Für eine Wohnmobil-Tour durch Skandinavien oder Finnland, kommt man nur schwer um die ein oder andere Überfahrt mit der Fähre herum. Die will oftmals schon lange im Voraus geplant sein. Denn gerade in der Hauptsaison sind Passagen über die Ostsee schnell vergriffen. Entsprechend früh muss man am Terminal erscheinen, um noch einen der wenigen Plätze zu ergattern. Doch anstatt die Nacht an Bord zu verbringen oder in aller Frühe anzureisen, lohnt sich ein Blick auf Stellplätze direkt in Hafennähe. So kann man am Ablegetag entspannt aufstehen und muss nur wenige Meter zur Fähre rollen. Zudem ermöglichen sie oft noch einen letzten Abend mit Blick aufs Wasser.
Es kann so einfach sein. Während andere Reisende im Terminal warten, steht das eigene Fahrzeug bereits sicher geparkt. Man genießt die Ruhe am Kai, schlendert durch malerische Hafenstädte oder gönnt sich ein Abendessen mit Meerblick. Am nächsten Morgen fährt man ohne Stress auf die Fähre. Gerade in Skandinavien und Finnland sind viele dieser Plätze hervorragend ausgestattet und liegen landschaftlich reizvoll.
Dänemark: Entspannt an die Ostsee
In Nordjütland bietet der Stellplatz Marina in Frederikshavn ideale Bedingungen für Reisende, die die Fähre nach Oslo, Göteborg oder auf die Insel Læsø nutzen wollen. Der Platz liegt direkt am Wasser, nur wenige Minuten vom Terminal entfernt und bietet Platz für bis zu 20 Mobile. Stromanschlüsse und sanitäre Einrichtungen sorgen für Komfort, während der Blick auf Kattegat und Hafenbecken Urlaubsstimmung aufkommen lässt. Aber Achtung: Der Platz ist nur von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet.

In Nordjütland bietet der Stellplatz Marina in Frederikshavn ideale Bedingungen für Reisende, die die Fähre nach Oslo, Göteborg oder auf die Insel Læsø nutzen wollen.
Ganz im Süden Dänemarks, nahe der Fährverbindung nach Rostock, befindet sich die Kleinstadt Gedser. Hier übernachtet man auf dem Gedser Lystbadehavn unmittelbar am Yachthafen. Von dort sind es nur wenige Gehminuten zum Fähranleger. Die angenehme Atmosphäre der Kleinstadt macht den Ort zu einem optimalen Übernachtungsplatz am Abend vor der Überfahrt nach Deutschland. Der Platz selbst kann bis zu 15 Mobile aufnehmen. Vor Ort sind WLAN, sanitäre Anlagen und Strom inklusive. Zudem befindet sich ein Restaurant direkt nebenan.
An der Ostküste Jütlands liegt die Stadt Grenå. Von hier aus bestehen Fährverbindungen auf die dänische Insel Anholt und ins schwedische Halmstad. Der moderne Hafenbereich bietet Restaurants, kleine Geschäfte und einen kleinen Stellplatz, der von Anfang Mai bis Ende September geöffnet ist, der Grenå Marina. Perfekt, um sich vor der Weiterreise noch einmal die frische Seeluft um die Nase wehen zu lassen.
Norwegen: Komfort mit Fjordblick
Auch in Norwegen gibt es zahlreiche Stellmöglichkeiten direkt an den Fährhäfen. Im Westen des Landes überzeugt der Stellplatz Consul Sigval Bergesens vei durch seine stadtnah gelegene Lage bei Stavanger. Der Platz lässt Annehmlichkeiten wie Strom oder sanitäre Einrichtungen vermissen. Die Umgebung entschädigt dies jedoch. Der Hafen und die Altstadt von Stavanger sind bequem erreichbar. Fähren kann man in Stavanger an zwei verschiedenen Terminals nutzen. Für Reisende interessant sind vor allem Fähren ins nördliche Bergen sowie ins dänische Hirtshals. Doch Vorsicht, deren Ableger liegt am anderen Ende der Stadt. Hier muss man mit einer Fahrt von bis zu 20 Minuten rechnen.

