle Planänderung: Wir fahren dafür mit Ella zum Europapark, auf den Park-eigenen Campingplatz.

Stellplatz am Europa-Park 77977 Rust (D) 10 Bewertungen 40 EUR/Nacht



Über die Woche sind uns vor allem in der Sitzgruppe einige Dinge aufgefallen, die etwas störten: Zuerst die Stufe zur Sitzecke, die meinen Knöchel ordentlich in Mitleidenschaft zog. Wozu diese Stolperfalle? Dann der Klettpunkt für das Polster der einen Sitzbank, der verschraubt war. Diese Schraube war rausgerissen. Und mit dem Fenster am Tisch hatten wir mehrfach Probleme, weil es sich nicht richtig schließen ließ.

Etrusco T 6900 (2022)
A. Bielicke
Die Sitzgruppe war für Alisa und ihren Freund Thomas etwas zu eng - ein paar Kritikpunkte fanden sie darüber hinaus noch.


Ein weiterer kleiner Kritikpunkt: Dass man den Bad-Bereich durch die Tür der Toilette abgrenzen kann, ist zwar super praktisch. Öffnet man die Badezimmertür allerdings komplett, um den hinteren Bereich abzutrennen, kann man den Kleiderschrank nicht richtig öffnen.


Fazit: Alles in allem waren wir traurig, als wir den Etrusco-Teilintegrierten wieder abgeben mussten. Der T 6900 bietet viel Stauraum und lässt sich angenehm fahren. Wir haben super geschlafen und fühlten uns rundum wohl! Hoffentlich ergibt sich eine zweite Ausfahrt. Bis bald, Ella!

Ella geht auf ihre erste große Reise

Logbuch vom 22.06.2021
Testerin: Isabell Krautberger, promobil-Redakteurin

Etrusco in der Toskana
Isabell Krautberger
Etrusco in der Toskana Etrusco Tester Etrusco Tester Etrusco Strom 14 Bilder

Endlich ist es soweit. Unser Dauertest-Wohnmobil Ella Etrusco darf auf ihre erste große Reise gehen. Kurz nachdem die ersten Pandemie-Lockerung eingetreten sind, tingeln wir drei Wochen mit ihr durch Italien und Österreich.

Es ist kurz vor Pfingsten und auf einmal gehen die Inzidenzzahlen nach unten. Mit Spannung halte ich jeden Tag nach den neuesten Reiseverordnungen Ausschau. Schon lange habe ich mit meiner Familie, also mit meinem Mann, unserer vierjährigen Tochter und unserem zweijährigen Sohn, gemeinsam mit Freunden und einem Wohnwagen-Gespann Campingurlaub geplant.

Eigentlich wollten wir bereits im verganenen Jahr im Mai mit dem Camper nach Sardinien fahren. Doch der erste Lockdown machte uns einen Strich durch die Rechnung und wir verbrachten unseren Familienurlaub im Garten.

Etrusco auf Reisen
Isabell Krautberger
Auch unter Palmen auf dem Schlosshof Camping in Lana in Südtirol gefällt es Ella.

Und auch wenn ich Stuttgart und die Region echt gern mag, ich hatte wirklich großes Fernweh. Die Freude war also groß als pünktlich zu unserem Urlaubsstart die Einreisebestimmungen für Italien und Österreich gelockert wurden. Ein negativer PCR-Test und ein ausgefülltes Einreiseformular für Italien und schon geht es los.

Ein Traum wird wahr: Endlich Urlaub!

Etrusco Markise
Isabell Krautberger
Endlich Urlaub. Wir sind mit Dauertest Ella und einem kleinen Knaus Vimara Wohnwagen auf Tour.

Bei Sonnenschein brechen wir am letzten Maiwochenende also auf nach Italien. Selbst als ich hinter dem Steuer sitze und Ella Richtung Grenze steuere, kann ich es immer noch nicht glauben, dass wir wirklich in den Urlaub fahren.

Mit meinen 165 cm Körpergröße bin ich kein Riese. Aber wie schon meine Kollegin in ihrem letzten Tagebucheintrag berichtete, kann ich den Pilotsitz gut einstellen, sitze bequem und komme gut an die Pedale ran. Eine gute Sitzeinstellung ist leider nicht immer selbstverständlich.

