Energie-Versorgung Ladegerät/Booster Steffen Zink
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Energie-Versorgung Ladegerät/Booster
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Lade-Booster für die Wohnmobil-Bordbatterie

Lade-Booster fürs Wohnmobil - Test und Tipps So lädt die Bordbatterie schnell und effizient

Lade-Booster sollen die Bord- oder Zweitbatterie speziell während der Fahrt zügig und wirkungsvoll aufladen. Was leisten die kompakten Umspannwerke in der Praxis wirklich? promobil probiert es aus.

Entspannt von einem Stellplatz zum nächsten tingeln, das hat für viele Wohnmobilurlauber seinen besonderen Reiz. Doch so einer Tour bringt den Ladezustand der Bordbatterie in Gefahr – denn beim stetigen Wechsel aus den kurzen Fahrten und dem üblichen allabendlichen Energieverbrauch kann die Batterie nicht regelmäßig an eine Steckdose andocken.

Dass moderne Lichtmaschinen von Zeit zu Zeit abschalten oder ihre Leistung stark reduzieren, ist ein bekanntes Problem. Was bei Pkw keine negativen Auswirkungen hat, sorgt bei Reisemobilen unweigerlich dazu, dass während der Fahrt kaum noch Strom an der Bordbatterie ankommt. Denn die Lichtmaschine orientiert sich ausschließlich am Ladezustand der Starterbatterie; dass noch ein weiterer Stromspeicher an Bord ist, wird ignoriert.

Auch wenn dieses Phänomen erst seit Einführung der Euro-6-Norm bei manchen Basisfahrzeugen auftritt, hängt die Abschaltung der Lichtmaschine nur indirekt mit der Abgasnorm selbst zusammen. Verantwortlich ist vielmehr, dass seit dieser Norm der Flottenverbrauch eines Fahrzeugherstellers ermittelt wird und man darum jedes Verbrauchsminderungspotenzial zu nutzen versucht. Entgegen mancher Vermutung verliert das Fahrzeug durch den Einbau eines Boosters somit seine Euro-6-Zulassung nicht.

Stromfluss im Reisemobil

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Wie kommt es zum Spannungsverlust?

Während der gemütlichen Fernsehabende im Reisemobil wird der Akku im Aufbau kräftig entladen. Beim Fahren allerdings lädt die Lichtmaschine nur verhalten nach. Grund: Wie viel elektrische Energie der Generator bei laufendem Motor an den Bordakku abgibt, bestimmt der serienmäßige Lichtmaschinenregler des Basisfahrzeugs.

Der Lichtmaschinenregler orientiert sich nun allerdings am Ladezustand beider, jetzt paralell geschalteter Batterien. Und da der Starterakku beim Anlassen des Motors meist nur geringfügig entladen wird, werden auch recht schnell hohe Ladespannungen erreicht. Dann reduziert der Lichtmaschinenregler den Ladestrom des Generators, um die Starterbatterie nicht zu überladen. Dass die oft weit von der Lichtmaschine eingebaute Aufbaubatterie indessen meist noch lange nicht voll ist, "weiß" der Laderegler im Basisfahrzeug nicht.

So wird die volle Leistungsfähigkeit der Lichtmaschine in der Praxis nur kurzzeitig ausgenutzt. Das Ergebnis: Während einer mehrtägigen Tingeltour von Stellplatz zu Stellplatz wird der Bordakku von Tag zu Tag stärker entladen, bis eines Abends, trotz täglichen Nachladens während der Fahrt, die Lichter von selbst ausgehen.

Kurze und dicke Kabel bevorzugen: Erschwerend kommt hinzu, dass die Ladespannung auf dem Weg vom Generator zur Batterie durch den Widerstand der mehr oder weniger langen und oft relativ dünnen Kabel absinkt. Wie stark sich der verwendete Kabelquerschnitt und die -länge auf den Spannungsabfall auswirkt hat promobil mit vier typischen Kabeldicken durchgemessen und im Diagramm in der Fotoshow dargestellt. Bei einem Ladestrom von rund zehn Ampere verursacht eine fünf Meter lange Zuleitung mit einem Kupferkern von 2,5 Quadratmillimeter Querschnitt bereits einen Spannungsabfall von 14,2 auf 13,4 Volt.

