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Sommerreifen-Test 2019

7 Sommerreifen (235/60 R 17 C) im Vergleich

Somerreifentest, VW Crafter, MAN TGE-Kastenwagen Foto: Ingolf Pompe 20 Bilder

Sportive Breitreifen an Wohnmobilen? Warum nicht! Die Größe 235/60 R 17 C macht neben dem neuen Mercedes Sprinter auch dem VW Crafter und MAN TGE schöne Beine. Die aktuellen 17 Zöller im knallharten Vergleich.

Größer, schwerer, träger. Dieses Naturgesetz gilt auch bei Wohnmobilen. Was kann man dagegen tun? Wir wissen: Gegen die Massenträgheit in Längsrichtung helfen Motorleistung und Drehmoment. Um die beschleunigten Massen wieder einzufangen, sind leistungsstarkeund zuverlässige Bremsen Pflicht. Wer die dynamischen Massen hingegen flott und sicher um die Ecke bringen will, um sich etwa durch Ausweichen schnell auf die freie Spur zu retten, braucht Reifen, die das können. Und hier sind bei gleichem Abrollumfang breite Räder mit höheren Zoll größen im Vorteil. Nicht umsonst werden die neuen Mercedes Sprinter-Modelle wie auch VW Crafter und der nahezu baugleiche MAN TGE gerne mit solchen Größen angeboten.

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Somerreifentest, VW Crafter
Sommerreifen-Test 2019 7 Sommerreifen (235/60 R 17 C) im Vergleich
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Somerreifentest, VW Crafter, MAN TGE-Kastenwagen Foto: Ingolf Pompe
Die beiden Schwergewichte aus unserem Test: Der VW Crafter und der MAN TGE.

Zusammen mit einem ausgeklügelten Fahrwerk, einer präzise unterstützend arbeitenden Lenkung und einer individuell anpassbaren Ergonomie lassen sich diese 3,5-Tonnen-Schwergewichte beinahe so leicht und so entspannt fahren wie ein kompakter Personenwagen. Und damit das so bleibt, soll auch der Reifen diesen hohen Ansprüchen genügen.

Doch welcher kann’s am besten? Um das herauszufinden, lassen wir alle zum Testzeitpunkt verfügbaren Sommermodelle gegeneinander antreten. Alle? Ja! Das Angebot in dieser Größe ist tatsächlich recht überschaubar. Als reine Sommerreifen waren zum Testzeitpunkt der Conti Van-Contact 200, der Michelin Agilis Plus, der Nankang Passion CW20, der Nokian C-Line Cargo, der Pirelli Carrier und der in diesem Jahr brandneue Toyo Nano Energy Van verfügbar.

Neben diesen reinen Sommerreifen ist noch der Ganzjahresreifen Conti Van-Contact 4Season verfügbar. Er kann – sicherlich mit gewissen Performance-Nachteilen – uneingeschränkt im Sommer gefahren werden. Und natürlich auch im Winter – dafür steht das Schneeflockensymbol. Auf entsprechendeTestfahrten auf Schnee und Eis verzichteten wir jedoch, denn dafür wären vergleichbare Wettbewerber nötig. Die gibt es in dieser Größe aktuell aber noch nicht.

Testergebnis

Wir haben 7 aktuelle – zum Testzeitpunkt erhältliche – Sommerreifen der Dimension 235/60 R 17 C getestet, darunter der Continental Van-Contact 200, der Michelin Agilis Plus, der Nankang Passion CW20, der Nokian C-Line Cargo, der Pirelli Carrier und der in diesem Jahr brandneue Toyo Nano Energy Van. Auch der Ganzjahresreifen Continental Van-Contact 4Season wurde im Test berücksichtigt.

Somerreifentest, Reifenwechsel Foto: Ingolf Pompe
Hunderfache Reifenwechsel gehören beim Reifentest zum Alltagsprogramm.

