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Zwei Leserfragen zur Heizung im Wohnmobil

Schwache Leistung und Fehlermeldung

Die Zusatzheizung der Feldhoffs wurde in die Konsole unter dem Beifahrersitz gebaut. Foto: Frank Eppler, Bernd Thissen

promobil-Leser Thomas Lorenz ist mit der Leistung der Heizung in seinem Integrierten unzufrieden. Bei promobil-Leser Hans Reichert heizt die Truma Combi nicht mehr.

06.12.2017

Gebläse läuft, Heizung wird nicht warm

Seit kurzem heizt die Truma Combi in unserem Reisemobil nicht mehr. Das Gebläse läuft zwar, aber es wird nicht warm. Am Bedienteil leuchtet eine gelbe Lampe immer wieder dreimal auf. In der Bedienungsanleitung habe ich dazu nichts gefunden.

fragt promobil-Leser Hans Reichert

Vermutlich haben Sie in der Bedienungsanleitung der Heizung nachgeschaut. Informationen zu den Fehlercodes finden sich aber in der separaten Gebrauchsanleitung für das Bedienteil CP classic – auch unter www.truma.de verfügbar. Dort steht: Das dreifache Blinken der gelben LED bedeutet, dass das Fenster über dem Heizungskamin offen steht. Um zu verhindern, dass die Brennerabgase durch das offene Fenster in den Innenraum gelangen, ist gelegentlich am Rahmen ein Kontaktschalter installiert. Wenn die Scheibe offen ist, verhindert der Schalter den Start des Brenners. Manchmal lockern sich mit der Zeit die Befestigungsschrauben und der Schalter rutscht langsam von der Scheibe weg, so dass er auch bei geschlossenem Fenster den Brennerstart blockiert. Als Erstes sollten Sie also überprüfen, ob so ein Schalter eingebaut ist und ob er neu justiert und fixiert werden muss oder gar defekt ist.

Fehlercode E 202 H im CP Plus-Panel?

In jüngster Zeit fällt unsere Truma-Heizung immer wieder aus. Das Bedienteil zeigt verschiedene Fehlermeldungen an, zum Beispiel E 202 H oder E 122 H. Was bedeutet das?

fragt promobil-Leser Rolf Dräger

Der Fehlercode deutet auf eine Störung in der Gaszufuhr hin, die verschiedene Ursachen haben kann. Foto: promobil
Der Fehlercode deutet auf eine Störung in der Gaszufuhr hin.

Die Fehlercodes, die im CP Plus-Panel angezeigt werden, sind immer gleich aufgebaut. Das E steht für Error, das H für Heater, also Heizung. Hinter den Nummern vermutet das Handbuch einen Fehler in der Gas- oder Verbrennungsluftzufuhr, der verschiedene Gründe haben kann. Prüfen Sie, ob die Gasflasche geöffnet und gefüllt ist oder ob der Schlauch im Gaskasten geknickt ist.

Als nächster Verdächtiger gerät der Regler ins Visier. Schauen Sie, ob am Kocher Gas ankommt, ob er sich zünden lässt. Lassen Sie die Kochflammen brennen und schalten Sie zur Probe die Heizung an. Bricht die Kochflamme zusammen, liegt die Fehlerquelle mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem verschmutzten und damit defekten Regler, der dann ausgetauscht werden muss. Brennt der Kocher weiter, liegt die Störung eher in der Versorgung des Heizungsbrenners selbst.

Ein Laie ist hier üblicherweise mit seinem Latein am Ende. Dann sollte sich ein Servicetechniker die Heizung ansehen, zu finden unter www.truma.de/haendlersuche. Sollte es sich tatsächlich um ein Problem durch verschmutztes Gas handeln, kann die Nachrüstung eines Gasfilters künftig davor schützen.

Tipps für Heizsysteme von Truma, Alde und Co.Wohnmobil-Heizung optimal nutzen

Heizungsschächte im Fiat Ducato

In meinem Integrierten auf Ducato-Basis habe ich festgestellt, dass die Heizungsschächte irgendwo im Fußraum enden und die Fahrerhausheizung in diesem Bereich somit kaum Wirkung erzielt. Ist das die übliche Bauweise der Hersteller? Warum wird das von promobil nicht kritisiert?

fragt promobil-Leser Thomas Lorenz

Vergleichstest: Fiat-Ducato-Motoren mit Comfortmatic Leserfragen zum Fiat Ducato Tipps für Motor und Getriebewahl

Die Fahrerhausheizung des Fiat Ducato ist tatsächlich nicht die wirkungsvollste und vor allem nicht die schnellste. In promobil thematisieren wir dies durchaus regelmäßig und haben es auch in Vergleichstests verschiedener Basisfahrzeuge mit Messwerten aufgezeigt. Dass die Ausströmer von der Mittelkonsole aus nach rechts und links einfach offen zum Fußraum hin enden, kann man natürlich kritisieren, man muss sich aber auch klarmachen, dass die Basisfahrzeuge der Wohnmobile eigentlich als Transporter für Handwerker oder Kurierdienste konstruiert sind, die vor allem ein möglichst wirtschaftliches Fahrzeug suchen.

Bei integrierten Wohnmobilen ist die schwache Ducato-Heizung oft noch mehr zu spüren, denn das integrierte Fahrerhaus hat im Vergleich zum Original-Fahrerhaus mehr Volumen und allein durch die großen Scheiben geht viel Wärme verloren. Deshalb bieten einige Hersteller für ihre Integrierten optional auch eine Zusatzheizung für das Fahrerhaus an. Und im Zubehörhandel gibt es zum Beispiel spezielle Isolationsmatten für den Fußraum.

Praxis-Test Wohnmobil-HeizungenVergleichstest Luft- oder Wasserheizung?

Heizung an beim Abstellen und Überwintern?

Bei der jetzigen starken Kälte habe ich in meinem Wohnmobil die Heizung laufen lassen, um Frostschäden (z. B. am Mobiliar) zu vermeiden. Nun höre ich, dass dies angeblich nicht günstig sei, da das möglicherweise entstehende Kondenswasser größeren Schaden anrichtet als der Frost. Was meinen Sie dazu?

fragt promobil-Leser Klaus Brauers, Karlsruhe

Ratgeber: Winter-Abstellplätze Winter-Abstellplätze für Wohnmobile Fahrzeug sicher unterbringen

Ein beheiztes Abstellen bedeutet deutlich mehr Aufwand – praktisch fast so wie beim Wintercamping. Das heißt etwa einmal wöchentlich Gasflaschen tauschen, Stromanschluss legen und zur Vermeidung der Schwitzwasserbildung regelmäßig lüften und neuralgische Stellen kontrollieren und wenn nötig das Wasser mit einem Lappen aufnehmen. Sonst kann das Kondenswasser, etwa wenn es in Bauteile aus Holz eindringt, tatsächlich zu Schäden durch Aufquellen oder gar Schimmel führen. Darum werden Wohnmobile in aller Regel unbeheizt zum Überwintern abgestellt. Wenn man ein paar Dinge beachtet, funktioniert das auch ohne Schäden. Besonders wichtig ist die vollständige Entleerung der Wasseranlage – nicht nur Tanks und Boiler, auch Leitungen und Armaturen müssen komplett leer laufen. Und die Batterie sollte vor dem Abstellen zumindest vollgeladen werden, oder man baut sie aus und lagert sie frostfrei. Dritte Möglichkeit: Netzstromanschluss. Ansonsten sind die Materialien und Einbauten auch für Frosttemperaturen ausgelegt.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
pro 04/2017
Heft 04 / 2017 15. März 2017 Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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