Kompakter Integrierter mit fancy Toilette: der neue Frankia Neo Liner

Frankia Neo Liner (2027)
Moderner Integrierter mit besonderer Toilette

Neuheiten 2027
ArtikeldatumVeröffentlicht am 22.04.2026
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Mit der Überarbeitung der Neo-Baureihe rückt Frankia den kompakten Mercedes-Ausbau stärker in die aktuelle Designsprache der Marke. So wird aus dem einstigen Neo MT der Neo Cruiser (teilintegriert), der Neo MI hört nun auf die Bezeichnung Neo Liner (integriert). So sollen die Modelle sichtbar "Teil der neuen Familie" werden – inklusive des neueren Markenlogos und einer insgesamt moderneren, hochwertigeren Anmutung. Der entscheidende Schritt dabei: Der integrierte Neo Liner übernimmt den 2025 eingeführten Look des Cruisers und wird damit heller, wohnlicher und individueller.

3,5 Tonnen oder 4,5 Tonnen

Der Neo bleibt ein Mercedes-basiertes Reisemobil mit serienmäßiger 9-Gang-Automatik und 150 PS. Je nach Ausführung spielt er in der 3,5‑Tonnen- oder 4,5‑Tonnen-Klasse. Für die Auflastung auf 4,5 Tonnen sind keine baulichen Maßnahmen am Fahrzeug erforderlich. Mit 2,24 Metern Außenbreite und rund sieben Metern Länge bleibt der Neo in einem kompakten Format, das trotzdem viel Raum verspricht. Dazu trägt neben der durchgehenden Innenhöhe von zwei Metern vor allem das Frankia-typische Konzept bei: Alle Grundrisse verfügen serienmäßig über einen Doppelboden. Teilweise befindet sich der Stauraum dabei zwischen den Rahmen platziert, wodurch Komponenten wie Frischwasser und Heizung tiefer sitzen. Das senkt den Schwerpunkt und hat laut Frankia einen spürbar positiven Effekt auf das Fahrgefühl. Auch beim Stauraum im Fahrzeug sammelt der Neo Pluspunkte: viele Staufächer, Kleiderschrank und eine große Heckgarage gehören zum Konzept. Die Garagen-Innenhöhe von 1,20 Metern macht sie dabei ausdrücklich fahrradtauglich.

Grundrisse bleiben, Wohnbereich wird aufgewertet

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Philip Teleu

Am Grundriss-Angebot hat sich im Kern nichts verändert: Cruiser und Liner gibt es weiterhin jeweils als Längsbetten-Variante (L) oder mit Querbett (B) im Heck. Die eigentlichen Änderungen sitzen im Detail – vor allem im vorderen Wohnbereich. Beim integrierten Neo Liner ersetzt eine L-Sitzgruppe die bisherige Halbdinette und sorgt damit für mehr Lounge-Charakter und Alltagstauglichkeit. Dazu passt der überarbeitete Tisch: Neben der neuen, wohnlicheren Ausführung ist auch ein vergrößerbarer Tisch vorgesehen, der sich durch Druck/Bedienung an der Tischplatte erweitern lässt.

Küche und Kühlschrank: Raumtrenner oder Blickachse

Die Küche bleibt in beiden Heckbett-Layouts großzügig ausgelegt. Wer möchte, kann den optionalen, raumhohen 138‑Liter-Kompressorkühlschrank wählen und erhält mit dem "Tower" ein raumtrennendes Element. Der Serienkühlschrank auf Arbeitsplattenhöhe wiederum bietet die freiere Blickachse durchs Fahrzeug – letztlich eine Frage der persönlichen Vorliebe zwischen Offenheit und Zonierung. Das 2‑in‑1‑Kombibad gehört in allen Grundrissen zum Neo-Konzept. Praktisch ist die Bedienlogik: Je nach Knopfdruck fährt entweder das Waschbecken samt Wasserhahn oder die Banktoilette heraus. Um zurück in die Wand zu fahren, muss man das jeweilige Bauteile bis zum Einrasten zurückschieben. Das bewährte Konzept macht das Kombibad schnell individuell nutzbar.

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Philip Teleu

Interieur: mehr Licht, mehr Auswahl, mehr Wertigkeit

Der Liner wird durch die neue Material- und Farbwelt sichtbar an den bereits vorgestellten Teilintegrierten (Neo-Cruiser) angeglichen. Die Kombination aus hellem Visby-White-Holzton und dunkleren Kontrasten schafft mehr Offenheit, dazu kommen neue Stoffe und Oberflächen. Bei den Polstern haben Käufer die Wahl zwischen Crème und Anthrazit, ergänzt durch fünf Styles. Neben den Akzentwelten Sun, Ocean oder Peach, die manch Kenner aus Frankias Now-Baureihe kennen dürfte, bieten die Oberfranken mit Dune und Desert für den Neo bewusst neutralere Varianten an. Ein Detail, das die Wertigkeitsausrichtung unterstreicht: Polster und Kissen kommen vom Premiumhersteller Rohleder, einem regionalen Anbieter aus der Nähe von Frankia.

Weiterentwickelt wurde auch das Lichtkonzept. Ambientebeleuchtung sitzt nun unter anderem als Akzent um Fensterbereiche, ist getrennt dimmbar und ergänzt die ebenfalls dimmbare Hauptbeleuchtung – ein Pluspunkt für Atmosphäre und "Wohngefühl" am Abend.

Außenoptik: Light und Dark, neuer Markenauftritt

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Philip Teleu

Auch außen folgt der Neo dem neuen Frankia-Auftritt, optisch angelehnt an die aktuelle Designsprache rund um die Baureihe Noctra. Serienmäßig tritt der Neo als "Light" auf, optional als "Dark". Anders als noch auf dem Caravan Salon 2025 bekommt der teilintegrierte Neo Cruiser zusätzlich das weiße Fahrerhaus, um das Dekor insgesamt stimmiger wirken zu lassen. Neu sind außerdem Details wie das Metall-Emblem/Metallwappen, die den Anspruch "Familienlook" bis ins Detail sichtbar machen.

Technik: Heizung flexibel – Diesel als wichtige Option

Serienmäßig arbeitet der Neo mit der Truma Combi 6. Darüber hinaus kann er – je nach Bedarf – mit Dieselheizung oder der 2‑in‑1‑Lösung Truma CombiNeo konfiguriert werden. Ein praktischer Nebeneffekt: Wer auf eine Gasheizung verzichtet, spart das Gewicht der Gasflaschen – ein Argument, das gerade bei 3,5‑Tonnen-Konfigurationen relevant ist.

Preise und Einordnung

Preislich startet der Neo Cruiser (L/B) ab 104.900 Euro, der Neo Liner (L/B) ab 119.900 Euro. Zusätzlich bietet Frankia ein Superpaket an, das häufig gewählte Optionen bündeln soll. Bei voller Ausstattung steigt der Preis für die Neo-Modelle jedoch spürbar. Frankia selbst sagt dazu, dass bei umfangreichen Extras ein Preis um etwa 140.000 Euro realistisch sei.

Fazit