Ein Tag auf dem Stellplatz Ingolf Pompe

Stellplatz-Reservierung: Spontan oder geplant?

Ihre Meinung zur Stellplatz-Reservierung Spontan unterwegs oder im Voraus buchen?

Standen Sie schon mal vor ausgebuchten Stellplätzen und würden stattdessen gerne Parzellen vorab reservieren? Oder schätzen Sie die spontane Suche nach einem Übernachtungsplatz im Mobilurlaub? Die Meinungen der LeserInnen.

Es ist ganz einfach: Wer mit einem Reisemobil unterwegs ist, kann sich für die Übernachtung zwischen Wohnmobilstell- und Campingplatz entscheiden.

Diejenigen, die einen reinen Stellplatz präferieren, haben dafür gute Gründe: Sie möchten einen entsprechenden Parkplatz, geringe Gebühren, vielleicht noch einen Anschluss für Strom und Wasser, eventuell ein WC oder Frischwasserversorgung. Gezahlt wird am Automaten und An- und Abreisen kann jeder, wie es ihm gefällt. Also maximale Freiheit und Unabhängigkeit. Dass dazu auch mal gehört, für einen freien Parkplatz mehrere Stellplätze anfahren zu müssen, nehmen diese Reisenden durchaus in Kauf.

Gefragt: Reservierung für Wohnmobil-Stellplätze

Doch immer wieder erreichen uns bei promobil-Leserbriefe, in denen nach Reservierungsmöglichkeiten auf Stellplätzen nachgefragt wird. Die Argumentation hier: Die Sicherheit, einen Nachtplatz zu haben, die V+E-Möglichkeiten, die exakte Berechnung der Tagesetappen, die Kenntnis über die Stellplatzgröße. Diese Gruppe ist auch gerne bereit, den ein oder anderen Euro mehr für die Reservierung springen zu lassen.

Doch sind das nicht alles schon Argumente für die Nutzung eines Campingplatzes? Vielleicht könnte eine digitale Plattform die Platzverfügbarkeiten aufzeigen? Oder sollte es bei dem Prinzip bleiben: Wer zuerst kommt, findet einen Platz? Und Annehmlichkeiten wie Dusche und Brötchenservice braucht sowieso kein echter Wohnmobilist?

Die Meinungen der promobil-LeserInnen

Elke und Bernd Engstermann, Sprockhövel
Wir denken, dass die Freiheit beim Reisen durch eine generelle Reservierungspflicht nicht mehr gegeben ist. Wenn man für längere Zeit an einer Stelle verweilen möchte, ist speziell auf Campingplätzen eine Reservierung aber sinnvoll. Wir haben auch auf einigen Stellplätzen erlebt, dass ein bestimmtes Kontingent an Plätzen reservierbar ist. Fazit: Mit unserem Kastenwagen haben wir immer einen passenden Nachtplatz gefunden – ohne Reservierung!

Katja Nowakowski, per E-Mail
Eigentlich ist es ja gerade das Schöne beim Reisen mit dem Mobil, unabhängig zu sein. Allerdings stößt man schnell an die Grenzen, wenn man wie ich als Berufstätige ein schönes Wochenende verbringen möchte. Wenn man dann freitags nach Feierabend oder gar erst samstagmorgens losfahren kann, hat man ohne Reservierung so gut wie keine Chance, einen Platz auf einem schönen Stellplatz zu ergattern. Das Problem haben natürlich nicht Berufstätige nicht. Die reisen schön mittwochs oder donnerstags an und sehen das Problem gar nicht – klappt doch gut! Man könnte doch zumindest größere Stellplätze unterteilen, zum Beispiel die Hälfte mit Reservierung und die andere Hälfte zur freien Verfügung.

Rolf Guba, Kaisheim
Ich finde es absolut unnötig, Stellplätze zu reservieren, ganz im Gegenteil: Das ist eine totale Unsitte, die leider immer mehr überhandnimmt. Auf dem Campingplatz ist das okay und sinnvoll, aber ein Stellplatz dient dazu, während einer Reise eine angenehme Übernachtungsmöglichkeit zu haben, und nicht, diesen als Dauerplatz zu belegen, wie es viele machen – zum Beispiel auf manchen Plätzen bei Thermen. Wer gegen Abend keinen Stellplatz findet, kann immer noch "normal" irgendwo parken und am nächsten Tag Wasser nachtanken und Toilette und Grauwasser entsorgen ... wo ist das Problem?

Gerd Schröder, per E-Mail
Wenn das überhandnimmt, dass ich meine Reise komplett vorbuchen muss, kann ich mein schönes Hobby abschaffen.

Birgit und Niko Thomé, per E-Mail
Eine Anfahrt ohne Reservierung ist an beliebten Wochenenden oder in begehrten Lagen oft vergebens. Wir sind beide berufstätig und kommen deshalb freitags nun mal erst am Nachmittag weg. Bis wir dann an unserem Ziel sind, ist oft alles belegt von anderen, die sehr, sehr früh auf die Plätze fahren können. Die Möglichkeit zu reservieren ist mittlerweile das Hauptkriterium für unsere Stellplatzsuche.

Christa Berens, per E-Mail
Für mich ist das Besondere am Reisemobil: Freiheit – Flexibilität – freie Fahrt in alle Richtungen! Planen müssen wir im Alltag, nicht auch noch im Urlaub.

Jacobus Onneken, Schmitten
In Zeiten wie diesen ist eine Reservierung Gold wert – sowohl für die Stellplatzbetreiber als auch für die Reisemobilisten. In Zeiten einer neuen Normalität des Reisens würde ich mir diese Möglichkeit aber auch wünschen. Gerade wenn man längere Anfahrten hat, wäre das wirklich toll. Ich habe es auf jeden Fall schon oft vermisst. Ich würde aber im gleichen Zug dafür plädieren, dass man aus Fairness immer nur einen Platz reserviert und diesen dann entweder auch nutzt oder rechtzeitig storniert. Sonst hat man sehr viel Leerstand, der von anderen eventuell gerne benutzt worden wäre.

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Ich bin flexibel und spontan! Der Weg ist das Ziel und so zufällig ist auch die Wahl des nächsten Schlafplatzes.
Ich plane gerne! Daher möchte ich in meinem Urlaub nur auf von mir auserwählten Plätzen übernachten.

Beim Thema des Monats für promobil 5/2021 haben Annett und Christian Muraswki aus Seehausen/Altmark gewonnen.

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