Der VW ID.Buzz ist der Elektro-Erbe des Bulli – und will in die großen Stapfen des Verbrenner-Opas treten: Er soll der neue Star unter den Campervans werden. Lange hatte Volkswagen selbst angekündigt, eine California-Version herauszubringen. 2026 ist es endlich so weit: Der ID.California Cruise ist da.
Doch schon vorher gab es verschiedene andere Hersteller, die den Buzz zum Campervan ausgebaut haben (wir berichteten). Typisch für den Klassiker "California" ist eigentlich das Aufstelldach. Das bringt der aktuelle ID.California Cruise nicht mit. Dafür haben es schon zwei anderen Marken aus den Niederlanden: Ventje und Tonke.
Doch wer baut den Elektrobus eigentlich am besten aus? Und: Braucht ein Bus wirklich ein Aufstelldach?
Die ID.Buzz-Kontrahenten im Überblick
Wir haben die drei Modelle verglichen: von den Betten bis zur Ausstattung und den Finanzen. Der offizielle VW ID.California tritt hier gegen die Niederländer Ventje eVentje und den Tonke ID.Buzz Explorer an.
1. VW ID.California: Der offizielle Elektro-Camper
Der ID.California ist der erste elektrische Camper von VW und setzt auf das bewährte California-Konzept – aber ohne klassisches Aufstelldach.
Stattdessen setzt er auf das Sitzbank-Bett und eine 9 cm dicken Matratze. Die Ausstattung umfasst Verdunkelung, Lüftungsgitter, Campingtisch und Stühle. Eine fest eingebaute Küche fehlt jedoch – wer kochen will, muss auf ein mobiles Modul setzen.
- Schlafplätze: 2 (Liegefläche: 2,00 x 1,20 m)
- Sitzplätze: 4-5
- Küche: Hier fehlt die fest eingebaute Küche – stattdessen gibt es ein mobiles Modul, das herausnehmbar ist.
- Preis: Der Einstiegspreis liegt bei 60.761 Euro, mit mittlerer Ausstattung sind rund 70.000 Euro realistisch
2. Ventje eVentje: Das modulare Multitalent
Das niederländische Ventje eVentje ist ein echter Alleskönner: Mit einem manuellen Pop-up-Dach, das Platz für ein Bett bietet.
Die Sitzgruppe lässt sich flexibel zu einem weiteren Bett umbauen. Die Liegefläche oben wie unten ist für zwei Personen geeignet. Hinzu kommen eine modulare Küche, die sowohl innen als auch außen genutzt werden kann. Mit einem 350-Watt-Solarpanel ist der eVentje autark.
- Schlafplätze: 4 (beide Liegeflächen 2,00 x 1,40 m)
- Sitzplätze: 2-4
- Küche: Eine modulare Küche, die innen und außen nutzbar ist.
- Preis: Der Preis startet bei 95.000 Euro, mit Aufstelldach und Extras sind es rund 110.000 Euro
3. Tonke ID.Buzz Explorer: Der luxuriöse Handwerker
Der Tonke ID.Buzz Explorer setzt auf hochwertige Materialien, eine einzigartige Außenküche und ein innovatives Aufstelldach, das seitlich ausfährt und Platz für ein Bett bietet.
Die Ausstattung umfasst ein Induktionskochfeld mit zwei Kochzonen, einen 36-Liter-Kühlschrank und optional ein breites Bett im Innenraum.
- Schlafplätze: 4 (oben: 1,35 x 2,10 m, unten: 1,50 x 2,00 m)
- Sitzplätze: 2-4
- Küche: Außenküche mit Induktionskochfeld, Kühlschrank und Arbeitsplatte.
- Preis: ab 94.295 Euro
Für wen ist welches Modell ideal?
- VW ID.California: Für alle, die Wert auf Marken-Service und Alltagstauglichkeit legen – aber auf Luxus verzichten können.
- Ventje eVentje: Für Abenteuerlustige und Design-Verliebte, die Flexibilität und Autarkie schätzen.
- Tonke ID.Buzz Explorer: Für alle, die Wert auf hochwertige Materialien, eine Außenküche und ein Aufstelldach legen.
Finanzierung
VW bietet Leasing über die hauseigene Bank, während Ventje und Tonke auf individuelle Finanzierungen setzen. Wer Förderungen für E-Autos nutzt, fährt mit dem ID.California am günstigsten – die niederländischen Modelle sind zwar teurer, punkten aber mit mehr Ausstattung und Individualität.
Braucht ein Campingbus ein Aufstelldach?
Kommt drauf an. Für einige ist es das Herzstück – es macht aus einem Transporter ein echtes Wohnmobil, schafft Stehhöhe und Platz fürs zweite Bett. Ohne Aufstelldach fehlt der Charme, der vor allem den VW California auf Transporterbasis seit Jahrzehnten ausmacht.
Doch nicht jeder braucht das Extra an Raum. Wer nur zu zweit unterwegs ist oder auf Minimalismus setzt, kommt auch ohne klar. Vor allem im Alltag punktet das: weniger Gewicht, weniger Windgeräusche, weniger Wartung.
Doch egal, ob man den Platzgewinn schätzt oder den Sonnenuntergang vom Dach aus genießen will: Für Familien oder Langzeitcamper bleibt das Aufstelldach unverzichtbar.

















