promobil Logo
Auch als digitale Ausgabe für iPad und Android-Tablets.
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen
Hymer Logo

Hymer

43 Tests und Fahrberichte

Über Hymer

Wie Tesa für Klebestreifen steht Hymer hierzulande für viele Menschen synonym für Wohnmobile - und wenn nicht für alle, dann zumindest für die integrierte Aufbauform. Heute stellt sich der Hymer-Konzern als eine der zwei großen Gruppen im europäischen Markt für Freizeitfahrzeuge und Zubehör dar. 

Was Erwin Hymer vor mehr als 50 Jahren mit dem originellen Caravan Eriba Touring begann, führte ab den siebziger Jahren zur Serienproduktion von Wohnmobilen, als dieses Thema noch als exotisch galt. Auch danach war Hymer häufig einen Schritt voraus: Als andere Marken in den achtziger Jahren vorsichtig mit Alkovenmobilen starteten, war Hymer längst beim anspruchsvollen Integrierten angelangt. Um dieses amerikanische Mobilkonzept an hiesige Verhältnisse anzupassen, entwickelte man ein Hubbett für das Fahrerhaus. Das ermöglichte großzügige Grundrisse in deutlich kürzeren Fahrzeugen. Vor allem der Bestseller Hymermobil B-Klasse entwickelte sich schnell zum Inbegriff des integrierten Reisemobils.

Heute konzentriert sich Hymer auf Reisemobile im mittleren bis gehobenen Segment, die im Stammwerk in Bad Waldsee gefertigt werden. Für preisempfindliche Käufer hat man zudem die Tochtermarke Carado geschaffen, die zusammen mit den Sunlight-Modellen in einem gemeinsam mit Dethleffs aufgebauten Werk in Sachsen vom Band rollen. Zur Hymer-Gruppe gehören - neben den genannten - außerdem die Marken Bürstner, Laika, LMC und Niesmann + Bischoff. Innerhalb der Hymer-Gruppe wird die Zusammenarbeit zunehmend intensiviert, etwa durch gemeinsame Entwicklung und Fertigung von Baugruppen.

Die Marke-Hymer tritt heute unverändert mit einem dicht gestaffelten Programm auf. Allerdings haben sich die Schwerpunkte teils verschoben. Vom Alkovensektor hat man sich ganz verabschiedet, dafür widmet man sich verstärkt dem wachsenden Teilintegrierten-Bereich. Den Einstieg bildet hier der Hymer Compact, der namensgemäß besonders schlank gebaut ist und mit großer Heckklappe Campingbussen Konkurrenz machen will. Beim Compact handelt es sich um ein Parallelmodell zu dem von Bürstner entwickelten Brevio. Mit 2,22 Meter Breite etwas üppiger, aber immernoch relativ schmal tritt der Exsis-t auf. Den etwas schlankeren Teilintegrierten gibt es mit attraktiven Grundrissen, auch unter sechs Meter Länge. Als jüngste Abwandlung kam hier der Hymer ML-T hinzu, der den Exsis-Aufbau praktisch vom Fiat Ducato auf den komfortableren Mercedes Sprinter umsetzt. Mit mehr Aufbaubreite und -höhe tritt der Tramp CL auf Ducato-Basis an. Damit bietet er nicht nur mehr Bewegungsfreiheit und Stauraum, sondern auch die Option über der Sitzgruppe ein Hubbett mitzubestellen. Die feine Ausgabe des Tramp trägt den Zunamen Premium 50.

Bei den Integrierten steigt Hymer mit dem Exsis-i ein. Wie beim Exsis-t handelt es sich hier um schlanke und eher kompakte Modelle, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Ein Grund liegt sicherlich auch daran begründet, dass die Fahrzeuge relativ leicht sind und somit kaum Zuladungsprobleme auftreten. Die Haupt-Integrierten-Baureihe ist aber natürlich die B-Klasse. Mit Funktionsdoppelboden und zahlreichen weiteren Features versehen kann man hier aus einer breiten Grundrisspalette - vom Sechs-Meter-Querbett- bis zum Siebeneinhalb-Meter-Queensbett-Modell auswählen. Mehr Stauraum im höheren Doppelboden und deutlich mehr Bewegungsraum finden Interessenten in der höher angesiedelten B-Klasse SL und in Modellen bis fast neun Meter Länge auf Basis des Ducato-Alko-Tandemachs-Chassis. Wer den Mercedes Sprinter als fahrende Unterlage bevorzugt, greift zu den Starline-Modellen, mit ähnlichem Ausbaustil wie in der B-Klasse.

Unter dem Namen Paravano baut Hymer außerdem auch Integrierte, die speziell auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern abgestimmt sind. Die traditionell auf Mercedes aufgebaute, und stets mit einer besonders extravaganten Einrichtung ausgestattete Hymer S-Klasse macht dagegen gerade eine Pause. Wann eine neue Generation erscheint, ist noch nicht entschieden. Nach der deutlichen Ausweitung der Modellpalette, wird das Campingbusprogramm inzwischen als eigene Tochtermarke Hymer-Car geführt.