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Wohnmobil-Trends 2021 Alfred Weiss Fotografie
Kabe Royal 780 (2021)
Wohnmobil-Trends 2021
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Wohnmobil-Trends 2021 33 Bilder

10 Wohnmobil-Trends 2021

Wie reisen wir morgen mit dem Wohnmobil?

Dieses Jahr ist alles anders: Die Markteinführung neuer Modelle verzögert sich teils oder wird sogar ganz ausgesetzt. promobil zeigt in zehn Trends auf, wo die größten Veränderungen zu erwarten sind.

1. Trend: Mehr Mercedes Sprinter

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Alfred Weiss Fotografie
Carthago: Nach C- und E-Line setzt nun auch der C-Tourer auf den Mercedes.

Hymer hat es vorgemacht und legt aktuell mit dem neuen Master Line T 780 nochmal nach – in Form eines Luxus-Teilintegrierten auf Basis des Sprinter. Inzwischen beeilen sich immer mehr Marken, vor allem im Segment der Mittel- und Oberklasse der Teil- und Vollintegrierten, sich ebenfalls mit neuen Modellen auf Mercedes in Stellung zu bringen. Denn in diesem weniger preissensiblen Bereich schätzen die Käufer die Vorzüge des Sprinter bei Renommee, Fahrkomfort, Fahrsicherheit und Konnektivität.

So richtig los ging es aber erst mit dem Start des Sprinter-Triebkopfs mit Vorderradantrieb und Alko-Tiefrahmen. Denn nur damit lässt sich ein eleganter, nicht zu hoher Aufbau mit Doppelboden realisieren. Aktuelle Neuvorstellungen kommen von Carthago mit den C-Tourer-Teil- und -Vollintegrierten auf Sprinter-Basis. Sie ergänzen die seit einem Jahr auf Mercedes erhältlichen C- und E-Line-Modelle. Nach Jahren der Abstinenz baut auch Eura Mobil seine gehobenen Contura-Teilintegrierten wieder auf eine Basis mit Stern. Damit vermählt sich die erste Trigano-Marke mit Mercedes. Und auch in Schweden bei Kabe geht es mit der Erneuerung der Baureihen voran. Wechselten bereits letzte Saison die Crown- und Imperial-Integrierten auf den Sprinter, so kommen jetzt noch die Royal-Teilintegrierten hinzu.

Kommentar von Jürgen Bartosch: "Im gehobenen Preissegment schätzen die Käufer die Vorzüge des Mercedes besonders – etwa bei Renommee, Fahrkomfort, Sicherheit und Konnektivität."

2. Trend: Mehr Längsbank-Sitzgruppen

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Dethleffs
Der praktische Grundriss funktioniert auch in Teilintegrierten, wie hier im Dethleffs Just 90.

Vorherige Saison überraschten viele Hersteller erstmals mit Längsbank-Sitzgruppen in ihren Grundriss-Paletten. Es schien, als sei ein neuer Trend geboren, war diese Art der Dinette zuvor doch eher selten und nur vereinzelt bei französischen Marken wie Pilote, Rapido, Chausson und Challenger zu finden. Doch anders als andere flüchtige Modeerscheinungen ist die Längsbank-Sitzgruppe gekommen, um zu bleiben. So setzen Hersteller auch im Modelljahr 2021 immer häufiger auf die Lösung mit den zwei Längsbänken. In Bürstners neu aufgelegtem integrierten Topmodell Elegance zum Beispiel nimmt man einander gegenüber, face to face Platz. Ebenso wie im Just 90 von Dethleffs und dem Frankia 1960.

Dass mehr und mehr Hersteller Längsbänke anbieten, wundert nicht. Das Konzept funktioniert. Der Durchgang zum Fahrerhaus ist bequem möglich, da sich der Tisch meist abklappen lässt. Zu zweit sitzt man sich komfortabel gegenüber, ohne die Fahrerhaussitze drehen zu müssen. Für die Fahrt zu dritt oder zu viert lassen sich die Bänke oft zu je einem Gurtplatz umbauen. Vor allem aber öffnet diese Anordnung den Wohnraum und verleiht eine gemütliche Atmosphäre. Diese Vorzüge erteilen der Längsbank-Sitzgruppe also allemal eine längerfristige Daseinsberechtigung.

