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Dauertest-Tagebuch: Malibu T 430 LE

Ein Teilintegrierter namens Manni

Dauertester Malibu T 430 LE Foto: Timo Großhans 26 Bilder

Er kam mit 230 km auf dem Tacho. Vier Tage später hat der Malibu T 430 LE nun knapp 2000 km drauf. Stuttgart, Fehmarn und zurück an Ostern. Unser neuer Dauertester made by Carthago hatte einen furiosen Einstand.

Es ist wieder so weit: Es gibt einen Nachfolger für Carlos Carado und Wilma Weinsberg, unsere letzten beiden Dauertester von 2017 und 2018. Über den Spitznamen hat unsere Community auf Instagram abgestimmt. Mit 51% zu 49% hat „Manni“ vor „Mitch“ gewonnen. Der neue Dauertester 2019 heißt also Manni. Wieso gerade dieser Namen? Nun, alles ganz im Sinne der Tradition: Er passt gut zum Nachnamen, denn der neue promobil-Dauertester stammt aus dem Hause Malibu.

Der Teilintegrierte ist ein Malibu T 430 LE, wiegt 3,5 Tonnen und ist knapp 7 Meter lang. Im Kern ist der Camper ein großzügiges Zwei-Personen-Mobil. Im Heck gibt es zwei große Längsbetten, davor ist das Bad mit gegenüberliegender Küche platziert und hinter dem Fahrerhaus befindet sich die Dinette.

Das Wohnmobil wird die Redaktion die kommenden Monate begleiten. Was uns unterwegs auffällt, lesen Sie hier gesammelt.

Vor- und Nachteile des Malibu T 430 LE

Aus allen Praxis-Erfahrungen ziehen wir folgende Schlüssen zum den Vorteilen und Nachteilen des Malibu-Teilintegrierten:

 toller Schlafbereich
 Stauraum ohne Ende
 große Dusche

 keine Haken fürs Spültuch
 hoher Einstieg trotz Trittstufe
 verhältnismäßig wenig Küchenarbeitsfläche

Logbuch vom 19.04.2019: Ganz ehrlich? Willkommen!

von Timo Großhans

Dauertester Malibu T 430 LE Foto: Timo Großhans
Praktisch: Das Frostschutzventil befindet sich gut zugänglich im Doppelbodenfach im Wohnbereich vor der Küchenzeile.

Der Einstieg ist trotz Trittstufe hoch. Aber deshalb, weil da ein Doppelboden vorhanden. Einen regelrechten Keller hat der T 430 LE. Klappe auf, Kiste mit Lebensmittel rein, Sprudel rein. Weg isses.

Der erste Eindruck vom sogenannten Einzelbett ist gut. Wir wollen zu dritt drin pennen. Kind (4), Freundin und Papa. Davor im Bad gibt es eine große Dusche. Der Tisch scheint ebenso groß genug, um zu dritt gut Frühstücken zu können. Das Kind sollte satt werden. Gottseidank. Positiv fällt außerdem auf: die riesige Heckgarage.

Packen
Nicht nur der Keller ist genial. Auch besagte Heckgarage. Fahrräder rein, festzurren. Fertig. Und es ist noch genug Platz für Stühle und Tisch und Kabeltrommel und Keile. Vorne links noch ein Staufach, von außen zugänglich. Das brauchen wir erstmal gar nicht. Wir haben das Nutella und das Wasser ja im Keller. Klamotten für ein langes Osterwochenende passen locker in die Oberschränke. Sehr praktisch zeigen sich die von oben beladbaren Kleiderhängeschränke am Fußende unterm Bett.

In der Küche ist der 145-Liter-Kühlschrank bequem auf Griffhöhe angebracht. Und rein passt viel: Milch, Wasser, Bier, Marmelade, Obst, Gemüse, Maultaschen. Letztere gibt’s bald zum Mittag. Drei Flammenherd in der Küche. Schneidebrett als Spülabdeckung zum In-die-Wand-stecken. Besteckschublade und, wahrlich nicht selbstverständlich, ein Mülleimer in der untersten Schublade.

Dauertester Malibu T 430 LE Foto: Timo Großhans
Der 2,3-Liter-Ducato hat in der Basismotorisierung 130 PS, unser Dauertester auch.

Rollen
Fiat Ducato. Er piepst, weil die Trittstufe noch draußen ist. Ein Knopf unterm Lenkrad fährt sie ein. Voll praktisch. 800 km liegen vor uns. Von Stuttgart nach Grömitz, dann rüber nach Fehmarn. Der Ducato rollt, auch mal 140 und 150 km /h, aber die meiste Zeit 120. Kein Klappern, keine Geräusche von hinten. Der Möbelbau passt. Die erste Übernachtung in Göttingen bei den Brummis. Ein Kühlaggregat läuft. Der Innenraum ist es recht gut gedämmt. Tiefschlaf am Rastplatz. Die Matratzenteile sind mit spezieller Malibu-Bettwäsche bezogen, jedes Polster einzeln, mit passender Form.

Dauertester Malibu T 430 LE Foto: Timo Großhans
Die erste Nacht auf dem Weg in den Norden auf einem Rastplatz.

Die Leselampen mit recht kaltem Licht, dafür sind die Buchstaben im Buch damit gut erkennbar. Die totale Gemütlichkeit bricht aus und Müdigkeit kommt auf. Erste Nacht? Gut schlafen. Morgens die kleine Treppe vom Bett runter. Kaffee kochen, der Herd mit elektrischen Zündern funktioniert einwandfrei. Das Fenster öffnet sich über Gasdruckdämpfer, frische Luft vermengt sich mit dem Duft von gerösteten Kaffeebohnen.

