Carthago Chic C-Line I 4.9 LE (2020) Ingolf Pompe
Carthago Chic C-Line I 4.9 LE (2020)
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Carthago Chic C-Line I 4.9 LE (2020) 31 Bilder

Carthago Chic C-Line I 4.9 LE (2020) im Test

Carthago Chic C-Line I 4.9 LE (2020) im Test Attraktiver Integrierter zu exklusivem Preis

Endlich gibt es wieder einen Carthago-Integrierten auf Mercedes-Basis. Anhand des beliebten Einzelbettenmodells klärt promobil, ob der Chic C-Line auf Sprinter damit zum Traummobil avanciert.

Hymer hat es mit dem B-MC und dem B-ML vorgemacht, Rapido knüpft mit der neuaufgelegten Serie M an die Mercedes-Tradition des Hauses an, und Carthago ist mit dem Chic C- und E-Line dritter prominenter Vertreter, der das Modellkonzept Integrierter auf Basis des vorderradgetriebenen Sprin

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Auch die Mercedes-Variante des Chic C-Line bekommt die gefällige Voll-GfK-Rückwand, die zuvor bereits an der Fiat-Version debütierte.

ter realisiert.

Natürlich kann man sich fragen, ob der Sprinter mit Frontantrieb noch das ist, für was die Mercedes-Basis einst stand. Traktionsstarken Hinter- oder gar Allradantrieb und den großvolumigen Sechszylindermotor gibt es alternativ zwar immer noch, aber eben nicht in der Kombination mit einem Tiefrahmenchassis. Nur damit ist die Konstruktion eines eleganten, nicht zu wuchtigen Integrierten mit praktischem Doppelboden möglich. Dazu kommen viele neue, elektronische Komfort- und Sicherheitssysteme, die den Sprinter auszeichnen und reizvoll machen und die größtenteils – was nicht selbstverständlich ist – auch für integrierte Reisemobile verfügbar sind.

Obendrein kostet der frontgetriebene Sprinter im allerdings eher kargen Serienzustand wenig mehr als der Platzhirsch Fiat Ducato. Reichlich Argumente also, um daraus einen attraktiven Integrierten zu schmieden. Wir haben gecheckt, wie gut die neue Kombination funktioniert.

Wohnen

Wie wirkt sich die Mercedes-Basis auf den Wohnbetrieb aus? Eigentlich ziemlich wenig. Durch das breite Fahrerhaus des Integrierten lassen sich die Cockpitsitze ohne große Umschweife drehen – jedenfalls deutlich einfacher als im schmalen Sprinter-Fahrerhaus. Trotz Höhenverstellung erreichen die Sitzflächen allerdings nicht ganz das Niveau der übrigen Plätze. Kleinere Personen sitzen beim Essen darum besser auf den üppig gepolsterten Bänken.

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Die Sitzgruppe strahlt Gemütlichkeit aus mit ihrer üppigen, dicken und fluffigen Polsterung.

Die Querbank wölbt sich dabei so weit nach innen, dass der Durchgang zwischen ihr und der Seitenbank ziemlich schmal gerät. Gegen 250 Euro Aufpreis gibt es aber auch eine L-Bank mit verkürztem Querschenkel. Respektvoll macht die Tischplatte den Weg frei, um ins Cockpit zu gelangen. Clever: Ein Pedalknopf am Tischfußsockel löst die Arretierung der Plattentektonik. Die Tischfläche reicht für den Hauptgang von zwei bis drei Personen. Mancher würde sich aber schon noch eine Erweiterungsmöglichkeit wünschen. Doch ein echtes Vier-Personen-Mobil ist der I 4.9 LE ohnehin nicht, denn der wandseitige Gurtplatz ist für längere Strecken nicht wirklich bequem, weil sich der Längsschenkel der Eckbank nur teilweise abbauen lässt. Andererseits kann optional sogar noch ein fünfter Gurt- und Schlafplatz geordert werden. Realistischer ist sicherlich von Paaren als typischer Besatzung auszugehen. Die können es sich am Abend auf dem Fahrersitz und der L-Bank gemütlich machen und gegenüber den 32-Zoll-Fernseher hinter der Seitenbanklehne hervorzaubern.

