Hagel, Schlamm und dröhnende Motoren: Das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring verlangt Mensch und Maschine alles ab. Bei Kilometerstand 21.555 sind wir und der Carado längst ein eingespieltes Team, das sich dieser Herausforderung stellt.
Treffpunkt Rentnerparkplatz: Hagel und Schlamm
Die Fangemeinde nennt das Feld gegenüber vom berühmten Brünnchen liebevoll "Rentnerparkplatz". Genau hier, inmitten des Trubels, wartet schon Kollege Philipp Heise auf uns. Er ist mit einer V-Klasse und einem Hobby-Wohnwagen samt Testzelt angereist. Wir rücken mit unserem Dauertester, dem Carado T 447, an. An Bord ist die Familie Hirschfeld, die sich auf das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring freut.
Nach unseren entspannten Herbstferien in Österreich zeigt sich die Eifel von ihrer rauen Seite: Hagelkörner prasseln vom Himmel, bestes Eifelwetter eben. Zum ersten Mal in der Geschichte des Rennens ist der Nürburgring restlos ausverkauft. Auf den durchnässten Wiesen ist kaum noch ein Stellplatz zu finden. Glücklicherweise hat uns Philipp ein Plätzchen direkt an einem nur leicht verschlammten Feldweg reserviert. So bleibt uns das schlimmste Festfahren mit dem Teilintegrierten erspart.
Kochen in Schräglage
Der Versuch, den Carado im aufgeweichten Boden ins Wasser zu stellen, funktioniert leider nur bedingt. Die Ausgleichshöhe der Auffahrkeile stößt hier an ihre Grenzen. Für die Nacht reicht es dennoch. Auch kulinarisch müssen wir keine Abstriche machen: Das Nudelwasser kocht munter vor sich hin, ohne aus dem Topf zu schwappen. Unser Dauertester ist voll ausgestattet und die Schränke platzen vor Vorräten. Einem deftigen Abendessen im trockenen Wohnmobil steht somit glücklicherweise nichts im Weg.

Genug Stauraum hat der Dauertester nicht nur im Kühlschrank.
Starke Heizung gegen Eiseskälte
Während draußen die Temperaturen ungemütlich in den einstelligen Bereich fallen, wird es im Carado schnell wohlig warm. Die neue Heizungsanlage ist ein echter Segen und kein Vergleich zur alten Technik. Auch das Wasser kommt in Rekordzeit auf Temperatur, was selbst ausgiebigen Duschvorhaben nach einem matschigen Tag am Ring nicht im Wege steht.
Lediglich die ohrenbetäubende Geräuschkulisse der Motoren bleibt. Ohne Ohropax ist an Schlaf am Nürburgring schlichtweg nicht zu denken. Wir sparen uns diesmal auch die Treppe zum Aufstieg auf das Hubbett und klettern stattdessen über den Beifahrersitz ins Bett.

Beste Plätze vor dem Start mit Blick auf Riesenrad und Nürburg.
Autarkie und flexible Mobilität
Am nächsten Morgen lockt das Renngeschehen. Der Weg zur Grand-Prix-Strecke ist zu Fuß weit. Wie gut, dass unsere E-Bikes die Nacht sicher und trocken in der geräumigen Heckgarage verbracht haben.
Ein weiteres Highlight des Wochenendes ist das Energiemanagement des T 447. Der Camper geht sparsam mit dem Stromvorrat um. Wir überstehen das gesamte Rennwochenende völlig autark und ohne externe Stromversorgung. Der Carado beweist sich als verlässlicher Begleiter abseits der Infrastruktur.
















