Camping-Rekord 2025: 44,7 Mio. Übernachtungen in Deutschland

Camping in Deutschland auf Rekordkurs
44,7 Millionen Übernachtungen 2025

ArtikeldatumVeröffentlicht am 25.02.2026
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Foto: Getty // Inside Creative House

Camping bleibt in Deutschland auf Wachstumskurs: 2025 wurden auf Campingplätzen 44.658.255 Übernachtungen gezählt. Das sind 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr (2024: 42.861.907) – und laut camping.info bereits das vierte Rekordjahr in Folge. Zum Vergleich: In der Hotellerie gingen die Übernachtungen 2025 im Jahresvergleich laut Meldung leicht zurück (-0,4 Prozent), Ferienunterkünfte stagnierten weitgehend (+0,2 Prozent). Camping hebt sich damit erneut als dynamischster Bereich im Deutschland-Tourismus ab.

Auch im längerfristigen Vergleich zeigt sich der Trend: Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 (35.756.382 Übernachtungen) liegt Camping 2025 um 24,9 Prozent höher. camping.info ordnet das als nachhaltige Entwicklung ein: Abgesehen von den Jahren mit Reisebeschränkungen seien die Campingzahlen seit rund zehn Jahren gestiegen.

Wintercamping als Wachstumstreiber: Dezember mit kräftigem Plus

Auffällig ist, dass nicht nur die klassischen Sommermonate zum Rekord beitrugen. Vor allem die Wintermonate hätten das Ergebnis gestützt, heißt es in der Mitteilung – besonders deutlich im Dezember: Hier stiegen die Camping-Übernachtungen um 18,5 Prozent gegenüber Dezember 2024.

Kleinwalsertal
Joachim Negwer

camping.info führt das unter anderem darauf zurück, dass mehr Plätze ihre Saison verlängern und so zusätzliche Nachfrage bedienen können. Genannt werden außerdem spezielle Angebote sowie Mietunterkünfte, die insbesondere rund um Anlässe wie Silvester gut angenommen würden. Für Camperinnen und Camper ist das ein Hinweis: Wintercamping wird vielerorts planbarer – vorausgesetzt, Infrastruktur und Öffnungszeiten passen.

Regionen-Trends 2025: Bayern vorn, starke Zuwächse abseits der Klassiker

Bei den Bundesländern liegt Bayern nach Übernachtungen weiterhin an der Spitze: 8.628.031 Nächtigungen bedeuten Platz 1 (+3,3 Prozent). Es folgen Niedersachsen mit 6.365.659 (+5,5 Prozent) und Baden-Württemberg mit 5.763.786 (+6,5 Prozent). Ebenfalls über fünf Millionen Nächte kamen in Schleswig-Holstein (5.493.681; +2,3 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (5.389.293; -2,6 Prozent) zusammen.

Spannend sind die prozentualen Zuwächse in einigen eher selten als "klassische Camping-Hotspots" wahrgenommenen Regionen: Das Saarland verzeichnete den stärksten Anstieg (+26,7 Prozent, 189.217 Übernachtungen). Dahinter folgen Nordrhein-Westfalen (+13,2 Prozent, 3.001.345) und Rheinland-Pfalz (+13 Prozent, 3.504.939). Gleichzeitig gab es auch Rückgänge, etwa in Berlin (-9,7 Prozent) oder Sachsen-Anhalt (-3 Prozent).

Ein weiterer Befund: Camping wird stark vom Inlandsmarkt getragen. Von den 44,7 Millionen Übernachtungen entfielen laut Meldung 39,92 Millionen auf Gäste aus Deutschland, 4,74 Millionen auf ausländische Urlauber.

Mehr Bandbreite auf den Plätzen: vom Naturcamping bis zur Komfortanlage

Als Gründe für die anhaltende Nachfrage nennt camping.info unter anderem den Wunsch nach Naturerlebnis, Flexibilität und einem aus ihrer Sicht guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Gleichzeitig wachse die Vielfalt der Angebote: Vom einfachen Naturcampingplatz über familienorientierte Anlagen bis hin zu stark ausgestatteten Plätzen mit Mietunterkünften und zusätzlichen Komfortangeboten. Die Veränderung in der Campingplatz-Landschaft trifft auf ein wachsendes Interesse größerer Investoren, die sich Plätze kaufen, die von den Vorbesitzern nicht weiterbetrieben werden können.

Unterm Strich bedeutet das für Reisemobil- und Caravan-Fans: Wer eher spontan reist, findet vielerorts mehr Optionen außerhalb der Hochsaison – und wer Komfort sucht, hat eine größere Auswahl als noch vor einigen Jahren.

Fazit