Kommentar von Saskia Hörmann: "Längsbank-Sitzgruppen sind mehr als nur ein Trend. Sie sind gekommen, um zu bleiben – und zwar zu Recht. Verleihen Sie doch ein luftiges Raumgefühl und eine wohnliche Atmosphäre."

3. Trend: Längere Einzelbetten

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Weinsberg
Weinsberg Carasuite 700 ME: Paritätisch vergrößerte Betten für beide Partner. Das ist Gleichberechtigung.

Nein, nicht jeder Camper hat Gardemaß, doch die meisten dürften ein komfortabel großes Bett dennoch zu schätzen wissen. Die Erkenntnis, damit beim Kunden punkten zu können, setzt sich bei immer mehr Herstellern durch.

Das klappt aber nicht bei allen Grundrissen und Aufteilungen gleich gut. Queensbetten etwa – so charmant die Idee ist – geraten in dieser Hinsicht oft ins Hintertreffen. Querdoppelbetten sind oft groß, haben aber Nachteile bei der Zugänglichkeit. Etwas unproblematischer ist da der Deutschen liebste Schlafzimmergestaltung im Reisemobil: Längseinzelbetten mit einem komfortablen Zugang über die Mitte. Natürlich braucht auch diese Anordnung Platz, weshalb häufig eines der Betten deutlich kleiner ist als das andere.

Mit einem Kniff vergrößert Knaus die Liegefläche beider Betten im neuen Van TI auf zwei Meter Länge. Durch eine weiter nach hinten versetzte Rückwand gewinnt der Innenraum entscheidende Zentimeter. Adria baut seinen neuen Coral gleich 7,50 Meter lang und streckt so die Betten jeweils auf über zwei Meter. Auch Weinsberg gönnt Käufern eines Carasuite/Caraloft 700 ME über zwei Meter Liegelänge – in beiden Betten.

Kommentar von Dominic Vierneisel: "Das ist nicht nur eine Frage der Gleichberechtigung, sondern generell eine des Komforts. Betten von teils unter 1,80 Meter Länge sind einfach eine Unsitte. Viele Hersteller haben das erkannt und machen die Betten größer."

4. Trend: Freiere Blickachsen

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Karl-Heinz Augustin
Beim Knaus Boxstar Lifetime XL endet die Küche in einem halbhohen Tresen, in dem der schmale Kleiderschrank untergebracht ist.

Klar geht es bei ausgebauten Kastenwagen à la Ducato und Co. um bestmögliche Raumausnutzung. Aber ein bisschen wohnlich sollte es schon auch sein, und dieser Anspruch gewinnt gerade an Gewicht. Der Schlüssel ist die freie Sichtachse. Sie verbindet das Vorne mit dem Hinten, öffnet den Blick durch den Raum.

Man muss sich auch nicht so zwischen Bad und Küche durchzwängen und kommt leichter ins Bett, wenn die Küche nicht – wie sonst üblich – in einem raumhohen Schrank endet. Die immer öfter eingesetzten Kompressorkühlschränke brauchen keine Lüftungsgitter nach draußen, können so an die Stirnseite der Küche wandern und machen Weg und Blick frei.

Westfalia hatte bei Columbus und Amundsen Erfolge damit. In jüngster Zeit entschieden sich auch die Konstrukteure des VW Grand California für diese Variante. Der aktuelle Knaus Boxstar Lifetime 600 XL gönnt sich diese Freiheit. Und bei Pössl wird diese Variante jetzt aktuell nicht nur beim Trenta Realität, sondern auch beim neuen Sondermodell 2Win S Plus. Konsequent setzt zudem Malibu auf diese Grundrissidee. Im 640 LE RB geht die Küchenzeile in einen pfiffigen Multifunktionsschrank über und endet im Bett.

Kommentar von Timo Großhans: "Platz fürs Gepäck ist natürlich wichtig, aber beim Verreisen geht es auch um die Wohnlichkeit. Im Idealfall kriegen die Hersteller beides unter einen Hut. Ein schönes Raumgefühl und Stauraum."

