Hobby erstmals mit Aufstelldach: Exklusiver Blick in den Ontour Van 600 FTR

Hobby Ontour Van 600 FTR
Erster Hobby-Campingbus mit Aufstelldach

ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.01.2026
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Hobby setzt für seinen ersten Campingbus mit Aufstelldach auf die Zusammenarbeit mit dem Campervanspezialisten Rocket Camper. Das Unternehmen aus Süddeutschland baut und montiert das Dach, dessen Entwurf von Geschäftsführer Swen Dluzak stammt. Auf seine Expertise als Konstrukteur und Designer haben schon Hersteller wie Hymer und Knaus gesetzt. Das erste Modell soll eigentlich erst auf der CMT präsentiert werden, promobil konnte es sich schon vorab anschauen.

Hobby hat drei Baureihen im Programm. Zum Start erhält der 600er Hobby Ontour Van das Aufstelldach als Option. Er heißt dann Ontour Van 600 FTR, wobei das "R" für Roof steht. Der Aufpreis für das Dach samt Montage beträgt 6.666 Euro beträgt der Aufpreis für Dach und Montage. Die Konstruktion ist bewährt. Rocket Camper baut es seit sieben Jahren auf eigene Fahrzeuge und Campingbusse der Marke Vantourer. Gefertigt wird das Dach bei einem Fachbetrieb im Schwarzwald, montiert bei Rocket Camper in Remshalden bei Stuttgart. So wird es zunächst auch bei den ersten Hobby-Modellen gehandhabt. "Die Vans kommen nach Remshalden, und wir montieren die Dächer", sagt Dluzak. Florian Hopp von Hobby erklärt dazu: "Für den Kunden bleibt das ganz einfach. Er bestellt seinen Van mit Dach beim Händler und bekommt ihn dort auch ausgeliefert."

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Timo Großhans

Zusätzlich zum Dach wird Rocket Camper dem Kunden die Möglichkeit bieten, ihren Hobby-Ontour-Van weiter zu individualisieren. Optisches Tuning per Folierung gehört ebenso zum Angebot wie weitere Veredelungen mit Alufelgen samt AT-Bereifung oder – nach Absprache – andere individuelle Umbauten.

Vergleichsweise leichtes Aufstelldach

Das Dach hat ein vergleichsweise niedriges Eigengewicht von rund 90 Kilogramm, was der Zuladung des 3,5-Tonners zugutekommt. Besonders ist an der Konstruktion, dass das GFK nicht die gesamte Spannung tragen muss, sondern seitlich Aluschienen eingearbeitet sind, die den Großteil der Kräfte aufnehmen. "Multimaterialmix" nennt das der Konstrukteur. "So verzieht sich das GFK nicht, und es kann dünn und leicht ausgelegt werden." Hinzu kommen hochwertige Aufstellscheren aus Edelstahl, die zur Langlebigkeit und Verwindungssteifigkeit beitragen.

Die Dachhaube selbst besteht aus einer hagelsicheren äußeren Schale, einer Isolierschicht aus Armacell sowie einer inneren Schale, die dank eines modernen, materialsparenden Vakuum-Injektionsverfahrens gefertigt wird. Das hat auch den Effekt, dass die innere Schale besonders glatt ausgeführt ist. Solarmodule lassen sich an verschiedenen Stellen montieren.

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Darunter bietet das Aufstelldach zwei Schlafplätze, drei Ausgucke und eine zehn Zentimeter dicke Kaltschaum-Matratze auf Federelementen und Abstandsgewirke. Beleuchtet wird der Schlafbereich mit Schwanenhalslampen. USB-Steckdosen gibt es ebenso wie eine Leiter zum Hochklettern.

Hobby macht einen Schritt in die Zukunft

Die traditionsreiche Firma Hobby, die in Europa Marktführer bei Wohnwagen ist, geht diesen Schritt bewusst in Richtung Stärkung ihrer Reisemobil-Sparte, insbesondere der Campingsbusse. Auch wenn das Unternehmen seit rund 40 Jahren Wohnmobile baut – darunter so legendäre Modelle wie den Hobby 600 –, haben die motorisierten Camper bislang nur einen vergleichsweise geringen Marktanteil.

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Timo Großhans

Mit dem Angebot eines Aufstelldachs wie beim Ontour Van 600 FTR nimmt Campingbusse ins Angebot, die gemacht sind für Familien oder Sportler, die ihr Equipment im unteren Fahrzeugbereich transportieren möchten. Ein solches Angebot ist am Markt zwar verbreitet, fehlte bislang jedoch im Hobby-Portfolio. Dass man zunächst mit einem Veredler zusammenarbeitet und die Produktion nicht sofort in den eigenen Betrieb integriert, ist strategisch klug, da dies eine hohe Flexibilität ermöglicht.

In Zukunft sollen weitere Modelle aus dem Hobby-Programm folgen. Ein 540er-Modell – bislang nicht im Angebot – würde sich beispielsweise als Dach-Van anbieten. Ebenso denkbar ist eine Kombination aus Van mit Panoramafenster und Aufstelldach. Doch das ist Zukunftsmusik.

Fazit