Teilintegrierte Reisemobile
Teilintegrierte Reisemobile
Dauertester Ella Etrusco T6900 DB (2021) Philip Teleu
Dauertester Ella Etrusco T6900 DB (2021)
Dauertester Ella Etrusco T6900 DB (2021)
Dauertester Ella Etrusco T6900 DB (2021)
Dauertester Ella Etrusco T6900 DB (2021) 28 Bilder

Etrusco T 6900 DB - Teilintegrierter im Dauertest

Etrusco T 6900 DB im Dauertest Schalter an, Licht aus - was ist da los?

Etrusco stellt sich erstmals dem härtesten und längsten Test von promobil. In den nächsten Monaten prüft die Redaktion den T 6900 in der Praxis und stellt dabei ganz unterschiedliche Ansprüche an das Fahrzeug.

Viele Köche verderben ja bekanntermaßen den Brei – doch das ist so ganz anders beim promobil-Dauertest. Dabei stürzen sich viele verschiedene Redaktions- und Verlagsmitglieder auf das Fahrzeug, um ganz praktisch zu prüfen: Was taugt das Wohnmobil?

So darf und wird es in nächster Zeit einem Etrusco-Teilintegrierten ergehen. Erstmals stellt sich die junge italienische Marke Etrusco aus dem Erwin-Hymer-Konzern dem promobil-Dauertest – und der "Belastung" von verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Anforderungen ans Fahrzeug. Vom Profi-Camper bis Wohnmobil-Neuling, von der Familie bis zum Single – in den verschiedensten Nutzungszenarien kann das teilintegrierte Wohnmobil seine Stärken und Schwächen zeigen.

Etrusco T 6900 DB - Ella Dauertest-Wohnmobil
S. Pfisterer
Dauertest-Mobil "Ella" kostet etwas mehr als ein Etrusco-Teilintegrierter von der Stange. Sie ist beispielsweise mit einem 140-PS-Motor ausgestattet.

Wie es bei allen unseren Dauertest-Mobilen mittlerweile guter Brauch ist, durften unsere Follower auf Instagram wieder über einen Spitznamen für das Fahrzeug abstimmen. Es war dieses Mal ein sehr knappes Voting und fast wäre der Etrusco ein Junge geworden. Doch unsere Instagram-Fans haben das Testfahrzeug auf diesen klangvollen, weiblichen Namen getauft: Ella! Herzlichen Dank fürs Abstimmen!

Alle Logbuch-Einträge des Etrusco T 6900

Hier halten wir Sie auf dem Laufenden, was wir mit der teilintegrierten Wohnmobil-Dame alles erleben.

Schalter an, Licht aus – was ist da los?

Logbuch vom 02.03.2021
Tester: Philip Teleu

Bisher konnte uns das neue Redaktionsmitglied Ella ihre Tugenden als Reisemobil leider noch nicht präsentieren. Denn wegen der derzeitigen Einschränkungen sind Ausflugspläne und spontane Trips in der Umgebung nach wie vor nicht möglich. Ausgerechnet jetzt, wo die Temperaturen hochgehen und erste Frühlingsgefühle aufkommen, muss das Kennenlernen also weiter warten. Zumindest in Urlaub machender Form.

Doch der Frühling steht vor der Tür und die Lust auf erste Ausfahrten steigt. Wenn es endlich soweit ist, soll natürlich alles passen. Aus diesem Grund bereiten wir alles vor. So kann Ella schon eine erste gar nicht so komplizierte Herzoperation hinter sich. Mit gepimpten Innenleben kann die erste große Reise bald losgehen.

Doch da stimmt was nicht.

Dauertester Ella Etrusco T6900 DB (2021)
Philip Teleu
Neben dem Werkstattservice bietet die Firma Reisemobile auch den Verkauf und die Vermietung von Reisemobilen an.

