Der französische Verkehrsinformationsdienst Bison Futé erwartet an mehrere Termine im Juli und August besonders dichten Verkehr. Abgebildet wird dieser im Verkehrskalender 2026 der Verkehrsbehörde Bison Futé. Darin sind Tage je nach erwarteter Verkehrslage markiert: von normal über schwierig und sehr schwierig bis extrem schwierig (schwarz). Die Angaben gelten getrennt für Abreise und Rückreise.
Betroffen sind vor allem die klassischen Nord-Süd-Achsen wie die A7 ("Autoroute du Soleil") Richtung Mittelmeer, die A9 nach Spanien sowie die Verbindungen Richtung Atlantikküste. Neben langen Staus sorgen insbesondere stark frequentierte Mautstellen regelmäßig für zusätzliche Verzögerungen.
Die schlimmsten Tage 20263. Juli (Freitag): Schwierig im ganzen Land, besonders abends rund um Paris.
10.–12. Juli: Freitag und Samstag sehr schwierig, in Auvergne-Rhône-Alpes sogar schwarz.
17.–19. Juli: Samstag landesweit sehr schwierig.
24.–26. Juli: "Chassé-croisé" – An- und Abreiseverkehr kreuzen sich, Samstag landesweit sehr schwierig.
1. August (Samstag): Landesweit schwarz – Bison Futé rät, an diesem Tag möglichst nicht zu fahren.
15. August (Samstag, Mariä Himmelfahrt): Extrem schwierig, besonders auf der Route du Soleil.
Die erste große Reisewelle im Juli
Mit dem Start der Sommerferien in Frankreich setzt die erste große Reisewelle ein. Für Freitag, 3. Juli, erwartet Bison Futé eine schwierige Verkehrslage im ganzen Land. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass es am letzten Schultag rund um Paris ab dem späten Nachmittag besonders voll wird. Auch der Folgetag wird landesweit als schwierig, in den Regionen Île-de-France und Grand-Ouest et Nord sogar als sehr schwierig eingestuft. Am Sonntag entspannt sich die Lage, lediglich in Auvergne-Rhône-Alpes kann das Verkehrsaufkommen noch erhöht sein.
Das Wochenende 10. bis 12. Juli gilt als nächster kritischer Abschnitt. Der Freitag wird als sehr schwierig eingestuft, in der Region Auvergne-Rhône-Alpes sogar als schwarzer Tag. Am Samstag weitet sich das hohe Verkehrsaufkommen auf die Regionen Grand-Ouest et Nord sowie Bourgogne et Est aus. Sonntag wird dagegen nur Auvergne-Rhône-Alpes als schwierig eingestuft. In allen anderen Landesteilen sollte der Verkehr normal laufen.
Auch am Wochenende 17. bis 19. Juli wird es auf vielen Strecken voll. Der Samstag gilt in ganz Frankreich als sehr schwierig. Am Freitag und Sonntag liegt der Schwerpunkt in den Regionen Bourgogne et Est und Auvergne-Rhône-Alpes.
Am letzten Juliwochenende (24. bis 26. Juli) trifft beim sogenannten "chassé-croisé" traditionell An- und Abreiseverkehr aufeinander. Für Samstag wird landesweit eine sehr schwierige Verkehrslage prognostiziert. Am Sonntag wird es dagegen auf den meisten Autobahnen voraussichtlich wieder normal laufen, lediglich auf der Route du Soleil kann es nochmals voll werden.
Landesweit ein schwarzer Samstag im August
Das stärkste Verkehrsaufkommen erwartet Frankreichreisende Anfang August. Für Samstag, 1. August, ist landesweit die Stufe Schwarz angesagt. Bison Futé rät an diesem Tag möglichst von Autofahrten durch Frankreich ab. Die Einstufung betrifft vor allem den Anreiseverkehr.
In der Rückreiserichtung ist die Lage ebenfalls angespannt, aber nicht überall auf dem gleichen Extremniveau. Schon am Freitag, 31. Juli, ist die Lage vor allem auf der Route du Soleil sehr schwierig. Auch am Sonntag nach dem 1. August ist mit Staus zu rechnen; die Verkehrslage wird als schwierig, in einigen Regionen als sehr schwierig eingestuft.
Auch danach folgen weitere stark belastete Reisetage. Für das Wochenende 7. bis 9. August wird der Freitag als schwierig und der Samstag landesweit als sehr schwierig eingestuft. An den folgenden Wochenenden sticht besonders Mariä Himmelfahrt heraus: Am Samstag, 15. August, erwartet Bison Futé in der Region Auvergne-Rhône-Alpes entlang der Route du Soleil eine extrem schwierige Verkehrslage. Im restlichen Land wird die Lage überwiegend als sehr schwierig eingestuft. In der Rückreiserichtung ist ebenfalls mit sehr viel Verkehr zu rechnen.
Für Sonntag, 16. August, wird eine schwierige bis sehr schwierige Lage erwartet. Auch an den folgenden Wochenenden bis zum Ende der Sommerferien in Frankreich am 31. August wird es auf den Straßen voll. Betroffen sind dann neben den Anreiserouten vermehrt auch die Rückreiserouten von der Küste in Richtung der Ballungszentren.
So gehen Sie dem Stau aus dem Weg
Um Staus zu vermeiden, sollte man an den Wochenenden möglichst früh am Morgen starten oder seine Fahrt in die späten Abendstunden verlegen. Noch besser kommt man unter der Woche, vor allem am Dienstag und Mittwoch, voran, sofern kein Feiertag ist. Besonders im Juli ist der Sonntag meist der beste Reisetag, wenn man an einem Wochenende unterwegs sein muss.
Im August dagegen sind sowohl die Sonntage als auch die Montage meist von einem höheren Verkehrsaufkommen belastet – und das noch in beide Richtungen. Mit einer Mautbox im Wohnmobil kann man zumindest die Zahlstellen der Autobahnmaut schneller passieren und ist auch auf Free-Flow-Strecken entspannter unterwegs. Wer keine langen Etappen plant, sondern mit vielen Zwischenstopps ans Ziel gelangen will, kann abseits von Autobahnen und Nationalstraßen staufrei reisen und nebenbei die Landschaft genießen.
Die gute Nachricht für alle, die nicht im Juli und August reisen müssen: Der September ist der einzige Monat im Jahreskalender von Bison Futé, der komplett grün gefärbt ist und damit ein gutes Durchkommen auf Frankreichs Autobahnen verspricht.