Einen Drink angelt man sich aus dem nahen Kühlschrank, der zwar ohne trendige Doppelanschlagstür auskommen muss, mit 160 Liter Volumen und separatem 30-Liter-Gefrierfach ansonsten aber keine Wünsche offen lässt. In der anschließenden Möbelrundung versteckt sich elegant ein Apothekerauszug mit drei Ebenen, wo sich gut Flaschen aufbewaren lassen, die keiner Kühlung bedürfen.

Der Küchenblock gegenüber erfreut das Auge mit seiner s-förmigen Front. Aber auch die praktischen Aspekte kommen nicht zu kurz. Sieben Schubladen und Auszüge, teils mit variablen Einteilungen und zwei integrierten Mülleimern, stehen parat. Echte Arbeitsfläche ist zwar nur in Maßen vorhanden, die geteilten Abdeckungen des Kochers und vor allem der Spüle ergänzen diese aber wirkungsvoll. Die solide Armatur mit bogenförmigem, ausziehbarem Auslauf ermöglicht es, auch Töpfe auf dem Herd direkt mit Wasser zu füllen – oder den Wasserbehälter der Kaffeemaschine. Die senkt sich per Lift in der Ecke aus dem Hängeschrank herab – eine feine Sache für Kaffee- oder Espresso-Liebhaber. Dadurch ist die Gläservitrine davor allerdings deutlich kleiner, als sie durch ihre Spiegelrückwand glauben lässt. Es passen nur zwei Wein- und zwei Longdrinkgläser hinein.

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Die kompakte, adrett gestaltete Küche zeichnet sich durch reichlich Schubladen und Auszüge aus.

Stufenlos geht es weiter zu Bad und Dusche. Die Waschraumtür mit ihrem dicken Blatt und der äußerst massiven Klinke liegt gut in der Hand und teilt – über den Gang hinweg geschlossen – das Fahrzeug in zwei Hälften. Innen auf der Tür ist noch ein zweites Blatt aufgesetzt, das dann als Sichtschutz für die Toilette dienen kann. Da zusätzlich auch noch eine Schiebetür den Schlafraum abtrennt, fragt man sich allerdings schon, ob es wirklich dieser aufwendigen Konstruktion bedarf. Ansonsten gefällt das Bad rundum mit vielen Spiegeln, heller Beleuchtung, großem Waschbecken und praktischen Accessoires wie dem Schmutzwäschekorb im Unterschrank. Die Dusche gegenüber wird mit zwei runden Schiebetüren verschlossen, nachdem man die Bodenausgleichsplatte entnommen hat. Die Bewegungsfreiheit in der Kabine ist angemessen, der Radkastenabsatz stört nur wenig. Praktisch: die kleine Kleiderstange im Dachhaubenrahmen. Zu schwach: die drei funzeligen LED-Spots in der Deckenverkleidung.

An Helligkeit mangelt es im Schlafzimmer indessen nicht. Auch der Zugang zu den Einzelbetten über die dreistufige Treppe gelingt mühelos. Dort erwarten hochwertige Matratzen mit punktelastischer Unterfederung die Ruhesuchenden. Zwei Camper mit Gardemaß werden sich allerdings um das längere rechte Bett streiten. Ihnen sei die um 38 Zentimeter verlängerte L-Version des I 4.9 LE empfohlen, die mit zwei identisch großen Einzelbetten aufwartet.

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Bequemer Zugang, genügend Kopffreiheit, reichlich Ablagen. Zwei Meter Länge erreicht aber keines der beiden Betten.

So oder so lassen sich die Liegeflächen auch zu einem bequemen Querdoppelbett verbinden. Das mittlere Matratzenstück ruht sogar auf einem Lattenrost, und dank der verschiebbaren Betttreppe ist der Ein- und Ausstieg stets problemlos möglich. Ablagemöglichkeiten gibt es in den Ecken reichlich. Nur eine, zudem optionale USB-Buchse muss allerdings reichen für stromhungrige Handys. Das Hubbett vorn bietet sich mit passablen Abmessungen und bequemer Ausstattung als weitere Schlafstatt an. Soll es häufig benutzt werden, lohnt es sich eventuell, in die elektrische Bedienung und den Tellerfederrost zu investieren.