Während wir über den Brenner fahren, fällt mir auf wie ruhig Ella dahingleitet. In der Vergangenheit habe ich nicht selten auf Fahrten mit diversen Wohnmobilen angehalten, um Geschirrtücher unter die Abdeckung vom Spülbecken oder zwischen Türen zu klemmen, weil die Möbel so laut klapperten. Bei Ella klappert überhaupt nichts. Die Möbel scheinen sehr gut verbaut zu sein.

Wie familientauglich ist Ella?

Unsere Dauertest-Dame Ella erweist sich bereits beim Beladen als familientauglich. In die Oberschränke über dem Querbett im Heck und in die beiden großzügigen Schränken bringen wir all unsere Kleidung für unsere dreiwöchige Reise unter. Praktisch sind auch die kleinen Staufächer im Boden und in der Trittstufe zum Bett. Diesen Stauraum beanspruchen die Kinder für sich und bringen dort gleich mal ihr Spielzeug unter.

In der Toskana angekommen, freuen wir uns noch die letzten beiden Stellplätze auf dem Campingplatz zu ergattern. Flux parken wir Ella unter große Pinienbäume, schließen Strom an und fahren die Markise aus.

Etrusco Sitzgruppe
Isabell Krautberger
Bis zu fünf Personen finden auf der Bank, den umgedrehten Fahrersitzen und der Seitenbank Platz. Hier können die Kinder ihre Spiele auspacken.

Währenddessen machen es sich die vier Kinder in der Sitzgruppe bequem und packen ihre Spiele aus. Mit umgedrehten Fahrersitzen, der Seiten- und der normalen Sitzbank, passen hier locker fünf Leute an den Tisch.

Die Schlafsituation im Etrusco

Die erste Nacht im Wohnmobil zu schlafen, ist für die Kinder ganz besonders aufregend. Richtig gut gefällt uns, dass sowohl das Heck- als auch das Hubbett einen großen Herausfallschutz haben. Die Kinder machen es sich im Heck bequem. Wir öffnen die Tür der Toilette, wodurch ein Raumbad entsteht. Gleichzeitig riegelt es den hinteren Schlafbereich vom vorderen Wohnbereich mit Küche und Sitzgruppe ab. Perfekt, wenn man als Familie reist. So können wir noch wachbleiben ohne dem Schlaf der Kleinen zu stören.

Etrusco Hubbett
Isabell Krautberger
Über der Sitzgruppe befindet sich das Hubbett, das auch die Kinder leicht über die Leiter erreichen.

Dankbar sind wir über die Faltverdunklung, die Ella erst vor wenigen Wochen erhalten hat (siehe unten). Ohne sie wäre es oben im Hubbett sicherlich recht hell gewesen. So fühlen wir uns vor fremden Blicken von außen geschützt und wir schlafen prima in der Dunkelheit.

Viel Platz in der Küche

Sobald Kinder mit an Bord sind, wächst das Reisegepäck gefühlt ins Unermessliche. Das fängt schon in der Küche an. Mehr Gläser, mehr Teller, Fläschen, Töpfe: Doch im Stauraum von Ellas Küche bekommen wir alles problemlos unter.

Etrusco Küche
Isabell Krautberger
Stauraum in der Küche ist reichlich vorhanden. Allenfalls die Arbeitsfläche fällt klein aus. Hier wäre ein zusätzliches, ausklappbares Brett praktisch.

Einziges Manko: Mir ist die Arbeitsfläche etwas zu klein. Ist die Spüle in Benutzung, gibt es in der Küche faktisch keinen Platz mehr zum Gemüseschnippeln. Hier hätte ich mir ein zusätzliches, ausklappbares Brett gewünscht.

Komfortables Bad

Ich muss gestehen, am Anfang fand ich den Grundriss von Ella mit der Dusche und dem Bad direkt vor dem Heckbeck etwas befremdlich. Doch in der Praxis stellt es sich als sehr praktisch heraus. Vor allem wenn man die Türe schließt und so ein Raumbad entsteht, haben wir richtig Platz im Bad.

Wir können hier ohne Probleme zusammen mit den Kindern Zähneputzen, ohne uns beengt zu fühlen oder uns die Köpfe an irgendwelchen Möbeln anzuschlagen. Auch der Schrank im Bad ist richtig groß. In Summe empfinde ich das Bad für Wohnmobil-Verhältnisse tatsächlich luxuriös.