5. Trend: Viel mehr Aufstelldächer

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Timo Großhans
Neu bei Westfalia ist die Verbindung von Klappdach und großem Dachfenster im Bug.

Im Kompaktcamper längst Standard, laden auch bei größeren Campingbussen der Ducato-Klasse immer mehr Aufstelldächer zum Träumen ein. Die Schlafgelegenheit auf dem Dach ist für die Familienmitglieder drei und vier gegenüber der umgebauten Sitzgruppe gewiss die bequemere Offerte. Aber Achtung: Das kostet Zuladung und die zusätzliche Masse verschiebt den Schwerpunkt ungünstig nach oben.

Den Trend früh erkannt hatten Pössl, Hymer und Vantourer Zur neuen Saison ziehen auffallend viele Hersteller nach – wie Malibu, Knaus, Karmann-Mobil und andere. Doch nicht immer haben die Nachzügler die schlechteren Karten.

Malibu etwa wählt mit einer Sandwichkonstruktion einen eigenen Weg, der deutlich leichter sein soll. Das neue Aufstelldach von Knaus punktet mit einer tollen Ausstattung mit Ablagen, einer Ladeschale für Smartphones und einer außergewöhnlichen Innenbeleuchtung. Der Faltenbalg lässt sich großflächig aufzippen, trotzdem schützt eine Gaze vor Insekten. Außerdem räumt Knaus ein typisches Manko von Aufstelldächern aus und baut ein Dachfenster direkt über dem Aufstieg ein. Einen ähnlichen Effekt erzielt Westfalia durch die Kombination seiner Eigenkonstruktion mit einem Skyroof über dem Fahrerhaus. Zudem hebt sich der Westfalia-Deckel elektrisch und in die Dachschale ist ein riesiges Solarmodul eingelassen.

Kommentar von Philipp Heise: "Kaum einer macht’s noch oben ohne. Aufstelldächer haben zweifellos praktische Seiten. Nett, dass Hersteller auch die Nachteile ausmerzen, Dächer leichter machen und Fenster einbauen."

6. Trend: Höhenverstellbare Heckbetten

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Ulrich Kohstall
Dreamer Fun D60: optional – wie viele Modelle – mit Zusatzbett unten.

Wer hat’s erfunden? Die Ehre gebührt wohl Kastenwagen-Pionier Pössl. Revolution hieß das Modell, das 2013 als erstes mit einem elektrisch höhenverstellbaren Längsbett im Heck um die Ecke bog. Weil das wegen des riesigen Stauraums darunter echt praktisch ist, haben wir uns schon gewundert, warum andere Hersteller die Idee eher zögerlich aufgegriffen haben.

Voilà, zur Saison 2021 wächst die Auswahl an großen Campingbussen, bei denen man im Handumdrehen auf Knopfdruck eine große Garage für Fahrräder, Gleitschirme, Skier und anderes Sportgerät entstehen lassen kann, schlagartig. Bei Adria ist der Twin 640 SGX nun auch in einer Plus-Version erhältlich.

Auch andere Marken der Trigano-Gruppe wie Karmann oder Chausson versuchen – wie Adria, aber anders als der Erstling von Pössl –, mit dem halbhohen Ducato-Dach (H2) auszukommen. Ebenso verfährt auch Dreamer und macht sein Modell mit einem optionalen Boden aus Aluriffelblech noch ein wenig praktischer.

Ganz ähnlich zugeschnitten wie der Pössl Revolution ist das gleichnamige Modell der Marke Mega Mobil. Auch Vantourer ist mit von der Partie, setzt aber auf ein manuell verstellbares Bett. Um den Stauraum weiter zu vergrößern, sind bei vielen Modellen die Möbel im Heck sehr schlank. Optional bieten einige zudem ein zweites, herausnehmbares Bett für unten.

Kommentar von Ingo Wagner: "Für Freizeit-Sportler sind Busse mit höhenverstellbaren Heckbetten optimal. Und trotz meist 6,36 Meter Länge fährt man immer noch ein kompaktes Mobil. Die Vielfalt wächst. Der Vergleich lohnt."

