Kerkamms Mini-Weltreisemobil auf 7,10 Metern: Luxus, Power, Waschmaschine

Kerkamm AX 439 (2026)
Mini-Weltreisemobil mit 7,5 Tonnen

CMT 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.01.2026
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7,10 Meter klingen nach Parkplatz, nicht nach Weltreise. Doch genau das ist der Clou am AX 439 – ein Fernreisemobil für Paare, die nicht auf Masse, sondern auf Klasse setzen.

Expeditionsmobil neu gedacht

"Kleinserie" ist hier wörtlich zu nehmen. Erstens ist der AX 439 ein 7,5-Tonner, aber vollgepackt mit Langstreckentechnik. Zweitens gibt's ihn nur als Individualausbau. Dazu unten mehr.

2,35 m Breite, 7,10 m Länge – damit kommt man fast überall hin. Die Stehhöhe? 2,07 m, das reicht locker auch für große Reisende mit Fernweh. Und trotzdem: Der Alkoven schluckt zwei Einzelbetten mit bis zu 2,15 m Länge.

So wohnt es sich im AX 439

Das Hauptbett im Alkoven ist via kleiner Treppe begehbar. Die Einzelbetten sind 80 cm breit, mit Froli-System und 70 cm Kopffreiheit. Damit kuschelt es sich nicht nur bequem, sondern luftig.

Rundsitzgruppe, Wohnraum
Ingolf Pompe

Hinten gibt’s eine kompakte Rundsitzgruppe, die sich notfalls zum Bett umbauen lässt. Der Lieblingsplatz für Kinderbesuch oder spontane Mitfahrer.

Das Bad? Hat Stil. Edelstahl-Duschwanne, Schiebetür statt Vorhang, und echte Stehhöhe.

Die Küche sitzt mittig und zieht sich lang über die Seitenwand. Haushaltskocher, Kompressorkühlschrank, optional sogar mit Backofen – fertig ist das mobile Kochstudio.

Küchenzeile, Frau
Ingolf Pompe

Ausbau nach Kundenwunsch

Standard? Gibt’s hier nicht. Jedes Fahrzeug wird exakt nach Kundenwunsch gefertigt. Möbeldekor, Sitzstoffe, Steckdosen – alles wird abgestimmt, als wär’s ein Einzelstück. Ist es ja auch.

Von der Wasserhahnfarbe bis zum Lichtkonzept – hier ist fast alles möglich. Sogar eine Waschmaschine ist im Ausstellungsfahrzeug drin. Die Tiny-Wash, die speziell für mobile Einsätze gebaut wurde. Da gibt's auch ohne Campingplatz frische Wäsche.

Technik, die sonst nur Große bieten

Klar, dass die Iveco-Daily-Basis Allrad mitbringt. Dazu drei Differenzialsperren – an Vorderachse, Hinterachse und in der Mitte.

Was heißt das? Jede Achse kann im Gelände starr gesperrt werden. Und das Mitteldifferenzial sitzt zwischen Vorder- und Hinterachse – es verteilt die Kraft. Wenn es gesperrt ist, drehen sich beide Achsen gleich schnell. Das bringt mehr Traktion, wenn der Boden rutschig wird.

Aufgelastet auf 7,3 Tonnen, mit Rallye-Dämpfern und spurstabiler Einzelbereifung. Der Tank ist ein echter Reisespezialist: 240 Liter Diesel, mit Doppelabsaugung, damit auch bei Schräglage nichts versiegt.

Oben auf dem Dach: eine leistungsstarke Solaranlage mit 630 Watt-Peak. Im Innenraum: bis zu 640 Ah Lithium-Batterieleistung – verteilt auf vier Akkus, gut zugänglich im Aufbau montiert. Dazu ein Wechselrichter, der bis zu 6000 Watt bringt. Reicht locker für Kaffeemaschine, Klima und Laptop – gleichzeitig.

Konsequent für Langzeitreisen gemacht

Touren im Winter? Kein Problem, mit dem Kerkamm AX 439. Die Isolierung packt bis –25 °C, alle Tanks sitzen im beheizten Innenraum.

Bad, Dusche, WC
Ingolf Pompe

Zwischen Fahrerhaus und Kabine: eine feste, isolierte Wand – mit Tür. Das ist mehr als nur Komfort, das ist Expeditionsstandard. Dazu gibt’s jede Menge Stauraum, eine durchdachte Heckgarage mit Fahrradmulde, Ambientelicht ohne Flackern – und ja, selbst die Duschabflüsse haben echte Siphons.

Kerkamm 439 AX (2026): technische Daten und Preis

  • Basisfahrzeug: Iveco Daily 4x4 mit 8-Gang-Automatik
  • Motorisierung: 3,0 l Diesel, 180 PS, Euro 6
  • Länge/Breite/Höhe: 7,10 m / 2,35 m / 3,55 m
  • Max. Gesamtgewicht: 7.300 kg (aufgelastet)
  • Sitz-/Schlafplätze: 2 / bis zu 4 (Alkoven + Rundsitzgruppe)
  • Preis: ab ca. 449.000 Euro (je nach Ausstattung)

Fazit