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Pössl Campster im Praxistest

So bewährt sich der Campervan in Alltag und Urlaub

Pössl Campster (2019) Foto: Silke Schwell 68 Bilder

Der Pössl Campster hat als günstiger T6-Konkurrent voll eingeschlagen. Wir testen den Campervan in der Praxis. Wie bewährt sich der Bus mit Aufstelldach im Alltag, im Urlaub und auf Langstrecke? Verschiedene Tester, verschiedene Meinungen, ein Fazit.

Sechs Augen sehen mehr als zwei - Darum testen wir den beliebten Pössl Campster gleich mit drei Redakteuren in zwei Versionen: Test 1 mit 180-PS-Diesel, Automatik und Zusatzausstattung, Test 2 mit 150-PS-Diesel, manuellem Getriebe und weniger Zusatzausstattung . Dabei interessieren uns technische Daten und Messwerte weniger, sondern wir wollen ganz praktisch erleben, wie sich Campen, Fahren und Alltag im Campster anfühlen.

Der Praxistest im Campster soll zeigen, für wen und für welche Anlässe sich der Campster eignet. Dabei darf sich der Van auf Basis des Citroën Spacetourer in drei Abenteuern beweisen: Andreas Of, Gelegenheitscamper und auto-motor-und-sport-Redakteur testet den Campster auf eine Tour ins Allgäu. Lisa Geiger, begeisterte Reisemobilistin, testet ihn als Personentransporter und fährt 1300 Kilometer bis in die Niederlande und zurück. Sophia Pfisterer, die am liebsten offroad unterwegs ist, schlägt sich mit dem Campster durch den Großstadt-Dschungel Stuttgarts.

>>> Teil 1: Wohnen und Fahren – Andreas Of: „Tiefgaragentauglich und sparsam“

Pössl Campster (2019) Foto: Silke Schwell
Kollege Of testet die Verdunklungen für die Campster-Fenster.

Unser Campster-Testwagen kommt mit 180-PS-Diesel, Automatik und Zusatzausstattung auf rund 55.000 Euro. Nicht wenig Geld, aber nicht viel für einen großen Bus mit vier Schlafplätzen; ein vergleichbarer VW California ist etwa 10.000 Euro teurer.

Der Campster kratzt beim Ausparken aus der Tiefgarage mit der Stummelantenne an den Warnschildern, passt ansonsten einwandfrei zwischen Betondecke, Säulen und Ticketautomat durch. Die Schranke klappt hoch, der Weg ins Wochenende ist frei.

Ganz entspannt nimmt der Campster, der ja im Grunde ein Citroën Spacetourer ist, am Stuttgarter Stadtverkehr teil. Die Übersicht von der hohen Sitzposition ist gut, die Wendigkeit okay. Ganz so präzise wie ein VW T6 oder Mercedes V reagiert der Spacetourer nicht auf die Lenkung, braucht ein paar Grad mehr Lenkwinkel. Der starke Diesel könnte etwas spontaner antreten, doch die Automatik schaltet zackig zurück und bietet im Stadtverkehr einen echten Komfortvorteil.

Ein Vorteil des Pösssl-Formats: Der Camper passt in Standard-Parklücken. Der Testwagen hat Parkpiepser vorn und hinten sowie eine Rückfahrkamera (1.310 Euro im Paket mit Totwinkel-Warner). Die versprochene Vogelperspektive baut sich etwas träge auf, ist jedoch sehr hilfreich und das Einparken klappt auch mit (eingeklapptem) Fahrradträger problemlos.

Zügig und sparsam über die Autobahn

Autobahn-Kilometer spult der Pössl zügig ab, schnell ist die Abregelung bei 170 km/h erreicht. Für ein Reisemobil sind das erstaunliche Geschwindigkeiten, Fahrer starker Mittelklasse-Diesel gähnen müde. Dabei läuft der Pössl auch bei Höchstgeschwindigkeit sauber geradeaus, der Wind rauscht kaum stärker ums Gehäuse als bei einem Pkw. Lediglich beim Beschleunigen tönt der Motor kernig nach Lieferwagen.

Pössl Campster
Fahren, Campen, Alltag 1:37 Min.

