Im Grundpreis vieler Wohnmobile steckt häufig der 140-PS-Motor von Fiat drin. Wenn man sich das Gewicht von Campingbussen und Wohnmobilen anschaut, das für den normalen Klasse-B-Führerschein bis zu 3,5 Tonnen erreichen darf, erscheint einem das ziemlich wenig. Das ist auch auf der Autobahn zu spüren, wenn der vollgepackte Camper sich bei der kleinsten Steigerung schon abmühen muss, die 120 km/h Reisegeschwindigkeit zu halten. In den vergangenen vier Jahren blieb Camperinnen und Campern aber nichts anderes übrig, als das zu akzeptieren oder die teure 180-Variante zu wählen, bei der man dann aber meist um eine Auflastung nicht herumkommt. Jetzt kehrt der Motor mit 160 PS exklusiv für Camper zurück.
Technische Unterschiede zwischen 160 PS und 180 PS
Der Fiat Ducato wird mit einem 2,2-Liter-Turbodiesel angeboten, der in verschiedenen Leistungsstufen erhältlich ist. Die 160-PS-Version basiert auf der dritten Multijet-Generation und erfüllt die Euro-6e-Norm. Sie wird sowohl mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe als auch mit einer Achtgang-Automatik angeboten. Die Automatikvariante liefert ein Drehmoment von 400 Nm, während das Schaltgetriebe mit 380 Nm etwas weniger bietet.
Im Vergleich dazu bietet die 180-PS-Version dieselbe Hubraumgröße, jedoch eine höhere Leistung und ein maximales Drehmoment von 450 Nm. Allerdings ist diese Motorisierung ausschließlich mit der Achtgang-Automatik erhältlich. Laut Hersteller sorgt die optimierte Aerodynamik des Ducato für einen bis zu fünf Prozent geringeren Verbrauch bei beiden Varianten.
Kostenfaktor: Anschaffung und Betrieb
Die Preisdifferenz zwischen den beiden Motorisierungen kann je nach Aufbauhersteller mehrere tausend Euro betragen. Während der 160-PS-Motor als wirtschaftlicher Kompromiss gilt, richtet sich die 180-PS-Version an Nutzer mit höheren Leistungsanforderungen. Für Camper, die oft Anhänger ziehen oder schwer beladene Fahrzeuge fahren, könnte sich der Aufpreis lohnen.
Auch im Betrieb unterscheiden sich die beiden Varianten geringfügig: Der Verbrauch des 160-PS-Motors liegt bei guter Fahrweise etwas niedriger als beim stärkeren Modell. Zudem bevorzugen viele Camper das Schaltgetriebe der mittleren Variante, da sie den Ruf hat, weniger anfällig für technische Probleme zu sein – ein Vorteil gegenüber der Automatikoption.
Auswirkungen auf Zuladung und Führerschein
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs. Beide Motorisierungen können in Fahrzeugen bis zu einer Grenze von 3,5 Tonnen montiert werden, was sie für Führerscheininhaber der Klasse B attraktiv macht. Allerdings reduziert das höhere Eigengewicht des stärkeren Motors die mögliche Zuladung minimal.
Für größere Wohnmobile oder solche mit umfangreicher Sonderausstattung empfiehlt sich eine Auflastung auf über 3,5 Tonnen (z.B. auf 3,85 Tonnen). Hierfür benötigen Fahrer jedoch den Führerschein der Klasse C1.
Fahrkomfort und Technik im Vergleich
Die neue Achtgang-Automatik im Fiat Ducato wurde speziell entwickelt, um die Probleme der früheren Neungang-Version zu beheben. Laut Testberichten arbeitet sie geschmeidiger und zuverlässiger als ihr Vorgänger. Dennoch bevorzugen viele Camper weiterhin das manuelle Getriebe des 160-PS-Motors aufgrund seiner Robustheit und direkten Kontrolle.
Beide Motorisierungen bieten moderne Assistenzsysteme wie Spurhalteassistenten und adaptiven Tempomaten serienmäßig an. Diese Funktionen erhöhen nicht nur den Komfort auf langen Reisen, sondern tragen auch zur Sicherheit bei.





