Wie oft muss das Wohnmobil zum TÜV? So sparen Sie Geld und vermeiden Fallen bei der HU!

HU fürs Wohnmobil – das müssen Sie wissen
Womo-TÜV abgelaufen? So teuer wird’s wirklich!

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.07.2026
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Deutsche HU Plaketten fürs TÜV mit korrektem Farbcode für die Jahre 2025 bis 2030.
Foto: aprott via Gettyimages

Sie lieben die Freiheit auf vier Rädern – doch damit Ihr Wohnmobil sicher bleibt, führt kein Weg an der Hauptuntersuchung (HU) vorbei. Umgangssprachlich sagt man zur HU oft einfach "TÜV machen", aber Vorsicht: Der TÜV ist nur eine der Prüforganisationen, die die HU durchführen dürfen – die HU selbst ist die offizielle, gesetzliche Untersuchung, die Ihr Fahrzeug alle paar Jahre bestehen muss.

Egal, ob Sie Wochenendausflüge machen oder monatelang durch Europa touren: Wer die HU vergisst, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern auch Ärger mit der Versicherung. Hier erfahren Sie, worauf es ankommt, wann Sie zum Check müssen und wie Sie sich optimal vorbereiten.

Wann ist die HU fällig?

Wenn ihr Campingfahrzeug als Wohnmobil zugelassen ist, braucht es regelmäßig einen Check – aber wie oft? Das hängt vom Gewicht ab:

  • Bis 3,5 Tonnen: Erste HU nach 36 Monaten, dann alle 24 Monate.
  • 3,5 bis 7,5 Tonnen: Alle 24 Monate, ab dem 6. Jahr jährlich.
  • Über 7,5 Tonnen: jährlich.

Den nächsten Termin finden Sie im Fahrzeugschein oder auf der HU-Plakette am Kennzeichen. Die Zahl in der Mitte zeigt das Jahr, die oberste Zahl den Monat. Keine Lust, den Termin zu verpassen? Viele Prüforganisationen erinnern Sie kostenlos – einfach online anmelden.

Was wird geprüft? Die wichtigsten Punkte

Die Prüforganisation (TÜV, Dekra, GTÜ, KÜS, etc.) checkt Ihr Wohnmobil von vorn bis hinten. Diese Punkte sollten Sie vorher selbst kontrollieren:

  • Beleuchtung: Funktionieren alle Lampen? Sind sie hell und unbeschädigt?
  • Bremsen: Verzögert das Wohnmobil sicher? Funktioniert die Auflaufbremse beim Wohnwagen?
  • Reifen: Mindestens 1,6 mm Profiltiefe (besser 3 mm), keine Risse?
  • Elektrik und Gas: Kabel sicher verlegt, keine Oxidation, Gasanlage dicht?
  • Korrosion: Kein Rost am Unterboden oder an der Karosserie.
  • Innenraum: Möbel fest verschraubt, Türen und Fenster dicht, Lüftung frei?

Vergessen Sie nicht: Seit 2025 ist die Gasprüfung alle zwei Jahre Pflicht. Ohne gültige Plakette drohen Bußgelder bis zu 60 Euro.

Gasplakette
Dominic Vierneisel

Was kostet die HU? Und wie sparen Sie Geld?

Die Preise variieren je nach Gewicht und Bundesland:

  • Bis 3,5 Tonnen: 55–85 Euro (HU), 117–165 Euro (HU + Abgasuntersuchung).
  • 3,5–7,5 Tonnen: 77–94 Euro (HU), 180–200 Euro (HU + AU).
  • über 7,5 Tonnen: ca. 200 Euro und mehr (HU + AU)

Spartipp: Vergleichen Sie die Preise von TÜV, DEKRA, GTÜ und KÜS. Manche Werkstätten bieten die HU günstiger an – besonders, wenn Sie ohnehin eine Inspektion machen lassen. Vermeiden Sie Nachkontrollen: Diese kosten extra und sind oft teurer als eine Vorab-Reparatur.

HU-Termin verpasst? Das droht Ihnen

Schon ab dem ersten Tag ohne gültige HU dürfen Sie nicht mehr fahren. Tun Sie es doch, riskieren Sie:

  • Bußgelder (ab 15 Euro, bei längerer Überziehung bis zu 60 Euro).
  • Punkte in Flensburg.
  • Probleme mit der Versicherung – im Schadensfall kann sie die Zahlung verweigern.

Ausnahme: Sie dürfen direkt zur Prüfstelle fahren – aber nur auf dem kürzesten Weg und mit Terminbestätigung.

HU im Ausland oder während des Urlaubs

Falls die HU während Ihres Urlaubs abläuft, planen Sie den Termin am besten vor der Abreise. Ab 2026 soll es einfacher werden: Dann können Sie die HU auch in einem anderen EU-Land machen lassen – mit einer vorläufigen Bescheinigung für sechs Monate. Bis dahin gilt: Nach der Rückkehr müssen Sie unverzüglich zur Prüfung.

Fazit