Etrusco Bad
Isabell Krautberger
Das Bad befindet sich direkt vor dem Heckbett. Öffnet man die Tür der Toilette, wird es zum Raumbad.

Schwachstelle Navigation und Radio

Nach zehn Tagen in der Toskana wollen wir wieder in Richtung Südtirol aufbrechen. Doch Ella springt nicht an. Etwas panisch suche ich nach dem Fehler und finde ihn auch schnell. Eines der Kinder muss unbemerkt den Kippschalter vorn am Radio und Navi umgelegt haben. Die Bordbatterie ist leer.

Zum Glück finden wir auf dem Campingplatz schnell einen netten Herren, der uns überbrückt und wir weiterfahren können. Doch gut gelöst finde ich das mit dem Kippschalter nicht. Was mir am Navigationsgerät noch auffällt ist, dass ich bei starker Sonneneinstrahlung nichts mehr auf dem Display lesen kann.

Fazit: Über die erste Ausfahrt hat sich nicht nur Ella sondern auch wir uns gefreut. Der Grundriss des Etrusco T 6900 DB ist absolut familientauglich. Dank zwei großen Betten, viel Stauraum und einem großen Raumbad fühlen wir uns richtig wohl. Auffällig ist, wie leise ohne nerviges Möbelklappern Ella auf der Autobahn dahingleitet.

Kurzer Dienstweg, große Reiselust

Logbuch vom 31.05.2021
Testerin: Sophia Pfisterer, promobil-Redakteurin

Etrusco T 6900 (2021)
G. Marx
Die Sitzposition im Fiat Ducato hat Redakteurin Sophia Pfisterer mitunter schon Probleme bereitet, da sie nur 1,58 Meter groß ist. Nicht so im Etrusco-Dauertester - hier sitzt sie gut.

Leider immer noch kein Urlaub für und mit Ella, aber eine Dienstfahrt führt mich mit der teilintegrierten Wohnmobil-Dame an einem fast sonnigen Tag ins Strohgäu, das zwischen den Regionen Zabergäu und Heckengäu liegt. Leider sind wir rein beruflich unterwegs, sonst hätte ich sicherlich ein Gläschen regionalen Wein oder eine der hübschen Wanderungen entlang des Keltenwegs oder Glemsmühlenwegs genossen.

Von der Redaktion in Stuttgart bis nach Vaihingen an der Enz dauert es jeweils eine Stunde hin und zurück über die Autobahn. Da es durch die Rushhour geht, sind Maximalgeschwindigkeitstests mit dem 140-PS-Motor nicht drin. Beim Beschleunigen macht Ella keine Mucken.

Auch eine gute Strecke Landstraße und dann sogar über Feldwege führt unser Weg bis zu einem abgelegenen Weingut, wo ein Presse-Event auf uns wartet. Das Navigationssystem von Ella lotst uns sicher ans Ziel und kennt sich auch mit "unbenannten Straßen" gut aus.

Etrusco T 6900 (2021)
G. Marx
Volle Punktzahl fürs Navi - das bringt einen auch auf abgelegenen Straßen sicher ans Ziel.

Dank gut einstellbarem Sitz kann ich es mir auf dem PilotInnenplatz komfortabel einrichten. Auf der Autobahn läuft unsere Dauertesterin Ella wie am Schnürchen. Auch in puncto Komfort und Übersichtlichkeit finde ich nix, worüber ich mich beklagen könnte. Selbst an den engen Stellen auf den Feldwegen inmitten von Weinbergen behalte ich dank Rückfahrkamera und großer Außenspiegel jederzeit den Überblick.

Fazit: Der erste längere Fahreindruck des Etrusco T 6900 wirkt stimmig. Die gute Motorisierung, der Sitzkomfort, das Navigationssystem, die Rückfahrkamera: All das spricht dafür, dass sich eine längere Tour mit Ella bald richtig gut anfühlen könnte – vor allem nach dem Lockdown.

Faltverdunklung für Ella – Termin bei Remis in Köln

Logbuch vom 15.05.2021
Tester: Philip Teleu, promobil-Redakteur

Etrusco T 6900 DB
Philip Teleu
Etrusco T 6900 DB Etrusco T 6900 DB Etrusco T 6900 DB Etrusco T 6900 DB 22 Bilder

Klar, dass man bei günstigen Reisemobilen den einen oder anderen Kompromiss machen muss. Unsere Ella kam beispielsweise ohne Fahrerhausverdunklung zu uns. Wobei, so ganz stimmt das nicht. Etrusco hängt hier wie auch andere Marken zwei Vorhänge ins Fahrerhaus, die zum einen vor neugierigen Blicken schützen und zum anderen ein wenig Dunkelheit ins Innere bringen sollen.

