Reisemobil-Neuheiten für 2021
Wohnmobil-Neuheiten 2021
Challenger X150 (2021) Challenger
Challenger X150 (2021)
Challenger X150 (2021)
Challenger X150 (2021)
Challenger X150 (2021) 22 Bilder

Challenger X150 (2021) Antispießer-Wohnmobil

Challenger X150 (2021) Das Antispießer-Wohnmobil

CMT 2021

Teilintegrierte sind zwar beliebt, aber normalerweise nicht die sexysten Wohnmobile. Der X150 will das ändern: Er ist kompakt wie ein Campingbus und sportlich designt.

Die neueste Entwicklung der Marke Challenger entspricht mehr einem coolen Sneaker als einem weißen Gesundheitslatschen. Die Marke aus dem Trigano-Konzern will mit diesem Teilintegrierten X150 die populärste Fahrzeugklasse der aufgebauten Reisemobile revolutionieren. Zwei Jahre Entwicklung dauerte das. Dabei herausgekommen ist ein kompaktes Campingfahrzeug, das neue Kunden ansprechen soll: All diejenigen, die sich bei der Wahl ihres Campingfahrzeugs nicht zwischen Kastenwagen (Wendigkeit und sportlicher Look) und einem aufgebauten Reisemobils (viel Wohnkomfort) entscheiden können.

Challenger X150 (2021)
Challenger
Oh làlà: Der geräumige Innenraum des 2,10-Meter-breiten Fahrzeugs. Die Innenbreite beläuft sich auf 1,95 Meter - kaum zu glauben.

Design für Junggebliebene

Viele aufgebaute Reisemobile wirken schon alleine dadurch etwas schnarchig, da sie außen einfach nur weiß sind und sich einer eher klassischen, zweckmäßigen und kurvigen Formensprache bedienen. Nicht der X150: Seine Außenfarben sind schwarz-weiß mit roten Zierelementen.

Die T-Haube über dem Fahrerhaus kommt markant kantig statt kurvig daher. Das Formteil für die Dachkonstruktion besteht aus PDCPD. Dieses sogenannte duroplastische Polydicyclopentadien ist ein Gfk-basierter Verbundswerkstoff, der vor allem im Leichtbau eingesetzt wird. Starken Belastungen soll das Material gut standhalten.

Innen geht's innovativ weiter: Auch das Interieur ist gradlinig statt schnörkelig gestaltet. Auffallend ist, dass überhaupt keine Holzmaserung im Dekor zum Einsatz kommt. Die Oberflächen sind allesamt monochrom gehalten: anthrazit, hellgrau, rostrot. Dadurch entsteht eine fürs Auge sehr angenehme Klarheit. Die einzige optische Maserung findet sich am Boden: Der wirkt wie eine unverputze Betonwand. Hallo Streetcredibility und Vanlife-Coolness, is it you?

Designelemente lockern das Ganze auf: Ein Dreiklang aus rundem Spiegel, Kreidetafel und Korkpinnwand durchbricht den Ernst der Sache gekonnt und haucht der Gestaltung wieder etwas Leichtigkeit ein. Futuristisch wirken die elliptischen Leuchtelemente, einmal an den Seitenwänden und eine Art flacher "Kronleuchter" über der Sitzgruppe.

Challenger X150 (2021)
Challenger
Ein nettes Element: Die Kombi aus Spiegel, Notiz- und Pinnwand.

Ungewöhnliche Wohnraum-Gestaltung

Über die Sitzgruppe lohnt es sich auch noch das ein oder andere Wort zu verlieren. Soviel vorneweg: Ganz neu sind die Grundrisstricks nicht, derer sich der Challenger X150 bedient. Wirkungsvoll in ihrer Zusammenstellung sind sie allemal.

Betritt man das Reisemobil, fühlt man sich nicht eingeengt, obwohl die Fahrzeugbreite nur 2,10 Meter beträgt. Die Längsitzbänke der Sitzgruppe vermitteln einen großzügigen Raumeindruck und die Anmutung eines modernen Wohnzimmers. Der Tisch in der Fahrzeugmitte kann zusammengeklappt werden, sodass man gut an den Sitzen vorbeikommt ins Fahrerhaus. Die Pilotensitze dort sind dreh- und in das Sitzensemble integrierbar.

Challenger X150 (2021)
Challenger
Weit schweifen lassen kann man den Blick vom Fahrerhaus über den Wohnraum bis zur Tür im Heck.

Doch woher kommt dieses Gefühl von Weite? Viel Platz gewinnt das nur 5,99 Meter lange Fahrzeug dadurch, dass keine Wohnfläche an die Schlafgelegenheit vergeben werden muss: Über der Sitzgruppe ist ein elektrisches Hubbett (Liegefläche: 190 x 140 cm) in einem gewichtsparenden Alurahmen eingelassen – das ist das Hauptbett des Fahrzeugs.

