Es war einmal ein Campingfahrzeug-Grundriss, den fast jeder kannte: die Hecksitzgruppe. Ein gemütlicher Rückzugsort im hinteren Teil des Fahrzeugs, perfekt für lange Abende, Kartenspiele oder einfach nur zum Lesen. Vor allem in Alkovenmobilen und großen Wohnwagen gibt's die Hecksitzgruppen immer wieder.
Doch irgendwann verschwand das Konzept fast vollständig vom Markt – verdrängt von Heckbetten, Face-to-Face-Sitzgruppen und immer größeren Wohnflächen. Jetzt holt Giottiline mit dem Siena 340 diese Idee zurück – in einem Teilintegrierten.
Warum die Hecksitzgruppe heute wieder glänzt
Der Giottiline Siena 340 ist nur 5,99 Meter lang – und trotzdem bietet er etwas, das viele moderne Wohnmobile nicht mehr haben: zwei vollwertige Aufenthaltsbereiche. Vorn im Fahrersitzbereich locken die beiden drehbaren Pilotensitze.

Die Sitzplätze im Cockpit lassen sich drehen und mit einem Tisch zu einem Arbeitsplatz oder einer kleinen Frühstücksgelegenheit umbauen. Eine klassische Sitzbankreihe fehlt.
Tagsüber verwandelt sich das Heck in eine gemütliche u-förmige Sitzgruppe, in der bis zu sechs Personen um einen großen Tisch Platz nehmen können. Während der Fahrt lassen sich die seitlichen Polster in Dreipunkt-Gurt-Sitzplätze umbauen.
Doch warum hat die Hecksitzgruppe überhaupt an Bedeutung verloren? Die Antwort ist einfach: Garagen und Zuladung. Wer viel Ausrüstung transportiert, setzt lieber auf Heckbetten – darunter bleibt oft mehr Stauraum. Beim Siena 340 ist die Garage zwar relativ klein und niedrig, aber Giottiline hat im Rest des Wohnmobils clever kompensiert: Die Küche ist überraschend großzügig und kommt inklusive 140-Liter-Kühlschrank. Das Kombibad verwandelt sich dank Schwenkwand in eine Dusche und spart so Platz, ohne auf Komfort zu verzichten.
Für wen lohnt sich der Siena 340?
Dieses Wohnmobil ist kein Alleskönner, aber ein Traum für Minimalisten mit Anspruch. Für Paare oder Reisende, die viel Zeit im Wohnmobil verbringen, ist das ein Traum. Das Fahrzeug lockt mit viel Platz zum Leben, nicht nur zum Schlafen.

Die Heckgarage des Siena 340 ist nicht für XXL-Ausrüstung gemacht.
Besonders Paare profitieren von den zwei Doppelbetten in einem kompakten Fahrzeug: Zum einen gibt's ein elektrisch absenkbares Hubbett über der Hecksitzgruppe (190 × 140 cm) zum anderen lässt sich aus der Hecksitzgruppe ein weiteres Bett bauen (201 x 151 cm).
Kritisch wird es nur für diejenigen, die viel Ausrüstung mitnehmen wollen. Zwar fasst die Heckgarage 645 Liter, doch wer Fahrräder, Campingmöbel und sperrige Sportgeräte mitnehmen will, muss sich entscheiden. Hier passt nicht alles so leicht hinein wie bei klassischen Heckbett-Modellen. Auch Familien mit Kindern könnten an Grenzen stoßen.
Wer keine riesige Garage benötigt, sondern Wert auf Wohnqualität und Flexibilität legt, wird hier fündig. Der Siena 340 ist eine erfrischende Alternative in einer Zeit, in der Wohnmobile immer größer und schwerer werden.

