Zwar funktionieren das Außenlicht und die Beleuchtung am Eingang, alle anderen Innenlichter aber bleiben aus. Die erste Vermutung, dass es mit dem Anschluss der zusätzlichen Energiequellen zu tun hat, bestätigen sich nicht. Vielleicht ein Wackelkontakt? Ein kaputter Schalter? Bevor wir uns in Vermutungen und Theorien verhaspeln, lassen wir lieber mal den Profi ran. Und der sitzt im pfälzischen Hochdorf-Assenheim.

Der Etrusco-Teilintegrierte muss in die Werkstatt

Nun kommt es also doch zur ersten Tuchfühlung mit Ella. Rein beruflich natürlich. Quasi zu ihrem Wohl. Von Stuttgart aus sind es über diverse Autobahnen knapp 1,5 Stunden Wohnmobilfahrt bis ins beschauliche Städtchen. Dort sind Ella und ich mit dem Werkstattleiter von Euch-Reisemobil und seinem Mitarbeiter verabredet. Die Herren wollen sich das Ganze mal anschauen. Ich höre gespannt zu, Ella gibt sich der Anamnese hin. Kein Flackern, kein kurzzeitiges Aufleuchten – ein Wackler im Kabel scheint es nicht zu sein, das Licht bleibt weiterhin aus.

Nachdem sich die beiden Mechaniker einen Schaltplan des EBL 31, dem Elektroblock der Firma Schaudt – verbaut in unserem Dauertester-Etrusco – heruntergeladen haben, geht es auf Fehlersuche. Die beginnt und endet unter dem Fahrersitz, wo die Bordbatterie sitzt. Nach kurzem Überprüfen fällt schnell auf, da guckt ein Kabel raus wo es nicht sollte. Schnell richtig eingesetzt, fest geschraubt, schon überzeugt Ella wieder durch inneres Leuchten. Keine 20 Minuten – ein glücklicher und etwas peinlicher Moment. Immerhin ist nun alles wieder gut und wir können glücklich die Werkstatt und Hochdorf-Assenheim verlassen.

Dauertester Ella Etrusco T6900 DB (2021)
Philip Teleu
Imposantes Gebäude: Der Speyerer Dom wurde um 1061 erbaut, allerdings hat er seitdem noch etliche baulicher Erweiterungen erlebt.

Aber soll es das schon gewesen sein mit Ella und mir? Bevor ich den Heimweg antrete, gönne ich mir lieber noch eine kleine Ausfahrt, schließlich soll sich der Werkstattbesuch auch gelohnt haben. Keine Viertelstunde entfernt liegt zudem mit dem Speyerer Dom die größte erhaltene romanische Kirche der Welt. Auch wenn es derzeit in Sachen Kultur gerade etwas schwierig ist, fahre ich zumindest mal vorbei. Zwar lässt sich in direkter Nähe zum Dom nicht gut parken, dafür gibt es aber einen recht großen Parkplatz nicht weit weg vom Gotteshaus. Ich fahre dennoch vor, denn viel ist nicht los und für einen groben Blick auf die imposante Architektur reicht es allemal.

Bevor es dann doch nach Hause geht, kurve ich zudem mal kurz auf dem großen Parkplatz des Speyerer Technik-Museums umher. Hier ist zwar alles dicht, doch ein paar Flugzeuge lassen sich auch aus der Ferne und teils ganz nah begutachten. So zum Beispiel die Transall C 160, die in den 1960er Jahren entwickelt wurde und die direkt an einem Zaun steht und sich so hautnah erleben lässt. Zu Flugzeiten soll sie bis zu 16 Tonnen transportiert haben – das wären dann fast sechs Ellas.

Fazit: Auch wenn unser kleiner Trip nicht vergleichbar kein Ausflug mit Picknick und Stellplatz war, so haben wir das schöne Wetter und die Zeit dennoch ein bisschen zur Horizonterweiterung genutzt. Und zum näheren Kennenlernen. Bei einem Grundpreis von rund 47.000 Euro für das T-Modell merkt man, dass Ella nicht unbedingt auf leisen Gummisohlen daherkommt.