Richtig zappenduster wird’s dann aber nicht, denn dazu ist der Textilstoff der Vorhänge zu transparent. Zwar wird es so schön gemütlich im Fahrzeug, aber man kann so von außen immer noch Schemen erkennen. Privatsphäre geht anders. Außerdem kann man so auch bei geschlossenen Vorhängen immer noch ins Fahrerhaus gucken. Handy, Portemonnaie und andere Habseligkeiten sollten also lieber woanders aufbewahrt werden.

Dabei lässt sich ein komplettes Verdunklungssystem für das Fahrerhaus kostengünstig und problemlos nachrüsten. Eine recht preiswerte Verdunklung bietet beispielsweise die Firma Remis mit Sitz in Köln und Gronau.

Etrusco T 6900 DB
Bernd Thissen
Zum Schluss prüft der Techniker, ob die Verdunklung richtig sitzt und sich einwandfrei führen lässt. Dann folgt das gleiche Prozedere auf der anderen Seite bei der Beifahrertür.

Das Unternehmen, das aufgrund des steten Freizeitfahrzeuge-Hype und der hohen Nachfrage nach ihren Produkten immer weiterwächst, hat sich neben Dachhauben, Rollos für Seitenfenster, Raumtrenner und weitere Produkte im Reisemobilsektor auch auf Fahrerhaus-Faltverdunklungen spezialisiert. Klar, dass wir denen mal vor Ort einen Besuch abstatten. Nur das Beste für Ella. Außerdem macht ein Besuch in der Rheinmetropole ja auch Spaß.

Auf geht’s also mit dem Etrusco-Teilintegrierten nach Köln. Da unser Termin bei Remis früh morgens stattfindet, fahren wir bereits abends los und übernachten direkt am Rhein. Für eine Nacht sollte das kein Problem sein.

Am nächsten Tag ist es dann soweit. 20 Minuten mit Ella zum Firmenstandort, eine nette Begrüßung mit unserem Techniker, schon kann es losgehen mit dem Einbau der Fahrerhaus-Faltverdunklung. Für unseren Fiat Ducato gibt es die Remifront IV, die das Unternehmen auch für andere Basisfahrzeuge wie die baugleichen Citroën Jumper und Peugeot Boxer sowie für Mercedes Sprinter, Ford Transit und Custom, MAN TGE und Renault Master im Portfolio hat. Das System kostet je nach Anforderung ans Fahrerhaus zwischen 700 und 800 Euro.

Etrusco T 6900 DB
Bernd Thissen
Für die obere Verdunklungslippe werden Löcher in den Bereich oberhalb der Windschutzscheibe gebohrt.

Die Remifront besteht aus vier Formteilen (Polypropylen), die die bestehende Innenverkleidung der Türen und A-Säulen bei Ella ersetzen werden. Die eigentliche Verdunklung ist ein Ziehharmonikaartig gefaltetes Stoffplissee, das in die jeweiligen Formteile einfügt und im geöffneten Zustand vollständig im Tür- beziehungsweise im A-Säulen-Stück verschwindet.

Schneller Einbau, großer Effekt

Der Einbau dauert nicht einmal zwei Stunden – Dann ist es vollbracht. Ella erstrahlt in neuem Glanz, zumindest von innen. Dank der Lichterkette, mit der wir gleich mal die nun mögliche Stimmung testen. Das lässt sich wegen der neuen Faltverdunklung von außen nicht erkennen. Aber so war das ja auch gedacht.

Etrusco T 6900 DB
Bernd Thissen
Endlich können wir mit unserer Lichterkette Stimmung im Innenraum von Ella machen.

Fazit: Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Und das, obwohl man die Faltverdunklung im geöffneten Zustand fast nicht sieht und nur erahnen kann. Die Verarbeitung ist top und das ganze System wirkt stabil. Nun wird es Zeit, dass wir endlich wieder raus können und Ella samt Verdunklung zum Einsatz kommt.

Schalter an, Licht aus – was ist da los?

