Wintercamping im Campingbus: Kann das Rauschen der Heizung ein Kaminfeuer ersetzen?

Lesermeinungen Wintercamping im Campingbus
Lieber Gasheizung oder Kaminfeuer?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 21.02.2026
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Wintercamping, Wohnmobil, Leser, Schnee
Foto: Justin Paget via Getty Images

Mit dem Campingbus bei Minustemperaturen scheint für viele Leserinnen und Leser kein Thema zu sein – zumindest lässt die überschaubare Resonanz auf unsere Umfrage darauf schließen. Doch diejenigen, die ihre Erfahrungen geteilt haben, zeigen sich überwiegend begeistert und schätzen die besondere Atmosphäre. Auf Herausforderungen wie Kondenswasserbildung, Einfrieren von Wasserleitungen und Kältebrücken bereiten sich die Wintercamper gezielt vor.

Das sagen unsere Leser zum Thema

Für mich ist Wintercamping eher nichts, auch mit einer Heizung. Ich bin eher der Typ für warme, sonnige Gegenden.

-Eric Raßmann, Petersaurach

Wenn draußen die Landschaft still und weiß wird, entsteht im Bus eine fast magische Gemütlichkeit. Wintercamping hat für mich einen besonderen Reiz. Das leise Geräusch der Heizung, heißer Tee in der Hand und der Blick auf verschneite Bäume sind für mich der Inbegriff von Ruhe. Natürlich bringt Wintercamping auch Herausforderungen mit sich: gefrorene Leitungen oder das ständige Lüften wegen der Feuchtigkeit. Aber gerade diese kleinen Hürden machen das Erlebnis authentisch.

-Markus Kuhnke, per E-Mail

Obwohl wir normalerweise milde Winter so um die null Grad haben, wechseln wir beim Campen im Winter ab: Mal stehen wir frei, aber in der Nähe von Städten, und dann wieder auf Thermalcampingplätzen. So funktioniert das ganz problemlos.

-Katalin S., per E-Mail

Shot of a mature woman working from the bed of her campervan. She pauses to take in the view of the loch and the snowy mountains
Justin Paget

Da es doch schwierig ist, die Feuchtigkeit draußen zu halten, finde ich Wintercamping nicht so toll.

-Joerg Ruhnau, Udenheim

Leser teilen Tipps zum Wintercamping im Campingbus

Wintercamping im Campingbus hat für mich zwei Seiten: Einerseits liebe ich die Ruhe und die klare Winterluft, andererseits braucht es gute Vorbereitung. Auch unter −5 °C hat meine Dieselheizung zuverlässig gearbeitet, aber Kondenswasser war ein ständiges Thema. Mit Thermomatten, guter Bettwäsche und regelmäßigem Lüften war es dann aber durchaus komfortabel. Für alle, die winterliche Touren planen, ist ein offener Abwassertank mit Kanister darunter Pflicht, sonst friert das Abwasser schnell ein. Trotz aller kleiner Herausforderungen genieße ich Wintertouren, sie haben ihren ganz eigenen Charme.

-Marcus Engelbrecht, Ronsberg

Ich verreise sehr gerne im Winter, so etwa in die Schweiz oder in die Dolomiten bei −20 °C. Mein Kastenwagen ist ein Adria Supreme mit beheizbarem Abwassertank und Fußbodenheizung. Ich habe immer Wasser im Tank und den Leitungen und wenig Probleme damit. Natürlich muss man das Fahrzeug dann durchgängig heizen. Einmal ist mir das Wasser der Klospülung eingefroren. Für mich ganz wichtig ist eine zweite Heizmöglichkeit, bei mir ist es die Truma Combi mit Gas und Elektro. Deswegen ist es ein großer Vorteil, wenn man Landstrom hat. Ein Problem hatte ich mal mit der Vereisung der Frontscheibe: Die Scheibenwischer waren zu einem Eisblock gefroren und ich musste nach Hause fahren. Trotz größter Vorsicht und Verwendung von kaltem Wasser zum Auftauen hatte die Scheibe danach einen Riss und musste ausgetauscht werden. Gut sind eine Gasumschaltanlage und eine Gasfüllanzeige. Im Kastenwagen sind die Türen und das Fahrerhaus Schwachpunkte, die hänge ich mit großen Decken ab. Außerdem habe ich eine Außenabdeckung für die Scheiben. Das Tolle beim Wintercamping ist für mich die Nähe zu Skipisten und natürlich die Natur: dass man mitten im Winter draußen sein kann, tolle Ausblicke hat und auch das Abenteuer genießt.

-Peter Mommertz, per E-Mail

Für mich ist Wintercamping eine fantastische, ruhigere Alternative zum Sommercamping. Um die Magie der Natur bei Kälte und Schnee erleben zu können, braucht es aber eine gute Vorbereitung: eine funktionierende Heizung (ausreichend Gas/Diesel), gute Isolation (Vorzelt, Bodenmatten), Winterreifen und spezielle Utensilien wie Schneeketten oder solche für die Wasserversorgung.

-Martina Koch, Berlin

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