Mehr Power für Ella

Logbuch vom 17.02.2021
Tester: Jürgen Bartosch

Da ist der neue Dauertestwagen, der jüngst auf den Namen Ella getauft wurde, gerade mal ein paar Wochen da, schon wird ihm das Herz herausgerissen – zumindest das elektrische, die Bordbatterie. Nicht, dass diese Transplantation unbedingt nötig wäre, mit einer 95 Ah-Blei-AGM-Batterie ist der Etrusco T 6900 DB für die Fahrzeugklasse typisch und angemessen mit einem Stromspeicher ausgerüstet. Zudem ist der Akku natürlich noch völlig neu und im Vollbesitz seiner Kräfte.

Lionton Lithium-Batterie
I. Pompe
Die Batterie befindet sich in der Beifahrer-Sitzkonsole.

Doch in den letzten Jahren verbreitet sich zunehmend eine neue Batterie-Technik – mit Lithium statt Blei als wesentlichem Element – und da sollte der Austausch bereits zu Anfang eines Dauertests die Gelegenheit geben, die Vor- und Nachteile dieser neuen Technik über einen längeren Zeitraum hinweg konkret in der Praxis testen zu können. Einen früheren Vergleich zwischen Lithum und AGM-Batterie können Sie hier lesen.

Der Etrusco eignet sich vor allem deshalb gut als Versuchsträger, weil die Einbausituation sehr typisch und damit auf viele andere Modelle übertragbar ist. Der Elektroblock ist unter dem Fahrersitz, die Bordbatterie in der Beifahrersitzkonsole eingebaut. Anbieter Liontron hat Lithium-Batterien im Programm, die von den Abmessungen her speziell auf die Sitzkonsolen im Ducato-Fahrerhaus abgestimmt sind. So ein Exemplar soll Ella nun mehr Unabhängigkeit von der Steckdose verleihen. Doch der 200-Ah-Speicher muss auch gefüllt werden.

Da der Etrusco-Dauertestwagen ab Werk noch keinen Ladebooster eingebaut hatte, war die Idee, vor allem die Ladeinfrastruktur während der Fahrt zu verbessern und damit die Schnellladefähigkeit von Lithiumbatterien gezielt auszunutzen. Darum wurden zusätzlich zur neuen Batterie bei Einbaupartner Mika Caravan in Dinkelsbühl zwei Victron-30-A-Booster installiert.

Klasse: Batterie und Booster lassen sich via Smartphone-App überwachen, so dass man stets im Bilde ist, was gerade passiert und wie vor allem der aktuelle Füllstand des Stromspeichers aussieht.

Lionton Lithium-Batterie App-Steuerung
I. Pompe
Die Steuerung von Booster und Batterie klappt komfortabel via Smartphone-App.

Wie der Einbau genau funktioniert, können Sie demnächst in der promobil-Ausgabe 04/2021 nachlesen.

Fazit: Es wird spannend diese Werte über die Testdauer zu verfolgen insbesondere im praktischen Reiseeinsatz und dabei zu testen, wie lange man mit der neuen Lithum-Batterie tatsächlich ohne Landstromanschluss auskommen kann.

Das Dauertest-Mobil im Video-Check

Logbuch vom 20.01.2021

Erste Bestandsaufnahme: Die erste Tour lässt noch auf sich warten

Logbuch vom 08.01.2021
Testerin
: Sophia Pfisterer

Etrusco T6900 DB (2021)
Teleu
Willkommen im Team! Der Etrusco T6900 DB wird die promobil-Redaktion in diesem Jahr auf vielen Fahrten und Touren begleiten.

Kurz vor dem zum Start des neuen Jahres 2021 trudelt der Teilintegrierte T 6900 DB in der Redaktion ein. Allerdings verhindert der andauernde Lockdown die ersten Testfahrten. Derzeit steht das Wohnmobil nur auf dem Parkplatz des Verlags und wartet so sehnsüchtig wie die Testerin darauf, dass es endlich losgehen kann. Doch untätig wollen wir nicht sein – erste Touren werden von allen Redaktionsmitgliedern eifrig geplant und ausgeheckt.