Wie gesagt: Dieser Kniff ist nicht einzigartig. Der integrierte Chausson Exaltis 6040, den die Schwesternmarke aus dem Trigano-Konezrn fürs kommende Modelljahr neu herausbringt, nutzt das Hub- als Hauptbett ebenso. Auch der Bürstner Ixeo IT 680 G aus dem Jahr 2016 ist ein T-Modell ohne Festbett. Vorteile und Nachteile liegen auf der Hand: Verreisen zwei Personen mit diesem Mobil, müssen Schlaf- und in-der-Sitzgruppe-Lümmel-Zeiten gut miteinander abgestimmt werden. Gleichzeitig Wohn- und Schlafraum nutzen ist nicht.

Challenger X150 (2021)
Challenger
Das Hubbett ist ein Querschläfer für zwei.

Mit dem X150 können allerdings bis zu vier Personen unterwegs sein. Aus den Sitzbänken können je nach Bedarf zwei weitere Gurtplätze oder eine weitere Liegefläche gebaut werden. So hat man quasi eine motorisierte Jugendherberge mit Doppelstockbett direkt hinterm Fahrerhaus.

Küche, Bad und Stauraum

Weiter hinten im Wohnmobil schließt an die Sitzbank auf der Fahrerseite nahtlos die Küchenzeile an. Der Zweiflammkocher erinnert wieder mehr an einen Campingbus als einen Teilntegrierten. Der Küchenblick ist schick indirekt beleuchtet. Im Dachstauschrank sitzt die Truma-Thermenbedienung.

Gegenüber befindet sich die restliche Bordtechnik-Steuerung auf einem Panel über dem Kühlschrank. Das Slimtower-Kühlelement wiederum ist mit seinen 134 Liter Kühlschrankvolumen üppig für ein Fahrzeug dieser Größenordnung und orientiert sich abermals am Wohnkomfort eines aufgebauten Reisemobils statt eines ausgebauten Kastenwagens.

Hinter der Küche führt eine Tür ins Heckraumbad. Auch hier punktet der X150 wieder mit viel Bewegungsfreiheit, da Dusche und WC nicht eng aneinderliegen, sondern sich an den Fahrzeugseiten gegenüberstehen. Über der Kassettentoilette klappt bei Bedarf ein Waschbecken aus, "Lift-Up"-Becken nennen das die Franzosen. Der Duschraum ist quasi ebenerdig durch ein Holzlattenrost, wenn nicht gerade geduscht wird, und schafft so Platz zum Umziehen oder für ein Tänzchen zwischendurch.

Challenger X150 (2021)
Challenger
Das Raumbad zieht sich über die komplette Fahrzeugbreite: Auf der Fahrerseite steht die Dusche, auf der Beifahrerseite das WC.

Wäsche und sonstiges Gepäck kommen in einem großen Kleiderschrank neben der Toilette unter. Gegenüber ist ein von innen wie außen beladbarer Stauraum, der sich beispielsweise für Campingmöbel eignet. Das ist auch unbedingt nötig, denn: Eine Heckgarage, auch eine kleine, sucht man hier vergeblich. Nachteil für alle, die also Fahrräder oder sonstiges sperriges Sportgerät mitnehmen wollen. Dafür gibt's hier im Inneren keinen designierten Platz.

Preis und Ausstattung

Den Grundpreis für das Fahrzeug verortet Challenger bei 59.990 Euro. In der "Open Edition"-Austattung, wie beim ersten öffentlichen Auftritt des Reisemobils auf der CMT 2021 vorhanden, sind viele Komfortextras bereits inklusive: Rahmenfenster, 140-PS-Motor, Tempomat, TV-Halterung, Luxuseingangstür mit Zentralverriegelung und, und, und. Wieviel diese Ausstattung Aufpreis kostet, ist allerdings nicht bekannt.

Challenger X150 (2021): Alle Infos

Basisfahrzeug: Fiat Ducato
Länge/Breite/Höhe: 5,99/2,10/2,75 Meter
Sitz-/Schlafplätze: 4/4
Grundpreis: 59.990 Euro
Baureihe: Zunächst gibt's das Fahrzeug nur in einer Ausführung mit einem Grundriss. Allerdings: Schwesternmarke Chausson wird ein baugleiches Modell namens X550 herausbringen, die ein etwas anderes Farbspektrum bietet. Wir haben das Modell hier getestet.

Fazit

Sexy wirkt das neue Konzept von Challenger allemal. Wie praktisch und praktikabel die vielen Lösungen im Challenger X150 tatsächlich sind, muss erst ein Test beweisen.

Camperinnen, die auf eine Heckgarage verzichten mögen und Wert auf viel Wohnraum und modernes Design legen, könnten mit der französischen Neuentwicklung ihren idealen Campingbegleiter finden – und das zu einem Grundpreis, der sowohl für einen sehr gut ausgestatteten Campingbus und einen preissensiblen Teilintegrierten angemessen ist. Bestellbar ist das Antispießer-Wohnmobil bei allen Challenger-Händlern ab Juni 2021.

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