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Campervans im Markt-Check (2020)

10 kompakte Campingbusse

Sie sind die Alltagshelden unter den Urlaubsmobilen: kurze Busse mit Aufstelldach. Dank Pkw-ähnlichem Handling taugen sie als Allzweckauto. Clever Campen zeigt, was beim Kauf wichtig ist.

Mit ausgebauten VW-Bussen fing alles an. Heute konzentriert sich die Bulli-Klasse der kompakten Campervans nicht mehr allein auf den VW. Es gibt Alternativen unter den Basisfahrzeugen, wie unsere Übersicht zeigt.

Bei der Auswahl haben wir die Modelle der größeren Herstellergruppen und Marken zusammengestellt, außerdem die Campingbusse, die von Automobilherstellern angeboten werden. Praktisch alle hier gezeigten Camper werden über ein Händlernetz vertrieben und sind somit ohne allzu weite Wege verfügbar.

Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe namhafter Ausbauspezialisten mit Direktvertrieb, die man auch auf großen Messen findet. Deren Campingbusse setzen sich oft durch originelle Detailideen ab und lassen sich meist stärker individualisieren. Gerade viele kleinere Betriebe sind übrigens dem VW als Basisfahrzeug treu geblieben.

Die 10 Campingbusse im Überblick

Hier zeigen wir eine Auswahl an Bussen, die dem oben genannten Kriterium des deutschlandweiten Vertriebs entsprechen. Eine Übersicht über alle kompakten Campingbusse 2020 finden Sie hier.

Adria Active

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Adria Active: Vom üblichen Rezept der Raumaufteilung in dieser Klasse weicht der Adria in einigen Punkten ab.

Vom üblichen Rezept der Raumaufteilung in dieser Klasse weicht der Adria in einigen Punkten ab. So hat seine verschiebbare und leicht zum Bett umbaubare Sitzbank drei Plätze mit Gurten. Die Bank beherbergt außerdem eine große Schublade. In Wohnposition stehen zwei Einhängetische zur Verfügung. Viele sinnvolle Extras einschließlich der Klimaanlage fürs Fahrerhaus stecken in einem Paket für 2.649 Euro. Um den Renault Trafic in einer Zwei-Meter-Garage abstellen zu können, bietet Adria eine Tieferlegung des Fahrwerks an.

  • Basisfahrzeug: Renault Trafic mit GfK-Aufstelldach, 120–170 PS, Radstand 3,10 m, Masse in fahrbereitem Zustand 2.360 kg, zulässiges Gesamtgewicht 2.780 kg
  • L x B x H: 4,99 x 1,97 x 2,04 m
  • Sitzplätze (mit Gurten): 5–6; Betten: Sitz-Liegebank 1,90 x 1,20 m, Dach 1,87 x 1,30 m
  • Bordtechnik: Diesel-Heizung (Aufpreis), Kompressor-Kühlbox (36 L), Frisch-/Abwassertank 20/30 L, Gasflasche 5 kg
  • Grundpreis: 47.299 Euro (Modelljahr 2020)

Hier finden Sie mehr über den Adria Active im Vergleichstest.

Crosscamp

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Becker
Crosscamp bietet hohe Flexibilität im Alltag.

Aus der Hymer-Gruppe kommt der neue Crosscamp, der bei Dethleffs gebaut wird. Das sehr kompakte Basisfahrzeug Toyota Proace wirkt sich spürbar auf die Innen- und Bettabmessungen aus. Andererseits gewährt der Crosscamp hohe Flexibilität im Alltag. Der Küchenblock lässt sich komplett herausnehmen, was dank der Schiebetür auf der Fahrerseite nicht allzu schwer fällt. Dann entsteht Platz für eine optionale Dreier-Sitzbank in der Mitte. Während der Toyota recht vollständig ausgestattet ist, weist der Campingausbau ein paar Lücken auf. Seit neuestem gibt es den Crosscamp Life auch auf Opel-Basis.

