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E-Bikes unterwegs laden

So wird das Wohnmobil zur E-Bike Ladestation

Das Aufladen der E-Bike-Akkus stellt besondere Ansprüche an die Stromversorgung im Wohnmobil. Hier erfahren Sie, wie 12- und 230-Volt-Netzteile auch unterwegs problemlos funktionieren.

Im Gegensatz zu vielen elektronischen Kleingeräten lässt sich ein E-Bike-Akku nicht einfach an einer USB-Steckdose befüllen. Außerdem zapfen die Stromspeicher größere Mengen Ladung von der Bordbatterie ab. 

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Fotos: Karl-Heinz Augustin, Hersteller, Archiv
Moderne Akkus bieten Kapazitäten von 500 Wh und mehr. Irgendwann geht aber allen mal der Saft aus.

Sollen zwei typische E-Bikes im Wohnmobil geladen werden, muss dessen Batterie eine Kapazität von mindestens 96 Ah bereitstellen (Formel unten). Da die Aufbaubatterie aber nie vollständig entladen werden sollte, muss zusätzlich eine Ladungsreserve von rund 50 Prozent einkalkuliert werden. Damit ist klar: Regelmäßiges Nachladen ist unerlässlich. 

E-Bike unterwegs laden mit 12 Volt 

Während der Fahrt sorgt die Lichtmaschine, im Idealfall in Kombination mit einem Lade-Booster, für regelmäßigen Stromnachschub. In diesem Fall können auch größere Mengen Strom aus der Bordbatterie entnommen werden. Bosch, Marktführer unter den Pedelec-Antrieben, bot bis vor kurzem mit dem Travel Charger extra ein Ladegerät für den 12-Volt-Betrieb an – leider wurde es aufgrund zu geringer Nachfrage vom Markt genommen.

Auch für Akkus von anderen Marken gibt es Reiseladegeräte, zum Teil von Fremdherstellern. Bei allen 12-Volt-Ladegeräten ist der maximale Ladestrom im Vergleich zum 230-Volt-Netzteil aber deutlich kleiner. Somit verdoppelt sich meist die Ladezeit.

E-Bike unterwegs laden mit 230 Volt 

Für einen möglichst schnellen Ladevorgang wäre es darum sinnvoll, das Standardnetzteil auch unterwegs verwenden zu können. Auf dem Stellplatz mit Landstrom ist das natürlich ohne Einschränkungen möglich. 

Ohne Stromanschluss beziehungsweise während der Fahrt ist zum Betrieb des mitgelieferten 230-Volt-Netzteils ein Spannungswandler nötig. Dabei muss in der Regel ein hochwertiges Gerät mit reiner Sinuskurve eingesetzt werden. 

Preisgünstige Wechselrichter erzeugen dagegen oft nur eine modifizierte Sinus-Wechselspannung, die empfindliche Verbraucher schädigen kann. Eine Netzvorrangschaltung verhindert zudem, dass der Wechselrichter selbst Schaden nimmt, während der Landstrom angeschlossen ist. 

Welche Leistung muss der Wechselrichter liefern?

Wechselrichter
Fotos: Karl-Heinz Augustin, Hersteller, Archiv
Der Wechselrichter ist mit einer haushaltsüblichen Steckdose versehen. Das Ladegerät kann direkt am Spannungswandler angesteckt werden.

Mit der Formel unten lässt sich die benötigte Leistung berechnen. Gehen wir von zwei Akkus aus, muss der Wechselrichter dauerhaft 332 Watt leisten. Inklusive ausreichender Reserven für den Anlaufstrom wäre ein Gerät mit 500 Watt die richtige Wahl. 

Damit der Spannungswandler nur wenn nötig aktiviert wird, überwacht ein Batterie-Computer die Stromversorgung.Zum Schutz der Bordbatterie kann der Computer den Ladevorgang beenden, sobald eine gewünschte Kapazität des E-Bike-Akkus erreicht ist. 

Bleibt noch das Problem der schwindenden Kapazität der Bordbatterie. Deren Ladungsverluste lassen sich am besten durch Nachladen mit einer Energiequelle ausgleichen. Dafür bietet sich abseits der Steckdose eine Solaranlage mit mindestens 200 Wp an. 

Benötigte Batteriekapazität:
1000 Wh
1) /12 V + 15 % Verlust = 96 Ah
1) Energie von zwei E-Bike-Akkus à 550 Wh

Benötigte Wechselrichterleistung:
4 A
1) x 36 V 2) + 15 % Verlust = 166 W
1) Ladestrom 2) Spannung üblicher E-Bike-Akkus

Marktübersicht Wechselrichter fürs Wohnmobil

Wechselrichter Kaufmöglichkeit
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