Die Taschen sind gepackt, das Wohnmobil startklar – doch bevor Sie losdüsen, sollten Sie wissen: 2026 wird ein Jahr der Baustellen. Von der A45 im Sauerland bis zum Brennerpass wird gebaggert, betoniert und saniert. Wir verraten, wo Sie mit Staus rechnen müssen und wie Sie trotzdem entspannt ans Ziel kommen.
Deutschland: Die größten Baustellen-Hotspots
Hier sollten Sie die Route vorab gut planen.
Norddeutschland – Brücken im Bau
Auf der A7 wird die Rader Hochbrücke saniert. Die erste Hälfte soll Ende 2026 fertig sein, bis dahin heißt es: verengte Spuren und Tempolimits.
Ähnlich sieht es auf der A1 bei der Rheinbrücke Leverkusen aus. Die erste Hälfte ist bereits befahrbar, die zweite folgt erst 2027.

Die Rheinbrücke Neuenkamp in Duisburg wird aus zwei parallel verlaufenden Brückenteilen bestehen.
Sauerland & Ruhrgebiet – ein einziger großer Baustellen-Dschungel
Die A45, auch Sauerlandlinie genannt, wird 2026 endlich teilweise entlastet: Die neue Rahmedetalbrücke öffnet Anfang des Jahres – aber nur zur Hälfte. Bis dahin heißt es: Stau, Tempolimits und Geduld.

Der Biggesee lockt mit schönen Campingplätzen ins Sauerland - doch die Route dorthin sollte 2026 wohlüberlegt sein.
Noch schlimmer wird es im Ruhrgebiet. Hier wird gleichzeitig an fünf Autobahnen gearbeitet (A40, A43, A44, A57, A59). Wer hier durchfährt, sollte entweder viel Zeit mitbringen oder eine alternative Route wählen.
München & der Süden – Stau wie immer
Die A8 zwischen Pforzheim-Nord und -Süd wird sechsstreifig ausgebaut – das klingt gut, aber bis Ende 2026 bleibt sie einer der größten Stau-Hotspots in Süddeutschland.
Auch die A5 (Karlsruhe–Basel) wird durch Brücken- und Lärmschutzarbeiten ausgebremst. Wer hier unterwegs ist, sollte früh losfahren oder einen Umweg über die A81 in Betracht ziehen.
Alpen & Südeuropa: Wo der Verkehr stockt
Im Ausland drohen ebenfalls einige Staufallen.
Österreich – ein Land im Baustellen-Marathon
Die Brennerroute (A13) bleibt bis 2030 eine Dauerbaustelle. Meist steht nur ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung.
Wer die alternative Reschenroute (B180) nutzt, muss mit einspuriger Verkehrsführung und Ampelregelung rechnen.

Ein neuer Fahrkalender zeigt, wann sich die Brennerfahrt für den Campingurlaub lohnt. Mehr Infos hier.
Schweiz – weniger Baustellen, aber Engpässe
Der Gotthard-Tunnel wird nachts für Wartungsarbeiten gesperrt. Tagsüber bleibt die Strecke geöffnet, aber in Stoßzeiten müssen Sie mit Blockabfertigung rechnen.
Die San-Bernardino-Route (A13) hat punktuelle Belagsarbeiten, die vor allem in Ferienzeiten problematisch sind.

Der San-Bernardino-Pass ist eine landschaftlich sehr reizvolle Strecke.
Italien & Frankreich – Alpenquerung mit Hindernissen
Auf der Brennerautobahn (A22) bremsen Brücken- und Tunnelsanierungen den Verkehr. Besonders zwischen Sterzing und Bozen müssen Sie mit Tempolimits und verengten Spuren rechnen.
In Frankreich wird der Mont-Blanc-Tunnel nach der Sperrung 2025 weiter saniert. Viele weichen auf den Fréjus-Tunnel aus, der dadurch zeitweise stärker ausgelastet ist.
So umfahren Sie die Staus
Mit diesen Tipps behalten Sie die Nerven auf der Fahrt mit dem Wohnmobil.
Alternativrouten für Wohnmobile
- Deutschland: A2 statt Ruhrgebiet, A81 statt A5.
- Alpen: Reschenpass statt Brenner, San Bernardino statt Gotthard.
Apps & Tools für stressfreies Fahren
- Baustellen-Apps: "ADAC Stauinfo", "Google Maps" (Baustellen-Layer aktivieren).
- Verkehrsmeldungen: Radio (z. B. SWR Verkehr) oder "Waze" für Echtzeit-Updates.
Timing ist alles
- Früh losfahren: Vor 6 Uhr oder nach 20 Uhr – dann sind die Baustellen weniger voll.
- Ferienzeiten meiden: Besonders kritisch: Sommerferien (Juli/August) und Weihnachtsverkehr.