Platz 1: Continental Van-Contact 200

promobil-Gesamturteil 9,2 – Sehr empfehlenswert
 Ausgezeichnete Nasshaftung
 sehr sicher im Handling
 niedriger Rollwiderstand
 Hörbare Abrollgeräusche bei Kurvenfahrt
Preis (inkl. MwSt.): 180 Euro

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Platz 2: Nokian C-Line Cargo

promobil-Gesamturteil 8,8 – Empfehlenswert
 Überwiegend sicher auf Nässe
 kurze Bremswege und sehr sicheres Ausweichen und Handling trocken
 ordentliche Komforteigenschaften
 Leichte Aquaplaningschwäche
 hoher Rollwiderstand
Preis (inkl. MwSt.): 162 Euro

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Platz 3: Pirelli Carrier

promobil-Gesamturteil 8,1 – Empfehlenswert
 Ordentliche Nasshaftung
 überragende Aquaplaningsicherheit
 leicht beherrschbar auf allen Fahrbahnoberflächen
 Schwach in Rollwiderstand
 Abrollgeräusch
Preis (inkl. MwSt.): 168 Euro

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Platz 4: Michelin Agilis Plus

promobil-Gesamturteil 7,7 – Noch empfehlenswert
 Träge, aber fahrsicher auf trockenem Asphalt
 gute Aquaplaningvorsorge
 Lange Bremswege auf Nässe
 wenig Eigendämpfung
Preis (inkl. MwSt.): 193 Euro

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Platz 5: Toyo Nano Energy Van

promobil-Gesamturteil 7,6 – Noch empfehlenswert
 Bei akzeptablen Nässeeigenschaften sicheres Fahrverhalten trocken
 sehr leiser und äußerst rollwiderstandsarmer Reifen
 Sehr träges Lenkansprechen
 lange Bremswege auf Nässe
Preis (inkl. MwSt.): 143 Euro

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Platz 6: Continental Van-Contact 4Season

promobil-Gesamturteil 7,2 – Noch empfehlenswert
 Allwetterreifen mit sehr guter Nasshaftung und guter Kurvenfestigkeit trocken
 Weiche Mischung und Lamellen bedingen lange Bremswege auf trockenen Strecken – daher abgewertet
Preis (inkl. MwSt.):
206 Euro

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Platz 7: Nankang Passion CW20

promobil-Gesamturteil 5,0 – Nicht empfehlenswert
 Sehr gute Dämpfungseigenschaften
 komfortabel
 Lange Bremswege trocken und viel zu lange Bremswege auf Nässe
 Sehr schwache Nasshaftung, Reifen wird im Test abgewertet
Preis (inkl. MwSt.): 120 Euro

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Übersicht und Preisvergleich

*Bitte beachten Sie die für Ihr Fahrzeug vorgeschriebenen Größen

  = sehr empfehlenswert,  = empfehlenswert,  = noch empfehlenswert,  = bedingt empfehlenswert,   = nicht empfehlenswert

So testet promobil

Somerreifentest, Gabelstapler Foto: Ingolf Pompe
Für praxisnahe Fahreindrücke wird der Kastenwagen mit Ballastgewicht beladen.

Die Gesamtnote des promobil-Reifentests wird, wie auch bei anderen vergleichenden Warentests, nach einem zuvor festgelegten Schlüssel aus den gewichteten Einzelnoten berechnet. Die maximal erreichbare Punktzahl ist in allen Testdisziplinen einheitlich auf 10 Punkte festgelegt. In diesem Testwurde der promobil-Schlüssel für C-Sommerreifen verwendet: Nass 50 %,Trocken 40 %; Umwelt 10 %. Erreicht ein Reifen in einer der sicherheitsrelevanten Disziplinen – wie etwa bei den Bremstests – weniger als sechs Punkte (nicht empfehlenswert), wird er in der Gesamtnote um einen vollen Punkt abgewertet. Ist er gar in mehreren Disziplinen nicht empfehlenswert, können entsprechend weitere Punkte abgezogen werden. Mit diesem Verfahren soll erreicht werden, dass sehr einseitig – und damit realitätsfern –spezialisierte Reifen mit gravierenden Defiziten in anderen wichtigen Disziplinen von wünschenswert breitbandig ausgelegten, jeweils zufriedenstellenden Produkten klarer zu unterscheiden sind.