Logbuch vom 02.03.2021
Tester: Philip Teleu, promobil-Redakteur

Bisher konnte uns das neue Redaktionsmitglied Ella ihre Tugenden als Reisemobil leider noch nicht präsentieren. Denn wegen der derzeitigen Einschränkungen sind Ausflugspläne und spontane Trips in der Umgebung nach wie vor nicht möglich. Ausgerechnet jetzt, wo die Temperaturen hochgehen und erste Frühlingsgefühle aufkommen, muss das Kennenlernen also weiter warten. Zumindest in Urlaub machender Form.

Doch der Frühling steht vor der Tür und die Lust auf erste Ausfahrten steigt. Wenn es endlich soweit ist, soll natürlich alles passen. Aus diesem Grund bereiten wir alles vor. So kann Ella schon eine erste gar nicht so komplizierte Herzoperation hinter sich. Mit gepimpten Innenleben kann die erste große Reise bald losgehen.

Doch da stimmt was nicht.

Dauertester Ella Etrusco T6900 DB (2021)
Philip Teleu
Neben dem Werkstattservice bietet die Firma Reisemobile auch den Verkauf und die Vermietung von Reisemobilen an.

Zwar funktionieren das Außenlicht und die Beleuchtung am Eingang, alle anderen Innenlichter aber bleiben aus. Die erste Vermutung, dass es mit dem Anschluss der zusätzlichen Energiequellen zu tun hat, bestätigen sich nicht. Vielleicht ein Wackelkontakt? Ein kaputter Schalter? Bevor wir uns in Vermutungen und Theorien verhaspeln, lassen wir lieber mal den Profi ran. Und der sitzt im pfälzischen Hochdorf-Assenheim.

Der Etrusco-Teilintegrierte muss in die Werkstatt

Nun kommt es also doch zur ersten Tuchfühlung mit Ella. Rein beruflich natürlich. Quasi zu ihrem Wohl. Von Stuttgart aus sind es über diverse Autobahnen knapp 1,5 Stunden Wohnmobilfahrt bis ins beschauliche Städtchen. Dort sind Ella und ich mit dem Werkstattleiter von Euch-Reisemobil und seinem Mitarbeiter verabredet. Die Herren wollen sich das Ganze mal anschauen. Ich höre gespannt zu, Ella gibt sich der Anamnese hin. Kein Flackern, kein kurzzeitiges Aufleuchten – ein Wackler im Kabel scheint es nicht zu sein, das Licht bleibt weiterhin aus.

Nachdem sich die beiden Mechaniker einen Schaltplan des EBL 31, dem Elektroblock der Firma Schaudt – verbaut in unserem Dauertester-Etrusco – heruntergeladen haben, geht es auf Fehlersuche. Die beginnt und endet unter dem Fahrersitz, wo die Bordbatterie sitzt. Nach kurzem Überprüfen fällt schnell auf, da guckt ein Kabel raus wo es nicht sollte. Schnell richtig eingesetzt, fest geschraubt, schon überzeugt Ella wieder durch inneres Leuchten. Keine 20 Minuten – ein glücklicher und etwas peinlicher Moment. Immerhin ist nun alles wieder gut und wir können glücklich die Werkstatt und Hochdorf-Assenheim verlassen.

Dauertester Ella Etrusco T6900 DB (2021)
Philip Teleu
Imposantes Gebäude: Der Speyerer Dom wurde um 1061 erbaut, allerdings hat er seitdem noch etliche bauliche Erweiterungen erlebt.

Aber soll es das schon gewesen sein mit Ella und mir? Bevor ich den Heimweg antrete, gönne ich mir lieber noch eine kleine Ausfahrt, schließlich soll sich der Werkstattbesuch auch gelohnt haben. Keine Viertelstunde entfernt liegt zudem mit dem Speyerer Dom die größte erhaltene romanische Kirche der Welt. Auch wenn es derzeit in Sachen Kultur gerade etwas schwierig ist, fahre ich zumindest mal vorbei. Zwar lässt sich in direkter Nähe zum Dom nicht gut parken, dafür gibt es aber einen recht großen Parkplatz nicht weit weg vom Gotteshaus. Ich fahre dennoch vor, denn viel ist nicht los und für einen groben Blick auf die imposante Architektur reicht es allemal.

