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Dauertester Carthago C-Tourer I 148 LE Clemens Hirschfeld
Carthago C-Tourer I 148 LE (2021)
Carthago C-Tourer I 148 LE (2021)
Carthago C-Tourer I 148 LE (2021)
Dauertester Carthago C-Tourer I 148 LE 5 Bilder

Carthago C-Tourer I 148 LE (2021) im Dauertest

Carthago C-Tourer I 148 LE (2021) im Dauertest Calles Familientour in den Schwarzwald

Carthago unterzieht sich der härtesten Reisemobil-Probe, die es gibt: Der Integrierte C-Tourer auf Mercedes-Sprinter-Basis geht in den promobil-Dauertest.

Der Carthago C-Tourer I 148 LE ist nicht der erste C-Tourer, der von promobil so gründlich getestet wird. Bereits 2013 stellte sich ein C-Tourer der Dauerbelastung dieses Tests – mit fast durchweg positivem Fazit. Ob die Nachfolge-Generation dieses Modells auch so ein gutes Ergebnis einfahren wird?

Der auffälligste Unterschied zu dem 2013er-Modell ist das Basisfahrzeug. Der C-Tourer wird mittlerweile neben dem Fiat Ducato auch mit Basisfahrzeug Mercedes Sprinter aufgebaut. Genau dieses Modell testen wir nun.

Erst vor kurzem absolvierte quasi der direkte Konkurrent, die Hymer B-Klasse, den Dauertest – wir sind gespannt, wie sich die Carthago-Version eines Integrierten mit Stern schlagen wird. Für alle, die es genauer wissen wollen: 2018 haben wir C-Tourer und B-Klasse direkt miteinander verglichen. Doch zurück in die Zukunft:

Logbuch-Einträge

Ein Jahr mit dem C-Tourer: Hier finden Sie regelmäßig alle Tagebuch-Einträge und Erlebnisse, die wir mit dem Carthago-Integrierten machen dürfen.

Pfingstferien mit Calle im Schwarzwald

Logbuch vom 14.06.2021
Tester: Clemens Hirschfeld

Dauertester Carthago C-Tourer I 148 LE
Clemens Hirschfeld
Dauertester Carthago C-Tourer I 148 LE Dauertester Carthago C-Tourer I 148 LE Dauertester Carthago C-Tourer I 148 LE Dauertester Carthago C-Tourer I 148 LE 7 Bilder

Es ist der Samstag vor Pfingsten. Die ersten Länder öffnen Ihre Grenzen. Doch wir wollen nicht in den Süden, sondern in den Schwarzwald. Also schnappt sich die vierköpfige Familie Dauertester Calle und packt ihn erstmal voll. In der großen Heckgarage kommen die zwei E-Bikes und Kinderfahrräder locker und dank der variablen Verzurrösen auch sicher unter. Das Urlaubsgepäck verschwindet schnell in den unzähligen Schränken. Besonders praktisch: Schwere Getränkekisten kann man auch von außen im Unterboden verstauen.

Erste Ernüchterung vor dem Start: Calle hat keine Isofix-Verankerungen für Kindersitze. Immerhin gelingt das Anschnallen der Jüngsten trotz breiter Kindersitze recht einfach auf der Rückbank. Da es spät geworden ist, übernachten wir an der Nagoldtalsperre. Das Wetter ist launisch, aber in Calle ist’s dank der programmierbaren Gasheizung immer schnell warm – Zumal wir die bereits angebrochene 11-kg-Gasflasche in der folgenden Woche nicht verbrauchen werden.

Die erste Nacht und auch die folgenden Nächte schlafen die Eltern bestens auf der erweiterbaren Spielwiese im Heck. Die Kinder klettern gern auf die breite Hubbett-Liegefläche über der Fahrerkabine. Beim nächsten Mal würden wir es umgekehrt machen, da sich der hintere Liegefläche gleich doppelt abtrennen lässt und wir so die bequeme Sitzgruppe länger nutzen könnten.