Der Hafen und die Altstadt von Stavanger sind bequem erreichbar und sicherlich einen Abstecher wert.
Mitten in der norwegischen Hauptstadt Oslo liegt der Sjosyt Marina Wohnmobilhafen. Der kostenpflichtige Platz kann bis zu 250 Reisemobile beherbergen und bietet Strom, Wasser, Entsorgungsmöglichkeiten sowie sanitäre Anlagen. Die moderne Marina direkt neben dem Stellplatz bietet Versorgungsmöglichkeiten und eine gute Anbindung an das Zentrum. Morgens geht es dann mit dem Reisemobil in wenigen Minuten zur Fähre.
Im Süden des Landes liegt die Stadt Kristiansand. Sie bietet den idealen Ausgangspunkt für eine Überfahrt von Norwegen in den Norden Dänemarks. Etwa auf einer Rückreise nach einem ausgiebigen Skandinavien-Trip. Nur wenige Minuten vom Fährterminal entfernt liegt der Wohnmobilstellplatz Kongsgård Bobilparkering. Hier kann man innerorts am Abend vor der Überfahrt unterkommen. Bis auf sanitäre Anlagen sind alle Annehmlichkeiten wie Wasser, Strom oder WLAN vorhanden.
Schweden: Zwischen Mitnachtsonne und Sandstrand
Südschweden ist für viele Wohnmobilreisende das Tor in den Norden Skandinaviens. Ebenso eignet sich die Stadt Ystad als optimale Ausgangsposition für eine Rückreise nach Usedom oder Polen. Direkt am Terminal liegt der Stellplatz am Fährhafen. Der Stellplatz für bis zu 30 Mobile ermöglicht es, das Fahrzeug abzustellen und zu Fuß zum Check-in zu gehen. Ebenso leicht zu erreichen ist der Rest der Marina sowie die Innenstadt. Am Platz selbst ist außer Entsorgungsmöglichkeiten alles Wichtige vorhanden.
Direkt an der Ostsee liegt Trelleborg. Der lange Sandstrand sorgt für echtes Urlaubsgefühl, während der Terminal nur wenige Minuten entfernt ist. Von hier kommt man mit der Fähre nach Rostock, Usedom, Travemünde oder sogar Litauen. Direkt am Strand liegt der Ställplats Trelleborgstrand, der zu Fuß ebenfalls nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt ist. Perfekt für einen letzten Abend in Schweden vor der Abreise.
Wer Richtung Åland oder Finnland unterwegs ist, findet mit Grisslehamns Marina & Camping in Grisslehamn eine komfortable Option nahe dem Fähranleger. Der Stellplatz für bis zu 10 Mobile liegt vor einem Campingplatz und bietet dementsprechend alles von Toiletten, WLAN und Strom bis zu mehreren Restaurants in der Nähe.
In der schwedischen Hauptstadt Stockholm finden sich Fähren in alle Himmelsrichtungen. In Stockholm Södermalm liegt der Stellplatz Tantolundens Husbilscamping. Im Grünen vereint der Stellplatz urbanes Flair mit einem Hauch Natur. 15 Wohnmobile finden hier Platz. Wasser, Strom sowie Entsorgungsmöglichkeiten und sanitäre Anlagen stehen ebenfalls zur Verfügung. Die Innenstadt erreicht man vom Platz zu Fuß oder mit dem ÖPNV. Der Fähranleger ist mit dem fahrbaren Untersatz nur wenige Minuten entfernt.

Die Gassen von Stockholm laden zum Entdecken und Einkaufen ein.
Finnland: Gelassen in den Norden
Auch in Finnland lohnt sich die Übernachtung nahe dem Hafen. In Helsinki bietet der Parkplatz am Zoo eine praktische Möglichkeit, bevor es per Fähre weitergeht. Die Lage auf der Insel Mustikkamaa sorgt für eine besondere Atmosphäre, gleichzeitig ist das Stadtzentrum gut erreichbar. Zu den Fähren ist der Weg ebenfalls nicht besonders weit. Der Platz für bis zu 15 Mobile eignet sich für autarke Fahrzeuge, da keinerlei Einrichtungen zur Verfügung stehen. Im Gegenzug ist die Übernachtung kostenlos.
Etwas weiter westlich an der Südwestküste liegt die Kleinstadt Naantali. Direkt daneben die Stadt Turku, von der Fähren auf eine Vielzahl von Inseln ablegen. Hier empfiehlt der Naantali Camping, ein kleiner Platz am Ortsrand in Seenähe. Zu Fuß ist man schnell im Ortskern, um Erledigungen zu treffen. Auf dem Platz selbst sind sanitäre Anlagen vorhanden.