  • Basisfahrzeug: Toyota Proace Verso mit GfK-Aufstelldach, 120–177 PS, Radstand 3,27 m, Masse in fahrbereitem Zustand 2.255 kg, zul. Gesamtgewicht 2.695 kg
  • L x B x H: 4,95 x 1,92 x 1,99 m
  • Sitzplätze (mit Gurten): 4–7; Betten: Sitz-Liegebank 1,99 x 1,14 m, Dach 1,86 x 1,10 m
  • Bordtechnik: Diesel-Heizung (Aufpreis), Kompressor-Kühlbox (Aufpreis), Frisch-/Abwasserkanister 10/10 L, Gasflasche 2,8 kg
  • Grundpreis: 42.999 Euro (Modelljahr 2020)

Hier haben wir den aktuellen Crosscamp auf Toyota für Sie getestet.

Dreamer Cap Coast

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Kohstall
Dreamer Cap Coast: Wer will, kann weitere Sitze oder ein Heckzelt dazubestellen

Die französische Marke baut statt einer hinteren Bank Einzelsitze auf Schienen ein, die sich auch hintereinander anordnen lassen, so dass Platz für sperriges Gepäck entsteht. In den Schienen kann man wahlweise Stauboxen fixieren. Das Bett ruht als Matratzenpaket im Heck. Bis auf die Heizung ist die Ausstattung komplett. Wer will, kann weitere Sitze oder ein Heckzelt dazubestellen. Zum Modelljahr 2020 taucht der Cap Coast offiziell nicht mehr im Lieferprogramm für den deutschen Markt auf, kann aber auf Anfrage bestellt werden.

  • Basisfahrzeug: Ford Transit Custom mit GfK-Aufstelldach, 130–170 PS, Radstand 2,93 m, Leergewicht 2.463 kg, zulässiges Gesamtgewicht 3.000 kg
  • L x B x H: 4,97 x 1,99 x 2,01 m
  • Sitzplätze (mit Gurten): 4–6; Betten: Sitzgruppe 1,92 x 1,25 m, Dach 1,90 x 1,20 m
  • Bordtechnik: Diesel-Heizung (Aufpreis), Kompressor-Kühlbox (40 L), Frisch-/Abwassertank 40/30 L, Gasflasche 1,8 kg
  • Grundpreis: 45.400 Euro (Modelljahr 2019)

Mehr über die aktuellen Campingbusse von Dreamer finden Sie hier.

Ford Nugget

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Hersteller
Ford Nugget: Das Aufstelldach ist vorne angeschlagen, die Küche befindet sich im Heck.

Von Westfalia stammt der bewährte, aber immer noch ungewöhnliche Nugget-Ausbau. Das Aufstelldach ist hier vorne angeschlagen; die Küche befindet sich im Heck. Auf diese Weise – und durch die breite Ford-Karosserie – entstehen viel Bewegungsfreiheit sowie Platz für größere Betten als in der Klasse üblich. Der gehobene Grundpreis erklärt sich durch eine umfangreiche Ausstattung, nur die Serienmotorisierung fällt etwas mager aus. Die Aufpreisliste ist dennoch recht lang, weil praktisch alle Ford-Extras zur Verfügung stehen.

  • Basisfahrzeug: Ford Transit Custom mit GfK-Aufstelldach, 105–170 PS, Radstand 2,93 m, Masse in fahrbereitem Zustand 2.550 kg, zulässiges Gesamtgewicht 3.190 kg
  • L x B x H: 4,97 x 1,99 x 2,06 m
  • Sitzplätze (mit Gurten): 5; Betten: Sitz-Liegebank 1,91 x 1,30 m, Dach 2,00 x 1,38 m
  • Bordtechnik: Diesel-Heizung, Kompressor-Kühlbox (40 L), Frisch-/Abwassertank 42/42 L, Gasflasche 2,8 kg
  • Grundpreis: 54.708 Euro (Modelljahr 2020)

Den neuesten Praxistest des Ford Nugget lesen Sie hier.

