Welcher Motor fürs Wohnmobil? Die goldene Mitte bei Ducato, Master & Co.

Welcher Motor fürs Wohnmobil?
Warum sich die stärkere Motorisierung lohnt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 17.07.2026
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Citroën vs Fiat im Motorenvergleich
Foto: Ingolf Pompe

Im Grundpreis vieler Wohnmobile steckt meist der schwächste verfügbare Motor: beim Fiat Ducato 140 PS, beim Renault Master 130 PS, beim Ford Transit ebenfalls 130 PS. Wer schon einmal mit einem vollbeladenen 3,5-Tonner an einer Autobahnsteigung nach Luft geschnappt hat, kennt das Dilemma: Die Reisegeschwindigkeit von 120 km/h lässt sich kaum halten, Überholvorgänge werden zum Geduldsspiel.

Jahrelang blieb Camperinnen und Campern nur die Wahl zwischen dem schwachen Basismotor und dem teuren Top-Aggregat. Doch jetzt tut sich etwas: Mehrere Hersteller bieten für 2027 attraktive Mittelweg-Lösungen an.

Fiat Ducato: Der 160er ist zurück

Stellantis bestätigt: Den Fiat Ducato gibt es ab 2027 wieder mit 160 PS – exklusiv für die Caravaning-Branche. Der 2022 gestrichene Motor schließt die Lücke zwischen dem 140er-Basis- und dem 180er-Top-Aggregat. Vorteil: Der 160er ist sowohl mit Schaltgetriebe als auch mit Automatik erhältlich.

Beispiel Knaus-Tabbert: Sowohl den Weinsberg CaraCompact Pepper als auch den CaraBus Fire gibt es ab 2027 wieder mit 160-PS-Motor. Bei Westfalia kostet das Upgrade von 140 auf 160 PS 1.500 Euro – für 180 PS wären es 2.900 Euro.

Mehr Details zum Ducato-Vergleich lesen Sie hier: 160 oder 180 PS: Fiat Ducato im Camper-Vergleich

Renault Master: Die neue Alternative

Der Renault Master der vierten Generation bietet Blue-dCi-Dieselmotoren mit 130, 150 oder 170 PS. Die optionale Neungang-Automatik ist ab 170 PS verfügbar, aber auch die mittlere 150-PS-Stufe bietet einen attraktiven Kompromiss mit 360 Nm Drehmoment.

Beispiel Ahorn Camp: Der Ausbauer setzt als erste Marke komplett auf den neuen Master und bietet den 150-PS-Motor 2027 als Option an. Der Ahorn Camp T 680 ist mit 130, 150 oder 170 PS wählbar – die Campervans starten ab 54.300 Euro.

Ford Transit: Günstiges Upgrade

Der Ford Transit ist mit 130 PS (Basis) und 165 PS (Top) für Wohnmobile erhältlich. Die Achtgang-Automatik gibt es ausschließlich in Kombination mit der stärkeren Motorisierung.

Beispiel Carado: Der Carado T447 Edition25 fährt serienmäßig mit 130 PS vor. Das Upgrade auf 165 PS kostet nur 635 Euro Aufpreis – eines der günstigsten Leistungs-Upgrades im gesamten Wohnmobilmarkt.

VW Crafter: Premium mit Pkw-Feeling

Der VW Crafter bietet 140, 163 oder 177 PS und überzeugt mit modernem Fahrgefühl sowie ausgereiften Assistenzsystemen. Die Achtgang-Automatik gilt als eine der besten im Segment.

Beispiel Knaus Sky TI: Knaus wechselt beim Sky TI vom Fiat Ducato auf den VW Crafter mit Flachrahmenchassis. Auch der Sunlight IBEX sowie das Schwestermodell Carado CV 595 X-Edition setzen auf den Crafter – mit Allrad, 163 PS und Achtgang-Automatik.

Mercedes Sprinter: Die Premium-Basis

Beim Sprinter stehen für Wohnmobile 150, 170 oder 190 PS (Allrad) zur Verfügung. Alle Varianten kommen mit der bewährten 9G-TRONIC-Automatik.

Beispiel Hymer: Die ML-T Xperience-Baureihe setzt auf den 170-PS-Sprinter. Wer Allrad und maximale Leistung möchte, greift zum Sprinter 419 CDI mit 190 PS – etwa bei Marecamper oder Adria Supertwin.

Fazit