Trotzdem können wir bereits ohne Tour die harten Fakten zu dem Teilintegrierten aufzählen: Es handelt sich hier um ein Hubbett-Modell mit festem Querbett im Heck. Das heißt, hier können tatsächlich vier Personen reisen und übernachten. Mit der umgebauten Sitzgruppe als Notbett sogar fünf. Etwas seltsam wirkt das Heckbett, da es trotz seiner recht geringen Breite von maximal 1,40 Meter getrennte Matratzen hat. Doch wer weiß, vielleicht hat das auch seine Vorzüge, beispielsweise wenn einer von zwei Schläfern etwas schwerer ist?

Etrusco T6900 DB (2021)
Pfisterer
Beim ersten Gang durchs Fahrzeug fallen zum Raumbad (siehe Bild) und an der Sitzgruppe vorne Stufen negativ auf. Positiv: Es es ist sehr viel Stauraum in Form von zwei Kleiderschränken, Dachstauschränken und tiefen Schubladen vorhanden.

Der erste Eindruck, den der Etrusco T 6900 DB hinterlässt, ist der von recht vielen Stufen im Innenraum (Stolperfalle?) und sehr viel Stauraum. Zwei große Kleiderschränken erwecken tatsächlich den Eindruck, dass hier vier Personen ihr Urlaubs-Hab-und-Gut unterbringen könne. Ob das in der Praxis auch so möglich ist, wird der erste Test auf der Waage zeigen. Ansonsten gefällt mir persönlich das moderne Interieur auf den ersten Blick.

Fazit: Ahhh, wenn so ein neues Fahrzeug auf dem Hof steht, juckt es mich immer sehr in den Camperfingern. Hoffentlich geht's bald los! Bis dahin: Abwarten, Tee trinken, Maske zurechtrücken und Hände waschen.

Daten und Fakten zum Etrusco T 6900 DB

Basisfahrzeug: Fiat Ducato, Tiefrahmen, Vorderradantrieb, 88 kW/120PS
Schadstoffklasse: Euro 6d temp

Leergewicht laut Hersteller: 2,78 t
Maximales Gesamtgewicht: 3,5 t

Länge/Breite/Höhe: 6,96/2,32/2,90 m
Innenraumhöhe: 2,10 m

Empfohlene Personenzahl Fahren/Schlafen: 4(5)/2(5)

Bettenmaße (Heck):2,10 x 140/1,30 m
Bettenmaße (Hubbett): 1,95 x 1,40/1,10 m
Bettenmaße (Mitte): 2,10 x 0,65 m

Ausstattung: Frisch-/Abwassertank 122/92 L, Heizung Truma Combi 6, Kühlschrankvolumen 145 L, Batteriekapazität 95 Ah, Steckdosen 230 V: 3, Steckdosen 12 V: 1, USB-Steckdosen: 4, Kühlschrank-Volumen (Frostfach): 167 / 29 L.

Grundpreis: 45.750 Euro
Testwagenpreis: 62.907 Euro

Ausstattug des Testwagens:

  • 140-PS-Motor: 949 Euro
  • Chassis-Paket: 2299 Euro
  • Basic Paket: 999 Euro
  • Chassis-Komfort-Paket: 1399 Euro
  • 2. Außenstauraumklappe. 359 Euro
  • Rahmenfenster: 599 Euro
  • Fenster in T-Haube: 499 Euro
  • Abwassertank isoliert: 159 Euro
  • Hubbett: 1469 Euro
  • Großer Kühlschrank (167 Liter): 699 Euro
  • Kabelvorbereitung für Solarnanlage: 149 Euro
  • Paket All-In One (Markise, 3er-Radträger, 22-Zoll-TV, vollautomatische Sat-Anlage): 5.399 Euro
  • Multimediapaket: 2.179 Euro
Etrusco T
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