Bei konstanter Geschwindigkeit herrscht Ruhe. Dazu passt das komfortabel abgestimmte Fahrwerk, das lediglich auf starken Bodenwellen weit ausholt, um dann einzusacken. Dynamische Ambitionen unterstützt diese Abstimmung auf der Landstraße nicht, dennoch sind erstaunliche Kurvengeschwindigkeiten möglich. Dass wir dennoch eher entspannt unterwegs waren, zeigt der Bordcomputer-Verbrauch von 8,5 Litern.

Das Navi zeigte während der Fahrt den ein oder anderen Umweg an, dem wir nicht folgten – ein gesunder Orientierungssinn ist eine gute Ergänzung zum eigensinnigen Routenfinder. Gesundes Misstrauen ist bei der nicht immer treffsicheren Tempolimitanzeige angebracht, da sie nicht immer die richtigen Schilder erkennt. Zuverlässig und nützlich hingegen: Der Totwinkelwarner, der mit einer orangen Leuchte im Außenspiegel vor Autos warnt, die man sonst leicht übersehen würde.

Wohnen im Campster

Pössl Campster (2019) Foto: Silke Schwell
Das obere Bett im Campster: Viel Licht und Luft dank abnehmbarem Zeltbalg.

Beim Campen erfordert der günstige Preis Kompromisse: Die Karosserie ist nicht isoliert und zum Lüften kann von Hand ein Gitter in die vorderen Fenster eingesteckt werden. Rollos an den vorderen Fenstern fehlen – Wer lieber für sich ist oder nur im Dunkeln schlafen kann, muss das Verdunklungspaket nachrüsten, das es ab Modelljahr 2019 gibt.

Pössl Campster Praxistest Foto: Roman Domes
Das untere Bett im Campster

Schnell ist das untere Bett gebaut: Rücksitzbank vorziehen, Lehne umlegen, Matratze drüber. Die bietet ausgerechnet am unteren Rücken zu wenig Unterstützung, ist etwas zu weich und mit 1,15 Meter Breite für zwei Personen sehr schmal. Oben liegt es sich nach etwas Kletterei auf einer dünnen und 1,10 Meter schmalen Matratze, aber immerhin mit mehr Luft und Aussicht: Per Reißverschluss öffnet der vordere Teil des Aufstelldachs.

Eine Nacht zu viert im Pössl Campster? Nur zur Not. Schon zu zweit werden Bewegungsfreiheit und Stauraum knapp. Das liegt untere anderem daran, dass sich der obere Teil des Kofferraums in das untere Bett verwandelt und die unteren Stauräume nicht mehr zugänglich sind, sobald das Bett gebaut ist. Einen Koffer legen wir auf den umgedrehten Beifahrersitz. Zum Hinaufklettern bliebe jetzt immer noch der Fahrersitz.

>>> Teil 2: Campervan auf der Langstrecke – Lisa Geiger „Viel Fahrspaß mit 150 PS“

Pössl Campster (2019) Foto: Silke Schwell
Lisa Geiger übernimmt den Campervan, um damit nach Holland zu fahren.

Als Reisemobilistin fühle ich mich im Pössl Campster fast wie im Pkw. Der kleine Bus ist agil sowie schmal und man könnte sich einbilden in einem großen SUV zu sitzen. Vom Fahrersitz überblickt man den Verkehr gut, die etwas erhöhte Sitzposition ist angenehm. Einzig an den größeren Wendekreis muss man sich gewöhnen. Beim Einparken darf man nicht vergessen, dass der Pössl ein kleiner Bus mit großem Radstand ist – man muss manchmal ziemlich weit ausholen

Der Campster trat im Vergleichstest gegen Westfalia Jules Verne und Ford Nugget mit „nur“ 130 PS an und schnitt damit im Test nur mäßig ab. Ich bin die schwächere und die die 150 PS Version gefahren und kann daher sagen: Der stärkere Motor (150 PS) macht einen extremen Unterschied in Fahrverhalten und -Komfort aus!