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Christian Hass, Archiv
Eine fachgerechte Verkabelung mit großen Kupferquerschnitten hilft generell – und ist beim Einsatz starker Booster unabdingbar.

Mit dieser Spannung lässt sich der Bordakku aber nicht vollständig aufladen. Abhilfe bieten zum einen möglichst kurze Leitungen zwischen Lichtmaschine und Bordakku, doch darauf hat der Reisemobilbesitzer kaum Einfluss. Der zur Verfügung stehende Kupferquerschnitt lässt sich dagegen mit vertretbarem Aufwand vergrößern. Man verlegt dazu entweder ein neues, dickeres Kabel oder parallel zum vorhandenen Strang einen weiteren, mit einem ebenfalls möglichst großen Querschnitt.

Spannungsverlust auf dem Weg zum Akku: Die Verkabelung ist für die zuverlässige Ladung der Bordbatterie mit verantwortlich. Denn jeder Meter Kabel wirkt wie ein elektrischer Widerstand, der ein Absinken der Ladespannung verursacht. Je mehr Kupfer in einem Kabel zur Verfügung steht, desto geringer ist dessen elektrischer Widerstand.

Gewissenhafte Hersteller von Boostern empfehlen deshalb in Abhängigkeit von der vorhandenen Kabellänge einen Mindestquerschnitt für den jeweiligen Booster. Zu dünn gewählte Kabel können durch die hohen Ladeströme eines Boosters überhitzen, und die Isolierung kann schmelzen. Zusätzlich werden die Plusleitungen jeweils mit einer eigenen Sicherung bestückt.

Beide Probleme – den Spannungsabfall auf dem Weg zum Bordakku und den reduzierten Ladestrom von der Lichtmaschine – sollen sogenannte Lade-Booster lösen. Sie hieven die abgesunkene Ladespannung unmittelbar vor der Bordbatterie auf ein zur Akkuladung optimales Niveau von 14,4 oder 14,7 Volt, je nach Batterietyp. Außerdem sorgen sie für einen konstant kräftigen Ladestrom, indem sie dem Lichtmaschinenregler über die entsprechende Spannung an der Starterbatterie signalisieren, dass weitere Ladeleistung benötigt wird.

Was ist ein Lade-Booster?

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Das Energiemanagementsystem Dual von Ctek vereint Ladegerät und Booster. Es lässt sich an einem unauffälligen Ort platzieren.

Abhilfe für die schwache Ladung schafft ein Booster, auch Ladewandler genannt. Dieses Gerät wird in den Stromkreislauf zwischen Starter- und Bordbatterie integriert und von der Lichtmaschine als Verbraucher wahrgenommen. Sie liefert daher bei laufendem Motor so lange Strom, bis die Bordbatterie vollständig geladen ist. Für Batteriekapazitäten um die 100 Amperestunden ist ein Booster mit einer Ladeleistung von 25 Ampere angemessen. Leistungsfähigere Geräte mit 45 Ampere oder mehr eignen sich bei besonders großen Kapazitäten oder in Kombination mit einer Lithium-Batterie.

Der verwendete Batterietyp spielt außerdem eine Rolle bei der Wahl des richtigen Boosters. Während sich die Ladekurve von Flüssig-, Gel- und AGM-Batterien auf alle modernen Ladewandler einstellen lässt, ist in Verbindung mit einer Lithium-Batterie eine spezielle Ausführung notwendig, die diesen Batterietyp auch unterstützt. In jedem Fall sollte ein hochwertiger Booster mit einer IUoU-Kennlinie arbeiten. Bei einfachen Geräten, die nur eine IU-Kennlinie aufweisen, kann es auf längeren Fahrten zur Überladung kommen.