Das erste Frühstück in der breiten Essecke ist lecker. Nur leider besitzt Calle keinen Spannungswandler, sodass die 220-Volt-Kaffeemaschine vorerst kalt bleibt. Immerhin lädt der Booster die Aufbaubatterien während den kurzen Fahrten immer schnell auf. Wir steuern die Allerheiligen Wasserfälle samt Klosterruine an und lernen das praktisches Bodenfach für die Wanderschuhe zu schätzen. Da wir die Reiseroute nicht geplant haben und der Internetempfang hier oft schlecht ist, nutzen wir oft die Sonderzielsuche des MBUX-Navis, die tatsächlich einige tolle Sehenswürdigkeiten in der Umgebung empfiehlt.

Dauertester Carthago C-Tourer I 148 LE
Clemens Hirschfeld
Calle musste auf der Schwarzwaldhochstraße so einige Höhenmeter zurücklegen - der Kraftstoffverbrauch hielt sich dabei jedoch in Grenzen.

Es treibt uns weiter, immer die Schwarzwaldhochstraße entlang. Am Hunskopf dürfen wir mit Erlaubnis der Gaststätteneigner übernachten und einen Panoramasonnenuntergang auf die Rheinebene genießen. Weniger schön: Das erste Mal nutzen wir die Dusche. Leider mit dem Ergebnis, dass das Wasser nicht in der breiten Kabine bleibt, sondern die Duschwanne bis hinters Klo vollläuft, obwohl Calle in Waage steht. Ebenfalls ungeschickt ist, dass die Wanne hier nicht komplett abgedichtet ist. Zudem ist die Badtür von innen nur schwer zu öffnen und die außenhängenden Jagen klemmen beim Schließen oft im Türspalt.

Und es gibt noch ein Problem: Der Grauwasserabfluss verschließt nicht, weil sich die Griffstange aus der Verankerung gelöst hat. Zum Glück sind die Anschlüsse aber gut zugänglich und schnell repariert.

Nach einer Mountainbiketour am nächsten Tag können wir dank Schnelltest das erstmals seit langem wieder auf einer Restaurantterrasse essen. Dabei macht auch Selberkochen im Carthago Spaß. Der Dreiflammherd ermöglicht sogar größere Gerichte. Die Schneidebrett-Spühlenabdeckung und der in beide Richtungen öffnende Kühlschrank sind unglaublich clevere Features. Und dank der großzügigen Platzverhältnisse können alle mithelfen, ohne im Weg zu stehen.

Wir übernachten diesmal für 15 Euro auf einem wunderbaren Stellplatz in Forbach, der seine 4,5 Sterne wegen der freundlichen Gastgeber, tollen Aussicht und Brötchenservice zurecht trägt.

Stellplatz am Rappenfelsen 76596 Forbach (D) 54 Bewertungen 15 EUR/Nacht

Erstmals können wir dank externer Stromversorgung den versenkbaren TV und die Kaffeemaschine nutzen, die wirklich guten Kapselkaffee brüht. Ebenfalls schnell warm wird das Wasser dank Boostheizfunktion. Nach dem Auffüllen in Forbach reicht der Wasservorrat von Calle für unsere Familie übrigens locker noch mal vier Tage. Den restlichen Urlaub verbringen wir wieder täglich wechselnd und autark stehend am Rheinufer und den Weinbergen entlang des Schwarzwaldes.

Dauertester Carthago C-Tourer I 148 LE
Clemens Hirschfeld
Die restlichen Tage stehen wir mit dem Dauertester autark - hier am schönen Rheinufer. Dank der Sonderzielsuche des MBUX-Navis finden wir tolle Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Mit Kraftstoff geht Calle für seine Größe und Gewicht übrigens sorgsam um. Im Schnitt verbraucht er laut Bordcomputer auf der rund 600 Kilometer langen Tour 12 Liter Diesel pro 100 km, wobei der Sprinter viele Höhenmeter zu bewältigen hatte. Tatsächlich wünscht man sich an den Steigungen etwas mehr Power. Dafür kurvt der Integrierte für seine Größe recht behände. Innen wirkt er zudem hochwertig verarbeitet, weil selbst in flott gefahrenen Kurven nichts knirscht oder knarzt.