Bevor es dann doch nach Hause geht, kurve ich zudem mal kurz auf dem großen Parkplatz des Speyerer Technik-Museums umher. Hier ist zwar alles dicht, doch ein paar Flugzeuge lassen sich auch aus der Ferne und teils ganz nah begutachten. So zum Beispiel die Transall C 160, die in den 1960er Jahren entwickelt wurde und die direkt an einem Zaun steht und sich so hautnah erleben lässt. Zu Flugzeiten soll sie bis zu 16 Tonnen transportiert haben – das wären dann fast sechs Ellas.

Fazit: Auch wenn unser kleiner Trip nicht vergleichbar kein Ausflug mit Picknick und Stellplatz war, so haben wir das schöne Wetter und die Zeit dennoch ein bisschen zur Horizonterweiterung genutzt. Und zum näheren Kennenlernen. Bei einem Grundpreis von rund 47.000 Euro für das T-Modell merkt man, dass Ella nicht unbedingt auf leisen Gummisohlen daherkommt.

Mehr Power für Ella

Logbuch vom 17.02.2021
Tester: Jürgen Bartosch, stellv. Chefredakteur promobil

Einbau Lithiumbatterie
Werkstatt

Da ist der neue Dauertestwagen, der jüngst auf den Namen Ella getauft wurde, gerade mal ein paar Wochen da, schon wird ihm das Herz herausgerissen – zumindest das elektrische, die Bordbatterie. Nicht, dass diese Transplantation unbedingt nötig wäre, mit einer 95 Ah-Blei-AGM-Batterie ist der Etrusco T 6900 DB für die Fahrzeugklasse typisch und angemessen mit einem Stromspeicher ausgerüstet. Zudem ist der Akku noch völlig neu und im Vollbesitz seiner Kräfte.

Lionton Lithium-Batterie
I. Pompe
Die Batterie befindet sich in der Beifahrer-Sitzkonsole.

Doch in den letzten Jahren verbreitet sich zunehmend eine neue Batterie-Technik – mit Lithium statt Blei als wesentlichem Element – und da sollte der Austausch bereits zu Anfang eines Dauertests die Gelegenheit geben, die Vor- und Nachteile dieser neuen Technik über einen längeren Zeitraum hinweg konkret in der Praxis testen zu können. Einen früheren Vergleich zwischen Lithium und AGM-Batterie können Sie hier lesen.

Der Etrusco eignet sich vor allem deshalb gut als Versuchsträger, weil die Einbausituation sehr typisch und damit auf viele andere Modelle übertragbar ist. Der Elektroblock ist unter dem Fahrersitz, die Bordbatterie in der Beifahrersitzkonsole eingebaut. Anbieter Liontron hat Lithium-Batterien im Programm, die von den Abmessungen her speziell auf die Sitzkonsolen im Ducato-Fahrerhaus abgestimmt sind. So ein Exemplar soll Ella nun mehr Unabhängigkeit von der Steckdose verleihen. Doch der 200-Ah-Speicher muss auch gefüllt werden.

Da der Etrusco-Dauertestwagen ab Werk noch keinen Ladebooster eingebaut hatte, war die Idee, vor allem die Ladeinfrastruktur während der Fahrt zu verbessern und damit die Schnellladefähigkeit von Lithiumbatterien gezielt auszunutzen. Darum wurden zusätzlich zur neuen Batterie bei Einbaupartner Mika Caravan in Dinkelsbühl zwei Victron-30-A-Booster installiert.

Klasse: Batterie und Booster lassen sich via Smartphone-App überwachen, so dass man stets im Bilde ist, was gerade passiert und wie vor allem der aktuelle Füllstand des Stromspeichers aussieht.

Lionton Lithium-Batterie App-Steuerung
I. Pompe
Die Steuerung von Booster und Batterie klappt komfortabel via Smartphone-App.

Fazit: Es wird spannend diese Werte über die Testdauer zu verfolgen insbesondere im praktischen Reiseeinsatz und dabei zu testen, wie lange man mit der neuen Lithium-Batterie tatsächlich ohne Landstromanschluss auskommen kann.

Das Dauertest-Mobil im Video-Check

Logbuch vom 20.01.2021

Erste Bestandsaufnahme: Die erste Tour lässt noch auf sich warten

Logbuch vom 08.01.2021
Testerin
: Sophia Pfisterer, promobil-Redakteurin

Etrusco T6900 DB (2021)
Teleu
Willkommen im Team! Der Etrusco T6900 DB wird die promobil-Redaktion in diesem Jahr auf vielen Fahrten und Touren begleiten.