Ein Generator lädt die Batterie im Stand

Verbringt man mehrere Tage auf einem Stellplatz, lässt sich die Batterie natürlich nicht über einen Booster laden. In diesem Fall gibt es andere Lösungen: Nicht nur in den Wintermonaten, wenn die Solarpaneele kaum noch Ertrag bringen, flammt alljährlich die Diskussion über den Sinn und Zweck von benzinbetriebenen Generatoren auf. Doch wie stark laden diese Motorgeräte den Bordakku wirklich?

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Christian Hass, Archiv
Für eine volle Batterie muss der Generator oft lange laufen.

Der oft vorhandene Gleichstromausgang am Generator liefert meist nur wenig mehr als zwölf Volt – zu wenig für eine direkte Ladung eines Bleiakkus. Also nutzt man den 230-Volt-Wechselstromausgang und speist die Batterie via Außensteckdose über das bordeigene Ladegerät. Dann bestimmt aber das Ladegerät den maximalen Ladestrom – oft nur 15 A. Beim Anschluss an eine Netzsteckdose genügt das meist, denn über Nacht bleibt genügend Ladedauer. Doch den Generator neben dem Mobil möchte man in der Regel nur so kurz wie möglich betreiben. Um etwa 45 Ah zu laden, müsste der handliche Brummer dann drei Stunden knattern.

Ein kräftiger Booster mit IUoU-Kennlinie dagegen pumpt während einer Stunde Fahrt bis zu 45 Ah in den Akku. Dabei sind der Ladestrom und die -spannung weitgehend unabhängig von der Motordrehzahl. So liefert der Booster auch im Leerlauf oder bei einer ausgesprochen gemütlichen Fahrweise volle Ladeleistung. Wenn man öfter den Standort wechselt, ist ein kräftiger Booster deshalb durchaus eine Alternative zu Generator oder Brennstoffzelle.

Marktübersicht Lade-Booster

promobil zeigt eine Auswahl an Lade-Boostern fürs Reisemobil.

Büttner Elektronik MT LB 30

  • Ladestrom: 20/30 A
  • Batteriekapazität: k.A.
  • Batterietypen: Blei-Säure/-Gel/-AGM/LifePO4
  • Zusatzfunktionen: Temperaturfühler, abnehmbares Anzeigeteil
  • Preis: ab ca. 380 Euro

CTEK D250SE

Energie-Versorgung Ladegerät/Booster
Hersteller
  • Ladestrom: 20 A
  • Batteriekapazität: 40-300 Ah
  • Batterietypen: Blei-Säure/-Gel/-AGM/LifePO4
  • Zusatzfunktionen: Temperaturfühler, integrierter Solarladeregler
  • Preis: ab ca. 310 Euro

Dometic Perfectpower DCC 1212-20

  • Ladestrom: 20 A
  • Batteriekapazität: k.A.
  • Batterietypen: Blei-Säure/-Gel/-AGM
  • Zusatzfunktionen: Temperaturfühler (opt.)
  • Preis: ab ca. 180 Euro

Schaudt WA 121545

Energie-Versorgung Ladegerät/Booster
Hersteller
  • Ladestrom: 45/55/63/70 A
  • Batteriekapazität: k.A.
  • Batterietypen: Blei-Säure/-Gel/-AGM/LifePO4
  • Zusatzfunktionen: Temperaturfühler
  • Preis: ab ca. 435 Euro

Victron Energy Orion TR-Smart 12/12-30

  • Ladestrom: 30 A
  • Batteriekapazität: k.A.
  • Batterietypen: Blei-Säure/-Gel/-AGM/LifePO4
  • Zusatzfunktionen: App-Steuerung via Bluetooth
  • Preis: ab ca. 250 Euro

Votronic VCC 1212-30

  • Ladestrom: 20/30 A
  • Batteriekapazität: k.A.
  • Batterietypen: Blei-Säure/-Gel/-AGM/LifePO4
  • Zusatzfunktionen: Temperaturfühler
  • Preis: ab ca. 170 Euro

Basiswissen: Ladegeräte

Nicht jedes Ladegerät passt zu jedem Batterietyp. Und sehr häufig wird das Nachladepotenzial während der Fahrt nur zu einem kleinen Teil genutzt – ohne Booster. Wie beim Handy- oder Laptop-Akku ist das Ladegerät in erster Linie dazu da, den 230-Volt-Wechselstrom, der aus der Steckdose am Camping- oder Stellplatz kommt, in Gleichstrom mit passender Spannung für die Batterieladung zu verwandeln.