Fazit: Alles in allem hatten wir eine tolle Woche mit Calle im Schwarzwald und der Rheinebene. Und auch, wenn uns ein paar Kleinigkeiten wie die Duschkonstruktion nerven und Isofix-Verankerungen, Spannungswandler und eine automatische Niveauregulierung fehlen, so ist der Carthago doch ein durchdachtes und hochwertiges Reisemobil mit viel Platz für die Famile.

Unser Carthago C-Tourer heißt Calle

Logbuch vom 22.02.2021
Tester: Social-Media-Redaktion

Wir haben einen Namen für unser neues Dauertestmobil: Unsere Follower konnten auf Instagram abstimmen und tauften den Integrierten auf den Namen Calle. Der Carthago ist also ein Junge. Die Abstimmung war zunächst spannend, aber dann schnell eindeutig. Danke an alle Taufpatinnen und Taufpaten, die mitgemacht haben!

Dauertest Tagebuch Tag 1

Logbuch vom 19.02.2021
Tester: Christian Becker, promobil-Redakteur

Es liegt noch Schnee in Aulendorf und Stell- und Campingplätze haben Lockdown-bedingt noch geschlossen. Es wird also noch etwas dauern, bis unser neuer Dauertestwagen im echten Campingeinsatz unterwegs sein wird. Die Freud ist dennoch groß, als der C-Tourer I 148 LE aus dem Tor der Übergabehalle rollt. Der noch (spitz-)namenlose Carthago mit 60 Kilometern auf dem Tacho wird uns ab heute rund ein Jahr begleiten.

Auf unserem Instagram-Kanal können Sie in der Story beim Voting zum Namen mitmachen.

Ein Blick auf die Ausstattungsliste steigert die Lust auf die erste Fahrt. Die Mercedes-Basis mit 170 PS und Neun-Gang-Automatik versprechen Fahrkomfort. Die Zulassung als 4,2-Tonner sollte die volle Ausnutzung der zahlreichen Staumöglichkeiten erlauben. Hierzu zählt die riesige Heckgarage, die mit 350 Kilogramm belastbar ist, ebenso wie der praktische Doppelboden.

Erste Fotos des neuen Dauertest-Mobils

Carthago C-Tourer I 148 LE (2021)
Brian-Fabian Diehl
Carthago C-Tourer I 148 LE (2021) Carthago C-Tourer I 148 LE (2021) Carthago C-Tourer I 148 LE (2021) Carthago C-Tourer I 148 LE (2021) 22 Bilder

Eine L-Sitzgruppe mit Seitenbank lädt zum dinieren und die Vier-Personen-Besatzung schläft in bequemen Einzelbetten und im Hubbett vorne. Wie sich das alles im Alltag bewährt, werden die nächsten Monate zeigen.

Bevor ich mit dem neuen Redaktionsmitglied die Reise nach Stuttgart antrete noch ein Blick auf die Preise. Der Grundpreis beträgt 96.350 Euro und unser gut ausgestatteter Testwagen landet am Ende bei 118.790 Euro. Wir befinden und also preislich in der Oberklasse.

Erste Fahrt mit dem Sprinter-Reisemobil

Jetzt aber los: Startknopf gedrückt und der 170 PS-Motor erwacht zum Leben. Schon auf den ersten Metern fällt ein Carthago-typischer Vorteil auf. Die tief heruntergezogene Frontscheibe sorgt für eine sehr gute Übersicht. Man vergisst schnell, dass man in einem 7,51 langen Vollintegrierten sitzt.

Carthago C-Tourer I 148 LE (2021)
Brian-Fabian Diehl
"Hey Mercedes" - wer mag, kann sich dank MBAC-Sprachsteuerung mit dem Fahrzeug ein bisschen unterhalten.