Und welcher ist nun der Beste?

Der preisgünstige Nankang ist es definitiv nicht: Während er sich auf trockenem Asphalt zwar mit recht trägem Ansprechverhalten auf Lenkbefehle, aber überzeugenden Komforteigenschaften noch behaupten kann, mag sich sein Gummi mit nassem Asphalt so gar nicht zu verzahnen.

Beim Bremsen und in Kurven rutscht der Test-TGE fröhlich über die Vorderachse dahin. Während die besten Reifen des Tests aus Tempo 80 schon nach kurzen 40 Metern stoppen, kommt der Nankang-bereifte Wagen erst nach rund 60 Metern zum Stehen. Das ist zu viel und führt wegen massiver Sicherheitsdefizite zur Abwertung.

Ist es der neue Toyo Nano Energy Van, der aus Verfügbarkeitsgründen in diesem Test mit dem kleineren Lastindex von 109 – das entspricht einer möglichen Achslast von 2.060 kg – angetreten war? Auch eher nicht. An der geringeren Tragfähigkeit liegt es aber nicht. Zwar kann der Rest des Feldes bis Lastindex 117, das entsprichteiner Achslast von bis zu 2.570 Kilogramm, belastet werden, im Test kam jedoch ein 3,5-Tonner zum Einsatz, da ist die leichtere Reifenvariante allemal ausreichend. Nässe meistert er homogen mit zufriedenstellenden Ergebnissen, beim Nassbremsen kommt er wie der Michelin rund acht Meter hinter den Spitzenprodukten zum Stehen. Das ist schwach.

Somerreifentest, VW Crafter Foto: Ingolf Pompe
Im Trockentest werden Bremsleistung, Handling, Rollwiderstand, Außengeräusch und Reifengewicht beurteilt.

Auf trockenem Asphalt lenkt er zwar etwas behäbig an, Sicherheitsbedenken gibt es hier keine – zumal sich der Toyo durch gute Verzögerungswerte den dritten Platz in der Bremsdisziplin sichert und nur einen Meter schwächer bremst als das Spitzenprodukt: Platz 5.
Platz 4 in der Gesamtwertung gehört dem Michelin: Bei adäquaten Leistungen auf trockener Piste und sicheren Handlingeigenschaften auf nasser Bahn patzt der nun doch etwas betagte Agilis Plus bei Nassbremsen und Seitenführung. Das reicht mit einer Endnote von 7,7 nur für: „noch empfehlenswert“.

Uneingeschränkt empfehlenswert hingegen: der Pirelli Carrier. Mit kurzen Bremswegen nass wie trocken, überragender Aquaplaningsicherheitund gutem Abrollkomfortsichert er sich den dritten Platz. Als Malus vermerken wir den vergleichsweise hohen Rollwiderstand, der aber bei Reisemobilen im Dieselverbrauch kaum ins Gewicht fallen wird.

Überragend und absolut ungeschlagen auf trockener Strecke: der Nokian C-Line Cargo. Kürzeste Bremswege, die zweitschnellste Handlingzeit, direkte, fast sportive Lenkreaktionen und eine sehr hohe Fahrstabilität beim Spurwechselversuch lassen keine Wünsche offen. Kleines Makel auf Nässe: das Längsaquaplaning; hinzu kommt der vergleichsweise hohe Rollwiderstand – Platz zwei.

Continental besiegt die Vergleichspartner

Den sichert sich Contis Van-Contact 200. Er kommt zwar nicht an die sichere Trockendynamik des Nokian heran, ist dennoch in den Bremswegen trocken wie nass auf selbem Niveau und glänzt mit sehr sicherem Nasshandling und ordentlicher Aquaplaningprophylaxe. Und: Conti schafft es, diese Leistung mit minimalem Rollwiderstand zu kombinieren – Chapeau.