Energie-Versorgung Ladegerät/Booster
Andreas Becker
Häufig werden die Konsolen der Fahrersitze genutzt, um ein oder zwei Bordbatterien und das Ladegerät platzsparend einzubauen.

Was relativ einfach klingt, ist im Detail aber deutlich komplizierter, denn Spannung und Stromstärke müssen beim Laden der Batterie präzise gesteuert werden, um eine schnelle, vollständige und trotzdem schonende Einlagerung der Energie sicherzustellen: Die falsche Ladestrategie führt zum vorzeitigen Kapazitätsverlust oder gar Exitus der Batterie – und ihr Ersatz reißt empfindliche Löcher in die Urlaubskasse, da die für die Nutzung im Reisemobil besser geeigneten Gel-, AGM- oder gar Lithium-Batterien um ein Vielfaches teurer sind, als die einfachen Blei-Säure-Akkus, die als Starterbatterie zum Einsatz kommen.

Darum sollte das Ladegerät unbedingt auf den jeweiligen Akkutyp einstellbar sein, um auch wirklich die passende Ladekennlinie bereitstellen zu können. Zweiter wichtiger Faktor bei der Auswahl eines geeigneten Ladegeräts ist der maximal lieferbare Ladestrom. Vereinfacht gesagt gilt hier zwar das Motto "viel hilft viel", denn je höher der Ladestrom, desto schneller verläuft zumindest die erste Ladephase, die den Akku bis zu etwa 75 Prozent auffüllt. Doch ein zu hoher Ladestrom im Verhältnis zur Batteriekapaziät kann auch zu Schäden führen. Darum geben Hersteller für ihre Ladegeräte oft eine Mindestkapazität für die angeschlossene Batterie an. Ähnliches gilt auch für die maximale Kapazität. Hier führt die Überschreitung aber lediglich dazu, dass die Aufladezeit ungebührlich lange dauert.

Die Faustformel für die Auslegung des Ladegeräts lautet: Der maximale Ladestrom sollte mindestens zehn Prozent der Batteriekapazität in Ampere betragen. Konkret: Der Ladestrom für eine 100-Ah-Batterie sollte mindestens 10 A betragen. Besser wären aber 20 Prozent, also 20 A; das beschleunigt den Ladevorgang und lässt zudem noch Luft für die spätere Nachrüstung einer Zweitbatterie. Doch keine Bange, sollte das serienmäßige Ladegerät zu schwach sein für die Aufstockung der Speicherkapazität, muss nicht unbedingt das alte ausgetauscht werden. Es ist durchaus auch möglich, ein zweites Ladegerät einzubauen und parallel zu schalten. In der nachfolgenden Übersicht wurden Geräte der beliebten 20-A-Klasse ausgewählt. Alle Hersteller bieten daneben noch weitere Leistungsstufen an.

Bei der Auswahl lohnt es sich, darauf zu achten, ob ein Eingang für einen Temperatursensor vorhanden ist – nicht nur ein interner Temperaturfühler. Nur mit einem Sensor, der direkt an der Batterie platziert wird, kann das Ladegerät die Kennlinie auf die aktuelle Temperatur des Speichers abstimmen, was seine Lebensdauer deutlich verlängern kann.

