Die Top-Kategorie am Gebrauchtmarkt: Wohnmobile bis 45.000 Euro

Gebrauchte Wohnmobile bis 45.000 Euro
Hier gibt es die guten Gebrauchten

ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.02.2026
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Gebraucht-Kauf Ratgeber
Foto: McRent

Wer für ein gebrauchtes Wohnmobil zwischen 35.000 und 45.000 Euro bezahlen kann, muss schon fast keine Kompromisse mehr machen. In diesem Preisfenster finden Campende zwar keine Schnäppchen mehr. Dafür gibt es auf dem Onlinemarktplatz Caraworld viele relativ junge Teilintegrierte und Campingbusse in gutem Zustand. Und zwischendurch taucht der ein oder andere edle Integrierte oder Alkoven auf. Kurzum: Praktische Reisemobile mit ordentlicher Grundausstattung.

Viel Auswahl für alle Zielgruppen

Ein Blick auf das aktuelle Angebot von Wohnmobilen zwischen 35.000 und 40.000 Euro bei Caraworld zeigt rund 138 Fahrzeuge zwischen 35.000 und 45.000 Euro. In der Preisklasse wartet also ein gut aufgestellter Gebrauchtmarkt mit breit gestreutem Angebot an Fahrzeugen. Etwa zwei Drittel des Angebots bestehen aus Campingbussen und Teilintegrierten, Alkoven-Modelle folgen mit Abstand, integrierte Reisemobile bilden die kleinste Gruppe.

In dem Preissegment gibt es Angebote für alle Zielgruppen:

Der Markt zeigt außerdem eine klare Tendenz: Rund zwei Drittel der Fahrzeuge stammen von Händlern, der Rest von privaten Anbietern. Wer Wert auf Gewährleistung legt, findet hier ausreichend Auswahl. Preislich bewegen sich Privatangebote oft etwas darunter, verlangen jedoch mehr Eigenverantwortung.

Baujahre und Laufleistung

Gebrauchte Wohnmobile aus der Preisklasse zwischen 35.000 und 45.000 Euro wurden überwiegend zwischen 2008 und 2018 erstmals zugelassen. Ältere Fahrzeuge bilden eine Ausnahme und sind oft Oldtimer. Jüngere Modelle sind meistens Campervans oder kompakte Teilintegrierte. Daneben finden Campende viele ehemalige Mietfahrzeuge mit Erstzulassung nach 2019, die oft etwas abgenutzter sind und stärkere Gebrauchsspuren haben als gleichaltrige Wohnmobile aus Privathand.

Die Laufleistungen variieren stark. Einige Reisemobile haben unter 40.000 Kilometer absolviert, andere überschreiten die 120.000-Kilometer-Marke deutlich. Entscheidend ist hier weniger die reine Kilometerzahl als die Wartungshistorie:

  • Dokumentierung von Serviceintervallen und Reparaturen
  • Belege für Verschleißteilwechsel wie Zahnriemen
  • Nachweis der Dichtigkeitsprüfungen

In dieser Preisklasse sollten Campenden mit Kaufinteresse gepflegte Wohnmobile in gutem Zustand erwarten können.

Ausstattung liegt über dem Basisniveau

Schon beim ersten Durchsehen der Inserate fällt auf: Viele Fahrzeuge bringen eine ordentliche Ausstattung mit: Markisen gehören fast zum Standard. Tempomat, Klimaanlage im Fahrerhaus und Rückfahrkamera tauchen regelmäßig auf. Heckgaragen mit ausreichend Stauraum ermöglichen den Transport von Fahrrädern oder Campingmöbeln ohne Zusatzträger. Multimedia-Systeme mit Navigation sind häufig eingebaut, wenn auch selten in der neuesten Generation.

Nachgerüstete Extras spielen ebenfalls eine Rolle. Solaranlagen, zusätzliche Bordbatterien oder Luftfederungen finden sich regelmäßig in den Inseraten. Fahrradträger sind am Heck von Campingbussen oft Standard. Hier entscheidet die Qualität des Einbaus. Sauber verlegte Kabel, dokumentierte Umbauten und eingetragene Fahrwerksänderungen erhöhen den Wert. Diese Sonderausstattung finden Campende hauptsächlich bei gebrauchten Wohnmobilen aus Privathand. Camper-Vermietungen rüsten meistens nur Fahrradträger nach.

Technik im Wohnraum: bewährt, aber nicht auf Neuwagenniveau

Im Wohnraum der Fahrzeuge aus der Angebotsliste arbeitet moderne Technik, die sich seit Jahren bewährt. Truma-Combi-Heizungen mit vier oder sechs Kilowatt Leistung gehören häufig zur Ausstattung. Bei den Kühlschränken dominieren Absorbergeräte mit 80 bis 140 Liter Volumen. Sie schalten automatisch zwischen Gas, 12 Volt und 230 Volt um. Kompressorkühlschränke finden sich vor allem in jüngeren Campervans. Beide Varianten gelten als ausgereift, unterscheiden sich jedoch im Energiebedarf.

Gekocht wird meist auf zwei- oder dreiflammigen Gaskochern mit Piezozündung. Induktionslösungen bleiben Neufahrzeugen vorbehalten. Auch bei der Energieversorgung setzen viele Fahrzeuge noch auf AGM-Batterien. Lithium-Akkus tauchen vereinzelt auf, sind aber meistens nachgerüstet.


Kaufberatung: strukturiert prüfen, nüchtern verhandeln

Obwohl der Zustand der Fahrzeuge in aller Regel sehr gut ist, gehört auch im Preisfenster zwischen 35.000 und 45.000 Euro beim Gebrauchtkauf eine technische Prüfung dazu. Händler überholen die gebrauchten Wohnmobile und Campingbusse vor dem Weiterverkauf zwar, das ersetzt aber keine eigene Kontrolle. Darauf sollten Kaufinteressierte auf verschiedene Punkte achten.

Dieter S. Heinz, Andrey Popo, eythymla/fotalia, Archiv

Aufbau prüfen

  • Feuchtigkeitsmessung oder -check im gesamten Aufbau durchführen.
  • Dachhauben, Kantenleisten und Übergänge kontrollieren.
  • Bereich der Heckgarage auf Undichtigkeiten prüfen.
  • Dichtigkeitsheft vollständig und lückenlos einsehen.

Basisfahrzeug kontrollieren

  • Serviceheft auf regelmäßige Wartung prüfen.
  • Bremsenzustand bewerten.
  • Reifenalter (DOT-Nummer) kontrollieren.
  • TÜV-Berichte der letzten Jahre sichten.
  • Bei Laufleistungen über 100.000 km: Wartung besonders genau nachvollziehen.

Nachgerüstete Technik bewerten

  • Fachgerechter Einbau der Solaranlagen
  • Installation von Ladebooster oder Wechselrichter
  • Eintragung und Prüfung von Luftfedern

Die wichtigsten Tipps für die Preisverhandlung

Bis zu 45.000 Euro sind viel Geld. Deshalb lohnt sich vor allem bei Privatkäufen das Feilschen. Wichtige Argumente, die sich für Preisverhandlungen sind:

  • Fällige Wartungen als Argument nutzen.
  • Reifenalter oder bevorstehenden TÜV berücksichtigen.
  • Fehlende Dokumentation sachlich ansprechen.
  • Konkrete Gründe für Preisnachlass benennen, statt pauschalen Nachlass fordern.
  • Vergleichbare Angebote im Markt als Referenz heranziehen.

Fazit