Das Fahrwerk federt selbst im unbeladenen Zustand komfortabel und vom Ausbau dringen kaum Geräusche ans Fahrerohr. Für gute Sicht bei Nacht sollen die optionalen Voll-LED-Scheinwerfer sorgen. Auf der Autobahn fällt dann aber auf, dass ein wichtiges Kreuzchen in der Aufpreisliste vergessen wurde: Der Abstandsregeltempomat. Unser I 148 LE muss mit einem ganz normalen Tempomaten auskommen und verspielt somit eine der Stärken des Mercedes-Triebkopfs.

Ein weiteres Detail fällt negativ auf: Der linke Außenspiegel vibriert in bestimmten Tempobereichen deutlich spürbar. Bei schönem Wetter am Tag ist das noch zu verkraften. Bei Nacht und Regen dürfte es aber sehr störend sein. Hier hilft dann die Möglichkeit, die Rückfahrkamera als Rückspiegel einschalten zu können. Die Fahrerhaussitze sind umfangreich verstellbar, fallen aber schmal aus.

Carthago C-Tourer I 148 LE (2021)
Brian-Fabian Diehl
Im Doppelboden ist Platz für sperriges Gepäck.

Nach knapp zwei Stunden Fahrt erreicht der Neue im Fuhrpark wohlbehalten die promobil-Redaktion und beim Abschließen fällt noch ein weiteres Kreuzchen auf, dass in der Aufpreisliste vergessen würde. Die Fernentriegelung per Funkschlüssel, oder noch besser, gar eine Zentralverriegelung ist nicht vorhanden. Schade.

Fazit: Bislang habe ich nur Detailschwächen entdeckt, die den ersten Gesamteindruck aber kaum trüben. Die Redaktion freut sich, den Carthago C-Tourer in Fuhrpark begrüßen zu dürfen.

Alle Vorteile und Nachteile im Überblick

 starker Motor
 komfortable Automatik
 komfortables Fahrwerk
 riesige Heckgarage
 gut nutzbarer Doppelboden
 gute Übersichtlichkeit
 LED-Scheinwerfer

 vibrierender Außenspiegel
 kein Abstandstempomat
 keine Zentralverriegelung

Technische Daten: Carthago C Tourer I 148 LE

Carthago C-Tourer I 148 LE
promobil

Basisfahrzeug: Mercedes Sprinter
Länge/Breite/Höhe: 7,52/2,27/2,95 Meter
Sitz-/Schlafplätze: 5/4
max. Gesamtgewicht: 4,5 Tonnen

Grundpreis: 96.350 Euro
Testwagenpreis: 118.790 Euro

Ausstattung des Testwagens

Motorvariante 170 PS / 125 kW, Euro VI: 2.100 Euro
Automatikgetriebe 9G-Tronic inkl. Hold Funktion. 2.730 Euro
Full-LED-Frontscheinwerfer (Abblend- & Fernlicht): 1.990 Euro
Einstiegsstufe Fahrerhaustüreinstieg elektrisch ein- und ausfahrbar: 395 Euro
Große Heckgaragentüre Fahrerseite anstelle serienmäßiger Seitentür: 495,00 Euro
Steckdosenpaket: 295 Euro
(besteht aus je einer 230-Volt-Steckdose in der Winkelsitzgruppe, Schlafbereich, Heckgarage)
Kaffee-Kapselmaschine mit Anschlussset und Ablage: 270 Euro
TV-Schrank im Schlafraum mit spezial TV-Auszugssystem inkl. AnschlussSet: 790 Euro
Teppichboden für Fahrerhausbereich: 155 Euro
Carthago Schlafwelt & Dekoset: 350 Euro
(Dekokissen, Jacquard-Wohndecke mit eingewebtem Carthago Logo und passgenaues Spannbettlaken-Set)
TFT Dummy Heckausbau: 0 Euro
Chassis Paket: 5.250 Euro
Vollautomatische Klimaanlage THERMOTRONIC: 530 Euro
Media Paket Plus 32": 4.690 Euro
Mercedes MBUX 10,2" Multimediasystem anstelle Radio/CD/DVD Doppel DIN inkl. Navigation, DAB +, Touchscreen anstelle Radio/DVD: 550 Euro
Komfort Paket: 1.850 Euro

Carthago c-tourer
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