Ihre Meinung Hans-Jürgen Hess
Kassenautomat - Stellplatz
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Lesermeinungen zu automatisierten Stellplätzen

Mensch oder Maschine? Ihre Meinungen zu automatisierten Stellplätzen

Viele Stellplätze verzichten auf einen Platzwart und setzen auf die elektronische Abwicklung der Prozesse. Das halten promobil-LeserInnen davon.

Seit der erste deutsche Reisemobilstellplatz im ostbayerischen Viechtach im Jahre 1983 seine Schranken öffnete, hat sich auf den heute rund 4.677 (Quelle: promobil-Stellplatz-Radar-App) Stellplätzen in Deutschland viel getan. Zum einen liegt das natürlich an den fortschreitenden technischen Möglichkeiten, die sich in letzten 27 Jahren ergeben haben.

Zum anderen sind aber auch effizientere Prozesse von Nöten geworden, um der stetig, in den letzten Jahren sogar enorm wachsenden Zahl an Reisemobilen gerecht zu werden. So sind allein 2020 etwa 76.225 Wohnmobil-Neuzulassungen erfolgt (Quelle: KBA).

Klar ist: Solche Zahlen stellen Stellplatzbetreiber wie Wohnmobilisten vor immer neue Herausforderungen. Wie also lässt sich der Ablauf auf dem Platz, angefangen vom Öffnen der Schranke über das Entrichten der Gebühr bis hin zum Duschwasser zapfen, einfach und effizient gestalten?

Die Automatisierung der Ablaufprozesse auf einem Stellplatz ist modern und effektiv.

Aber gefällt sie der Mehrheit der Reisenden? Überwiegt das Praktische? Sind alle notwendigen Informationen leicht auffindbar? Oder fehlt Ihnen die persönliche Betreuung?

Kassenautomat - Stellplatz
C. Streng
Praktisch oder grausig? Die Meinungen der promobil-LeserInnen sind unterschiedlich zu Bezahlautomaten an Stellplätzen.

Wir wollten wissen, was unsere LeserInnen von der Automatisierung der Ablaufprozesse auf Wohnmobilstellplätzen halten. Viele von Ihnen haben ihre Erfahrungen an die Redaktion geschickt. Hier ein paar Antworten:

Christoph Hövekenmeier, per E-Mail:
Es ist grausig mit den Automaten. Ich mag sie so wenig, dass ich dann lieber weiterfahre. Wenn ich unterwegs bin, möchte ich Menschen um mich haben. Ein Automat erklärt mir nicht, wo der nächste Bäcker ist, wo ich Gas bekomme und was ich unbedingt sehen sollte. Automaten sind dumm. Habe ich statt der geforderten 1-Euro-Münze nur einen 5-Euro-Schein, dann ist für mich schon Schluss. Geht meine Kreditkarte nicht, gibt es keine Diskussion, der Automat akzeptiert mich nicht. Mit einem Menschen kann man reden und gemeinsam eine Lösung finden. Wenn ein Platzbetreiber mit dieser "Friss oder stirb"-Methode seinen Gewinn maximieren will, dann fahre ich halt weiter. Lieber ein paar Euro mehr gezahlt und Service dabei.

Günter Kurz, Obersontheim:
Wir können gerne auf einen Platzwart verzichten. Meist ist er eh nicht ständig vor Ort und kommt oft dann, wenn es gerade nicht passt oder wir unterwegs sind. Uns ist am liebsten ein Kartenautomat, der allerdings funktionieren muss. Für uns ist auch ein Bargeldautomat okay. Wir sind mit Kleingeld immer gut sortiert und helfen auch immer wieder bei Bedarf aus.

Steffi und Marcel Wegner, per E-Mail:
In der Regel suchen wir für unser Wohnmobil ganz gezielt kleine und übersichtliche Stellplätze aus, von denen wir alles, was uns interessiert, mit unseren Fahrrädern erreichen können. Da wir oft nur für ein oder zwei Nächte bleiben, ist uns der schnelle und unkomplizierte Check-in und Check-out wichtig. Bisher hatten wir nie Probleme. Gezahlt wurde immer am Münzautomat oder unkompliziert mit der Bankkarte. Bei diesen Stellplätzen, die eher wie ein Parkplatz angelegt sind und ohne sanitäre Einrichtungen auskommen, kann auch nichts schiefgehen.

Familie Wegner hat keine Probleme mit den Automaten.

Manfred Kray, per E-Mail:
Ich halte rein gar nichts von automatisierten Stellplätzen. Es gibt niemanden, der als Ansprechpartner zur Verfügung steht und für einen reibungslosen Ablauf sorgt. Mittlerweile gibt es auf Stellplätzen immer mehr Wohnmobilisten, die der Auffassung sind: Jetzt bin ich hier – und was nach mir kommt, ist doch egal. Genau für diese Camper brauchen wir den Platzwart. Grauwasser-Entleerung auf dem Stellplatz und Ähnliches gibt es en masse, alles, was wir da tun können, ist reden. Ein Platzwart kann bei solchem Fehlverhalten auch einen Platzverweis aussprechen.

Sylvia und Ingo Dehn, per E-Mail:
Immer mehr Wohnmobile brauchen auch immer mehr Stellplätze. Von daher finden wir einen automatisierten Stellplatz praktisch und zeitgemäß, vor allem, wenn man auf der Durchreise ist. Da erweisen sich diese Plätze oft als sehr hilfreich. Gut wäre es, wenn in den gängigen Stellplatz-Apps klare Hinweise darüber zu finden wären, wie ein Stellplatz betrieben wird. Auch wegen möglicher täglicher Öffnungs- und Schließungszeiten.

Peter Brückmann, per E-Mail:
Natürlich kommt man auch mit den Automaten zurecht, aber man fühlt sich sehr viel besser aufgehoben und willkommen, wenn ein Ansprechpartner zur Verfügung steht. Oftmals bekommt man gute Tipps (Bäckerei, Lebensmittelgeschäft, Restaurant, Hundespaziergang) für die Umgebung. Dazu kommt, dass sich die leider auch unter den Wohnmobilfahrern vorhandenen "Ferkel" unter Beobachtung besser benehmen. Unser Fazit ist also, dass wir uns mit persönlicher Ansprache wohler fühlen.

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Ich schätze den Kontakt zu einer echten PlatzwartIn, die mir auch Tipps geben kann.