Ladekennlinien

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Einfache Ladegeräte arbeiten nach der W-Kennlinie, bessere nach dem IU-Verfahren. Beide sind für hochwertige Bordbatterien im Dauerbetrieb aber ungeeignet. Ladegeräte und Booster sollten die IUoU-Kennlinie nutzen und diese zusätzlich an den Batterietyp anpassen. Beim IUoU-Ladeverfahren wird zunächst mit konstantem Strom und ansteigender Spannung, dann mit konstanter Spannung und absinkendem Strom geladen. Nach Erreichen der Ladeendspannung erfolgt die Umstellung auf Erhaltungsladung. Dabei wird nur noch die Selbstentladung der Batterie ausgeglichen.

Energie-Versorgung Ladegerät/Booster
promobil

Die Temperaturführung spielt für die optimale Aufladung und die Lebensdauer der Batterie eine nicht unerhebliche Rolle. Deshalb ist es wichtig, dass das Ladegerät mittels eines Sensors stets Informationen über die aktuelle Temperatur des Akkus erhält, um die Ladekennlinie entsprechend anzupassen. Dabei gilt es auch zwischen den einzelnen Batterietypen zu unterscheiden. Beispielsweise sind Lithium-Batterien hier zwar im Prinzip völlig unkritisch, aber bei sehr tiefen Temperaturen müssen sie ganz speziell behandelt werden.

Ladegeräte im Überblick

7 Ladegeräte von Elektronik-Herstellern mit allen wichtigen Informationen zu Leistung und Funktionen im Überblick.

Büttner Elektronik MT 1220

  • max. Ladestrom: 20 A
  • Empfohlene Batteriekapazität: 65-240 Ah
  • Batterietypen: Blei-Säure/-Gel/-AGM/LifePO4
  • Zusatzfunktion: Temperatursensor, abnehmbares Anzeigeteil
  • Preis: ab ca. 405 Euro

CBE CB520-3

  • max. Ladestrom: 20 A
  • Empfohlene Batteriekapazität: k.A.
  • Batterietypen: Blei-Säure/-Gel/-AGM
  • Zusatzfunktion: keine
  • Preis: ab ca. 210 Euro

Dometic Perfectcharge MCA 1225

Energie-Versorgung Ladegerät/Booster
Hersteller
  • max. Ladestrom: 25 A
  • Empfohlene Batteriekapazität: k.A.
  • Batterietypen: Blei-Säure/-Gel/-AGM
  • Zusatzfunktion: Temperatursensor (opt.)
  • Preis: ab ca. 280 Euro

Nordelettronica NE287 21A

  • max. Ladestrom: 21 A
  • Empfohlene Batteriekapazität: mind. 100 Ah
  • Batterietypen: Blei-Säure/-Gel/-AGM
  • Zusatzfunktion: Temperatursensor (opt.)
  • Preis: ab ca. 270 Euro

Schaudt EBL 211

  • max. Ladestrom: 18 A
  • Empfohlene Batteriekapazität: k.A.
  • Batterietypen: Blei-Säure/-Gel/-AGM
  • Zusatzfunktion: Solarladereingang, im Set mit Kontrollbord
  • Preis: ab ca. 330 Euro

Victron Energy Phoenix Smart 12-30-3

Energie-Versorgung Ladegerät/Booster
Hersteller
  • max. Ladestrom: 30 A
  • Empfohlene Batteriekapazität: k.A.
  • Batterietypen: Blei-Säure/-Gel/-AGM, LifePO4
  • Zusatzfunktion: 3 Batterieausgänge, App-Steuerung via Bluetooth
  • Preis: ab ca. 420 Euro

Votronic Pb 1220 SMT 2B

  • max. Ladestrom: 20 A
  • Empfohlene Batteriekapazität: 50-230 Ah
  • Batterietypen: Blei-Säure/-Gel/-AGM, LifePO4
  • Zusatzfunktion: Temperatursensor (opt.)
  • Preis: ab ca. 285 Euro