7. Trend: Mehr Doppelböden

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Dominic Vierneisel
Gut gemachte Kellerabteile bieten Platz zum Durchladen.

Während Doppelböden im Luxussegment nie zur Diskussion standen, gerieten sie in den Klassen darunter zunehmend unter Druck. Ohne eine so aufwendige Bodenkonstruktion fällt es eben leichter, Gewicht und Kosten zu senken.

Dabei sind die Vorzüge einer durchgehenden Unterkellerung unter Praktikern unumstritten. Doppelböden vereinfachen die Installation der Bordtechnik und verbessern Isolierung sowie Frostsicherheit. Sie können zusätzliche Stauräume und einen stufenlosen Laufboden schaffen. Besonders gut funktioniert das, wenn das Chassis von vornherein für die doppelte Bodenkonstruktion konzipiert wurde. Die Hymer-Gruppe hat mit dem SLC-Chassis gezeigt, wie das funktioniert. Jetzt weitet man das Angebot aus und bietet mit der B-Klasse Master Line T und dem Bürstner Elegance zwei weitere Baureihen auf dem

Mercedes Sprinter mit SLC-Fahrgestell an. Doppelböden erfordern aber keine eigene Chassis-Fertigung. Das zeigen weitere Neuheiten dieses Jahrgangs wie der ebenfalls auf dem Sprinter basierende Eura Mobil Contura oder der Carthago C-Tourer. Erneuerte Doppelboden-Modelle auf Fiat-Ducato-Basis fehlen ebenso wenig. Beispiele sind der Knaus Sun I, der Dethleffs Esprit oder Adria Coral und Matrix.

Kommentar von Ulrich Kohstall: "Vor einiger Zeit schienen doppelte Böden fast schon auf dem Rückzug. Jetzt sind sie verstärkt wieder da. Die gehobene Klasse zeigt heute, welche Vorteile der Keller im Reisemobil bringen kann."

8. Trend: Größere Garagen

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Jürgen Bartosch
Zurrösen, Lampen und Fächer helfen beim Beladen der Garage des Bürstner Travel-Van T 726 G.

Wer neu ist in der Welt der Reisemobile, reibt sich vielleicht verwundert die Augen, wenn die Rede von der Garage im Fahrzeug ist. Zwar gibt es bei Luxusmobilen, die teils für Millionenbeträge den Besitzer wechseln, tatsächlich echte Pkw-Garagen.

Doch in erschwinglicheren Freizeitfahrzeugen ist damit in der Regel eine Garage für Zweiräder gemeint, die aber durchaus auch motorisiert sein können. Und daneben soll auch noch Platz für weiteres Gepäck wie Campingmöbel, Sportgeräte oder ein Vorzelt bleiben. Laut unserer Umfrage zur Leserwahl nehmen mehr als die Hälfte der Teilnehmer (56 %) ihr Fahrrad mit, bei 47 Prozent ist es gar die elektrifizierte Version. Klar, dass dafür dann die Garage ausreichend groß, aber auch tragfähig genug sein muss. Beim neuen Chausson-Grundriss 777 GA oder auch beim überarbeiteten Bürstner Travel-Van T 726 G wurde auf eine fahrradtaugliche Garagenhöhe geachtet. Auch im Heck des neuen Hymer B-ML T 780 findet sich eine stattliche Garage, die optional sogar von guten 350 Kilo Traglast auf üppige 450 Kilo aufgelastet werden kann. Zu beachten ist dabei allerdings, ob die Gesamtzuladung und die zulässige Hinterachslast nicht deutlich engere Grenzen stecken. Dann darf die mögliche Garagenlast gar nicht voll ausgenutzt werden.

Ausweg aus dem Dilemma bringen eventuell Modelle mit Tandemhinterachse wie der neue Bürstner Elegance, Frankia 1960 oder Knaus Live I 900 LEG mit insgesamt 3200 Kilo zulässiger Hinterachslast.