Kurz vor dem zum Start des neuen Jahres 2021 trudelt der Teilintegrierte T 6900 DB in der Redaktion ein. Allerdings verhindert der andauernde Lockdown die ersten Testfahrten. Derzeit steht das Wohnmobil nur auf dem Parkplatz des Verlags und wartet so sehnsüchtig wie die Testerin darauf, dass es endlich losgehen kann. Doch untätig wollen wir nicht sein – erste Touren werden von allen Redaktionsmitgliedern eifrig geplant und ausgeheckt.

Trotzdem können wir bereits ohne Tour die harten Fakten zu dem Teilintegrierten aufzählen: Es handelt sich hier um ein Hubbett-Modell mit festem Querbett im Heck. Das heißt, hier können tatsächlich vier Personen reisen und übernachten. Mit der umgebauten Sitzgruppe als Notbett sogar fünf. Etwas seltsam wirkt das Heckbett, da es trotz seiner recht geringen Breite von maximal 1,40 Meter getrennte Matratzen hat. Doch wer weiß, vielleicht hat das auch seine Vorzüge, beispielsweise wenn einer von zwei Schläfern etwas schwerer ist?

Etrusco T6900 DB (2021)
Pfisterer
Beim ersten Gang durchs Fahrzeug fallen zum Raumbad (siehe Bild) und an der Sitzgruppe vorne Stufen negativ auf. Positiv: Es ist sehr viel Stauraum in Form von zwei Kleiderschränken, Dachstauschränken und tiefen Schubladen vorhanden.

Der erste Eindruck, den der Etrusco T 6900 DB hinterlässt, ist der von recht vielen Stufen im Innenraum (Stolperfalle?) und sehr viel Stauraum. Zwei große Kleiderschränken erwecken tatsächlich den Eindruck, dass hier vier Personen ihr Urlaubs-Hab-und-Gut unterbringen könne. Ob das in der Praxis auch so möglich ist, wird der erste Test auf der Waage zeigen. Ansonsten gefällt mir persönlich das moderne Interieur auf den ersten Blick.

Fazit: Ahhh, wenn so ein neues Fahrzeug auf dem Hof steht, juckt es mich immer sehr in den Camperfingern. Hoffentlich geht's bald los! Bis dahin: Abwarten, Tee trinken, Maske zurechtrücken und Hände waschen.

Daten und Fakten zum Etrusco T 6900 DB

Basisfahrzeug: Fiat Ducato, Tiefrahmen, Vorderradantrieb, 88 kW/120PS
Schadstoffklasse: Euro 6d temp

Leergewicht laut Hersteller: 2,78 t
Maximales Gesamtgewicht: 3,5 t

Länge/Breite/Höhe: 6,96/2,32/2,90 m
Innenraumhöhe: 2,10 m

Empfohlene Personenzahl Fahren/Schlafen: 4(5)/2(5)

Bettenmaße (Heck): 2,10 x 140/1,30 m
Bettenmaße (Hubbett): 1,95 x 1,40/1,10 m
Bettenmaße (Mitte): 2,10 x 0,65 m

Ausstattung: Frisch-/Abwassertank 122/92 L, Heizung Truma Combi 6, Kühlschrankvolumen 145 L, Batteriekapazität 95 Ah, Steckdosen 230 V: 3, Steckdosen 12 V: 1, USB-Steckdosen: 4, Kühlschrank-Volumen (Frostfach): 167 / 29 L.

Grundpreis: 45.750 Euro
Testwagenpreis: 62.907 Euro

Ausstattung des Testwagens:

  • 140-PS-Motor: 949 Euro
  • Chassis-Paket: 2299 Euro
  • Basic Paket: 999 Euro
  • Chassis-Komfort-Paket: 1.399 Euro
  • 2. Außenstauraumklappe. 359 Euro
  • Rahmenfenster: 599 Euro
  • Fenster in T-Haube: 499 Euro
  • Abwassertank isoliert: 159 Euro
  • Hubbett: 1.469 Euro
  • Großer Kühlschrank (167 Liter): 699 Euro
  • Kabelvorbereitung für Solaranlage: 149 Euro
  • Paket All-In One (Markise, 3er-Radträger, 22-Zoll-TV, vollautomatische Sat-Anlage): 5.399 Euro
  • Multimediapaket: 2.179 Euro

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