Zurück hinters Steuer: Dädäm. Die Vorderachse meldet sich mal wieder. Ducatos sind so. Etwas unterdämpft an der Vorderhand. Dafür rollen wir sicher die ersten 1000 Kilometer seines Lebens runter. Über die Fehmarnsundbrücke. Dann nach rechts auf den Campingplatz direkt an der Ostsee. Eine Brise streift über den Platz, die Sonne steht hoch und wärmt.

Campen
Vier Nächte werden es. Am Landstrom. Vier Nächte klassischer Campingplatzaufenthalt. Trotz Toiletten wird die Kassette voll. Beim Wechsel zeigt sie sich etwas undicht. Vielleicht auch eine Fehlbedienung. Müssen wir beobachten.

Genial die Dusche. Warm, mit sattem Strahl, mit genug Platz. Viel besser kann man in einem Wohnmobil nicht duschen. Ein riesiger Spiegel im Bad überdeckt die ganze Badwand. Ein zweiter ist am Schränkchen. Es wirkt dadurch total geräumig.

Abendessen zu dritt am Tisch. Der lässt sich super verschieben, in alle Richtungen. Ein Haken für ein Spültuch fehlt. Eine der wenigen Kritikpunkte nach der ersten Reise. Indirektes Licht sorgt wieder für Behaglichkeit. Wir drei Menschen ziehen uns zurück ins Bett. Eine Gutenachtgeschichte noch. Einmal meckern noch, weil es viel zu früh ist für Kinder schon um 21 Uhr ins Bett zu müssen. Dabei hatten wir die Zeit vergessen. Das Kind schläft dann. Ein Vorhang wäre jetzt vielleicht nicht schlecht. Aber die kühle Luft vom Meer hilft auch die Augen zu zulassen.

Vier Tage keine Probleme am Campingplatz. Der Kühlschrank lief, die Heizung heizte. 850 Kilometer zurück nach Stuttgart.
Willkommen im Dauertest. Auf den nächsten Trip mit diesem Wohnmobil darf man sich freuen.

Infos und Preise zum Malibu T 430 LE (2019)

Dauertester Malibu T 430 LE Foto: Timo Großhans
Im ersten Test hat der Malibu T 430 LE seine Qualitäten als Familien-Wohnmobil gezeigt.


Basis: Fiat Ducato 35 light, ab 85 kW/130 PS
Gesamtgewicht: ab 3500 kg
Länge/Breite/Höhe: 6,90/2,27/2,940 Meter
Bettenmaße (Heck): 2,00/1,90 x 0,85 Meter,
Empfohlene Personenzahl Fahren/Schlafen: 4/2
Basispreis: ab 64.150 Euro

Infos zur Baureihe: Die Malibu T-Baureihe besteht aus sieben Grundrissen mit Längseinzel-, Quer- oder Queensbetten. Der kompakteste Malibu T ist 6,66, der längste 7,49 Meter lang. Je nach Grundriss und optionalem Hubbett finden zwei bis vier Personen in diesen Reisemobilen Platz.

Den Aufbau kennzeichnet eine holzfreie Karosseriestruktur, die laut Hersteller Kältebrücken vermeidet und Feuchtigkeitsaufnahme verhindert. Insgesamt 6 Jahre Dichtigkeitsgarantie gibt Malibu. Auch die T-Haube in Gfk-Bauweise ist isoliert, der Wohnraumboden ist stufenlos und ein Doppelboden sorgt für Isolierung nach unten. Dort ist die Wasseranlage frostsicher untergebracht. Die beheizte Heckgarage ist mit bis zu 250 kg beladbar und somit auch für Roller und E-Bikes geeignet.

Die Malibu-Teilintegrierten ordnen sich preislich ab 63.100 Euro Grundpreis in die obere Mittelklasse ein.

Ausstattung des Dauertest-Wohnmobils

Um ein Fahrzeug realistisch einer Preis-Leistungs-Kategorie zuzuordnen, ist es wichtig, den tatsächlichen Preis zu kennen. Das Fahrzeug, das die promobil-Redaktion testen darf, kostet knapp 80.000 Euro. Folgende Komfortausstattung und Nachrüstungen sind darin enthalten.

Testwagenpreis: 78.300 Euro

Sonderausstattung im Testwagen:
Motorvariante 150 Multijet, 150 PS, 6-Ganggetriebe: 1.780 Euro
16-Zoll-Stahlfelgen für Fiat „light“ Chassis: 215 Euro
Gaskastenauszugssystem: 430 Euro
Teppichboden Wohnraum/Fahrerhaus: 445 EuroAufpreis große Heckgargatentüre Fahrerseite: 100 Euro

Touring-Paket: 7.940 Euro
Fahrer/Beifahrerairbag, Klimaanlage Fahrerhaus manuell, Tempomat, Zentralverrigelung Fahrerhaustüre, elektrisch verstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber, Fahrerhausverdunklungssystem, Dachmarkise 3,5 Meter, Aufbautüre mit Fenster und Insektenschutzrollo, indirekte Ambientebeleuchtung im Wohnraum (LED), Panoramadachfenster über Wohnraumgruppe, Vorbereitung für Radio/TV/Rückfahrkamera/Solar/SAT, Radio/DVED inkl DAB+, Rückfahrkamera, 22-Zoll-LED-Flachbildschirm, Truma Duo Control, uvm.

Nachrüstungen im Testwagen:
Navigation: 790 Euro
SAT-Anlage: 2.450 Euro

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