Mercedes Marco Polo

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Daimler AG
Mercedes Marco Polo: Den Möglichkeiten zur Sonderausstattung sind kaum Grenzen gesetzt.

In Zusammenarbeit mit Westfalia baut Mercedes einen besonders edel ausstaffierten Campingbus. Beim Antrieb mit 163 PS und optionaler Neungang-Automatik hebt sich der Marco Polo ebenso ab wie beim Innendesign. Den Möglichkeiten zur Sonderausstattung sind kaum Grenzen gesetzt – von diversen Optikpaketen über ein elektrisch betätigtes Aufstelldach bis zum Allradantrieb. Eine Reihe von Assistenzsystemen, die es anderswo nicht einmal als Extra gibt, sind serienmäßig an Bord. Klassenüblich bleibt dagegen der Grundriss.

  • Basisfahrzeug: Mercedes V-Klasse mit GfK-Aufstelldach, 163–239 PS, Radstand 3,20 m, Leergewicht 2.487 kg, zulässiges Gesamtgewicht 3.100 kg
  • L x B x H: 5,14 x 1,93 x 1,98 m
  • Sitzplätze (mit Gurten): 4–6; Betten: Sitz-Liegebank 2,03 x 1,13 m, Dach 2,05 x 1,13 m
  • Bordtechnik: Diesel-Heizung, Kompressor-Kühlbox (40 L), Frisch-/Abwassertank 38/40 L, Gasflasche 2,8 kg
  • Grundpreis: 60.964 Euro (Modelljahr 2020)

Hier haben wir den aktuellen Marco Polo getestet.

Nissan Michelangelo

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Nissan Michelangelo: Eine Besonderheit sind die Einzelsitze des Michelangelo, die sich verschieben, in Reihe setzen und ausbauen lassen.

Als Komplettangebot sucht sich der Nissan mit Westfalia-Ausbau seinen Platz im Markt. Abgesehen von nachrüstbarem Zubehör ist als Sonderausstattung lediglich eine Metalliclackierung vorgesehen. Weitere Besonderheit sind die Einzelsitze des Michelangelo, die sich verschieben, in Reihe setzen und ausbauen lassen. Gar nicht so außergewöhnlich ist der NV 300 als Basisfahrzeug, denn bis auf optische Details entspricht er dem Renault Trafic. Dank tiefer gelegtem Fahrwerk passt der Michelangelo in die meisten Garagen.

  • Basisfahrzeug: Nissan NV 300 mit GfK-Aufstelldach, 145 PS, Radstand 3,10 m, Leergewicht 2.275 kg, zulässiges Gesamtgewicht 3.020 kg
  • L x B x H: 4,99 x 1,97 x 2,00 m
  • Sitzplätze (mit Gurten): 4–6; Betten: Sitzgruppe 2,00 x 1,25 m, Dach 2,00 x 1,35 m
  • Bordtechnik: Diesel-Heizung, Kompressor-Kühlbox (31 L), Frisch-/Abwassertank 27/25 L, Gasflasche 2,8 kg
  • Grundpreis: 57.697 Euro (Modelljahr 2020)

Wir haben den Nissan Michelangelo im Vergleichstest.

Pössl Campster

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Pössl Campster: Die Citroën-Basis hat bereits alle wesentlichen Ausstattungen an Bord.

Der günstige Grundpreis des Campster lässt aufhorchen. Dabei hat die Citroën-Basis bereits alle wesentlichen Ausstattungen an Bord. Im Ausbau, den Dethleffs beisteuert, fehlen aber noch Kühlbox und Heizung. Darüber hinaus fällt die Vielseitigkeit des schlanken Campster auf: Eine Schiebetür auf der linken Seite, durch die sich der Küchenblock entnehmen lässt, sorgt für überdurchschnittliche Alltagstauglichkeit. Wer den Campster überwiegend als Pkw nutzt, freut sich über zahlreiche Komfort- und Assistenzoptionen für den Citroën.