Beladen

Schon traditionell legen die Carthago-Entwickler großen Wert auf möglichst viel und gut nutzbaren Stauraum. Deshalb belassen sie es beim C-Line auch nicht einfach beim 21 Zentimeter hohen Doppelboden, sondern erweitern den Platz zusätzlich durch mehrere abgesenkte Wannen. Die Bodenfächer vor der Küche und am Einstieg erreichen damit eine Tiefe, die das Einlagern von 1,5-Liter-Wasserflaschen stehend möglich macht. Das große Durchladefach quer unter der Sitzgruppe ist nicht nur durch zwei Außenklappen, sondern auch über besonders einfach zu öffnende Sitztruhendeckel zugänglich.

Dazu gibt es noch ein kleines Außenstaufach für Zubehörteile und natürlich die stattliche Heckgarage mit zwei großen Türen und Zurrschienen. Wenn hier noch was zu verbessern wäre, dann allenfalls die Ergänzung einer zweiten Deckenlampe auf der linken Seite und die Nutzbarmachung der Nische rechts für Kleinzubehör.

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Blitzsaubere Heckgarage, die kaum Wünsche offen lässt – außer vielleicht eine zweite Deckenlampe.

Kleiderschränke gibt es in zweifacher Ausfertigung jeweils unter den Einzelbetten. Neben den Türen erleichtern Klappdeckel und automatische Beleuchtung den Zugriff auf die Kleidung, auch wenn anschließend das Bettzeug wieder glattgestrichen werden muss. Wem dieser Zugang trotzdem zu mühsam ist, der kann zum längeren I 4.9 LE L greifen, der zusätzlich einen raumhohen Kleiderschrank bietet.

Im linken Exemplar des Testwagens ist zudem ein Zwischenboden an der Wand fixiert. Der verwandelt das Hängeabteil bei Bedarf in einen großen Wäscheschrank. Außerden findet sich hier auch noch das Matratzenstück für die Betterweiterung, das die Schranknutzung aber merklich einschränkt. Weniger störend wäre es im Exemplar gegenüber, längs an der Aufbauwand untergebracht. Zwölf Hängeschränke vom Schlafzimmer bis ins Fahrerhaus nehmen alles auf, was sonst noch mit soll. Besonders praktisch ist die Schuhschublade, die seitlich aus der Sitztruhe ausfährt.

Als 3,5-Tonner taugt der I 4.9 LE auf Mercedes selbst unter Ausnutzung aller Kniffe nicht. Darum tut Carthago gut daran, gleich das Vier-Tonnen-Chassis zu wählen mit serienmäßig 4200 Kilo zulässigem Gesamtgewicht. Da die Auflastung um weitere 300 Kilo nur 290 Euro kostet – und außer 20 Euro mehr Steuer keine Nachteile bringt –, nimmt man sie gerne mit.

Technik

Die Carthago-typische Aufbautechnik mit Alu-Alu-Sandwich, XPS-Schaumisolierung, GfK an Dach und Boden und oben elegant umgebogenen Seitenwänden ist natürlich auch dem C-Line auf Mercedes zu eigen. Die längere Nase des Sprinter macht allerdings eine Anpassung der GfK-Frontmaske erforderlich. Die gleichmäßig ansteigende Frontlinie der Version auf Fiat Ducato ist hier einem leichten Knick und einem dezenten, sterntragenden Schnäuzchen gewichen. Die Höhe des Doppelbodens ist dagegen unabhängig von der Wahl des Basisfahrzeugs.

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Staufach und Tanks im Doppelboden.

Für die Wassertanks und die Stromvorräte gilt das Gleiche. 170 Liter Frisch- und 140 Liter Abwasservolumen sowie zwei 80-Ah- AGM-Batterien bilden stets beruhigende Reserven. Halb im Doppelboden, halb in abgesenkten Wannen – natürlich isoliert und beheizt – lagern die Tanks ab der Hinterachse bis unter die Heckgarage. Die beiden Stromspeicher sind rechts vorn, ebenfalls in einer abgesenkten Wanne unter dem Durchladefach versenkt.

