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Winter-Abstellplätze für Wohnmobile

Fahrzeug sicher und geschützt unterbringen

Ratgeber: Winter-Abstellplätze Foto: Ingolf Pompe, Archiv 6 Bilder

Mit dem richtigen Abstellplatz für das eigene Reisemobil ist man über den Winter auf der sicheren Seite. promobil sagt, worauf es beim Unterstellplatz ankommt und wie man ihn findet.

Auch wenn das Wintercamping manches für sich hat, mottet doch eingewisser Teil der Reisemobilfahrer sein Fahrzeug während der kalten Jahreszeit ein. Doch da ein Reisemobil naturgemäß nicht in eine Garage passt und eine Stellfläche auf dem eigenen Grundstück nicht selbstverständlich ist, muss ein anderer gesicherter Ort gefunden werden.

Ist das Reisemobil das ganze Jahr über angemeldet, darf es auch auf einem öffentlichen Parkplatz beziehungsweise vor der eigenen Haustür am Straßenrand geparkt werden. Großstadtbewohner können darüber freilich nur milde lächeln. Hier ist man ja froh, in derselben Straße einen Parkplatz zu finden. Und Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen dürfen in den Ruhemonaten gar nicht auf öffentlichem Grund parken. Glücklich kann sich also schätzen, wer einen Abstellplatz für sein Mobil ergattert hat.

Wer braucht einen Abstellplatz?

Viele Wohnmobilisten haben ihre Fahrzeuge mit einem Saisonkennzeichen angemeldet, meistens von April bis Oktober. In den Ruhemonaten ist das Wohnmobil also nicht zugelassen und darf nicht auf öffentlichem Boden stehen. Einfach am Straßenrand parken, kann man also vergessen. Es hat auch nicht jeder die Möglichkeit, das Fahrzeug auf privatem Grund abzustellen: Garagen sind sowieso zu niedrig und eine Stellfläche im Garten ist nicht selbstverständlich. Doch auch für diejenigen, die ihr Fahrzeug in den Wintermonaten nicht abmelden, ist ein geschützter Abstellplatz interessant. Gerade Wohnmobilisten, die in großen Städten wohnen, kennen das leidige Problem der Parkplatzsuche. Was beim Pkw schon schwierig ist, kann beim Wohnmobil zu einer echten Tortur werden.

Was für Abstellplätze gibt es?

Eine allgemeingültige Definition von Abstellplätzen für Wohnmobile gibt es nicht, daher stößt man bei der Suche auch auf ganz unterschiedliche Arten. Da wären zum einen die ganz einfachen Plätze, bei denen es sich meistens um Wiesen- oder Kiesgrundstücke oder – schon etwas gehobener – um asphaltierte Flächen handelt. Eine Umzäunung gehört in den meisten Fällen dazu. Zum anderen findet man auch Abstellplätze, die überdacht sind, zum Beispiel Carports oder unter Schleppdächern. Am luxuriösesten sind Hallen. Hier ist das Fahrzeug am besten gegen Wind und Wetter sowie unbefugten Zugriff geschützt. Das Bild oben zeigt eine Abstellhalle im baden-württembergischen Berglen – wo im Übrigen gerade zwei Stellplätze frei sind (Familie Friz, Telefon 07195/984840). In Winterlagern von Booten und Yachten wird häufig auch Abstellplatz für Wohnmobile vermietet. Eine andere Alternative sind in ländlichen Gegenden Scheunen von Bauernhöfen. Da Landwirte meistens mit schwerem Gerät arbeiten, haben viele auch entsprechend geräumige Unterstellmöglichkeiten.

Worauf muss man bei der Wahl achten?

Ein guter Abstellplatz sollte in erster Linie in der Nähe des eigenen Wohnsitzes liegen. Schließlich soll das Wohnmobil erreichbar sein, falls man spontan zu einem Kurzurlaub aufbrechen will oder die eine oder andere kleinere Reparatur durchführen möchte. Neben der Erreichbarkeit spielt vor allem auch der Sicherheitsaspekt eine Rolle. Wird der Platz überwacht? Wohnt der Vermieter vielleicht daneben und hat ein Auge auf die Anlage? Und wie viele Personen haben überhaupt Zugang zum Gelände? Bei manchen Abstellplätzen wird zusätzlicher Service, wie beispielsweise TÜV-Vorbereitungen, geboten. Wer darauf Wert legt, sollte sich über diese Gegebenheiten im Voraus informieren.

Wie findet man einen passenden Abstellplatz?

Abstellplätze, vor allem die privat angebotenen, werden oft nur durch Mundpropaganda bekannt gemacht. Es lohnt sich also, im Bekanntenkreis nachzufragen, ob jemand etwas weiß. Vor allem auf dem Land sieht man auch immer wieder Schilder mit entsprechenden Angeboten. Der Kleinanzeigenmarkt der Tageszeitung oder das Schwarze Brett im Supermarkt kann auch den ein oder anderen Treffer enthalten. Zielgerichteter ist die Recherche im Internet. Auf einschlägigen Seiten wie zum Beispiel quoka.de, deine-womowelt.de oder auch bei den Ebay-Kleinanzeigen wird man immer wieder fündig. Auf der Homepage von promobil entsteht zurzeit eine Sammlung von Abstellplatzangeboten. Bleibt der Erfolg bei der Suche aus, kann man auch ein Gesuch in der lokalen Zeitung schalten.

Was kostet ein Abstellplatz für Wohnmobile?

Das hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen natürlich von der Art der Abstellmöglichkeit: Ein Hallenplatz ist teurer als die grüne Wiese, private Anbieter tendenziell günstiger als gewerbliche. In ländlichen Gegenden sind die Preise generell niedriger als in einem städtischen Industriegebiet. Für einen Platz in der Halle muss man monatlich mit 50 bis 100 Euro rechnen, während es nicht überdachte Flächen schon ab 20 Euro pro Monat gibt. Eine Kaution sowie die Vorauszahlung für die ersten Monate sind bei vielen Anbietern die Regel.

Wie sind abgestellte Fahrzeuge versichert?

Ein abgestelltes und abgemeldetes Wohnmobil ist 18 Monate lang durch die Ruheversicherung geschützt. Damit diese in Kraft tritt, muss das Fahrzeug auf einem umfriedeten Grundstück stehen. Umfriedet bedeutet mit Zaun, Hecke oder Vergleichbarem abgegrenzt, es muss aber nicht abgeschlossen sein. Wenn vor der Abmeldung Teilkaskoschutz bestand, ist das auch während der Ruhezeit der Fall. Das gilt auch für Wohnmobile mit Saisonkennzeichen. Vandalismusschäden sind in der Ruheversicherung nicht abgedeckt, diese werden nur von einer Vollkaskoversicherung übernommen.

Welche Vorbereitungen muss man treffen?

Stellt man das Wohnmobil längere Zeit ab, sollte man den Reifendruck etwa um ein halbes Bar erhöhen, um bei schleichendem Luftverlust nicht so schnell einen Platten zu bekommen. Falls es möglich ist, sollte man das Fahrzeug alle paar Wochen etwas versetzen, damit die Reifen gleichmäßig belastet werden. Eine vollständige Entleerung der Wasseranlage versteht sich von selbst. Wenn möglich, schließt man die Bordbatterie an das 230-Volt-Netz an, um eine Entladung zu verhindern, oder baut sie aus und lädt sie zu Hause.

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