Noch angenehmer fährt es sich im automatikgetriebenen Campster mit 180 PS. Kein lästiges Schalten mehr und bei bis zu 170 km/h immer noch ruhig auf der Autobahn unterwegs. Was uns alle drei beim ersten Test gestört hat, war die störrische Kupplung. Sie verlangt viel Kraft. Beim Anfahren muss man aufpassen, dass sie nicht zurückschnellt und man so das Fahrzeug abwürgt. Außerdem fand ich den Schaltknüppel mit seiner quadratischen Form alles andere als ergonomisch. Ich hatte keinen großen Spaß daran, ihn zu benutzen. Die Automatik an Testwagen Nummer 2 behebt beide Kritikpunkte und macht viel mehr Spaß.

Pössl vs. Van-Tourer vs. Westfalia im Test
Sechs-Meter-Campingbusse mit Einzelbetten

Der Campster als Personen-Shuttle

Mein Plan mit der 150-PS-Version: Mit vier Personen von Stuttgart nach Amsterdam reisen. Aufgrund meiner vorherigen Erfahrungen bereite ich mich seelisch auf eine eher langatmige Fahrt vor. Weit gefehlt! Ohne Probleme schiebt sich der Campster vorwärts. Auch auf der Autobahn macht er eine super Figur. Mit Gepäck und vier Personen Besatzung können wir konstant bei 130 km/h bleiben, selbst wenn es mal bergauf geht. Bei der 180-PS-Variante habe ich auf der Autobahn erst recht nichts auszusetzen.

Alle vier Personen haben es übrigens sehr bequem im Campster. Auch auf der Rückbank tat niemand nach der langen Fahrt der Rücken weh. Nervig war nur das Knarzen des Fahrersitzes während der Fahrt. Ich hatte das Gefühl der Stuhl war nicht richtig eingerastet oder die Federung im Sitz wäre nicht mehr die neuste.

Campingbusse Kompakte Campingbusse der Bulli-Klasse Basisfahrzeug-Alternativen zum VW-Bus

Ansonsten bringt uns der Pössl Campster ohne Probleme von Stuttgart nach Amsterdam. Inklusive Pausen absolviert der Campster die 620 Kilometer in einer Spitzenfahrzeit von 7 Stunden.

Vor- und Nachteile des Displays

Das aufpreispflichtige Head-up-Display ist nicht notwendig und auch nicht sehr gut einsehbar. Was sich dagegen wirklich lohnt, ist die Schilder-Erkennung, die das Tempolimit im Display anzeigt.

Eigentlich praktisch: Wenn die Tankanzeige leuchtet, zeigt das Navi selbstständig alle umliegenden Tankstellen an. Auf dem Navi sind dann aber leider nur noch Tanksymbole zu sehen und nicht mehr die Route. Als hätte der Campster Angst zu verdursten und würde sich nicht auf den Fahrer verlassen wollen, der hoffentlich weiß, wann es Zeit ist zu tanken.

Sorgenfrei durch Amsterdam

Pössl Campster Praxistest Foto: Roman Domes
Mit dem Pössl Campster lassen sich die Grachten mit ihren engen Brücken gut befahren.

Ganz unbekümmert fahre ich mit dem Campster in die Innenstadt von Amsterdam. Etwas, das ich mit einem großen Wohnmobil sonst nie gewagt hätte. Entlang der Grachten in der niederländischen Metropole führen kleine Einbahnstraßen über schmale Brücke. All das ist kein Problem für den Pössl Campster und ich habe keine Sekunde Angst davor, hängen zu bleiben.

Die Parkplatzsuche gestaltet sich dann doch ein wenig schwierig. Auf der Suche nach einem günstigen Parkhaus fiel auf, dass die Höhe des Campsters in den Niederlanden zum Problem werden kann. Zwar ist der Campingbus mit seiner Höhe inklusive Aufstelldach knapp unter zwei Metern eigentlich als tiefgaragentauglich klassifiziert, doch sind viele Parkhäuser in Amsterdam auf 1,60 bis 1,90 Meter Höhe beschränkt. Das hieß für uns erst einmal: Suchen, suchen, suchen.

Nach einer Stunde haben wir dann endlich noch einen freien Platz im großen Parkhaus am Hauptbahnhof ergattert, das mit 15 Euro pro Tag für Amsterdam als besonders günstig gilt.