Der Rest der Elektroabteilung – 12- und 230-Volt-Sicherungen, Ladegerät und FI-Schutzschalter – ist dagegen in einem Kasten mit Lochblechabdeckung in der Heckgarage installiert. Hier findet sich auch ein Ladebooster, der als Teil des Superpakets mitkommt und beim Sprinter mit seiner intelligenten Lichtmaschine nahezu unumgänglich ist, um auch während der Fahrt eine nennenswerte Aufladung der Bordbatterien zu erreichen. Allerdings zweifelt man hier – noch mehr als beim Ladegerät – an der Sinnhaftigkeit der Platzierung. Schließlich muss der Strom vom Motorraum ins Heck zum Booster und dann wieder vor zu den Batterien fließen – mit entsprechenden Leitungsverlusten.

Die Truma-Combi-Heizung ist relativ zentral unter dem Kühlschrank eingebaut. Im Probebetrieb erschien die Warmluftmenge an der Sitzgruppe und im Fahrerhaus dabei etwas gering. Vielleicht lassen sich hier die Leitungswege noch optimieren. Passionierte Wintercamper werden aber ohnehin lieber zur aufpreispflichtigen Warmwasserheizung greifen.

Lichtcheck

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Die serienmäßige Lampenausstattung des Chic C-Line kann den Wohnraum sowohl hell als auch stimmungsvoll beleuchten.

Gut ausgeleuchteter Tisch mit 283 Lux im Mittel und 334 als Spitzenwert. Etwas ungleichmäßig, aber im Mittel (Ø 325 Lux) hell ausgeleuchtete Küche mit bis zu 482 Lux. Das Bad ist vorbildlich hell – das Gesicht im Spiegel sogar bis zu 460 Lux. Ungenügend mit Licht versorgt wird nur die Dusche: 77 Lux im Schnitt. Lesespots und Grundhelligkeit im Schlafzimmer sind insgesamt tadellos.

Fahren

Die Aussicht, die sich dem Fahrer bietet, ist zunächst sehr ähnlich zum Raumgefühl im C-Line-Pendant auf Ducato-Basis – und das ist gut so. Denn Carthago kann insbesondere bei der Sicht direkt vor den Bug mit Bestwerten glänzen. Mit kleinen Einschränkungen gilt diese auch für die Sprinter-Variante, die mit ihrem längeren Vorderwagen per se für schwierigere Verhältnisse sorgt. Um dennoch das letzte Quäntchen herauszuholen, schlägt die Armaturenbrettverlängerung vorn, direkt unter der Windschutzscheibe zwei seltsam anmutende Blasen – die für die Scheibenwischermechanik im Motorraum den nötigen Platz schaffen. Kehrseite der Medaille ist ein beengter Motorzugang für Reparaturarbeiten. Die wichtigsten Servicepunkte – Scheibenwaschwasser, Adblue- und Öleinfüllstutzen als auch der Überbrückungskontakt – sind aber erreichbar.

Nach Drücken des Startknopfs erwacht der Vierzylinder mit vernehmlichem Grummeln. Die Motorgeräusche bleiben auch bei höherem Tempo relativ präsent, offenbar noch eine Auswirkung der knappen Platzverhältnisse für Dämmmaßnahmen. Ansonsten erfreut der Sprinter mit seiner stimmigen Antriebseinheit, dem hohen Bedienungskomfort und den, teils für Integrierte einzigartigen Assistenzsystemen. Der Sensor des tadellosen Abstandstempomat hätte allerdings noch eine elegantere Integration in den Kühlergrill verdient.

Preise

Carthago Chic C-Line I 4.9 LE (2020)
H. Böttcher, cad-vision

Genau 6000 Euro liegt die Sprinter-Variante über dem C-Line I 4.9 LE auf Ducato-Basis. Immerhin ist dabei die auch beim Fiat kaum vermeidliche Vier-Tonnen-Version des Chassis schon mit drin. Dennoch muss für einige Punkte, die den Mercedes reizvoll machen, etwa den Abstandstempomat oder das MBUX-Mediacenter, noch mal tiefer in die Tasche gegriffen werden. Dazu kommt noch das bei Carthago übliche Superpaket – hier für mindestens 7950 Euro –, ohne das praktisch kein Fahrzeug ausgeliefert wird. So kommt der Testwagen auf ein recht realistisches Preisniveau von 130.000 Euro.

