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So ermittelt promomibl die ideale Bodenfreiheit

Bodenfreiheit im Reisemobil Genügend „Luft“ unter dem Fahrzeug

Wie steht es eigentlich mit der Bodenfreiheit bei Reisemobilen? So misst und bewertet promobil die Rampen- und Überhangswinkel von Testwagen.

Endlich am Ziel angekommen, noch schnell das Reisemobil von der Fähre rollen und der Urlaub kann beginnen. Doch plötzlich wird die Besatzung durch schabende und krachende Geräusche aus der Vorfreude gerissen. Beim Verlassen der Fährenrampe setzt das Heck auf,der Rückleuchtenträger bekommt Risse, die Rahmenverlängerung verbiegt sich.

Vermeiden lassen sich solche unliebsamen Vorfälle eventuell durch langsames, gegebenenfalls leicht schräges Befahren der Rampe, sodass jedes Rad einzeln behutsam auf der Fahrbahn aufsetzt. Aber natürlich spielt auch die Bauform des Wohnmobils eine wesentliche Rolle, insbesondere wie viel "Luft" unter dem Fahrzeug noch bleibt, bis es aufsetzt.

Was ist die Bodenfreiheit?

Die Bodenfreiheit im engeren Sinne, also die Distanz zwischen Fahrbahn und Fahrzeugboden beziehungsweise Achse, ist ein Maß, das hier herangezogen wird. Noch wesentlicher für die Einschätzung der für die Geländegängigkeit maßgeblichen baulichen Verhältnisse sind die Rampen- und Überhangswinkel.

Um die Bodenfreiheiheit zu bestimmen, verwendet promobil eine optisch-grafische Methode:

Zur korrekten Winkelbestimmung muss die Tangente an den Kreis des „statischen Halbmessers“ und an der Schürze angelegt werden.

Dafür wird die Beifahrerseite des Fahrzeugs unter vorgegebenen Bedingungen fotografiert und anschließend grafisch ausgewertet. Zum Anlegen der Tangenten an das jeweilige Rad muss der sogenannte "statische Halbmesser" berücksichtigt werden. Damit ist der Radius des belasteten Rades im Stand gemeint, also der Abstand zwischen Radnabe und Aufstandsfläche. An dem mit diesem Radius gezogenen Kreis wird die Tangente angelegt, die gleichzeitig den ersten Punkt unterhalb des vorderen oder hinteren Überhangs berührt.

Der Rampenwinkel: Je größer, desto besser

Für den sogenannten Rampenwinkel wird zusätzlich der am tiefsten liegende Punkt zwischen den Achsen aufgesucht – häufig die Trittstufe oder der Abwassertank – und von dort werden die beiden Tangenten an die Räder gelegt. Der Winkel zwischen den beiden Linien ergibt den Rampenwinkel.

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Zur Bewertung der Winkel greift promobil auf das vom Gewichtsdiagramm bekannte Ampelschema zurück. Zur Bestimmung der Grenzwerte hat sich aus der Erfahrung mit vielen Reisemobilen gezeigt, dass Winkel ab 20 Grad keine Probleme machen ("Grün"), während Werte von 10 Grad und weniger kritisch einzustufen sind ("Rot"). Werte dazwischen ("Gelb") liegen im durchschnittlichen Bereich.

Bei Reisemobilen ist es übrigens meist der sogenannte Hecküberhang, der unrühmlich aus der Reihe tanzt. Je weiter das Fahrzeugende von der Hinterachse entfernt ist, desto mehr bereitet der Aufbau in puncto Bodenfreiheit Probleme. Abhilfe könnte eine Höherlegung schaffen, wie sie beispielsweise bei der Nachrüstung von Offroad-Tauglichkeit geschieht.

Fazit

promobil gewährt Einblick in den Redaktionsaltag und verrät was für Auswirkungen die einzelnen Winkel auf die Bodenfreiheit haben. Hier finden sie weitere Artikel aus der Serie "So testet promobil". Im nächsten Teil der Serie geht es um den Wendekreis.

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