Praxis-Test am Wohnmobil

Was ein Booster in der Praxis bringt, hat promobil ausprobiert. Als Testfahrzeug diente ein Bürstner Ixeo. Er verfügt wie viele andere Reisemobile über ein Ladegerät von Schaudt und eine Blei-Säure-Bordbatterie mit einer Kapazität von 90 Ah. Um zu messen, wie viel Energie während der Fahrt in der Bordbatterie eingelagert wird, schaltete promobil einen Batteriecomputer dazwischen. Dieser Stromzähler informiert über den aktuellen Ladestrom und die real anliegende Ladespannung. Außerdem zeigt er die tatsächlich vorhandene Batteriekapazität in Amperestunden (Ah) an

Test 1: Zu Testbeginn erhielt der Bordakku eine Vollladung am 230-Volt-Netz. Dann wurde er über mehrere Stunden mit 18 Ampere entladen, bis er noch eine Restkapazität von 26 Ah enthielt. Es folgte eine zweistündige Autobahnfahrt, bei welcher der Akku wie gewohnt über die vorhandene Standardverkabelung geladen wurde. Beim ersten Durchlauf des Testprozedere war die Starterbatterie stark entladen, da der Bürstner zuvor längere Zeit im Stadtverkehr mit Abblendlicht, Radio und Klimaanlage bewegt wurde. Als Folge lieferte die Lichtmaschine einen kräftigen Ladestrom, von dem auch der Bordakku profitierte. In den zwei Stunden wurden 34 Ah nachgeladen.

Praxis, Booster
Christian Hass, Archiv
Die Verkabelung eines Boosters ist nicht allzu kompliziert. Für den Test schloss promobil das Gerät nur provisorisch an.

Der Ladestrom zum Bordakku fiel während der Fahrt jedoch stetig ab. Unmittelbar nach dem Start flossen noch satte 22 A. Doch nach einer Stunde blieben davon nur noch 11 A übrig. Nach zwei Stunden auf Tour sank der Ladestrom schließlich in Abhängigkeit des Ladezustands der Starterbatterie auf müde 6 A. Während der gesamten Fahrt schwankte die Ladespannung dabei zwischen 13,2 und 13,5 Volt, was für eine vollständige Ladung der Bleibatterie zu wenig ist.

Test 2: Bei der zweiten Testfahrt im Serienzustand war die Starterbatterie dagegen fast voll. Der Aufbauakku war erneut auf 26 Ah entladen worden. Die Folge war jetzt ein bereits anfänglich erheblich geringerer Ladestrom. Zu Beginn flossen 15 A, doch schon nach 30 Minuten waren davon nur noch knapp fünf Ampere übrig.

Die Bilanz beider Tests ist ernüchternd: Beim ersten Durchlauf profitierte der Bordakku noch von der entladenen Starterbatterie, und es wurden 34 Ah nachgeladen. Für einen gemütlichen Abend im Reisemobil reicht dies meist aus. Beim zweiten Durchlauf mit weitgehend voller Starterbatterie wurden aber nur 10 Ah nachgeladen. Das deckt den typischen täglichen Strombedarf nicht, der Bordakku würde während der Tour von Stellplatz zu Stellplatz von Tag zu Tag immer weiter entladen.

FAZIT ohne Booster: Der Test beweist, dass das Nachladen während der Fahrt in der Standardkonfiguration kaum verlässlichen Energienachschub liefert.

Test 3: Dann kam die Reihe an den Booster. Die Redaktion wählte den neuen Lade-Booster von Mobile Technology, er lädt den Bordakku wie ein hochwertiges Ladegerät geregelt über eine IUoU-Kennlinie, abhängig vom  tatsächlichen Ladezustand – erst mit hohem Ladestrom, dann mit Erhaltungsladung. Zusätzlich lässt sich die Kennlinie auf den verwendeten Akku-typus einstellen. Diese Technik ermöglicht zunächst während kurzer Fahrten eine kraftvolle Ladung mit konstant hohem Ladestrom von 25 A.

Das jedoch bieten auch Booster ohne IUoU-Kennlinie. Im Unterschied zu diesen Geräten führt die hochwertige Ladetechnik während langen Fahrten zu einer echten Vollladung des Akkus ohne die Gefahr einer schädlichen Überladung.