Kommentar von Philip Teleu: "Ganz gleich, ob für Fahrrad oder Stand-up-Board, die Stauräume sollen immer größer werden. Geräumige Heckgaragen liegen daher voll im Trend. Sie können teils Lasten von mehr als 300 Kilogramm aufnehmen."

9. Trend: Mehr Vielfalt in der Küche

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Stefan Bayer
Der Centurion 860 LI hat serienmäßig ein Hybrid-Ceran-Kochfeld.

Die Zeiten, als die Küche im Reisemobil nur ein Notbehelf war, sind lange vorbei. Heute geht der Trend auch im Reisemobil zu Komfort, wie man ihn von zu Hause gewohnt ist. Das zeigen zum Beispiel die Kombikochfelder, die Gaskocher und Induktionsfeld vereinen. Verschiedene Anbieter höherwertiger Reisemobile haben sie bereits im Angebot. So gehört im Flaggschiff von Concorde, dem Centurion, das sogenannte Hybrid-Ceran-Kochfeld zur Serienausstattung. Bei den Linern kann man es optional dazubestellen, Kostenpunkt: ab 478 Euro.

Auch Hymer greift in seinen Oberklassefahrzeugen auf dieses Ausstattungsmerkmal zurück. Der Hybrid-Kocher ist hier für die Modelle der B-Klasse Master-Line I/T und Supreme-Line als Extra erhältlich. Der Aufpreis liegt bei 695 Euro.

In Sachen Kühlschrank tut sich ebenfalls was. 2018 brachte Dometic die 10er-Serie auf den Markt, deren besonderes Merkmal die beidseitig öffnenden Türen sind. Für das Modelljahr 2021 gibt es die Serie 10 nun auch in der Kompressor-Variante. Entweder in konventioneller Breite oder als Slim-Tower mit Doppeltüranschlag und als Unterbauvariante, letztere vor allem für Campingbusse. Die Geräte verfügen über eine Innenbelüftung. Anders als beim Absorber braucht man darum keine unschönen Lüftungsgitter in der Seitenwand. Sinnvoll ist allerdings die Erweiterung der Batteriekapazität.

Kommentar von Anne Mandel: "Kochen wie zu Omas Zeiten war einmal. Heute geht der Trend zu modernen Lösungen, wie man sie von zeitgemäßen Küchen kennt. Kombi-Kochfelder und beidseitig öffnende Kühlschränke definieren den Status quo neu."

10. Trend: Stärker vernetzte Bordtechnik

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Daimler AG
Das MBAC von Mercedes steuert verschiedenste Fahrzeugfunktionen und hält Infos parat.

Auch im Wohnmobil nimmt die Vernetzung immer mehr zu. Einzelne Komponenten wie zum Beispiel die Truma Combi können schon seit einiger Zeit per App gesteuert werden. Aber inzwischen gibt es mehr Systeme, die die gesamte Steuerung der Technik in eine App oder ein zentrales Kontrollbord packen. Das MBAC von Mercedes zum Beispiel, das die Kontrolle der kompletten Fahrzeugtechnik auch vom Fahrersitz über den Touchscreen ermöglicht. Auch bei der Marke Swift sind alle Geräte vernetzt und mit dem Handy bedienbar. Adria verwendet in der neuen Modellgeneration das MACH-System. Und Thetford erfindet gar das Klo neu. Das Indus informiert per App über Füllstände und prognostiziert die Restnutzungsdauer.

All diese Systeme sollen das Camperleben komfortabler gestalten, was in vielen Fällen auch funktioniert. Vom Bett aus die Heizung per App regulieren oder das Licht in der Sitzgruppe löschen, ohne aufstehen zu müssen, ist schon bequem. Allerdings ist dieser Komfortgewinn mit einer größeren Abhängigkeit vom Hersteller verbunden. Denn geht mal was kaputt, wird man mit der Fehlerbehebung nicht weit kommen. Einen defekten Schalter kann man dagegen auch mal selbst tauschen.

Kommentar von Christian Becker: "Stärkere Vernetzung und Kontrolle über Apps sind komfortable Optionen zur Fahrzeugbedienung. Geht aber mal was kaputt, wird die Fehlersuche wohl schwierig und teuer."

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