Der "Erfinder des Wohnwagens" setzt gleich drei Baureihen aus: Camper, Nomad und Beduin Scandinavia werden 2027 nicht mehr produziert. Erst 2028 sollen komplett neue Modelle folgen.
Ein überraschender Einschnitt bei Dethleffs: Wie der Hersteller aus Isny im Allgäu auf Anfrage von CARAVANING bestätigt, werden die Wohnwagen-Baureihen Camper, Nomad und Beduin Scandinavia zum Modelljahr 2027 ausgesetzt. Im Herbst 2026 läuft noch eine letzte Serie vom Band, danach ist vorerst Schluss. Erst zum Modelljahr 2028 will Dethleffs mit komplett überarbeiteten Modellen wieder an den Start gehen.
Nur noch Einstiegsmodelle im Programm
Für Wohnwagen-Interessierte bedeutet das: 2027 bleiben bei Dethleffs nur noch die Einsteiger-Baureihen c'joy, c'go und c'go up im Programm. Der familienorientierte Camper, der designbetonte Nomad und das winterfeste Premium-Flaggschiff Beduin Scandinavia fehlen dann komplett im Portfolio.
Erst 2025 komplett überarbeitet
Besonders überraschend: Erst zur CMT 2025 hatte Dethleffs die überarbeiteten Erfolgsmodelle Camper, Nomad und das Premium-Flaggschiff Beduin Scandinavia als neue Wohnwagen-Generation poräsentiert.
Jede Baureihe verbindet modernes Design, innovative Funktionen und höchsten Komfort – individuell zugeschnitten auf Familien, designorientierte Campingfreunde und Ganzjahres-Camper. Dass diese erst kürzlich überarbeiteten Modelle nun schon wieder aus dem Programm genommen werden, ist ungewöhnlich.
Summer Edition soll über die Durststrecke helfen
Ganz ohne Mittelklasse-Angebot will Dethleffs das Jahr 2027 aber offenbar nicht überstehen: Die Summer Edition – ein Sondermodell auf Basis des Campers, vollgepackt mit Ausstattung – soll diese Lücke füllen. Die Rechnung dürfte aufgehen: Ein attraktiv geschnürtes Paket zu einem festen Preis vereinfacht nicht nur die Kaufentscheidung für Kundinnen und Kunden, sondern auch die Produktion für Dethleffs. Gleichzeitig bleibt die Marke im wichtigen Familiensegment präsent, bis 2028 die komplett überarbeiteten Modelle an den Start gehen.
Was steckt dahinter?
Die genauen Gründe für die Produktionspause nennt Dethleffs nicht. Denkbar wäre, dass der Hersteller die Zeit nutzt, um Produktionskosten zu senken und Abläufe effizienter zu gestalten. Auch die aktuelle Marktsituation dürfte eine Rolle spielen: Nach den Boom-Jahren während der Corona-Pandemie kämpft die Branche mit einer Übersättigung – volle Händlerlager und zurückhaltende Kundschaft prägen das Bild. Mit der Produktionspause verschafft Dethleffs seinen Händlern Zeit, vorhandene Bestände abzuverkaufen. Für Kundinnen und Kunden könnte sich das lohnen: Wer flexibel ist, hat gute Chancen, bei Lagerfahrzeugen das eine oder andere Schnäppchen zu ergattern.
Wer noch zuschlagen will, muss sich beeilen
Wer noch einen Dethleffs Camper, Nomad oder Beduin Scandinavia kaufen möchte, sollte sich beeilen: Nach der letzten Produktionsserie im Herbst 2026 gibt es diese Modelle nur noch als Lagerfahrzeuge oder Gebrauchte. Der Camper ist aktuell ab 25.999 Euro erhältlich, der Nomad ab 28.599 Euro.
Wer sich einen der vorerst letzten Wohnwagen aus den Baureihen sichern will, findet bei Caraworld aus den vergangenen Modelljahren noch ungefähr 50 neue Nomad-Caravans, circa 60 neue Camper-Modelle und 18 Beduin Scandinavia

