Bei Boostern ohne Kennlinie empfehlen deren Hersteller zum Teil, die Geräte vom Akku zu trennen, sobald die Batterie voll ist. Doch in der Praxis lässt sich der Ladezustand kaum abschätzen. Deshalb sind Booster mit IUoU-Kennlinie erste Wahl.

FAZIT mit Booster: Die Messergebnisse der Testfahrt mit Booster entsprachen den Erwartungen. Bereits im Leerlauf speiste der Booster einen Ladestrom von 25 A ein. Diesen Wert behielt er während der gesamten Fahrt aufrecht. Auch die Ladespannung war mit 14,4 Volt konstant hoch. Der Bordakku wurde in nur zwei Stunden mit insgesamt 50 Ah aufgefüllt. Damit erreichte die Technik die gesteckten Ziele. Dieser Energienachschub reicht auch für einen Spielfilmabend während der dunklen Jahreszeit aus.

Wie kompliziert ist der Einbau eines Boosters?

Die Montage des Geräts erfolgt möglichst nahe an der Bordbatterie. Dazu werden die Plus- und die Minusleitung von der Startbatterie zum Aufbauakku durchtrennt und der Booster dazwischengeschaltet. Zusätzlich ist eine Verbindung zum Zündungs-plus (D+ oder "Klemme 15") nötig, damit er während des Motorlaufs aktiv ist. Der hochwertige Mobile-Technology-Booster kontrolliert zudem mit einer Sensorleitung die Spannung der Starterbatterie. Optional lässt sich auch noch ein Temperaturfühler zur Überwachung der Bordbatterie anschließen, um bei besonders tiefen oder hohen Temperaturen eine entsprechend schonendere Ladekennlinie zu fahren.

Ohne fundierte Kenntnisse der Kfz-Elektrik sollte man den Einbau dem Fachhändler überlassen. Vor allem sehr starke Booster, sie liefern Ladeströme über 25 A, erfordern neue, sehr dicke Leitungen zwischen der Starterbatterie und dem Booster sowie weiter zum Bordakku. Ein Fachbetrieb kennt dieses  Problem, hat Erfahrung in der Dimensionierung und der Verlegung der Leitungen. Zudem liegen dort die nötigen Kleinteile und Werkzeuge zur Hand und können die Leitungen mit passenden Sicherungen vor Überlastung im Schadensfall geschützt werden.

Für den fachgerechten Einbau sollte man etwa ein bis zwei Arbeitsstunden kalkulieren. Danach erledigt der elektronische Lademeister seinen Dienst unauffällig und wartungsfrei – auch beim Tingeln von Stellplatz zu Stellplatz.

Praktische Lösung: Kombigeräte

Besonders praktisch, weil platzsparend und einfacher zu verkabeln, sind Kombilösungen, die Ladegerät und Booster in einem Gehäuse vereinen. Teils sind dabei noch weitere Funktionen integriert, etwa ein Solarladeregler oder ein Pulser, der dafür sorgen soll, dass Bleibatterien vor schädlicher Sulfatierung bewahrt werden.

Büttner Elektronik MT BCB 25/20

Energie-Versorgung Ladegerät/Booster
Hersteller
  • max. Ladestrom: 230 V: 20 A / 12 V: 25 A
  • Empfohlene Batteriekapazität: k.A.
  • Batterietypen: Blei-Säure/-Gel/-AGM, LifePO4
  • Zusatzfunktion: Temperatursensor, Pulserfunktion
  • Preis: ab ca. 645 Euro

Votronic VBCS 30/20/250 Triple

  • max. Ladestrom: 230 V: 20 A / 12 V: 30 A
  • Empfohlene Batteriekapazität: 45-280 Ah
  • Batterietypen: Blei-Säure/-Gel/-AGM, LifePO4
  • Zusatzfunktion: Temperatursensor, Solarladeregler
  • Preis: ab ca. 600 Euro
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