Grundpreis: 104.990 Euro
(Mercedes Sprinter, 414 CDI, Motor 105 kW/143 PS) mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II
Testwagenpreis: 129.580 Euro

Das fiel auf

 Bequeme, einfach aufzubauende Betterweiterung mit verschiebbarer Treppe und Lattenrost im Mittelteil.
 Praktisch: Kaffeemaschinenlift und Armatur mit ausziehbarem Auslauf, um den Wassertank zu füllen.
 Die Scharniere der Stauraumtüren und -klappen sind im geschlossenen Zustand von außen nicht zu sehen.
  Der Motorzugang ist sehr verbaut, die allerwichtigsten Punkte sind aber passabel zugänglich.
 Die rechteckigen Drucktasten der Möbelschlösser haben unangenehm spitze Ecken.
 Enger Durchgang zwischen den üppig gepolsterten Quer- und Seitenbänken.

Nachgefragt

Florian Hofer, Produktmanager bei Carthago, nimmt Stellung ...

... zu der Rückfahrkamera mit Extramonitor, der den Zugriff auf den Schalter der Feststellbremse behindert: Durch die Position des Monitors auf der linken Cockpitseite ist der Blick in den Außenspiegel und auf den Bildschirm praktisch gleichzeitig möglich.

... zur Position der Batterien vorn und des Ladegeräts und Boosters in der Garage: Durch die Platzierung der Elektrozentrale in der Heckgarage stellen wir einen einfachen Zugang im Servicefall sicher. Entsprechend ausgelegte Kabelquerschnitte verhindern einen Spannungsverlust.

... zu der schummrigen Duschenbeleuchtung: In der Dusche soll aus unserer Sicht ein angenehmes Ambiente durch weniger grelles Licht herrschen. Wenn unsere Kunden es wünschen, ist der Einbau hellerer Spots aber leicht möglich.

... zur etwas schwachen Beheizung von Sitzgruppe und Fahrerhaus: In mehreren Klimakammertests erreichten unsere Fahrzeuge eine optimale Heizleistung und Wärmeverteilung.

Konkurrenten

Frankia M-Line 7400 GD
Grundpreis: 123.000 Euro
Basisfahrzeug: Mercedes Sprinter, 120 kW/163 PS
Länge/Breite/Höhe: 7730/2300/3090 mm
Leer-/zul. Gesamtgewicht: 3957/5000 kg
 Hinterradantrieb, große Wassertanks, Warmwasserheizung, Sechszylindermotor optional.
 Nur ein Bett zwei Meter lang, hoher Preis.

Hymer B-Klasse ML I 780
Grundpreis:
104.990 Euro
Basisfahrzeug: Mercedes Sprinter, 105 kW/143 PS
Länge/Breite/Höhe: 7890/2350/2960 mm
Leer-/zul. Gesamtgewicht: 3480/4430 kg
 SLC-Chassis mit integriertem Doppelboden, große Wassertanks, Warmwasserheizung, lange Einzelbetten.
 Knappe Serienausstattung.#

Rapido M 66
Grundpreis: 93.400 Euro
Basisfahrzeug: Mercedes Sprinter, 105 kW/143 PS
Länge/Breite/Höhe: 7540/2350/2950 mm
Leer-/zul. Gesamtgewicht: k. A./3500 kg
 Lange Einzelbetten, als 3,5-Tonner möglich, günstiger Preis bei guter Serienausstattung.
 Kaum Zuladung (mit 3,5 t), Warmluftheizung.

Die Baureihe Carthago Chic C-Line

Carthago Chic C-Line I 4.9 LE (2020)
Uli Regenscheit
Heller und frischer wirkt die optionale Stilwelt „linea moderna“.

Preise: 104.990–108.450 Euro
Basis: Mercedes Sprinter 414 CDI
Länge: 7,52–7,91 m
Gesamtgewicht: 4200–4500 kg
Weitere Modelle: 3

Charakter: Anders als beim Chic C-Line auf Fiat Ducato gibt es von der Version auf Mercedes Sprinter – zumindest im ersten Modelljahr – nur vier Grundrissvarianten. Sitzgruppe, Küche und Bad mit separater Dusche sind dabei stets weitgehend identisch. Unterschieden wird nach der Bettanordnung im Heck: der getestete, 7,52 Meter lange I 4.9 LE mit Einzelbetten und der 7,61 Meter lange I 5.0 QB mit Queensbett. Von beiden gibt es zudem eine um 30 bzw. 38 Zentimeter verlängerte L-Version, die sich durch einen zusätzlichen, raumhohen Kleiderschrank und teils längere Betten auszeichnet.

