Fiat E-Ducato Fiat
7/2019, Fiat Ducato Electric
Fiat E-Ducato
Fiat E-Ducato
Fiat E-Ducato 11 Bilder

Fiat E-Ducato: Elektrovariante des Basisfahrzeugs (2020)

Fiat E-Ducato (2020) Das beliebte Basisfahrzeug als Elektrovariante

Auch beim Fiat Ducato nimmt der Elektroantrieb Einzug in die Produktpalette. Die ersten Elektro-Modelle des beliebten Basisfahrzeugs sollen noch in diesem Jahr vom Band rollen.

Sauber, lokal und emissionsfrei: So beschreibt Fiat die neue Elektroversion des Ducatos, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. So gibt es auch beim Fiat Ducato eine Alternative zum Verbrennungsmotor: Den E-Ducato.

Mit dieser Entscheidung reiht sich Fiat neben anderen Autohersteller auf, die ihre Nutzfahrzeuge mit neuen Antriebsarten ausstatten: So hat auch Daimler für 2020 eine Elektro-Version des Mercedes Sprinters vorgestellt, Ford bietet den Transit Custom als Hybrid-Fahrzeug an. Kein Wunder, denn der Markt für leichte Nutzfahrzeuge ist stetig am Wachsen: Das Volumen bei Paket- und Expressdiensten steigt, während Städte die Verkehrsbelastung reduzieren wollen: Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren sollen möglichst draußen bleiben, Elektroautos dürfen rein.

Fiat E-Ducato
Fiat
Weniger Platz? Fehlanzeige: Fiat verspricht bis zu 17 Kubikmeter Stauraum. Die Nutzlast liegt bei maximal 1.950 kg.

Aus diesem Grund hat Fiat verkündet, dass alle Modelle des Ducatos mit Dieselmotor auch in der Elektro-Variante erhältlich sein werden. Somit bedient der Fiat E-Ducato verschiedenste Längen und Höhen, das Ladevolumen soll 10 bis 17 Kubikmeter betragen. Dass sich das Volumen kaum ändert, liegt an der Platzierung der Batteriepakete: Diese werden am Unterboden verbaut, sodass weder die Ladekapazität noch Aufbauvarianten eingeschränkt werden. Als maximale Nutzlast nennt Fiat beim neuen E-Ducato ein Gewicht von 1.950 Kilogramm.

Bei der Akku-Größe darf der Kunde entscheiden: Es stehen zwei unterschiedliche Größen zur Verfügung. Zum einen wird ein Akku mit 47 kWh Speicherkapazität angeboten, mit dem eine Reichweite von 220 Kilometern möglich ist. Etwas weiter schafft es der größere Akku mit 79 kWh Speicherkapazität: Ist der Fiat E-Ducato mit dieser Batterie an Bord vollständig aufgeladen, kann er es bis zu 360 Kilometer weit schaffen. Zum anschließenden Laden wird ein CSS-Stecker genutzt, der auch mit Schnellladern kompatibel ist.

Welche Leistungen schafft der Motor?

7/2019, Fiat Ducato Electric
Bernd Conrad
Vorteil des Elektromotors: Er verbraucht deutlich weniger Platz unter der Motorhaube.

Im E-Ducato wird ein Motor verbaut, der eine Leistung von maximal 90 kW (122 PS) mitbringt. Das maximale Drehmoment liegt bei 280 Nm, was zum Teil deutlich unter den Werten des Diesel-Ducatos liegt. Zum Vergleich: Der stärkste Diesel-Ducato mit Automatikgetriebe schafft ein maximales Drehmoment von 450 Nm. Damit ist der E-Ducato zwar für den Stadtverkehr geeignet, auf der Autobahn kann es dann aber doch etwas lästig werden.

Auch bei der Beschleunigung hapert es ein wenig: 50 km/h erreicht der Elektro-Ducato noch akzeptabel in weniger als 5 Sekunden, die 100 km/h sind jedoch erst nach fast 20 Sekunden erreicht. Bei 100 km/h ist außerdem Schluss: Schneller geht nicht.

Der Ducato Electric wird in diesem Jahr vermutlich erst einmal bei Flottenkunden zum Einsatz kommen. Wann genau die elektrische Variante auch für Wohnmobile genutzt werden kann, ist noch nicht bekannt. Auch die Frage nach dem Preis und nach dem Hersteller der Akkus bleibt momentan noch unbeantwortet.

Fazit

Als Lieferwagen ja, als Wohnmobil vielleicht: Man muss die ersten Modelle abwarten, um den Fiat E-Ducato bewerten zu können. Doch die Reichweite und Motorleistung sprechen momentan eher dafür, die Elektrovariante im Stadtverkehr einzusetzen. Für die Nutzung als Basisfahrzeug ist die Reichweite zu gering und die Leistung zu schwach. Doch das Potential ist vorhanden – man darf auf die weiteren Entwicklungen gespannt sein.

Mehr zum Thema Basisfahrzeug
Ducato 2021/2022
Neuheiten
Seitenwind-Assistent bei Hymer ML-T
Kaufberatung
Fiat Ducato
Kaufberatung
Citroën vs Fiat im Motorenvergleich
Vergleichstest