Westfalia Columbus Liner (2027): Camping wie eine Maisonettewohnung – mit Dachterrasse!

Westfalia Columbus Liner im ersten Check
Campingbus mit Maisonette-Feeling

Neuheiten 2027
ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.07.2026
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Die Kraft zur Erneuerung ist ein gefragtes Gut. Vor allem, wenn es die Rahmenbedingungen notwendig machen, etwas neu zu denken. Am Kastenwagenmarkt kämpft man hart um Marktanteile, und bei Westfalia will man dabei sein – und zwar möglichst als Innovationsführer.

Wenn man neu denken muss, sagen Chefs Sätze wie: "Denk mal out of the box." Das müssen die beiden Geschäftsführer von Westfalia Gotha, Philip Kahm und Thomas Siegert, sich selbst auch gesagt und sehr wörtlich genommen haben. Und dann haben sie eine Maisonettewohnung auf vier Rädern erfunden. Eine erste Vorstellung haben wir bereits hier gebracht, jetzt gibt's den ersten promobil-Check:

Der Clou im Columbus Liner

Die Maisonettewohnung im Campingbus geht so: Unten hat man eine klassische Sitzgruppe sowie Küche und Bad – so weit, so normal. Dann geht es über Stufen hoch ins Bett. Über dem Bett lässt sich auf der hinteren Hälfte des 6,36 Meter langen Fiat Ducato ein Aufstelldach öffnen. Da kommt Licht und Luft rein. Und von hier aus geht’s weiter hoch, über eine Stufe, raus auf die vordere Hälfte des Ducato-Dachs. Man reiche mir einen Aperol, ich möchte mich sonnen.

Aufstelldächer braucht es in der Regel, um weitere Schlafplätze zu schaffen. Hier geht es um etwas anderes: um Lebensqualität. Um ein Gefühl, um Luxus, um Natur. Man liegt im Bett, öffnet das Dach, und die Außenwelt kommt dazu. Schlafen und Chillen unterm Zeltdach.

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Philip Teleu

Und von da geht es auf die Dachterrasse, die noch eine Art Geländer, eine Absturzsicherung, bekommt. Die zeigt Westfalia auf dem Caravan Salon Düsseldorf.

Der Liner kommt auf 2,04 Meter Außenhöhe (mit optional superflachem Dachfenster im Aufstelldach auf etwas niedrigere 2,98 Meter). Mit ausgeklapptem Aufstelldach wächst der Liner übrigens auf rund 3,80 Meter Höhe – das macht schon klar, wie viel "Luft" da oben entsteht.

Wenn das Bett so hoch gesetzt wird, kann darunter ein großer Stauraum entstehen. In den Heckstauraum passen locker zwei Fahrräder rein, ohne dass man Räder oder Lenker demontieren muss – Westfalia nennt das nicht umsonst XL-Heckgarage, mit Maximalmaßen von 2,10 × 1,86 Meter. Kleiner Wermutstropfen: Westfalia nennt rund 3,4 Tonnen Leergewicht, das bringt eine etwas einschränkende 4,25-Tonnen-Zulassung mit sich, dafür gibt es etwa 800 bis 850 Kilo Zuladung.

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Philip Teleu

Der Rest der Ausstattung beim Columbus Liner ist ebenfalls eher gehoben: beheizter Doppelboden und Fußbodenheizung, eine Sitzbank mit Isofix, USB-Anschlüsse am Bett, dazu die Küche mit von vorn zugänglichem Kühlschrank und wahlweise Gas- oder Induktionskochfeld. Optional gibt’s einen Lithium-Akku mit 300 oder 540 Ah samt 3000-Watt-Wechselrichter und 165-Watt-Solarpanel auf dem Aufstelldach.

Erfolgsaussichten?

Nachdem Westfalia beim James Cook einen Slide-out nach hinten hatte und beim Sven Hedin einen Pop-out nach links, geht’s nun nach oben. Das ist konsequent. Aber wird das auch erfolgreich? Hat der Markt darauf gewartet? Ist das Innovationsführerschaft? Nicht alle Ideen, die begeistern, setzen sich am Ende am Markt durch. Oft finden viele so etwas großartig, aber keiner kauft’s.

Im Falle des Columbus Liner sieht für mich die Welt etwas anders aus. Denn Aufstelldächer auf aufgeschnittenen Dächern sind weit verbreitet und vor allem bei ehemaligen Bus-Campern der Californiaklasse bekannt und beliebt. Man kennt das System.

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Philip Teleu

Hier bekommt man einen hochwertigen Bus, in dem man nicht herumkrabbeln muss, der aber alte Campinggefühle mit hohem Komfort verbindet. Auch ist die Technik im besten Sinne simpel: Hier kann nicht viel kaputtgehen, vieles ist bewährt und einfach zu bedienen. Das Dach geht dank Gasdruckdämpfern locker hoch und ohne großen Kraftaufwand wieder runter. Davon konnte ich mich schon überzeugen. Und das erste Probeliegen war ein tolles Gefühl.

Fazit

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