>>> Teil 3: Alltagstauglichkeit und Stadtverkehr – Sophia Pfisterer: „Praktische Familienkutsche“

Wer in den Stuttgarter Innenstadt-Bezirken, im „Kessel“, wohnt, kennt das: Ist der Parkplatz gut, überlegt man zwei Mal, ob das Auto bewegt werden soll. Deshalb bin ich im Alltag überzeugte Radfahrerin.

Pössl Campster Praxistest Foto: Janine Graubaum
Viel Stauraum trotz Schrank im Heck: Ein bis zwei Fahrräder schluckt der Campster einfach.

Für den Pössl-Campster-Praxistest steige ich für ein paar Tage um. Praktisch: In dieser Zeit, kann ich einige wichtige Dinge von meiner To-Do-List erledigen, die mit dem Rad ungeschickt bis unmöglich wären: Großeinkäufe, Möbelhausbesuche und ein Ausflug ins Grüne mit einer befreundeten Familie plus Kleinkind – Isofix sei Dank! Meine Bilanz: Nur etwas über 100 Kilometer bringe ich auf die Anzeige, dafür viele Anekdoten aus dem Alltag. Wie schlägt sich der Citroën Spacetourer als Transporter und auf der Parkplatz-Suche in der Stadt?

Navi und 360-Grad-Birdview enttäuschen

Vom Navi bin ich enttäuscht. Zu Testzwecken schalte ich meinen Orientierungssinn in meiner Heimatstadt kurz aus und verlasse mich komplett auf die Navi-Ansagen. Das Display wirkt vertrauenserweckend und schindet einen aktuellen Eindruck. Von wegen! Die Software kennt die neueste Straßenführung nicht. Prompt schickt es mich in eine Einbahnstraße. So fahre ich im Kreis und komme fast zu spät zu meiner Yogastunde.

Das Parken am Straßenrand ist mit 4,95 Metern Länge... möglich. Sofern man eine Lücke findet. Und cool bleibt, weil es jemand hinter einem eilig hat und hupt. Hier wird die Verwandtschaft des Spacetourers zum Toyota Proace Verso deutlich: Das Bild der 360-Grad-Kamera baut sich in beiden Fahrzeugen nur langsam und unvollständig auf.

Der ungeduldige Typ hinter mir hupt nochmal. Ach, nö, jetzt bin ich vor lauter Rangieren wie Kollegin Geiger auf den seltsamen Schleifpunkt der Kupplung reingefallen und würge den Motor ab. Die Schwäbin in mir mahnt: „No net huadle“ („Nur nicht pfuschen“), der Testwagen soll keinen Kratzer bekommen. Ich starte neu, fahre betont gemächlich in die Parklücke, lächle und winke dem Hintermann freundlich zu.

Vogelperspektive für 1499 Euro
Rundum-Kamera nachrüsten

Der Alltagsheld mit einfacher Umbau-Funktion

Als Partner-in-Crime beim Einkaufen ist der Pössl Campster unschlagbar. So viel Platz für Einkaufstüten! Doch auch größere Transportaufgaben erledigt der Van spielend leicht: Fahrräder, Möbelkartons, Kinderwagen, hier passt jede Menge rein.

Die Heckklappe hinten kann man komplett öffnen oder nur das Fenster, um schnell noch etwas hineinzuwerfen. Dank der Schiebetüren auf beiden Seiten lässt sich Sperriges gut verstauen oder wenn man zugeparkt ist, auch mal von der anderen Seite Be- oder Entladen.

Pössl Campster Praxistest Foto: Janine Graubaum
Schwerer Küchenblock: Alleine schafft es Redakteurin Sophia Pfisterer nicht, ihn anzuheben.

Um den vielbesagten Shopping-Stauraum im Pössl Campster zu schaffen, will ich Küche, Matratzenunterlage und Rücksitze eigenhändig ausbauen. Trotz meiner Zweifel, ob das so einfach funktioniert. Tut es aber. Wie jeder normale Mensch versuche ich Modulküche und Sitzbänke ohne Bedienungsanleitung zu lösen und – es klappt! Das Einzige, das man vorher wissen muss ist, dass man die Strom-Steckverbindungen an der Küchenzeile nicht vergessen darf.

