Premiere Motorrad-Camper Dominic Vierneisel
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Premiere Motorrad-Camper 9 Bilder

Motorrad-Camper Discovery (2022)

Motorrad-Camper Discovery (2022) Alltagstauglicher Campervan für Biker

Der Discovery, das zweite Modell von Motorrad-Camper, basiert auf dem kompakten Transit Custom.

Der Name Motorrad-Camper ist Programm. Hier geht es um Busse für Enthusiasten, die auch beim Campen auf ihr Motorrad nicht verzichten wollen. Dem Erstlingswerk der Marke diente noch ein 6-Meter-Ducato als Basis. Jetzt tritt das zweite Modell, der Discovery, als Ausbau des Ford Transit Custom an.

Der neue Bus von Motorrad-Camper ist mit seinen 5,34 Meter Länge kompakter und damit auch alltagstauglicher. Er hat ein gutes, komfortables Fahrwerk und kultivierte, kräftige Motoren (ab 130 PS).

Innenraum: Garage und Schlafzimmer

Knappe 2,40 Meter Außenhöhe haben allerdings einen Haken: die Innenhöhe. Für einen Bus, in dem man auch wohnen soll, sind 1,77 Meter nicht so üppig. Ein Motorrad passt dennoch komplett hinten rein – bis 2,39 Meter Länge klappt das, also ist auch für die meisten Reise-Enduros Platz.

Zusammen mit dem Schlitten wird das ganze Bike per elektrischer Winde eingezogen.

Der Kniff sind die hochklappbaren Möbel. Lattenrost und Auflage lassen sich platzsparend hinten links an der Seite verstauen. Die zwei 14 Zentimeter dicken Haushaltsmatratzen haben Standardmaß: Zweimal 200 mal 80 Zentimeter ergeben ein würdiges Doppelbett.

Rechter Hand lässt sich von der Wand eine Sitzgruppe für zwei Personen herunterklappen – samt passendem Tisch (60 x 80 cm). Im ersten Modell von Motorrad-Camper musste man auf die Sitzgelegenheiten noch verzichten.

Küche, Bad und Auffahrrampe

Auch eine rudimentäre Küche mit 40-Liter-Kühlbox und Gaskartuschen-Kocher ist an Bord. Ebenso eine Wasseranlage mit zwei 12-Liter-Kanistern. Ein Bad gibt es nicht, doch ein Porta Potti bekommt man unter. Überhaupt ist Schrankraum zur Genüge vorhanden: ein riesiger Kleiderschrank für die Lederkombis, darunter ein Fach für Motorradstiefel, darüber eins für Helme.

Zum Campen schraubt man die Führungsschiene (Sawiko) einfach los und legt sie unters Auto. Zum Mopedtransport wird sie wieder in den Airline-Schienen fixiert. Diese sind quer zur Fahrtrichtung in die Bodenplatte integriert, damit sich die Führung beliebig platzieren lässt.

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Dominic Vierneisel
Das Vorderrad steht fest auf der Wippe, so kann das Motorrad nicht kippen.

Das Verladen gelingt relativ leicht. Einfach die Auffahrrampe anstecken. Moped hochfahren, bis das Vorderrad fest im Schlitten steht. Eine Seilwinde zieht das Bike ins Auto. Noch ordentlich verzurren – und los.

Motorrad-Camper Discovery

Preis: ab ca. 45.000 Euro
Basis
:Ford Transit Custom, Kastenwagen, Vorderradantrieb, ab 96 kW/130 PS
Gesamtgewicht
: 3.200 kg
Länge/Breite/Höhe
: 5.340/1.986/2.400 mm
Empfohlene Personenzahl
: 2

Fazit

Der neue Motorrad-Camper Discovery ist ein sachlich, aber solide ausgebauter, einigermaßen alltagstauglicher Camper für Biker. Bei 3,2 t Gesamtgewicht reicht die Zuladung auch für größere Maschinen.