Wohnen
  • Üppig gepolsterte L-Sitzgruppe mit Längsbank, stabiler Tisch.
  • Adrette Küche mit vielen praktischen Schubladen und Auszügen, großem Kühlschrank und serienmäßigem Kaffeemaschinenlift.
  • Helles Bad mit viel Spiegelfläche, zum Raumbad erweiterbar.
  • Bequeme Einzelbetten mit Tellerfederrost, einfacher Zugang mit verschiebbarer Treppe.
  • Hubbett mit passablen Liegemaßen und guter Ausstattung.
  • Solider Möbelbau mit hochwertigen Beschlägen und Aufstellern.
  • Großer Fernseher elegant hinter der Seitenbanklehne versteckt.
  • Linkes Einzelbett merklich kürzer als das rechte Exemplar.
  • Enger Durchgang zwischen L- und Seitenbank, allerdings optional breitere Variante möglich.
  • Nur eine USB-Buchse im Schlafzimmer und ganzen Ausbau.
  • Möbeldesign wirkt inzwischen etwas in die Jahre gekommen.
Beladen
  • Zwei relativ große Kleiderschränke, zwölf Hängeschränke, eine praktische Schuhschublade, zwei Stufenfächer.
  • Ein großes Durchladefach mit sechs Zu- gängen, zwei kleinere Doppelbodenfächer.
  • Stattliche Heckgarage mit zwei großen Türen, Zurrschienen und Netzsteckdose.
  • Zuladung an Rädern und Hinterachse im grünen Bereich. Zuladung insgesamt okay, für zwei Personen großzügig.
  • Bequem zugänglicher, raumhoher Kleiderschrank nur im 38 cm längeren L-Modell.
  • Als 3,5-Tonner nicht möglich.
Technik
  • Hochwertige Aufbautechnik mit Alu-Alu-Sandwich, GfK-Dach und -Boden.
  • Große Wassertanks und angemessene Stromreserven geschützt im Doppelboden.
  • Sehr helle und gleichzeitig stimmungsvolle Beleuchtungsausstattung.
  • Lange Leitungswege von Ladegerät und Booster zu den Bordbatterien.
  • Etwas schwache Beheizung der Sitzgruppe.
Fahren
  • Tadellose Antriebseinheit mit Topmotor und Neungang-Wandlerautomatik.
  • Zahlreiche Assistenzsysteme, komfortabler Abstandsregeltempomat.
  • Gute Übersichtlichkeit, große Rückspiegel.
  • Etwas höhere Geräuschkulisse.
  • Enger Zugang zum Motor selbst.
  • Mäßiger Federungskomfort.
Preise
  • 10 Jahre Dichtigkeitsgarantie, engmaschiges Servicenetz in Deutschland/Europa.
  • Sehr umfangreiches Angebot an Sonderausstattungen und Paketen.
  • Praktisch obligatorisches Superpaket.
  • Insgesamt recht hohes Preisniveau.

Fazit

Fast ein Traum – Mit dem Sprinter als Basis wird der Chic C-Line nochmals attraktiver. Federungs- und Geräuschniveau sind zwar nicht wirklich viel besser als beim Fiat, aber die Antriebseinheit und die Komfort- und Sicherheitsassistenten können größtenteils überzeugen. Allerdings ist auch das Preisniveau ein gutes Stück höher, insbesondere, wenn man sich einige der teils exklusiven Mercedes-Extras gönnt. Und der Ausbau? Alles wie gehabt. Am Stil des überwiegend funktionalen Interieurs hat man sich langsam sattgesehen. Eine Erneuerung, ähnlich wie im E-Line, würde noch mehr Menschen ins Träumen bringen..

Technische Daten

Carthago chic c-line I
Grundpreis 104.990,00 €
Aufbau Integriert
Maße 755 x 227 x 295 mm
Leistung 105 kW / 143 PS
Motor 2,2 l
Leergewicht 3.210 kg
Sitze mit Gurt 4 bis 5
Schlafplätze 4 bis 5
Alle technischen Daten anzeigen
Carthago chic c-line
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