So kurz wie ein Kastenwagen und trotzdem ein robustes Expeditionsmobil: Mit dem 332 A, der in der "Granit First Edition" auf der CMT 2026 steht, zeigt Dopfer, wie viel Abenteuer sich auf sechs Metern Länge unterbringen lässt. Allradantrieb, Massivholz und eine Ausstattung, die Campende vollkommen unabhängig macht. Dieser Alkoven für zwei Personen zielt klar auf alle, die Freiheit ernst meinen.
Alkoven für Camper mit Fernweh
6,00 Meter Länge, 2,20 Meter Breite, Allradantrieb ab Werk. Was sich auf dem Papier unscheinbar liest, überrascht beim ersten Blick. Der hohe Aufbau mit Weltkartenmotiv, die LED-Zusatzscheinwerfer, die breite Spur – dieser Sprinter wirkt wie ein Expeditionsmobil im Kompaktformat.
Und das ist er auch. Auf engen Küstenstraßen, in norwegischen Fjordtälern oder auf unbefestigten Pisten in Marokko spielt er seine Stärken aus. Die elektrisch einfahrbare Trittstufe verschwindet im Gelände, während zwei Fahrräder sicher in der beheizten Heckgarage stehen. Wer auf Fähren zahlt, freut sich über die 6-Meter-Grenze. Wer draußen übernachten will, genießt den isolierten Doppelboden.
Energiereserven machen den Dopfer unabhängig
Dopfer verzichtet konsequent auf Gas. Stattdessen montieren die Techniker im Werk zwei Lithium-Batterien mit insgesamt 400 Ah, doppelt so viel wie in der Grundausstattung. Drei Solarmodule à 110 Watt kommen aufs Dach, ergänzt durch ein 330-Watt-Hauptpanel. Zusammen liefern sie bis zu 600 Watt Sonnenstrom – genug für Heizung, Licht und Kochfeld.

Direkt neben der Eingangstür ist die Küche mit Induktionskochfeld. Der Dopfer 332 A ist gasfrei aufgebaut.
Im Innenraum kochen Camperinnen und Camper auf Induktion. Ein Wechselrichter mit 3000 Watt wandelt Strom aus der Batterie in haushaltsüblichen 230-Volt-Strom. Die Truma Combi D6E läuft mit Diesel oder Strom, je nach Bedarf. Wer autark steht, schaltet per Touchpanel zwischen Netz, Speicher und Verbrauchern.
Die 230-Liter-Tanks für Frisch- und Abwasser liegen frostsicher im beheizten Doppelboden. Eine Trockentrenntoilette spart Wasser, verlängert Standzeiten und macht den Chemieeinsatz überflüssig. Auch nach fünf Tagen Offgrid bleibt alles funktional.
Innenausbau: Wildeiche statt Plastik
Innen dominieren in der Granit First Edition Massivholzmöbel aus Wildeiche, die in der Basisversion des Dopfer 332 A aus Erle sind. Schreiner bauen Wände und Möbel in Handarbeit ein, ölen die Oberflächen, verschrauben jedes Element fest mit dem Aufbau. Echtholz wirkt rustikal, ist aber robust. Auf jeden Fall lassen sich in das Material ausreichend tragfähige Schrauben einziehen, weshalb Dopfer in der Regel nicht mit den bekannten Qualitätsproblemen der Branche kämpft.
Die Campenden schlafen in einem Doppelbett (200 cm × 155 cm) im Alkoven. Daran schließt sich unten im Wohnraum direkt ein Klapptisch auf einem Hubgestell an, verschiebbar, stabil, wohnlich. Er bildet mit zwei Längsbänken mit Lederpolstern eine Dinette für zwei Personen an. Sie ist nicht groß, jedoch ausreichend komfortabel für die Besatzung. LED-Spots und -Leisten leuchten den Aufbau aus. In die Küche bringen die Schubläden mit Fächern, das Müllsystem, und die Flascheneinteilung Struktur und Ordnung. Der 130-Liter-Kompressorkühlschrank kühlt leise und zuverlässig.

Dopfer baut die Wände, Türen oder Möbel aus Echtholz auf. Das wirkt oft rustikal, ist dafür aber sehr stabil.
Im Bad duschen die Campenden in einer vollständig abgetrennten Kabine mit robuster Schiebetür. Während die Wand mit Resopal verkleidet ist, baut Dopfer die Möbel aus Vollholz auf und setzt ein Waschbecken in Haushaltsqualität ein.
Zur Sonderausstattung zählen LTE/5G-Router, Rückfahrkamera, Zusatzschlösser an Türen und Klappen sowie eine Außendusche. Dopfer schnürt alles in ein Paket – und ruft dafür 279.900 Euro auf.
Kompakter Wohnraum, hohe Zuladungsreserven
Der Wohnraum ist nur knapp 3,3 Meter lang und zwei Meter breit, das wirkt insgesamt schon sehr kompakt. Mehr als zwei Personen können mit dem Dopfer 332 A auf keinen Fall verreisen. Mit der Kompaktheit sind aber auch kurze Wege im Mobil verbunden und viel Stauraum. Denn Dopfer baut ins Heck eine große Garage für Ausrüstung oder Fahrräder und integrierte in den Doppelboden Staufächer, die von der Seite zugänglich sind. Durch den kompakten und damit leichten Aufbau bleiben noch 500 kg Zuladungsreserven.

Weil der Innenraum noch kompakter gestaltet ist als der Aufbau, bleibt im Heck sogar Platz für eine große Garage. Der Dopfer 332 A bietet übrigens mehr als 500 kg Zuladungsreserven.
Außen trägt der "Granit First Edition" ein klares Statement: Das Weltkartenmotiv weckt Entdeckerlust. Der matt-schwarze Frontrammer mit LED-Spots schützt und leuchtet zugleich. Delta-Alufelgen mit 265er-Reifen und 50 mm Spurverbreiterung verstärken den Offroad-Look und verbessern das Fahrverhalten. Dabei bietet der Allrad-Sprinter von Mercedes als Basisfahrzeug ohnehin schon viel Traktion und Antriebskraft.
Technische Daten Dopfer 332 A
- Basisfahrzeug: Mercedes-Benz Sprinter 419 CDI
- Zulässiges Gesamtgewicht: 4.400 kg (Option 4.200 kg)
- Außenmaße (L × B × H): 6 × 2,2 × 3,3 m
- Zuladung: ca. 500–600 kg (je nach Ausstattung)
- Preis: Grundmodell ab ca. 280.000 Euro; Granit First Edition: 279.900 Euro