Mein Handicap: Ich bin alleine nicht stark genug, Küchenmodul und Sitze herauszuhieven. Doch mit der Hilfe von den beiden Kollegen ist das kein Problem. Wer die Küche ausbaut, kann draußen kochen, so dass im Fahrzeug keine heißen oder fettigen Dämpfe den Schlafraum vernebeln und Soßenspritzer am Fahrzeughimmel sicher ausbleiben. An sich eine gute Idee, aber etwas umständlich ist die Montage der Füße für den Küchenblock – man benötigt mindestens zwei Personen.

Zwar werden die Stahlgestelle der Küchenblockfüße nur mit einer einzigen Schraube befestigt, doch mindestens eine Person muss den Küchenblock festhalten, während die andere das richtige Loch sucht und schraubt. Praktischer wären hier Aufklappscharniere, die bereits am Küchenblock befestigt sind. Das Kochen selbst auf dem Küchenblock klappt einwandfrei: Die Arbeitsfläche befindet sich auf angenehmer Höhe und dank des Tischs aus dem Innenraum kann man eine schicke kleine Bar vors Fahrzeug bauen.

Als Sitze und Küchenblock ausgebaut sind, fällt dem einen oder anderen plötzlich ein, dass auch bei ihm noch ein Möbelhaus-Besuch ansteht und entführt den Campster. Sein großer Vorteil: Anders als ausgebaute, große Campingbusse oder Wohnmobile, passt er in (fast) jedes Parkhaus.

Parkhaus-Test: Knapp bestanden

Pössl Campster Praxistest Foto: Philipp Heise
Ohje, passt der Campster? Ja, er passt!

In der ganzen Zeit gibt es nur ein einziges Parkhaus, das ich nicht befahren kann, weil es 1,95 Meter hoch ist – in Stuttgart ist man mit der Parkhöhe nicht so knausrig wie in Amsterdam. Ins Schwitzen komme ich am letzten Tag bei der Rückfahrt in die Redaktion. Die Höhe der Tiefgarage beträgt ganz genau zwei Meter. Durch die hohe Sitzposition habe ich kurz Bedenken, dass es mir das Dach abrasiert... Doch der Campster packt die versprochene zwei Meter-Marke haargenau. Punktlandung.

Testwagen: Austattung und Preis

Campster Grundpreis, 2.0 l BlueHDI 150 PS, Getriebeschaltung: 39.999 Euro
Campster Grundpreis, 2,0 l BlueHDI 180 PS, Automatik: 42.599 Euro

Serienausstattung (Auszug): ABS & ESC, Autoioanlage RD 6 mit Bluetooth Freisprecheinrichtung, USB, Klimaanlage automatik Bizone, Zusatzklimaanlage hinten, Faherer- und Beifahrerairbag, drehbare Frontsitze, Geschwindigkeitsregelanlage mit Begrenzer, Müdigkeitswarner, verstellbares Lenkrad, Berganfahrhilfe, Zentralverriegelung, Nebelscheinwerfer mit Kurvenlichtfunktion, Sonnenrollos in den Türen der Reieh 2, Schiebetüre rechts manuell, Heckscheibe separat zum Öffnen, Beistelltisch klappbar hinter den Sitzen der Reihe 1, Tischverstaumöglichkeit im Stauraum, 95 AH Aufbaubatterie, Ladeautomat 18 A, CEE-Außenanschluss 230 Volt mit Sicherungsautomat, zwei 220-Volt-Steckdosen im Wohnraum und eine 12-Volt-Steckdose im Armaturenbrett.

Zusatzausstattung (teilweise in den Testwagen verbaut):

  • Metalliclackierung: 700 Euro
  • Aufstelldach lackiert: 990 Euro
  • Polster Maroon: 499 Euro
  • Alufelgen 17 Zoll: 500 Euro
  • Getönte Scheiben: 200 Euro
  • Außenspiegel elektrisch verstell-, beheiz- und anklappbar: 120 Euro
  • Parkpaket 2 (akustische Einparkhilfe mit Rückfahrkmera und 180-Grad Rundumsicht): 2.090 Euro
  • Licht-Paket (Xenon-Scheinwerfer, Scheinwerfer-Reinigungsanlage): 900 Euro
  • Citroën Connect Nav DAB (Spracherkennung, Touchscreen 7 Zoll, Mirror-Screen): 1.030 Euro
  • Schiebetüren links und rechts manuell: 550 Euro
  • Sicherheits-Paket 5: 2.870 Euro
  • Dieselheizung Webasto: 2.199 Euro
  • Kühlbox herausnehmbar/fest installiert: 699 Euro
  • Outdoorküche (Verlängerungskabel Stromversorgung, Füße für Küchenblock, Teleskopfuß Tisch): 199 Euro

