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Leserfragen zum Thema Wohnmobilbereifung

Sommer- und Ganzjahresreifen

Ratgeber, Experten-Tipps 1 Bilder

Vier Leserfragen zum Thema Wohnmobilbereifung. Von Ganzjahresreifen anstatt Sommerreifen? über die Frage, was tun wenn meine neuen Sommerreifen laute Abrollgeräusche machen? promobil-Experten erklären was man beachten muss.

03.12.2013 Kommentare
Wir haben uns vor einigen Monaten ein gebrauchtes Reisemobil gekauft, das auf Sommerreifen steht. Hauptsächlich werden wir im Sommer unterwegs sein, Kurztrips in den Wintermonaten möchten wir aber nicht ausschließen. Sollen wir weiterhin auf Sommerreifen setzen oder empfehlen Sie uns Ganzjahresreifen?

Malte Oltersdorf, per E-Mail

Ob Sie die Sommerreifen das ganze Jahr über nutzen können, hängt neben den Witterungsbedingungen unter Umständen auch von Ihrem Reiseziel ab. In Deutschland besteht keine generelle, sondern eine situative Winterreifenpflicht. Laut Gesetz ist bei Glatteis, Schneeglätte oder Schneematsch eine wintertaugliche Bereifung verpflichtend. Das können sowohl Winter- als auch Ganzjahresreifen sein. Zulässige Pneus wurden bisher mit dem M+S-Symbol versehen, seit dem 1. Januar 2018 ist das Alpine-Symbol (Berg mit Schneeflocke) für alle neu hergestellten Winterreifen Pflicht. Die Gesetzgebung kann von Land zu Land variieren. In den meisten europäischen Ländern gilt keine generelle Winterreifen-Pflicht (Ausnahme: z. B. Slowenien). In Italien oder Frankreich kann die Benutzung aber durch eine entsprechende Beschilderung vorgeschrieben, für einzelne Regionen auch generell von Oktober bis April verordnet sein. Mit Ganzjahresreifen ist man bei vielen Witterungsbedingungen auf der sicheren Seite und erspart sich bei Reisen ins Ausland die Recherche zur jeweiligen Gesetzgebung. Wird das Mobil das ganze Jahr über genutzt, sind sie also in jedem Fall empfehlenswert.

Der Wechsel von Sommer- zu Winterreifen steht ja nun an. Nur wie werden die Sommerräder richtig gelagert? Im Internet liest man dazu Widersprüchliches. 

Ina Ludwig, per E-Mail 

Im Optimalfall lagern Sie Ihre Reifen als Kompletträder (also inklusive der Felgen) hängend an Wandhalterungen oder gestapelt auf einem sogenannten Felgenbaum. Auf diese Weise lastet kein Druck auf den Gummis. Der Lagerplatz sollte vor Sonneneinstrahlung und Nässe geschützt sein und am besten Temperaturen unter 25°C sowie eine leichte Belüftung aufweisen. Haben die Reifen auch für die nächste Saison noch genügend Profiltiefe, sollten sie vor der Einlagerung mit Wasser und etwas Neutralseife gereinigt werden. Entfernen Sie dabei vorsichtig Steinchen aus dem Profil. Zudem empfiehlt es sich, die Position der Reifen mit Kreide zu kennzeichnen – etwa „VL“ für vorne links etc. Reifen an der Antriebsachse werden meist schneller abgefahren, darum lohnt der jährliche Tausch von vorne nach hinten – aber immer auf der gleichen Seite.

Ich möchte mein Reisemobil mit Ganzjahresreifen bestücken, finde aber nur „C“-Reifen. Darf ich die ohne Probleme fahren?

Manfred Sinzinger

Leserfrage C CP-Reifen Leserfragen zu CP und C-Reifen promobil klärt auf

Die Verwendung von C- statt CP-Reifen ist üblicherweise ohne Weiteres zulässig. Sicherheitshalber sollten Sie jedoch bei Ihrem örtlichen TÜV nachfragen. Entscheidend sind zwei Dinge: die eigentliche Größe 215/10 R 15 und der sogenannte Lastindex, der die Tragfähigkeit des Reifens angibt; in Ihrem Fall 109, was einer Reifentragfähigkeit von 1030 Kilo entspricht. Zudem ist es empfehlenswert, sich vom Reifenhersteller eine Reifenfreigabe für Ihr Fahrzeug ausstellen zu lassen und diese für den Fall eventueller Kontrollen dabeizuhaben. Der wesentliche Unterschied zwischen C und CP-Reifen: C steht für Commercial, CP für Camping Pneu. CP-Reifen zeichnen sich in aller Regel durch eine höhere Überlastreserve aus, sind also besser gewappnet für den Fall einer eventuellen Überladung.

Auf der Tour ist mir aufgefallen, dass das Abrollgeräusch meiner neuen Sommerreifen – größer als die alten, aber gleiches Fabrikat – sehr laut ist. Hat das mit zu hohem Luftdruck zu tun? Fahre derzeit mit 5 Bar bei 4 Tonnen Gesamtgewicht.


Günter Pretel

Das laute Abrollgeräusch kann viele Ursachen haben. Eine Ferndiagnose ist schwierig. Der höhere Luftdruck dürfte jedoch ausscheiden. Wahrscheinlicher sind das hohe Gewicht, das auf den Reifen lastet, und die größere Dimension, sofern sich auch an der Breite, also der Aufstandsfläche, etwas geändert hat. Wenn Spur oder Sturz nicht stimmen, hat dies ebenfalls Einfluss. Wie auch zum Beispiel eine Unwucht im Reifen, die sich jedoch durch Auswuchten relativ einfach beseitigen lässt. Am besten fragen Sie den Reifenhändler Ihres Vertrauens. Wenn dieser auch keinen Rat weiß, sollten Spur und Sturz in der Werkstatt vermessen und gegebenenfalls korrigiert werden.

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