Noch knirscht der Schnee unter den Stiefeln, aber bald endet die Winterwanderung oder der Skitag am Campingplatz vor der Tür des Wintervorzelts. Danach beginnt der weniger malerische Teil: Schuhe ausziehen, feuchte Jacken ablegen, Handschuhe loswerden und dann ab in den Wohnwagen oder ins Wohnmobil. Eine durchdachte Einrichtung im Wintervorzelt erleichtert diese Handgriffe und schafft Platz für den gemütlichen Ausklang.
Wer sich vorher über Wintervorzelte informieren will, findet hier Übersichten über Modell für Wohnwagen und Wohnmobile. Gemütlicher und besser organisiert werden die aber erst durch das passende Zubehör, das promobil hier vorstellt.
Vorzeltbeleuchtung: Erst Überblick, dann Abendlicht
Im Dunkeln nach dem Reißverschluss oder dem Türschloss suchen? Der Abend beginnt besser mit Licht. Zum Ankommen braucht es Übersicht über Eingang und Ablagen. Später zählt angenehmes Licht am Sitzplatz. Beide Aufgaben gehören bei der Auswahl zusammen.
Fußmatte und Schuhschrank: Schmutz am Eingang auffangen
Mit den Winterstiefeln kann sogar Matsch ins Vorzelt einziehen, mit den Skistiefeln nur Schnee. Verhindern lässt es sich mit einer Gummifußmatte, die vor den Eingang gelegt wird.
Einfach auf die Matte treten, Vorzelttür öffnen, Draußenschuhe ausziehen, in die direkt hinter dem Eingang lagernden Übergangsschuhe schlüpfen und ab ins Zelt. Natürlich ist eine Gummifußmatte mit Löchern hier bedeutend besser geeignet, weil sie keine Feuchtigkeit aufnimmt und Schmutz und Schnee einfach durchfallen.
Wer seine Winterschuhe draußen ausziehen und direkt hinter der Vorzelttür in die Übergangsschuhe schlüpfen will, benötigt an der Stelle eine Schuhablage. Faltbare Schuhregale wie das Outwell Cantrock sind dafür sehr gut geeignet. Natürlich können Camperinnen aber auch einen Vorzeltschrank zum Schuhschrank umfunktionieren. Kleine Schränke mit drei bis vier Fächern, die sich ohne Aufbau zum Koffer zusammenklappen lassen, sind dafür empfehlenswert. Modell wie der Berger Tampere können das.
Die benutzten Winterschuhe oder Skistiefel sollen natürlich nicht vor der Zelttür stehen bleiben. Wenn sie schmutzig oder mit Schnee voll gesetzt sind, ist es aber besser sie zumindest erst einmal im Vorzelt abzustellen und abtropfen oder abtrocknen zu lassen. Es ist klar, welches Zubehör hier gefragt ist:
Auf einer Schuhabtropfschale können die Schuhe für draußen zwischengelagert werden. Wenn es nicht zu kalt ist, mag manch widerstandsfähige Camperin sie sogar dauerhaft dort stehen lassen. Komfortabler ist es sicher, sie nach dem Abtropfen in ein Schuhfach im Wohnraum oder der Heckgarage umzuziehen.
Vorzeltboden: Vorhandenes prüfen, gezielt ergänzen
Beim Schuhwechsel zeigt sich, wie wichtig es ist, dass im Wintervorzelt der Untergrund trocken und angenehm ist. Welche Ergänzung passt, hängt vom vorhandenen Bodenaufbau und dem Stellplatz für Wohnmobil oder Campingplatz ab. Vor Feuchtigkeit und Schmutz vom Boden schützt eine Bodenplane oder eine Bodenwanne aus PVC. Die sind bei Wintervorzelten manchmal Teil der Ausstattung, manchmal nicht. Falls keine zur Ausstattung gehört, lohnt sich der Blick in die Zubehörlisten des Vorzeltherstellers. Es gibt aber auch Hersteller, die universelle Planen oder Fußbodenbeläge für Vorzelte liefern, die im Winter wertvolle Dienste tun.
Die Vorzeltfliesen von Terraguide verbinden sich über ein Klick-System, außen werden Randstücke angesetzt. Das System ist auf fast jedes Bodenmaß anpassbar. Der Aufbau dauert ein paar Minuten, dafür stehen Camperinnen auf einem Fest und vor Kälte und Feuchtigkeit geschütztem Boden.
Miru-Tecs Wasscherschutzplane schützt nicht nur vor Schmutz und Feuchtigkeit von unten, sondern auch vor eindringendem Wasser von der Seite. Dafür müssen die Ränder entlang der Außenseiten der Vorzelte aufgeblasen werden, sodass ein Schutzwall entsteht. Wichtig: Die Wasserschutzplane wird nach Maß gefertigt. Die genauen Bodenmaße des Vorzelts können während des Bestellvorgangs eingegeben werden – vorher messen ist angesagt.
Egal für welchen Bodenbelag sich Camperinnen entscheiden, weder Hartgummi noch PVC-Bodenmatten sind wirklich gemütlich. Sie schützen nur vor Schmutz und Kälte. Häuslich machen das Wintervorzelt erst Vorzeltteppiche. Webware für den Wohnraum ist dafür natürlich nicht geeignet, sondern eher aus Kunststoffen gewebte Teppiche.
Vorzeltheizung: Wärme braucht passende Bedingungen
Noch kalte Hände? Zusätzliche Wärme klingt verlockend, doch nicht jedes Heizgerät eignet sich fürs Wintervorzelt. Maßgeblich sind die ausdrücklich zugelassenen Einsatzbereiche und die Anleitung. Dazu gehören zulässige Umgebungsbedingungen, vorgeschriebene Abstände und bei elektrischen Geräten eine geeignete Stromversorgung. Ein warmes Wohnzimmer wird aus dem Wintervorzelt damit noch nicht. Bei Sonnenschein und hochgeschlagenen Verdunkelungen hinter den Kunststoff-Fensterflächen sitzen und die Zeit genießen kann man dann aber schon. Hier hat promobil eine Übersicht über Vorzeltheizungen zusammengestellt.
Innenhimmel: Kondensationstropfen abfangen
Ein passender Innenhimmel kann Kondensationstropfen vom Zeltdach auffangen, verhindert Kondenswasser aber nicht grundsätzlich. Er bleibt eine optionale Ergänzung und muss zum vorhandenen Wintervorzelt passen und ist in der Regel im Zubehör-Portfolio des jeweiligen Herstellers zu finden.
Stuhl und Tisch gehören auch dazu
Das Wintervorzelt ist oft eher eine Schleuse als ein wirkliches Wohnzimmer vor dem Wohnwagen oder Wohnmobil. Wenn die Bodenfläche groß ist, die Fenster licht, das Wetter schön und vielleicht ein passendes Heizgerät läuft, können sich Camperinnen und Camper auch im Winterurlaub ins Vorzelt setzen. Dafür brauchen sie natürlich die besten Campingstühle und Campingtische aus den promobil-Tests.