Preis Testwagen 1: ca. 50.000 Euro
Preis Testwagen 2: ca. 55.000 Euro

Fahrzeugabmessungen

Länge/Breite/Höhe: 4,95 m / 1,92 m / 1,96 – 1,99 m
zulässiges Gesamtgewicht: 2,695 bzw. 2,780 t
Sitz/Schlafplätze: 7/4
Größe der Liegeflächen: Sitzgruppe 1,99 x 1,14 m; Dachbett 2,00 x 1,20 m

Vor- und Nachteile

promobil Testwertung
  • großer Fahrkomfort
  • günstiger Preis
  • bequeme Betten
  • viel Stauraum
  • flexibel einsetzbar
  • sehr einfache Campingausstattung
  • Navi und Rückfahrkamera nicht ausgereift
  • ACC-Tempomat reagiert langsam
  • Umbau nur mit zwei Personen möglich

Fazit

Andreas Of: Tiefgaragentauglich, schnell und sparsam: Beim Fahren ist der Pössl Campster verhält sich der Campster fast wie ein Pkw. VW T6 und Mercedes V-Klasse fahren feiner, kosten aber auch mehr. Beim Campen verlangen der günstige Preis und das stadttaugliche Format Kompromisse. Mit Verdunkelungen ist der Campster ein brauchbarer Camper für ein bis zwei Nächte.

Lisa Geiger: Für ein Alltagsfahrzeug, mit dem man auch mal einen Wochenendtrip machen kann, eignet sich der Campster gut. Auf längeren Urlauben dürfte er für mich ein bisschen mehr Wohnkomfort haben – aber dann wäre der Preis nicht so niedrig. Ab 150 PS fährt er sich angenehm. Als Transportmittel für lange Fahrten ist der kleine Campingbus ein sehr bequemes Fahrzeug für vier Personen. Minuspunkt für mich beim Handschalter: Die störrische Kupplung.

Sophia Pfisterer: Das mit der Kupplung kann ich bestätigen, die Automatik hingegen ist sehr komfortabel. Familien kann ich den Citroën Spacetourer als Alltags- und Stadtwagen ohne Einschränkung empfehlen: Als Van bietet er viele Sitzplätze mit Isofix, als Transporter viel Stauraum. Der Umbau ist unkompliziert. Als Großstadt-Bewohnerin (Parkplatzmangel) mache ich lieber Carsharing. Wann darf ich mir den Campster zum Urlaub/Umzug/Großeinkauf wieder ausleihen?

Neuester Kommentar

Super, das sind genau die Tests, die einen weiter bringen. Individuelle Meinungen und subjektive Kommentare sind prima. Ich bin bisher nur den Spacetourer gefahren und hatte genau das gleiche Bild: Der Motor ist super, der Wagen klasse, die nervige Kupplung kenne ich von meinem Peugeot Partner, mein Händler hat sie mir aber viel besser eingestellt.
Zwei Fragen an Roman:
1. Das mit dem Fenster in der Heckklappe wusstest du nicht? Schade, die hat meiner auch und sie ist absolut super, zum Laden und lüften. Klar, bei 2°C und defekter Standheizung hätte ich auch geflucht. Der letztes Jahr geliehene Marco Polo hatte übrigens auch keinen SChutz über oder neben dem Kocher, eine gute Idee auf die wohl nicht niemald gekommen ist.
2. Die Basis Spacetourer kostet, je nach Motoriseierung gerade mal ein bis zweitausend Euro weniger. Was soll der begabte Handwerker dafür erreichen?
Fazit: Danke für den Test!

tenere333 12. Dezember 2017, 21:02 Uhr
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