  • Basisfahrzeug: Citroën Spacetourer mit GfK-Aufstelldach, 102–177 PS, Radstand 3,27 m, Masse in fahrbereitem Zustand 2.200 kg, zul. Gesamtgewicht 2.690 kg
  • L x B x H: 4,95 x 1,92 x 1,96 m
  • Sitzplätze (mit Gurten): 4–7; Betten: Sitz-Liegebank 2,12 x 1,12 m, Dach 1,90 x 1,10 m
  • Bordtechnik: Diesel-Heizung (Aufpreis), Kompressor-Kühlbox (Aufpreis), Frisch-/Abwasserkanister 10/10 L, Gasflasche 2,8 kg
  • Grundpreis: 39.699 Euro (Modelljahr 2020)

Im Praxistest: So bewährt sich der Pössl Campster im Urlaub und Alltag.

Reimo Trio Style

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Achim Hartmann, Volkswagen Nutzfahrzeuge
Reimo Trio Style: Viele Möglichkeiten zur Individualisierung.

Mehr Möglichkeiten zur Individualisierung bietet wohl kaum ein anderer Bus dieser Klasse. Reimo hat nicht nur zahllose VW-Optionen im Angebot, sondern erfüllt auch im Ausbau unterschiedlichste Kundenwünsche. Der genannte Preis ist daher nur ein grober Richtwert. Festgelegt ist beim Trio Style jedoch der klassentypische Grundriss. Reimo spart an der Möbelzeile jedoch kaum merklich ein paar Zentimeter in der Breite ein. Sie kommen der Bank zugute, die drei Plätze hat. Entsprechend fällt auch das untere Bett etwas breiter aus als gewöhnlich.

  • Basisfahrzeug: VW T6.1 mit GfK-Aufstelldach, 102–199 PS, Radstand 3,00 m, Leergewicht 2.420 kg, zulässiges Gesamtgewicht 3.000 kg
  • L x B x H: 4,90 x 1,90 x 2,00 m
  • Sitzplätze (mit Gurten): 5–7; Betten: Sitz- Liegebank 2,05 x 1,31 m, Dach 1,95 x 1,25 m
  • Bordtechnik: Diesel-Heizung (Aufpreis), Kompressor-Kühlschrank (39 L), Frisch-/Abwassertank 49/27 L, Gasflasche 2 x 5 kg
  • Grundpreis: 51.990 Euro (Modelljahr 2020)

Alle Stärken und Schwächen des Reimo Trio Style zeigen wir hier.

VW California Coast

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Hasselblad H5D
VW California: Solide Einrichtung mit hoher Funktionalität.

Als eine Art Urmeter dieser Klasse gilt der VW California. Drei Ausstattungslinen gibt es, die günstigste und am einfachsten ausgestattete ist der Beach, von dem es zwei Versionen gibt. In der mittleren Kategorie als Coast verzichtet er auf eine Heizung oder ein auf Knopfdruck aufstellbares Dach und liegt damit preislich noch im Rahmen der Wettbewerber. Als Ocean und mit Vollausstattung erreichen die Preise schwindelnde Höhen. So oder so erhält man eine solide Einrichtung mit hoher Funktionalität, die sich optisch perfekt in den ohnehin sehr gediegenen VW T6.1 einfügt. Zum Modelljahr 2020 wurden Basisfahrzeug und Interieur geliftet.

  • Basisfahrzeug: VW T6.1 mit Alu-Aufstelldach, 110–199 PS, Radstand 3,00 m, Leergewicht 2.443 kg, zulässiges Gesamtgewicht 3.000 kg
  • L x B x H: 4,90 x 1,90 x 1,99 m
  • Sitzplätze (mit Gurten): 4–5; Betten: Sitz- Liegebank 2,00 x 1,14 m, Dach 2,00 x 1,20 m
  • Bordtechnik: Diesel-Heizung (Aufpreis), Kompressor-Kühlbox (42 L), Frisch-/Abwassertank 30/30 L, Gasflasche 2,8 kg
  • Grundpreis: 56.204 Euro (Modelljahr 2020)

Einen ersten Praxistest des VW California 6.1 finden Sie hier.