Und was kann der Allwetterreifen? Erwartungsgemäß mit sehr guten Leistungen, sicher-kurzen Bremswegen auf Nässe und ordentlicher Kurvendynamik auch im Trockenen ist Contis Van-Contact 4Season eine Überlegung wert. Kann er sich unter sommerlichen Bedingungen mit den Sommerreifen messen? Im Grunde ja, mit einer Ausnahme: Lediglich im Bremsen aus Tempo 100 auf trockenem Asphalt kann er nicht mithalten. Bedingt durch die für akzeptable Wintereigenschaften notwendigen, feinen Einschnitt ein den Profilblöcken, den Lamellen, zeigt sich der Unterschied. Die prinzipbedingt fehlende Längssteifigkeit des Profils kostet Grip beim Bremsen, der Bremsweg wird länger, zu lang für einen Sommerreifen und zu lang für die Pkw-artige Fahrdynamik. Gemittelt fünf bis sechs Meter mehr Bremsweg– fast eine Fahrzeuglänge– sind ein hoher Preis für die Bequemlichkeit, auf den Reifenwechsel zu verzichten.

Tragende Rolle: Die Räder im Test

Somerreifentest, Felge Foto: Ingolf Pompe
Die Jetblack-Schwarz beschichtete und im Bereich der Speichen sowie des Felgenhorns hochglänzend überdrehte Felge wirkt filigran und edel.

Beim promobil-Sommerreifentest 2019 kamen ausschließlich Ronal-Räder des Designs R64 zum Einsatz. Bei dem erst im letzten Jahr eingeführten Rad handelt es sich um eine kraftvolle Leicht-Lkw-Felge, die speziell fürhohe Traglasten – bis zu 1.400 kg pro Rad – konzipiert wurde. Das markante Design der kraftvollen Speichen erlaubt die Produktion der Felge in zwei Varianten: In klassischem Silber überzeugt die Fünfspeichenfelge mit robustem und pflegeleichtem Auftreten. In Jetblack-Schwarz beschichtet und im Bereich der Speichen sowie des Felgenhorns hochglänzend überdreht wirkt dieFelge filigran und edel. In beiden Oberflächenvarianten – Silber und Jetblack matt-frontkopiert – steht das Rad derzeit in 7.0 × 17 Zoll für Radnaben mit Fünf-Loch-Anbindung zur Verfügung. Eine perfekte Aufwertung für leichte Nutzfahrzeuge, Familientransporter, Vans und Geländewagen wie etwa VWT6, Ford Transit, Citroën Spacetourer, Peugeot Traveller, Toyota Proace und SsangYong Rexton, auf denen das Rad mit dem mitgelieferten Gutachten oft eintragungsfrei gefahren werden kann. Das R64-Rad in 17 Zoll, etwa für VW Crafter und MAN TGE, wird im Fachhandel in Silber ab etwa 195 Euro pro Stück angeboten, in Jetblack-matt-frontkopiert ist es ab 209 Euro zu haben.

Kommentar: Allwetterreifen sind ein Kompromiss

Es ist im Grunde eine ausgezeichnete Leistung, die Contis Allwetterreifen in diesem Test abliefert. In vielen Disziplinen kann der Reifen trotz – oder wegen – seiner Wintereigenschaften vorne mitfahren. Allerdings nicht in allen. Prinzipbedingt hat er – wie gezeigt – gegenSommerreifen im Bremsen bei sommerlich-trockenen Bedingungen kaum eine Chance. Aber Reisemobile sind nun mal gerne in der trocken-warmen Jahreszeit unterwegs. Hier gilt es abzuwägen: Maximale Sicherheit mit kürzesten Bremswegen gegen den Komfort, für die wenigen drohenden Schneetage keine Räderwechseln zu müssen. Gelassene Reisemobilisten lösen diesen Zielkonflikt aufandere Weise: Sie vertrauen im Sommer der Sicherheit von Sommerreifen und im Winter dem guten Gefühl, bei verschneiten Straßen nicht fahren zu müssen.

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