Wer einen Camper auf Basis eines Stellantis-Transporters fährt oder gerade einen Ausbau plant, sollte diese Information kennen: Der Konzern muss weltweit über 73.000 baugleiche Transporter der Marken Citroën, Opel und Fiat zurückrufen. Betroffen sind Dieselmodelle mit SCR-Abgasnachbehandlung (AdBlue).
Gerade im Campingbereich spielen diese Fahrzeuge eine wichtige Rolle – sowohl als Basis für Campervans und Selbstausbauten als auch als alltagstaugliche Familien- und Zugfahrzeuge mit viel Innenraum.
Worum geht es konkret?
In den betroffenen Transportern arbeitet möglicherweise die Harnstoffeinspritzung nicht korrekt. Dadurch können die Abgaswerte von den gesetzlichen Vorgaben abweichen. Zusätzlich ist die Kalibrierung der Harnstoffpumpen-Diagnose im Motorsteuergerät (ECU) fehlerhaft. Im Fall eines Harnstoff-Überdrucks wird deshalb keine Warnmeldung im Kombiinstrument angezeigt.
Die Lösung ist vergleichsweise unkompliziert: ein Softwareupdate für das Motorsteuergerät. Der Werkstattaufenthalt dauert rund 25 Minuten. Sach- oder Personenschäden im Zusammenhang mit dem Problem sind bislang nicht bekannt.
Diese Modelle sind betroffen:
Citroën Spacetourer und Citroën Jumpy
- Bauzeitraum: Juli 2022 bis Januar 2024
- Weltweit betroffen: 43.083 Fahrzeuge
- Davon in Deutschland: 3.130
- KBA-Referenznummer: 15831R
- Citroën-Code: GJ4
Der Spacetourer ist ein beliebtes Basisfahrzeug, das beispielsweise beim Pössl Campster zum Einsatz kommt. Auch der Jumpy ist begehrt, beispielsweise für Selbstausbauten.
Opel Zafira und Opel Vivaro
- Bauzeitraum: Mai 2022 bis Januar 2024
- Weltweit betroffen: 30.108 Fahrzeuge
- Davon in Deutschland: 15.131
- KBA-Referenznummer: 15829R
- Opel-Code: KUS
Diese Modelle sind im Campingumfeld ebenfalls relevant – sowohl als Basis für kompakte Campervans als auch als geräumige Alltagsfahrzeuge für Familien oder als Zugfahrzeug.
Fiat Ulysse
- Bauzeitraum: 2021 bis 2022
- Weltweit betroffen: 13 Fahrzeuge
- Davon in Deutschland: 7
- KBA-Referenznummer: 12919R
- Fiat-Code: 6616
Für baugleiche Transportermodelle von Peugeot und Toyota liegen dem Kraftfahrt-Bundesamt derzeit keine Meldungen vor.
Was bedeutet das für Camper?
Für Camperinnen und Camper ist vor allem wichtig: Der Rückruf betrifft Fahrzeuge, die gerne auch als Basis für Campervans, Selbstausbauten oder als vielseitige Reise- und Alltagsfahrzeuge genutzt werden. Die technische Lösung ist jedoch überschaubar – ein kurzes Softwareupdate genügt.
Insgesamt sind weltweit rund 73.000 Fahrzeuge betroffen, davon rund 18.300 in Deutschland.
Wer ein entsprechendes Modell aus dem genannten Bauzeitraum fährt, sollte prüfen, ob das eigene Fahrzeug vom Rückruf erfasst ist und gegebenenfalls einen Werkstatttermin vereinbaren.