Westfalia Jules Verne

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Pompe
Westfalia Jules Verne: So viel Komfort findet man in der Fünf-Meter-Klasse sonst selten.

Die Traditionsmarke Westfalia baut nicht nur Campingbusse für Autohersteller, sondern hat auch ein Programm, das über eigene Händler vertrieben wird. Dazu gehört der in Frankreich gefertigte Jules Verne, der durch seinen Grundriss eine Sonderstellung einnimmt. Für Behaglichkeit sorgt die Sitzbank mit Seitenpolster und freistehendem Tisch. Im Heck befindet sich eine Kassettentoilette und eine Bodenwanne, die beispielsweise zum Abbrausen der Füße geeignet ist. So viel Komfort findet man in der Fünf-Meter-Klasse sonst selten.

  • Basisfahrzeug: Mercedes V-Klasse mit GfK-Aufstelldach, 136–190 PS, Radstand 3,20 m, Leergewicht 2.480 kg, zulässiges Gesamtgewicht 2.800 kg
  • L x B x H: 5,14 x 1,93 x 1,99 m
  • Sitzplätze (mit Gurten): 4; Betten: Sitz-Liegebank 1,80 x 1,19 m, Dach 1,90 x 1,17 m
  • Bordtechnik: Diesel-Heizung, Kompressor-Kühlbox (51 L), Frisch-/Abwassertank 50/36 L, Kassetten-WC, Gasflasche 2,8 kg
  • Grundpreis: 53.990 Euro (Modelljahr 2020)

Mehr über den Westfalia Jules Verne lesen Sie in diesem Vergleichstest.

Basisfahrzeuge

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ULI SONNTAG
Der VW T6 erhält in diesem Jahr ein Facelift mit größerem Kühlergrill.

Prägendes Fahrzeug dieser Klasse ist der VW T6. 2019 bekam er als T6.1 eine neue Euro-Norm und neue Motoren. Das Update für den VW Transporter bringt neben einer geänderten Front ein erneuertes Armaturenbrett mit sich. Nicht zu sehen: die jetzt elektromechanische Lenkung, die viele zusätzliche Assistenzsysteme möglich macht. Auch bei den einfacheren Varianten sind künftig elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, LED-Innenleuchten sowie ein Radio serienmäßig. Den VW T6.1 mit Dieselmotor 2,0 TDI gibt es mit den Leistungsstufen 90 PS, 110 PS, 150 PS oder 199 PS.

Bereits kurz zuvor bekam die Mercedes V-Klasse ein Facelift und rüstete die Pkw-Varianten und ebenfalls den Vito Tourer mit neuen Motoren aus, die 136 PS, 163 PS oder 190 PS leisten und grundsätzlich mit einer Neungang-Automatik kombiniert sind. Hier haben wir einen ersten Fahrtest mit dem Allradantrieb absolviert. Außerdem wurde erst kürzlich der neue Vito vorgestellt, der auch als reines E-Fahrzeug erhältlich sein wird. Der eVito soll bis zu 421 Kilometer Reichweite leisten können.

Einen neuen 2,0-Liter-Diesel erhält auch der Renault Trafic. Hier sind 120 PS, 145 PS oder 170 PS verfügbar, außerdem ein Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Gängen (baugleich sind die Modelle Fiat Talento und Nissan NV 300).

Im vergangenen Jahr wurde der Ford Transit Custom umfassend aufgefrischt. Ford erneuerte die Front und das Armaturenbrett. Hier geht's zum ersten Fahrbericht des Vans.

Zu den noch jungen Modellen in dieser Klasse zählt der Citroën Spacetourer, der gleich mehrere Zwillingsbrüder hat: Neben dem Peugeot Traveller zählen dazu auch der Toyota Proace und der neue Opel Zafira Life/Vivaro. Alle neuen Motoren in diesem Segment erfüllen die strenge Abgasnorm Euro 6d-Temp. Ausnahmslos handelt es sich hier um Diesel.

Grundrisse in kompakten Campingbussen

Die frühen Campingbusse geben auch das Konzept für die jüngsten Modellgenerationen vor: Wenn man eine Sitzbank, die sich zum Bett umbauen lässt, neben eine Möbelzeile stellt, nutzt man den Raum in kompakten Transportern gut aus und bewahrt typische Pkw-Eigenschaften – mindestens vier Sitzplätze und einen großen Gepäckraum im Heck.

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Zentrales Möbelstück ist die Sitz-Liegebank, hier im Mercedes Marco Polo.

Im Sideboard bleibt Platz für Gaskocher, Spüle, Kühlbox und Kleiderschrank. Manchmal ist auch ein Fach für eine tragbare Toilette vorgesehen.

Viele Modelle erlauben die Montage zusätzlicher Sitzgelegenheiten. Drehbare Fahrerhaussitze und ein flexibel einsetzbarer Tisch machen die Campingausstattung komplett.

Für Stehhöhe sorgt ein Klappdach, das außerdem eine zweite Liegefläche mitbringt. Man erreicht sie, indem man über die Vordersitze ins Obergeschoss klettert.

In manchen Campingbussen gibt es spannende Variationen des tpyischen Grundriss: Hier bekommt man nahezu beliebig einsetzbare Einzelsitze oder eine entnehmbare Küche, was den Alltagsnutzen erhöht. Aus der Reihe tanzt außerdem der Ford Nugget mit seiner Küche im Heck. Sein Konzept verzichtet zwar auf einen separaten Gepäckraum, hat aber umso mehr Stehfläche und zählt inzwischen auch zu den Klassikern des Segments.

Extras und Ausstattung: Was kostet ein Campervan?

Bei der Aufpreispolitik verfolgt jeder Hersteller andere Ziele. Während einige mit Komplettangeboten werben, lassen andere Wahlmöglichkeiten bis ins kleinste Detail. Ganz ohne Extras wird aber wohl kaum ein Campingbus ausgeliefert, denn die Ansprüche sind nun einmal unterschiedlich. Was braucht man wirklich?

Das Basisfahrzeug sollte wie jeder moderne Pkw mit einer Klimaanlage ausgerüstet sein, was nicht immer selbstverständlich ist. Ein werkseitiges Navigationssystem ist zwar kostspielig und nicht zwingend, erspart aber den Kabelsalat mit Nachrüstgeräten. Wenn es das Budget erlaubt, gehören auch Rückfahrkamera und Automatikgetriebe zu den empfehlenswerten Optionen.

Falls die Heizung im Ausbau nicht bereits serienmäßig dabei ist, sollte man nicht daran sparen. Nur auf diese Weise genießt man an kühlen Tagen echten Wohnmobilkomfort.

In diesem Sinne ist auch die Markise als Schattenspender im Hochsommer eine gute Investition. Nicht so teuer, aber sehr nützlich ist eine Außendusche. Obwohl hier wie im Spülbecken nur unbeheiztes Wasser fließt, kann sie etwa nach dem Strandtag das Bad ersetzen.

Alles im allem sind beim Neukauf wichtige Entscheidungen gefragt, denn eine Nachrüstung typischer Extras wäre – soweit überhaupt möglich – aufwendig und daher teurer als die werkseitige Ausrüstung. Das umfangreichste Angebot von Extras ab Werk kommt von Mercedes und VW für die jeweils hauseigenen Modelle, die sich für hohe Summen weiter verfeinern lassen.

Fazit

Wer sich keine zwei Fahrzeuge leisten kann oder will, der ist gut damit beraten sich einen kompakten Campervan zu kaufen. Sie dienen einerseits als Pkw, andererseits als Campingbus und machen auch in der Stadt eine gute Figur, sprich: Sie passen auf Pkw-Parkplätze und manche sogar in Tiefgaragen. Abstriche macht man hier eventuell im Bereich Sanitär und Stauraum. Welche Aufbauart zu welchem Anspruch passt, zeigt unsere Übersicht über alle Aufbauformen.